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Zweiklassenmedizin in Deutschland

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Katze1, 8. Mai 2007.

  1. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    6.466
    Ort:
    Kassel
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    Hallo Mara :)

    Ist es auch, seit dem 01.04.2007: http://www.gkv.info/gkv/index.php?id=510

    Und:

    Außerdem:

    Quelle: http://www.gkv.info/gkv/index.php?id=445

    Lieben Gruß
    Rita
     
  2. Fauxpas

    Fauxpas Guest

    Das ist ja alles wunderbar und wunderbar theoretisch!

    Quelle: http://www.wer-weiss-was.de/faq167/entry1298.html

    Wenn jemand als Selbständiger (der in keine GKV aufgenommen wird) gerade mal 800 Euro, nach Abzug aller Betriebskosten über hat, wie soll der dann davon 435 Euro für eine Krankenversicherung aufbringen?

    Man sollte vielleicht bedenken, dass die GKV einen Beitragssatz in % fordert und sich somit nach dem Gehalt bemisst. Die PKV hat feste Beiträge in Form von Festbeträgen...
     
  3. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.885
    Ort:
    Wien
    Unglaublich.
    Ich habe in Österreich noch von keinem einzigen Fall gehört, dass jemand nicht zwangsversichert ist oder sich nicht versichern darf/kann.
    Von euch jemand?
    Habt ihr in Deutschland entweder die "normale" Versicherung oder die private? Keine Kombination?
     
  4. Baer

    Baer Guest

    Also, bei mir war das auch so das ich eine Weile nicht versichert war, das Problem ist aber das wenn man arbeiten will (Angestellt) muss man versichert sein. Ich hatte einen nicht sozailpflichtigen Job, habe kein Arbeitslosengeld bekommen und konnte mich auch nicht mehr über meine Eltern versichern... Als ich wieder Arbeiten wollte musste ich den Beitrag von dem halben Jahr nachzahlen weil mich die Versicherung sonst nicht genommen hätte etc. So hab ich dann Geld verdient das voll und ganz für die Krankenversicherung drauf ging.

    Der mindestsatz den man als geringfügiger Mittelloser Bürger(in) zahlt liegt bzw. lag damals bei 130Euro. Wenn man gerade einmal 170€ verdient ist das nicht besonders erfreulich.

    Grüße Bär
     
  5. Angelika-Marie

    Angelika-Marie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2005
    Beiträge:
    531
    Ort:
    nun östliches Ruhrgebiet, im platten Land
    Ja. Das Krankenkassenwesen bezüglich der kleinen Mittelständler war in Deutschland über lange Jahrzehnte absolut in Unordnung.

    Für einen kleinen Selbstständigen sozusagen finsterstes Afrika.
    Die Änderung des Gesetzes seit 04.07 bietet eine gewisse Hoffnung.

    Man ist/ war krankenversicherungstechnisch in Deutschland besser dran, wenn man Sozialhilfeempfänger ( früher) und jetzt Harz 4 Empfänger ist, als wenn man ein Selbständiger mit geringem Einkommen war/ist.

    Viele kleine Selbstständige sind zwischen den 70er und 90er Jahren in Deutschland aus der GKV rausgeflogen und mussten sich privat versichern. Wenn das Einkommen nicht reichte, konnten sie die Beiträge nicht mehr zahlen und waren ab dann unversichert.
    Und wenn man dann krebskrank wurde und starb, blieb die Krankenhausrechnung halt unbeglichen, und die Erben dieser Leute traten ihr Erbe nicht an. ( Gibt es bei mir a) in der Familienchronik, b) im Bekanntenkreis)
    Wieviele Inhaber kleiner Blumenläden oder Töpfereistände auf Märkten sich deshalb nicht ärztlich behandeln ließen, diese Untersuchung liegt wahrscheinlich der deutschen Regierung vor, die daraufhin mit den nötigen Zeitverzögerungen, die diese Prozesse brauchen, ein neues Gesetz erließ.

    Ich bin, als kleine Selbstständige, etwas durchgerutscht. Als die Beriebskrankenkassen in Deutschland Erlaubnis erhielten auch Nicht-Betriebsmitgleider zu versichern ( Ende der 80iger?), bin ich in einer von diesen Mitglied geworden, einfach, weil die BBKen die kostengünstigsten sind.
    Das hieß, mein gesetzlicher KK-Beitrag beträgt im Monat 250 €.
    Das ist/war aber deutlich günstiger als ne Privatversicherung!
    Wenn ich mich auf diese Schiene eingelassen hätte, wäre ich aus Kostengründen auch inzwischen unversichert!

    Also, ich habe durch Wissen einfach noch mal etwas Glück gehabt.

    Und klar, gibt es das Zweiklassensystem in Deutschland! An dem viele innerlich bewusste Ärzte genauso leiden wie ihre Patienten.
    Aber sie können auch nicht mehr tun, als den ganzen Tag dasein und versuchen zu heilen und zu helfen!
    Und dabei versuchen, ihr vorgeschriebenes Kassen-Buget in Ordnung zu halten.

    Es kann vorkommen, dass ein Hausarzt, der sein Budget überschritten hat, in der letzten Monatswoche umsonst arbeitet. Und besonders begeistert ist er dabei verständlicherweise nicht.

    Also , hier liegt viel im Argen!

    Ich schreibe gleich nochmal weiter.

    Bis dahin,
    Geli
     
  6. papacha

    papacha Guest

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    Hallo,

    meine Nachbarin arbeitet bei einem Kinderarzt und sie berichtete mir genau das was Du oben schreibst.......den letzten Monat im Quartal könnten sie eigentlich die Praxis dichtmachen, da das Budget überschritten ist.

    Wirklich erschreckend.
     
  7. Angelika-Marie

    Angelika-Marie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2005
    Beiträge:
    531
    Ort:
    nun östliches Ruhrgebiet, im platten Land
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    Klar, die Trennung zwischen Privatpatient und Kassenpatient in Deutschland ist alt.
    Auch vor 35 Jahren wurde der Privatpatient schon priviligiert behandelt.
    Er bekam die Professorenbehandlung im KKH, während Meister Kassenpatient sich unter Umständen mit dem Assistenzarzt begnügen muss, sofern er nicht soooo krank ist, dass er einen "interessanten" Fall darstellt.
    Wobei die Professorenbehandlung keineswegs immer besser sein muss!
    Ich habe vorzügliche junge Ärzte kennengelernt, die ihren Chef mit ihrem Engagement mit links einstecken.
    Ich habe aber auch vorzügliche junge Idioten kennengelernt, die außer der Hybris, bald selbst Chefarzt und Prof zu sein, nix als Überheblichkeit zu bieten hatten.

    Aber zurück zum Verhältnis Kassenpatient- Privatpatient: Ich hatte Bandscheibenvorfälle, okay? Ich habe in sechs Jahren 52 medizinische Helfer verbraucht. In so einer Zeit lernt man viel.

    Ortöpäden sind heutzutage verdammt überlaufen. Bandscheibenvorfälle kommen plötzlich und stellen den Kranken vor eine enorme Herausforderung: Er kann sich überhaut nicht mehr bewegen! Tierischer Schmerz!
    Nach einer Stunde kriechen und mich an Möbeln hochziehen - ich war beim ersten Vorfall allein zu Haus - erreiche ich dann endlich, endlich das Telefon, ruf den nächsten Ortopäden an - die Praxis liegt 300 Meter entfernt von meinem Haus - und der gibt mir einen Termin in vier Wochen! Ich habe es nicht geglaubt! Das war nachmittags um drei.

    Er bot mir aber an, aufgrund meiner Interventionen, nach Sprechstundenende vorbei zu kommen. Oki. Er kam, da lag ich immer noch mehr oder minder auf dem Fußboden, um 20 Uhr. Zwei kleine Kinder turnten um mich herum, die aus ihrer nachmittaglichen Sportstunde zurückgekommen waren, und längst Abendbrot haben wollten.
    Es gab die normale Spritze mit einer Mischung aus Diclopfenac und Tramadol.
    Leider hat sie mir nix gebracht, ausser das es mir noch schlechter ging, denn auf das Diclo reagierte ich allergisch.
    Ich bin dann per Notarzt ins Krankenhaus gefahren.
    Gehen konnte ich nicht. Sitzen ebensowenig. Die Leutzs mussten mich auf eine Liege legen und tragen.

    Nun komme ich ins KKh am späten Abend, im leichten Tramalrausch, lassen mich die untersuchenden Ärtze sitzen, und weil ich das unter ungeheuren Schmerzen kann, erklären sie, ich hab nix. Jedenfalls nichts, was eine Notaufname rechtfertigt. Ich soll mich an meinen Ortopäden wenden, der würde mir weiterhelfen. Termin in vier Wochen!
    Natürlich habe ich mich direkt den nächsten Morgen dahingeschleppt.
    Fünf Stunden gewartet, bis ich dran war, der Ortopäde konnt nix finden.
    Verordnung: Diclopfenac - was ich absolut net vertrug. Die Augen schwollen mir zu, aber an Schmerzen nahm es nix.

    Als dann, an einem Sonntag, inzwischen waren mehr als drei Wochen vergangen, in denen ich immer wieder lange Zeit wartend beim Othopäden war, mein linker Fuß anfing taub zu werden, habe ich meinen Schwager angerufen. Der ist auch Ortopäde, wohnt nur leider 250 Km von mir entfernt.
    Und der machte am Telefon diesen einfachen Test: " Kannst du dich noch beim betroffenen Fuß auf die Zehen stellen?" - "Nee, geht nicht, die Zehen geben sofort nach." "Kannst du dich noch beim betroffenen Fuß auf die Hacke stellen?" "Nee, geht nicht, die Hacke säuft sofort ab."

    " Dann setzt du dich jetzt sofort in den Zug und kommst her!!!!"
    Kurz, die Kollegen hatten schlicht und ergreifend eine dicken Bandscheiben vorfall übersehen. Es waren auch keine neurologischen Untersuchungen gemacht worden.

    Mein Schwager schickte mich direkt am nächsten Tag zum Mrt und zur Neurologin, die Nerven messen lassen. Er kündigte mich telefonisch an. Meine Wartezeit betrug jeweils 15 bis 20 Minuten. Es ging gaaaaanz schnell...
    Und in deren Wartezimmern warteten die vielen, vielen, die keinen Fürsprecher und keinen Privatpatientenobulus hatten, wie ich vorher auch.

    Das ist schrecklich, Leutz!

    Liebe Grüße,
    Geli :flower2:
     
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