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Alte Ängste

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Haris, 11. Oktober 2005.

  1. Haris

    Haris Guest

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    Liebe Leute,

    kennt Ihr das? In einer beliebigen Alltagssituation packt Euch plötzlich eine alte Angst, die Ihr schon längst überwunden zu haben glaubtet. Ihr forscht, wo sie plötzlich herkommt, findet vielleicht auch einen Auslöser, könnt genau sehen, was sich da abspielt, aber genauso wie damals, als die Angst akut entstand, findet Ihr kein richtiges "Handling". Ich schreibe das, weil es mir heute beim Strassenbahnfahren passiert ist: plötzlich hatte ich schreckliche Beklemmungen, von so vielen Menschen umgeben zu sein, fühlte mich beobachtet und durch und durch angststarr. Nun meditiere ich seit einiger Zeit und versuchte mich in dieser Situation an das Gelernte zu erinnern. Ich sagte mir: lass es zu, lass es kommen und gehn, manipuliere es nicht, betrachte es, fliehe es nicht, gehe darauf zu etc. - im Hinterkopf war aber doch: ich muss es loswerden, ich will das nicht mehr haben.... - und war dann sehr darüber enttäuscht, daß es nicht "wirkt" (d.h. daß ich nicht sofort locker und "gut drauf" war..)
    Wie ist es bei Euch mit sowas? Kennt Ihr die Erfahrung, daß Meditation nicht benutzt werden kann, um etwas loszuwerden? Wie "nutzt" ihr Eure Weisheit im Alltag, wenn Euch mal wieder ein altes Gespenst erscheint?

    Liebe Grüsse,
    Haris
     
  2. Schwarze Witwe

    Schwarze Witwe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2005
    Beiträge:
    778
    Ort:
    darmstadt
    gerade bahn oder buss...das kenne ich nur zu gut!!!
    ich fahre darum seit jahren keine öffendliche verkehrsmittel.
    angefangen hat es eigendlich ganz harmlos...dachte mein kreislauf währe mal wieder im keller...schweißausbruch..herzraasen..schwindel......
    bin in die nächste apotheke..blutdruck messen...(210/160)..und was sagt die doofe nuß...
    ich will ihnen ja keine angst machen,aber sie stehen kutz vor einem hirnschlag....toll!!!!!!!und diesen satz bekomme ich einfach nicht aus dem kopf.mitttlerweile ist mein blutdruck eingestellt(140/90) aber bahn fahren ist horror....und da ich nicht muß,mach ichs auch nicht....
    :schaukel:
     
  3. Achilleus

    Achilleus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    1.536
    Ort:
    Beautiful Switzerland
    Hi Haris! :)

    Ja, das kenn ich. Aber nicht in Form von Platzangst, ich zieh mich dann mehr in mein Inneres zurück oder werde depressiv. Ich hatte als Kind viele Panikattacken. Angstzustände, die mich lähmten. Der Arzt musste mir sogar Psychopharmaka mit 11 Jahren verschreiben, weil die Intensität meine innere Ruhe so extrem störte.

    Bei mir haben sich solche akuten Angstbelastungen durch Zittern, Nervösität, Hassgefühle, Minderwertigkeitskomplexe, allg. Unsicherheit geäussert. Mittlerweile hab ich sie im Griff. Hab viele innere Blockaden mit Psychotherapie, Kinesiologische Sitzungen, Akupunktur behoben.
    Es braucht halt seine Zeit, bis die man zu den Tiefen der eigenen Seele vorstossen kann.

    Diesen unaufhörlichen in sich drehenden Teufelskreis kenn ich. Aufheben kann man dieses Übel nur in dem man, wie du wahrscheinlich weisst, die Ursache findet. Meditation ist sicher ein guter Weg in innerer Balance zu bleiben, doch gezielte Therapie könnte noch etwas mehr in Gang setzen. Bedenke, dass Meditation in eigener Subjektivität ruht. Eine Drittperson sieht meistens mehr in den "eigenen Garten", denn viele leiden unter betriebsinterner Blindheit. ;)

    Lg

    Achilleus
     
  4. Reinfried

    Reinfried Guest

    Schönen guten Morgen! :kiss3:

    Es gibt da eine Technik, mit der man relativ schnell auf die Ursachen dieser Ängste kommen kann. Es nennt sich "The Journey-Process", beschrieben im gleichnamigen Buch von Susan Brandon.

    Du legst Dich bequem hin, erinnerst Dich an diese Angst, lässt sie kommen. Du musst herausspüren, wo genau Du diese Angst spürst (im Solarplexus, im Bauch, im Hals etc.), verstärke sie, geh ganz in diese Angst, bis Du nicht mehr kannst.

    Dann stell Dir ein Netz unter Dir vor, so ca. einen Meter unter Dir. Halte die Angst, dann lass Dich fallen und lass gleichzeitig die Angst los.

    Du spürst, wie Du vom Netz aufgefangen wirst, für einige Momente sind keine Emotionen da, nur etwas, das sich wie Verwirrung anfühlt. Dann merkst Du, dass eine Emotion hochkommt, eine Emotion, die die Ursache für die Angst ist. Gleichzeitig kommen oft Bilder dazu, Kindheitserinnerungen. Schritt 1 nochmal machen, wieder diese Emotion kommen lassen, verstärken, bis es nicht mehr geht und ins nächste Netz fallen lassen.

    Diese Prozedur (die am besten mit einem Zweiten durchgeführt wird, der daneben sitzt und führt), solange durchführen, bis man plötzlich in eine Schicht fällt, die das größte Erlebnis ist, das man je gehabt hat. Es ist eine Schicht, in der völliger Frieden herrscht, es ist die Schicht, in der man "eigentlich" zuhause ist. Man spürt eine Gänsehaut am ganzen Körper, möchte diesen Zustand nicht mehr verlassen.

    Und nun geht man die Schichten wieder "aufwärts", mit diesem Frieden und dieser Sicherheit im Gefühl, neutralisiert jede Schicht.

    Dann, wenn man zu den Kindheitserinnerungen kommt (meistens die vorletzte Schicht von unten), führt man ein imaginäres Gespräch mit den Beteiligten, hört zu, was die anderen zu sagen haben. Es kommt immer (!) dabei zu einer Lösung des Problems.

    Und die Angst - die ist weg.

    Wer sich dafür interessiert, dem lege ich dieses Buch ans Herz (bei Amazon auf Deutsch erhältlich, kostet nicht viel), es gibt auch in Deutschland Heilpraktiker, die den Journey-Process bereits durchführen (in Österreich gibts auch Zentren, die das machen).

    So, ich hoffe, das wird jetzt nicht als Werbung aufgefasst, ich wollte nur schreiben, dass es eine relativ einfache Möglichkeit gibt, an die Wurzeln der Angst zu kommen.....

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  5. Haris

    Haris Guest

    Hi Achilleus,

    Vielen Dank für Deine offene Antwort! Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, mal jemand Drittes heranzuziehen, andrerseits ist mein Leidensdruck nicht mehr so groß wie in meiner Jugend. Das Leben hat nicht geruht und mich immer und immer wieder vorgeschuppst, grad so, daß ich es aushalten konnte und irgendwann hatte ich das Gefühl, die Panikanfälle und all das sind verschwunden. Jetzt aber kommen durch das Meditieren in manchen Situationen alte "Muster" wieder hoch, was mir zeigt, daß sie wohl nur weggepackt waren und nicht bis zur Wurzel verstanden und aufgelöst. Ich nehme an, daß es mit meinem Meditieren zusammenhängt, daß ich wieder stärker mit Themen aus meiner Vergangenheit konfrontiert werde. Es geschieht aber nicht während des Meditierens selbst - dort zwar auch, aber eher als neutrale Betrachtung, so, als sähe ich einen Dokumentarfilm über mcih selbst - sondern ganz unvermittelt im ganz normalen Alltag. Wenn "es" passiert, versuche ich "hineinzugehen" und den "leeren" Ursprung zu finden, bin aber natürlich dann zu aufgewühlt um ruhig und einsgerichtet beim Betrachten zu verweilen. Meine Frage geht nun auch dahin, ob es Erfahrungen hier gibt, daß auch im Moment grösster Anspannung verweilendes Betrachten und Bleiben statt Flüchten möglich sind. Wie ist es z.B. bei Dir gewesen, wie hat Dir Meditation im Alltag geholfen, kannst Du den inneren Vorgang beschreiben?

    liebe Grüsse,
    Haris
     
  6. Haris

    Haris Guest

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    Was Du beschreibst klingt wirklich vielversprechend. Es erinnert mich in weiten Teilen eigentlich an meine eigene Meditationspraxis, in der ich auch versuche, bis zur Wurzel der Emotion zu kommen, ihren wahren Ursprung zu verstehen und in bzw. vor diesem Ursprung zu bleiben. Nur klappt es eben nicht in extremen Situationen, wo mich die Angst völlig im Griff hält. Bis jetzt hab ich mich vor therapeutischen "Lösungstechniken" gedrückt, vielleicht aus Stolz oder Ehrgeiz, es selbst schaffen, ohne Tricks und ohne fremde Hilfe, sicher auch aus Angst vor noch mehr Konfrontation. Ich suche immer den "puren" Weg aus mir selbst heraus, bin aber auch nicht schlecht darin, mich abzulenken und Dinge zu verdrängen. Aber vielleicht ist genau da mein blinder Fleck? Ich werde mir das Buch auf jeden Fall kaufen und in mich gehn, ob ich nicht doch mal so was ausprobieren kann.

    Vielen Dank für Deine Anregung!

    Haris
     
  7. Haris

    Haris Guest

    ohje, das klingt grausam! und stimmt ziemlich überein mit meinen Erfahrungen in meiner Jugend. Jetzt ist es bei weitem nicht mehr so heavy und eigentlich dachte ich, der Spuk ist für immer vorbei. Dann aber seit etwa 1 Jahr "Rückfällle", tw. genau die gleiche Chose, wie damals, und ich sehe das im direkten Zusammenhang mit meinem Meditieren. Dort habe ich gelernt, daß Ausweichen und Verdrängen gar nichts bringt. Bei Dir lese ich jetzt raus, daß Du es Dir aber durchaus erlaubst, auszuweichen, ganz pragmatisch: was Du nicht unbedingt haben musst, tust Du Dir einfach nicht an. Geht es Dir gut damit? Kannst Du das Problem einfach so stehen lassen, es nicht lösen wollen, nicht niederkämpfen, sondern einfach ertragen,aushalten? Bei mir ist es eher so, wenn ich merke, daß ich ausgewichen bin, empfinde ich es hinterher wie eine Niederlage, so im Sinne von "wieder nicht standgehalten, wieder verschifft" - Drum gehe ich immer wieder rein in den Kampf. Und das könnte evt. genau mein Holzweg sein, daß ich es als Kampf, Gewinnen, Verlieren sehe...

    LG und Danke!

    Haris
     
  8. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2003
    Beiträge:
    11.448
    Ort:
    Zwischen Melk und St.Pölten
    danke für den tollen Tipp. Das muss ich unbedingt beim ersten Schneefall ausprobieren. Irgendwie dürfte ich in einem Vorleben arge Erlebnisse mit Schnee, Glatteis und Kälte gehabt haben. Wenn ich nur daran denke, bei solchen Wetterverhältnissen Auto zu fahren, fange ich zu zittern an und hoffe, dass ich keinen Termin habe oder dass ich mit dem Autobus fahren kann.

    @haris: Mir ist beim Lesen Deines Beitrages eingefallen, dass Du vielleicht die Energien der anderen spürst. Wenn ich in einer Menschenansammlung bin, sage ich gleich in Gedanken: "Erzengel Michael (oder wen Du gern hast) bitte schliesse meine Aura und schütze sie und lass nur durch, was durch darf oder soll!" Das wirkt augenblicklich und keiner kann mehr "energieabsaugen".
    Viele liebe Grüsse
     
  9. Katarina

    Katarina Guest

    Hm, also ich würde denken, Du hast Dir eigentlich die Frage schon selbst beantwortet. Du weißt zwar, dass der Versuch, die Angst loswerden zu wollen, Dich an die Angst bindet, und dennoch ist die Stimme in Dir, die sie loswerden will, so stark. Irgendwie also klebst du an der Angst.
    Vielleicht hilft eine Änderung des Blinkwinkels. Anstatt zu sagen: "lass es zu lass` es kommen und gehn", könntest du mal versuchsweise probieren, Dich gedanklich neben Dich selbst zu stellen und Dir bei Deinem Dialog mit der Angst zuschauen und die Angst wiederum begrüßen. Wenn dann die Stimme in Deinem Hinterkopf kommt, dann stelle Dich wiederum gedanklich daneben und schaue dieser Stimme zu und auch diese kannst du begrüßen und plappern lassen.
    Diese Vorgehensweise ist bei mir extrem effizient, weil mir dann sofort schlagartig bewußt wird, dass ich nicht diese Angst bin. Ich bin auch nicht die Stimme in meinem Hinterkopf und deswegen bin ich dann auch nicht enttäuscht, wenn diese destruktive Monologe führt. Das darf sie gerne tun.

    Ich könnte mir vorstellen, das "Problem" ist, dass du mit "Technik" zu sehr etwas erreichen willst. Hör`doch einfach auf, etwas erreichen zu wollen und lass`Angst und Stimme miteinander spielen.

    Viele Grüße und Alles Gute

    Katarina :)
     
  10. Naivchen

    Naivchen Aktives Mitglied

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    725
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    Thüringen / Deutschland
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    ich kann dich voll verstehen,
    kleinere, bis mittlere(paar Tage) anhaltende Rückfälle hab ich auch ab und zu, und ich find keinen Auslöser!

    Dann krieg ich die Panik, sag mir aber schnell:"ja nicht, sonst hastes wieder an der Backe"
    Aber es ist echt zum Kotz..., du weißt genau, das nix ist und kannst nix machen
     
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