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Blindenheilung ( Friedrich weinreb )

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von luzifer, 19. September 2005.

  1. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
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    Friedrich Weinreb ...

    ... aus seinem Werk:

    Innenwelt des Wortes im neuen Testament

    ( zweiter Abschnitt, Kapitel 6)

    Begegnungen mit Kranken

    .
     
  2. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
    Begegnungen mit Kranken

    Beim Nicht-einsehen - können kommt man leicht auf das Blindsein als Krankheit.
    Denn mit gesunden und scharfen Augen kann man dennoch an nicht vorhandener
    Einsicht leiden. Der braucht das gar nicht zu erkennen, er könnte sogar denken,
    er sei voller Einsicht. Jetzt will ich deshalb einen anderen,sehr wichtigen Aspekt
    aus dem Leben Jesu in der Welt besprechen: sein Verhältnis zu Kranken und
    Krankheiten. Gerade die Kranken scheinen ihm ja in Massen nachzulaufen.
    Man hat dann gern Vorstellungen von Ländern, in denen u.nvorstellbar primitive
    Hygienische Zustände herrschen, überdies noch regelmäßige verheerende Hungersnöte.
    Aber dann hat man Jesus aus seinem Leben verbannt, in irgendein primitives,
    unzivilisiertes Altertum. Dann ist man ihn auf anständige, wissenschaftlich fundierte
    Weise los. . .
    Was nun sind diese Krankheiten im Wort? Was ist ihr Kern, ihre Verborgenheit?
    Ich meine dabei nicht, daß man die Kranken irgendwie psychosomatisch betrachten
    Der psychische Teil ist genauso äußerlich, wissenschaftlich wahrnehmbar wie der
    somatische Teil. Es geht hier um den für uns verborgenen Kern, es geht um die Einheit
    des Wortes.
    Wir sollten uns lieber fragen, was die Bibel, Worte des Heiligen Geistes, eigentlich
    mit diesen immer wieder anwesenden Kranken meint. Aus welchem Grund suchenden
    also Jesus?
    Tun sie es nicht bewußt, also nicht-gezielt? Dann wissen sie gar nicht, daß sie Jesus suchen.
    Sie suchen dann nämlich in ihrem Leben einfach Jeschua, Hilfe, wo alles Menschliche,
    Natürliche, Gesetzmäßige keine Antwort geben kann. Hilfe ist, wie schon gesagt, nur
    vollkommen da, wo alles Naturgesetzmäßige aufhört, helfen zu können. Und diese Momente
    hat jeder Mensch, manchmal sogar täglich.
    Die Kranken erwarten unbewußt: Wie du, entgegen aller berechenbaren Gesetzmäßigkeit in
    die Welt gekommen bist, so kann nur deine Welt, kannst du mir jetzt helfen. Nicht nur bei
    einer unheilbaren physischen Krankheit, sondern in allen Situationen, wo meine Stimmung
    oder Verstimmung mir sagt, es geht nicht weiter, es hat alles keinen Sinn, ich habe keine Lust,
    die Leute sollen meinetwegen alle in die Luft gehen, die Welt interessiert mich nicht mehr,
    alles ist Quatsch. Damit meint und weiß man in seinem Wesen, daß nur die Hilfe, die Jeschua
    von Gott jetzt noch helfen kann.

    Und damit läuft man dann dem Jesus nach, gehört man zu den Scharen, die stets um ihn herum
    sind. Denn diese Situation kommt täglich vor:-nur die, welche immer nur von logisch-kausalen
    Wegen wissen, alles auf diese Art erzwingen wollen, gehen wie die Besessenen in die Schweine
    und in den See.
    Was sagt das Wort blind im Hebräischen, im Verborgenen, im Jenseitigen? Es heißt dort »iwer«,
    und dieses Wort hat die gleichen Zeichen, in der gleichen Reiherlolge, wie das Wort Haut oder Fell,
    das »or« ausgesprochen wird. Es sind in beiden Fällen die Zeichen 70-6-200. Und dieses Wort
    kommt in der Bibel zum ersten Mal vor, nachdem der Mensch durch die Schlange die Frucht
    vom Baum der Erkenntnis zu sich nimmt. Er entdeckt dann nämlich seine Blöße. Er schämt sich.
    Sein Äußeres ist ab jetzt nicht mehr dem Inneren gleich. Er zeigt jetzt seine Gespaltenheit,
    den Bruch in seiner Einheit.
     
  3. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
    Und diesen Bruch in sich selbst will er bedecken. Man soll nicht mehr sehen, daß er die
    Gottesähnlichkeit draußen verloren hat. Dann bedeckt er die Scham mit dem Feigenblatt.
    Die Feige ist die Frucht des vierten Tages, die Frucht der Vielheit. Das zeigt sich auch in
    der Vielheit der Kerne in dieser Frucht, die dennoch süß schmeckt. Es heißt in der Überlieferung
    dann auch, jener Baum der Erkenntnis sei der Feigenbaum. Bei ihm steht der Mensch, und er
    nimmt ein Blatt dieses Baumes, um seine Blöße zu verbergen
    Vor jener Tat, heißt es, sei der Mensch vom Licht umhüllt. Licht ist hebräisch ebenfalls »or«,
    nur wird es anders geschrieben, nämlich }-6-200. Und als Gott dann vom Menschen
    auf seine Blöße aufmerksam gemacht wird. gibt er ihm, diese Blöße zu bedecken, ein Hemd,
    eine Hülle von Haut, von Fell, ebenfalls von »or«, aber nun von »ar« als 70-6-200. Die »1«
    vom Licht hat sich geändert in die »70« vom Fell. Die Vielheit, das Omega, ist an die
    Stelle der Einheit, dem Alpha, getreten.
    Die Vielheit der Feigen~erne hat die Einheit des Wesens weggenommen. Die Vielheit der
    Zeitlichkeit und des Sichim-Raurn-Befindenden ist an die Stelle der Einheit des Seins getreten.
    So ist also das Blindsein gleich diesem "ell, dieser Haut; beide 70-6-200, anders gesprochen,
    aber gleich geschrie-ben. Wie die Haut das Innere, das Verborgene, das Wesen des Menschen v
    erhüllt, so hat »blind« auch zwei Bedeutungen: das physische Blindsein und das innere Blindsein.
    Deshalb wird das Wort dann nicht als »or« gesprochen, sondern als »iwer«. Und wir sind nun s
    owohl mit den äußeren, den zeitlichen Blinden konfrontiert als auch mit den Blinden im Inneren,
    im Wesentlichen. Der Blinde ist im Wesen also der, welcher nur die Oberfläche, die Haut
    wahrnehmen kann. Alles andere existiert einfach nicht für ihn. Er weiß davon noch weniger,
    als ein Farbenblinder von Farben weiß. Es ist eine wesentliche Angelegenheit und nicht auf
    kausale Art heilbar. Keine Absicht hilft - wie Jesus ohne eine Absicht von J oseph und Maria
    hier erschien.
    Entsprechend verhält es sich auch mit den anderen Krankheiten. Wir wollen deshalb einmal
    das Wort taub betrachten. Im Hebräischen ist es »cheresch«, 8-200-300, und bedeutet nicht
    nur physisches Taubsein, sondern auch ein Stillmachen, ein Verschweigen, etwas nicht herausgeben,
    sogar Böses sinnen, verheimlichen. Es ist also etwas, das einem dann ohne Zutun kommt. Wie der,
    der nur das Äußere sieht, gar nicht anders kann, selbst wenn er anders möchte. Der Taube hat ein
    Verheimlichen in sich. Es kann nicht zu ihm durchdringen, es verheimlicht sich vor ihm.
    Im Deutschen keITnen wir den Begriff betäuben. Auch das überkommt einen. Nur sehr selten
    will man sich auf Dauer betäuben; schon für eine befristete Zeit, eine Operation. Im Betäuben
    ist auch ein Sich-taub-machen, ein Sich-verschließen, sich etwas verheimlichen. Man möchte
    nichts davon wissen, nichts darüber hören. Man steckt seine Finger in die Ohren, um nicht
    hören zu müssen.
    So sehen wir, daß vielerlei Menschen taub sind für allerlei Auffassungen; diese finden bei ihnen
    keinen Zutritt. Man kann lange reden, der andere hört auch zu, aber man bemerkt, daß er nicht
    einmal weiß, wovon man redet. Es geht bei ihm einfach nicht hinein. Er hatAas Gehörte bei sich
    zum Schweigen gebracht, still gemacht. Viele Leute wollen im Prinzip nichts von der Bibel wissen,
    nicht von Gott hören. Sie können, wie manche oben gemeinte Blinde, die innerlich nicht sehen wollen,
    sich ebenfalls innerlich verschließen. Sie wollen nur hören, was ihnen logisch sch-kausal paßt.
    Und dann denke ich an die Stummen. Im Hebräischen ist ein Stummer ein »Hern«, 1-30-40.
    Er kann bewußt schweigen, nicht reden, wie zum Beispiel ein Trappistenmönch. Es kann auch sein,
    daß er physisch nicht sprechen kann; aber auch, daß er keine Worte findet. Zacharias, den Vater des J
    ohannes, ließ der Engel verstummen. Man kann nicht mitteilen, was einen bewegt, nicht einmal,
    daß man nichts ausdrücken kann.
     
  4. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
    »Olam«, Welt, Ewigkeit, schreibt sich 70-30-40; wo beim Stummen die» 1 «, die Aleph, steht,
    begegnet »olam« mit der Ajin, der »70«, der griechischen Omega. Der Stumme kann von der
    Vielheit des Lebens, der Variation, der Nuancierung der Sprache nichts oder nur in unartikulierten
    Lauten etwas kundgeben.
    Als Mensch kann man vielleicht über ein gewisses Ereignis verstummen, sonst aller normal reden.
    Der Stumme kann nichts von alle dem äußern, was ihn vielleicht bewegt. Aber der im Wesen
    Stumme hat zum Leben in der Welt überhaupt keine Beziehungen. Auch wenn er sonst viel redet:
    über das Essen, über das Wetter, über Sex, über Geschäfte, über Politik. Bei ih~ist alles andere nicht
    existent, ist alles verstummt. Die Welt, das Hiersein, ist ihm sinnlos, darüber gibt es bei ihm keine
    Vorstellung, keinen Tagtraum, es ist alles wie tot.
    Das sind die Stummen im Wesen. Sie sind oft auch die im Wesen Tauben.
    Wir kommen nun zu den Gelähmten, den Lahmen/'Was sich physisch als Gebehinserung darstellt,
    ist im Wesen ein Aufhören des Weg s. Der Weg geht nicht weiter, man stockt, ist unschlüssig
    geworden, kann nicht weitergehen.
    Das Wort im Hebrä' chen gibt tiefere Einsicht in das Wesen des Lahmen. »Piseach«, 80-60-8,
    gleich geschrieben wie »pesach«, Passah, das auch ein Überspringen meint, eine Ausnahme
    von der Regel, ein Überspringen der Regel. Kausal sollte die Reihe weitergehen, wie der Weg
    weitergehen sollte. Aber auf einmal geht es nicht weiter. Im Passah ist der Weg in den Tod,
    der doch der natürliche Weg wäre, gestoppt. Der Tod wird übersprun. gen, und der Weg geht
    nach diesem Ereignis auf neue Weise weiter. Zum Beispiel in der Auferstehung oder in der Hölle.
    Jedenfalls nicht linear, nicht kausal aus dem Leben bisher und jetzt weiter.
    Der Lahme bemerkt also in sich, in seinem Wesen, es geht nicht weiter wie bisher. Ich denke
    an den, der an sein Bett gefesselt daliegt. Ein deutliches Bild in der Welt der Erscheinungen.
    Im Wesen kann das aber auch bedeuten, daß jener Mensch an seine Eigenschaften gebunden ist.
    Im Hebräischen ist Bett, »mitta«, dem Laute nach dem Wort »midda«, Maßstab, Eigenschaft,
    sehr nah. Man denke nur an das Procrustes-Bett. Die Eigenschaften des Gastes sollten denen
    des Landes, wohin er kommt, passen. Und dann fängt das Zerren, das Schneiden, das
    Dehnen an. Bis der Gast tot ist, wenn er paßt. Hier sagt Jesus nur unter anderem:
    »Nimm das Bett und trage es«. Also du bist es, der die Eigenschaften trägt, und nicht sie dich.
    Das ist dann eine Wende auf dem Weg dieses Men. schen. Er konnte nicht weitergehen, weil
    er zum Beispiel seine Sünden, seine Verfehlungen als Hindernis sah, sie ihn lähmten.
    Das Aufheben seiner Sünden war das Signal zum neuen Leben. Er ist jetzt derjenige,
    der im Wesen seine Eigenschaften als von ihm selber abhängig erfährt. Das ist seine
    Begegnung mit Jesus, mit dem Empfinden, die Hilfe kann nicht auf dem Weg der
    erwarteten, der berechenbaren Kausalität, normal, weitergehen. Wie Jesus, wie die
    Jeschu die Hilfe vom Heiligen leist in die Jungfrau Maria kom t, so geschieht ihm
    jetzt ein einmalig. ges, einzigartiges Wun er. Er sieht sich einem Geschehen gegenübergestellt,
    das i m vollkommen neu ist.
    »Normal« kann der elähmte nur kausal, d. h. wissen. schaftlich, geheilt werden. Danach geht er
    so oder so doch dem Tod entgegen. Die Heilungen von Jesus sind aber Genesungen im
    Wesentlichen, in der Quelle, im Ewigen, also auf einer ganz anderen Ebene. Dann ist dem
    Menschen erst richtig ein Weg, sein Weg frei gemacht worden.
    Denn es ist doch die Qual vieler, daß ihr Leben keinen Sinn kennt, jeder Tag durch das Gefühl der
    ewigen Wiederkehr, der ewigen Wiederholung verödet. Bis er Anzeichen eines Altersschwachsinns spürt
    und nur noch weiter vegetiert. Diese Menschen sind im Wesen alle lahm.
    Alle, die in ihrer Quelle blind, taub oder stumm sind, sehen nur das Äußere, ahnen nichts von einem Inneren.
    Manche haben vielleicht aus ihrer Verborgenheit einmal sehen können, sind aber erblindet. Andere haben nie
    geahnt, was man im Leben alles vernehmen könnte, sind taub. Und die innerlich Verschlossenen können nichts
    vondem. was zu hören ist, in ihrem Wesen vemehmen, können dann auch nicht das Wunder der Sprache als
    Einheit erfassen, das Wunder des Wortes in seiner unendlichen Vielfalt. Das sind die Stummen, oft sogar
    die Taubstummen im vollen Sinne des Wortes.
     
  5. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Durch die Spaltung des Lebens, durch die Herrschaft der vier Könige über die fünf, kann man äußerlich
    blind, taub, stumm, gelähmt sein, ohne daß man es innerlich ist; oder umgekehrt. Und wenn es an beiden
    Seiten ist, selbst dann kann man sich dessen nicht bewußt sein. Denn das innere, das verborgene Kranksein
    ist eine Situatiion des totalen Lebens. Man kann es hier auf keine Art feststellen.
    Und gerade dann könnte der Mensch, eben nicht-bewußt, Jesus begegnen. Ein unvorstellbar
    schönes Glücksgefühl, eine Stimmung derinrteren, der totalen Freude könnte ihn überkommen.
    Diese Stimmung drückt dann aus, daß ihn die Begegnung tief und für ewig ergriffen hat.

    :rolleyes:
     
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