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Das Ego-Dogma

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von lazpel, 29. Juli 2005.

  1. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
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    Hallo,

    Es gibt ein äußerst hartnäckiges Esoterik-Dogma, welches besagt, daß das Ego schlecht sei, man es überwinden müsse, und das alles, was aus dem Ego kommt, und durch das Ego bestimmt wird, schlecht und böse sei.

    Teilweise wird das Ego sogar als das Böse in Persona personifiziert, offensichtlich als Ausgleich zum Glauben an einen Hades für Nicht-Theisten.

    Das ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar, da es, mal wieder typisch für die fast-food-esoterischen Dogmen, einseitig polarisiert.

    Esoterik ist die Suche des Glaubens im eigenen Inneren, somit auch im eigenen Ich bzw. Ego.

    Was nach meiner Meinung wichtig und richtig ist, ist die Tatsache, daß man das Ego auf keinen Fall vernachlässigen darf, es aber auch andererseits nicht überpriorisieren sollte. Egoismus ist genauso falsch wie die Verteufelung des eigenen Ichs, welches nunmal Quellort der Glaubenssuche des Esoterikers darstellt.

    Dieser Thread soll zur Diskussion darüber anregen. Mich würden insbesondere die Gründe interessieren, warum das Ego an sich verteufelt wird.

    Gruß,
    lazpel
     
  2. muka

    muka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2005
    Beiträge:
    1.870
    Ort:
    D
    Hallo Lazpel,

    ja, mich auch.

    Gruß
    muka
     
  3. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Abyss
    Das Ego an sich würde ich eigentlich nicht verteufeln, allerdings wird die Befriedigung desselben meist auf Kosten anderer betrieben und das ist eine schlechte Entwicklung.

    Früher wurde der Stamm oder die Sippe über den einzelnen gestellt, denn das war nötig, um das Überleben der Gemeinschaft zu sichern.
    Heutzutage ist das nicht mehr nötig, was die meisten zum Anlass nehmen, ihrem eigenen Ego ohne Rücksicht auf Verluste anderer zu frönen. Wenn das Ego dann noch genug Spielraum in Form von Macht hat, nun die Folgen sind wohl offensichtlich.

    Um diesen verheerenden Entwicklungen entgegenzuwirken ist es nötig die Aufblähung des Egos zu reduzieren, was bei jedem persönlich beginnt und sich erst allmählich auf die allgemeine Weltsicht auswirkt.

    Selbstverständlich ist auch hier darauf zu achten, dass das gegenteilige Extrem nicht überhand nimmt, denn die völlige Auslöschung des Egos ist ebenso schädlich wie die Vergöttlichung desselben.
    Wir sind ja schliesslich keine Ameisen gelle.
     
  4. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
    Hallo Crowley,

    Ja, eben. Sowohl das eine Extrem ist schlecht, als auch das andere.

    Aber oftmals wird einem halt ein "großes Ego" vorgeworfen, nur, weil man seinen eigenen Weg geht. Und das ist meiner Meinung nach genauso falsch.

    Wenn man den Glauben aus dem eigenen Inneren schöpft, schöpft man die Erkenntnisse ganz automatisch aus dem Ego.

    Gruß,
    lazpel
     
  5. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Abyss
    Jeder muss seinen eigenen Weg gehen, sonst ist es nicht möglich, das Ziel desselben zu erreichen.
    Dies mit einem grossen Ego zu verwechseln ist ein Fehler, es zeugt vielmehr von aufrichtiger Suche im Inneren statt im Äusseren.

    Ist das nicht eher "Esoterik" als "Egoliebe"?
     
  6. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
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    Hallo Crowley,

    Ja, eben.

    Mal sehen, ob es noch weitere Meinungen dazu gibt.

    Gruß,
    lazpel
     
  7. Nithaiah

    Nithaiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    5.049
    Hallo Lazpel,

    Zunächst einmal: Ich sehe es genauso wie du..
    Wer wirklich den Blick nach innen richtet und sich mit sich selbst auseinandersetzen will, kommt am Ego gar nicht vorbei.

    Wer in sich selbst zuhause sein will, muss sein Ego kennenlernen.
    Ich würde es als sehr gefährlich ansehen, das Ego einfach zu negieren, anstatt sich damit auszusöhnen.

    Doch ist für mich das Ego nur eine Etappe, bzw.eine Schale, ein Überzug, oder wie immer ich es nennen soll.
    Als das wahre Ziel sehe ich die Entdeckung des "Selbst" und die Suche nach seiner wahren Natur.
    Denn das "Ich" ist letztlich auch nur ein Komplex.

    Zum einen ist es das, was Crowley schon beschrieben hat: Ein verblendetes Ego schafft sehr viel Leid, sowohl im kleinen, als auch im großen.
    Außerdem wirkt sich ein verblendetes Ego auch trennend aus, somit ist man von vielen Wahrheiten abgeschnitten.

    Liebe grüße Nithaiah
     
  8. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    Für mich ist das ego keineswegs böse sondern nur eine Mauer die mich an der Erleuchtung hindert.
    Man muss das eigene ego zuerst mal brechen um die Wahrheit zu erkennen( für mich bedeutet das die kindliche Unschuld). Bist du erst mal erleuchtet kannst du dein ego nach belieben wieder aufsetzen. Denn wenn du unter Menschen leben willst brauchst du ohnehin wieder ein ego um mit den Menschen und der Welt in Kontakt zu tretten.

    So wie ich das sehe muss man das ego eben erst mal überwinden bevor man es bewusst benutzen kann.
     
  9. CRosenherz

    CRosenherz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2005
    Beiträge:
    581
    Ort:
    Hamburg
    und die überwindung des eigenen egos gelingt nur, indem ich ihm begegne, es kennenlerne, mich mit ihm auseinander- und wieder zusammen setze, eine freundschaft entstehen lasse, mir über ihn bewußt werde, sein ich in mich fließen lasse, seine grenzen überwinde, ihn langsam auflöse um in ein größeres ganzes zu fließen bzw. darin zu werden.

    ich integriere ihn, um ihn schlußendlich aufzulösen, ihn zu erweitern, so dass er nicht mehr zentral mein leben führt und entscheidet sondern an stelle dessen mein über-ich, höheres selbst, gott.

    für mich ist mein ego nicht schlecht und ich verteufele es nicht.
    im gegenteil, es ist sehr wichtig, denn durch ihn führt es mich zum selbst.

    allerdings gibt es menschen, die ausschließlich im + am ego haften bleiben und vergessen haben den weg anzutreten........
    sie wollen nicht reisen und dann wird das ursprüngliche werkzeug ego zum machtvollen spieler, der nur die eigenen spielregeln kennt und nichts anderes mehr will......

    doch es ist nie zu spät, sich auf den weg zu machen....

    in diesem sinne,
    rosenherz
     
  10. Afrodelic

    Afrodelic Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.132
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    Das, was man Ego nennt, ist die äußere Schutzhülle der Seele. So betrachtet, hat es in gewissen Situationen eine lebensnotwendige Existenzberechtigung, allerdings muss man dabei die Existenzberechtigung dieser Situationen hinterfragen, welche ausschlagsgebend sind für den Verhärtungsgrad dieser äußeren Hülle.

    Das Ego zu überwinden, bedeutet nicht, es zu zerstören, sondern es bedeutet, seine Dominanz zu brechen. Mit anderen Worten, das Ego muss der Seele dienen und nicht umgekehrt, oder auch: das psychokratische Denksystem muss das egokratische beherrschen, denn nur dann ist das Ego eine wertvolle Ergänzung.

    In konkreto wäre das im menschlichen Gehirn die Ansiedlung der Gedankenenergie im geistigen Steuerungszentrum im Epiphysenbereich (der Quintessenz (5) über der sog. Vierhügelregion (4), dem fünften Rad am Wagen, dass in diesem Fall das wichtigste Rad ist, das Lenkrad oder auch das dritte, abstrakte geistige Auge, das in Wirklichkeit das dritte Ohr ist). Die Grundbedingung dafür ist, dass man die Dinge eher auditiv wahrnimmt als visuell, denn Klang ist das eigentliche Grundmuster des Universums.

    Glaubt man nur dem, was die konkreten Augen sichten (Ego=Auge=Eye=ich), verlagert sich die Gedankenenergie automatisch hinter diesen, im Hypophysenbereich, dem materiellen Steuerungszentrum.

    Die beiden Steuerungszentren des menschlichen Organismus stehen Gott sei dank neuronal miteinander in Verbindung, der Garant dafür, dass Umkehr möglich ist.

    Das untere Steuerungszentrum, die Hypophyse, befindet sich kurioserweise hinter dem sog. Türkensattel (eine anatomische Bezeichnung, die während der osmanischen Invasion, die in letzter Sekunde von Prinz Eugenius in Österreich abgewendet wurde, aus der Ähnlichkeit des zwischen den konkreten Augen befindlichen Knochens mit den während dieser Invasion benutzten türkischen Reitsätteln abgeleitet wurde).

    Nichts gegen Türken (habe selbst einige türkische Freunde), aber, wenn man die Dinge nur mit den beiden konkreten Augen begreift, ist die Wahrnehmung der Welt tatsächlich "getürkt", ein Wort, das im berühmtesten Herkunftswörterbuch, dem Duden, mit "betrogen" übersetzt wird.

    Das obere Steuerungszentrum, die Epiphyse, die sich auf Höhe des Stirnchakras befindet (dort, wo die Inder den roten Punkt tragen, was der drei im pythagoreischen Erkenntnisdreieck entspricht), ist wie gesagt, das geistige und damit das absolute (absolvere = loslösen, also das von der Materie losgelöste) Steuerungszentrum. Es hat nicht von ungefähr einen konkreten Höhenabstand zur Dualität, den beiden konkreten Augen. Dieser Abstand sichert die nötige Distanz, um das Bild der Dualität im vollen Umfang zu betrachten. Dies geschieht auditiv, allerdings nicht durch die beiden konkreten Ohren, sondern durch das innere Ohr. Allein dieses kann Klänge hören, obwohl sie in konkreto gar nicht erklingen (beispielsweise in geschriebenen Texten).

    Während der Hypophysenbereich der Sitz des Egos ist, ist der Epiphysenbereich der Sitz des höheren Selbst und damit der Seele (Seel-bst).

    Die inhaltliche Mathematik offenbart, dass man die Dualität nur begreifen und damit überwinden kann, wenn man sie aus der drei heraus betrachtet, der ersten Verbindungszahl. Daher kann man die Dominanz des Egos nur überwinden, wenn man lernt, auditiv zu denken, heißt aus der der Epiphysenregion heraus, was gleichbedeutend damit ist, dass das uns beigebrachte rein materielle (und damit in opposito blindchristliche) Denken sich zum geistig-materiellen Denken transformiert, nach Möglichkeit in allen Lebenslagen.
     

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