Ziviler Ungehorsam - was darf (Klima-)Aktivismus?

Nun ja, das hat man halt davon, wenn man Klimahysterie propagiert, in Schulen auch. :dontknow:

Ich bin kein Skeptiker (sondern "Lukewarmer", mehr oder weniger, es ist für mich jetzt nicht komplett unproblematisch), Menschen erwärmen dank CO2-Ausstoß das Klima und Veränderungen (auch die Temperatur) sind immer auch problematisch, und bin auch wegen endlicher fossiler Rohstoffe generell für erneuerbare Energien. Aber CO2 ist auch der eigentliche Pflanzendünger (Photosynthese wird klar besser und Landwirtschaftserträge steigen an), wärmere Regionen sind lebensfreundlicher (heiße Wüsten, das hat hingegen mit fehlendem Niederschlag zu tun, und Hitze erzeugt umgekehrt Wasserdampf, Wolken und Regen), und bisher ist mir auch noch keine Spezies bekannt, die eindeutig wegen dieser neuen Erwärmung (fast) ausgestorben ist (jedes Mal findet sich eigentlich ein anderer logischer Schuldiger). Generell denke ich, dass Raubbau an der Natur in Kombination mit Überbevölkerung weiter das größere Problem darstellen, wobei Überbevölkerung natürlich auch zum CO2-Ausstoß führt.

Die Aktivisten glauben möglicherweise (passt zur "letzten Generation"), dass unser Planet bald zur Venus wird, und insofern, kann ich (fast?) verstehen dann. Logisch, dass man so handelt, wenn man die Zukunft im Kochtopf sieht. :rolleyes:

Zu dem Thema habe ich aber sonst die letzten Jahre schon genug geschrieben. War auch mal etwas hysterischer vor Jahrzehnten. Ging nie soweit sicher.
 
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Die Aktivisten glauben möglicherweise (passt zur "letzten Generation"), dass unser Planet bald zur Venus wird, und insofern, kann ich (fast?) verstehen dann. Logisch, dass man so handelt, wenn man die Zukunft im Kochtopf sieht. :rolleyes:

Nein. Die Erde muss nicht zur Venus werden, um die Auswirkungen des aktuellen Klimawandels als dramatisch zu bezeichnen. Es muss noch nicht einmal die ganze Menschheit vorm Aussterben bedroht sein.

Mit den aktuell durchgeführten Klimaschutz-Maßnahmen steuern wir auf eine Erwärmung von 2,9° über dem vorindustriellen Niveau zu. Wenn alle Regierungen global auch alle konkret versprochenen Klimaschuzzmaßnahmen umsetzen würden, würden wir immerhin 2,4° schaffen

Schon eine Erwärmung von 2° wird bewirken, dass sämtliche Korallenriffe weltweit ab- und aussterben werden mit katastrophalen Folgen für die maritimen Ökosysteme.

Darüber hinaus werden diverse Regionen um den Äqustor rum schlicht unbewohnbar werden, weil es da zu schwül-warm wird, als dass Menschrn da gefahrlos langfristig wohnen könnten. Ein noch nie da gewesene Migrationsdruck wird dadurch entstehen.

Dass in höheren Breiten der Permafrost abtaut, setzt eine Menge Methan frei, was auch ein Treibhsusgas ist- sogar ein weitaus stärkeres als CO2. Damit verstärkt sich die Erwärmung nochmal selber.

Dass das CO2 für die Pflanzen nur guter Dünger wäre, ist auch viel zu vereinfacht und damit falsch gedacht. Ein zu hoher CO2-Level ist auch für viele Pflanzenarten schädlich.

Es ist auch nicht so, dass die Klimazonen einfach nur wandern und die Ökosysteme wandern mit. Die Klimazonen wandern nämlich zu schnell, als dass die Ökosysteme sich anpassen und/oder mitwandern können. Das wird auch den Anbau von Nahrunsmitteln drastisch beeinträchtigen.

Die Folge wird also sein, dass der Planet weniger "tragfähig" wird - mit Hilfe der bestehenden Ökosysteme werden nur noch weit weniger Menschen dauerhaft leben und bestehen können als es jetzt noch bequem möglich ist bzw. wäre. Und das Überleben wird möglicherweise auch stärker von teurer technischer Unterstützung (Klimaanlagen, Wasser-Entsakzung um.) abhängig sein.

Die Menschheit wird möglicherweise überleben, aber wir steuern auf eine dystopische Zukunft zu.

Wer sich drauf ausruhen will, dass die Modellberechnungen der Klimaforscher, aus denen ich obige Zahlen habe, mit Unsicherhriten etc. behaftet sind, dem sei geantwortet, dass Unsicherheit nicht bedeutet, dass es deswegen sicher nicht do schlimm sein wird. Unsicherheit kann such in die andere unsngenehmere Richtung gehen.

Ja, man kann die Aktionen der letzten Generation und andere Aktivisten-Gruppen ablehnen. Es sind Straftaten, und als solche sind sie der entsprechenden individuellen Tat und Schuld angemessen zu ahnden. Man kann es auch als "Klima-Erpressung" bezeichnen, was sie tun, und dr Bezeichnung entsprechend ablehnen..

Es ändert aber nichts dran, dass sie "in der Sache" Recht haben: Der aktuelle Klimawandel ist ein Problem, und er wird ein noch viel größeres Problem werden, wenn da nicht schnell global gegengesteuert wird - schneller, als es aktuell schon passiert.

Wenn mit der gleichen Vehemenz darüber nachgedacht würde, wie wir schnell die Infrastruktur auf ein klima- und umweltfreundliches Leben umstellen können, was für alle Menschen einfach umsetzbar und bezahlbar ist, wie jetzt aktuell darüber nachgedacht wird, wie die Klimakleber am besten bestraft gehören...

Es ist schade, dass viele Menschen sich über ein paar mehr Staus auf den Straßen stärker aufregen als darüber, dass selbst relativ simple und einfach umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhsusgasausstoßes ignoriert bzw. gänzlich weggewischt werden.
 
Nein. Die Erde muss nicht zur Venus werden, um die Auswirkungen des aktuellen Klimawandels als dramatisch zu bezeichnen. Es muss noch nicht einmal die ganze Menschheit vorm Aussterben bedroht sein.

Mit den aktuell durchgeführten Klimaschutz-Maßnahmen steuern wir auf eine Erwärmung von 2,9° über dem vorindustriellen Niveau zu. Wenn alle Regierungen global auch alle konkret versprochenen Klimaschuzzmaßnahmen umsetzen würden, würden wir immerhin 2,4° schaffen

Schon eine Erwärmung von 2° wird bewirken, dass sämtliche Korallenriffe weltweit ab- und aussterben werden mit katastrophalen Folgen für die maritimen Ökosysteme.

Darüber hinaus werden diverse Regionen um den Äqustor rum schlicht unbewohnbar werden, weil es da zu schwül-warm wird, als dass Menschrn da gefahrlos langfristig wohnen könnten. Ein noch nie da gewesene Migrationsdruck wird dadurch entstehen.

Dass in höheren Breiten der Permafrost abtaut, setzt eine Menge Methan frei, was auch ein Treibhsusgas ist- sogar ein weitaus stärkeres als CO2. Damit verstärkt sich die Erwärmung nochmal selber.

Dass das CO2 für die Pflanzen nur guter Dünger wäre, ist auch viel zu vereinfacht und damit falsch gedacht. Ein zu hoher CO2-Level ist auch für viele Pflanzenarten schädlich.

Es ist auch nicht so, dass die Klimazonen einfach nur wandern und die Ökosysteme wandern mit. Die Klimazonen wandern nämlich zu schnell, als dass die Ökosysteme sich anpassen und/oder mitwandern können. Das wird auch den Anbau von Nahrunsmitteln drastisch beeinträchtigen.

Die Folge wird also sein, dass der Planet weniger "tragfähig" wird - mit Hilfe der bestehenden Ökosysteme werden nur noch weit weniger Menschen dauerhaft leben und bestehen können als es jetzt noch bequem möglich ist bzw. wäre. Und das Überleben wird möglicherweise auch stärker von teurer technischer Unterstützung (Klimaanlagen, Wasser-Entsakzung um.) abhängig sein.

Die Menschheit wird möglicherweise überleben, aber wir steuern auf eine dystopische Zukunft zu.

Wer sich drauf ausruhen will, dass die Modellberechnungen der Klimaforscher, aus denen ich obige Zahlen habe, mit Unsicherhriten etc. behaftet sind, dem sei geantwortet, dass Unsicherheit nicht bedeutet, dass es deswegen sicher nicht do schlimm sein wird. Unsicherheit kann such in die andere unsngenehmere Richtung gehen.

Ja, man kann die Aktionen der letzten Generation und andere Aktivisten-Gruppen ablehnen. Es sind Straftaten, und als solche sind sie der entsprechenden individuellen Tat und Schuld angemessen zu ahnden. Man kann es auch als "Klima-Erpressung" bezeichnen, was sie tun, und dr Bezeichnung entsprechend ablehnen..

Es ändert aber nichts dran, dass sie "in der Sache" Recht haben: Der aktuelle Klimawandel ist ein Problem, und er wird ein noch viel größeres Problem werden, wenn da nicht schnell global gegengesteuert wird - schneller, als es aktuell schon passiert.

Wenn mit der gleichen Vehemenz darüber nachgedacht würde, wie wir schnell die Infrastruktur auf ein klima- und umweltfreundliches Leben umstellen können, was für alle Menschen einfach umsetzbar und bezahlbar ist, wie jetzt aktuell darüber nachgedacht wird, wie die Klimakleber am besten bestraft gehören...

Es ist schade, dass viele Menschen sich über ein paar mehr Staus auf den Straßen stärker aufregen als darüber, dass selbst relativ simple und einfach umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhsusgasausstoßes ignoriert bzw. gänzlich weggewischt werden.
Wenn das gewählte Mittel falsch ist, dann können sie noch soviel in der Sache Recht haben wie sie wollen.
Eine ganze Stadt lahm legen zu wollen und Rettungswagen/Feuerwehre, die jederzeit eingesetzt werden können, per Stau lahm zu legen, ist definitiv nicht das richtige Mittel und ist dem "ehrenwerten" Ziel eher im Wege.
 
Das hat nur noch wenig mit Klimaschutz zu tun.

Man könnte es "Klima-Erpressung" nennen und als solche ablehnen.

Es ist aber leider so, dass das, was sie fordern, nicht ganz falsch ist; im Gegenteil.

Wie könnten sie es besser propagieren?

Jahre, sogar Jshrzehnte lange Aufklärung haben jedenfalls noch nicht dazu geführt, dass es für alle Menychen einfach und bezahlbar ist, klimafreundlich zu leben. Die Infrastruktur ist immer noch darauf ausgerichtet, dass es einfacher und teilweise günstiger ist, mittelbar und auch unmittelbar viele Treibhsusgase zu emittieren.
 
Wenn das gewählte Mittel falsch ist, dann können sie noch soviel in der Sache Recht haben wie sie wollen.
Eine ganze Stadt lahm legen zu wollen und Rettungswagen/Feuerwehre, die jederzeit eingesetzt werden können, per Stau lahm zu legen, ist definitiv nicht das richtige Mittel und ist dem "ehrenwerten" Ziel eher im Wege.
Es ist schlicht Erpressung/Nötigung.
 
Wenn das gewählte Mittel falsch ist, dann können sie noch soviel in der Sache Recht haben wie sie wollen.
Eine ganze Stadt lahm legen zu wollen und Rettungswagen/Feuerwehre, die jederzeit eingesetzt werden können, per Stau lahm zu legen, ist definitiv nicht das richtige Mittel und ist dem "ehrenwerten" Ziel eher im Wege.

Ja, richtig. Sie verspielen Sympathien und bewirken leider mehr, dass Menschen beim Thema "Klima" genervt die Augen verdrehen.

Darum frage ich ja, wie sie es besser machen könnten. Denn das Thema muss im Bewusstsein der Menschen bleiben. Wie also kriegen wir guten ausreichenden Klimaschutz hin? Wenn wir uns darüber auch mehr Gedanken machen würden als darüber, wie man jetzt eine möglichst hohe Haftstrafe einem Klimakleber aufbrummen könnte, wäre schon viel gewonnen.
 
Man könnte es "Klima-Erpressung" nennen und als solche ablehnen.

Es ist aber leider so, dass das, was sie fordern, nicht ganz falsch ist; im Gegenteil.

Wie könnten sie es besser propagieren?

Jahre, sogar Jshrzehnte lange Aufklärung haben jedenfalls noch nicht dazu geführt, dass es für alle Menychen einfach und bezahlbar ist, klimafreundlich zu leben. Die Infrastruktur ist immer noch darauf ausgerichtet, dass es einfacher und teilweise günstiger ist, mittelbar und auch unmittelbar viele Treibhsusgase zu emittieren.
Diese Klebeaktionen bringen absolut Nichts.
Der Mensch will in seinem Alltag nicht gestört werden, ist nunmal so.

Es ist wie bei einem Streik bei öffentlichen Verkehrsmitteln.
Am Anfang ist die Akzeptanz des Streiks und das Verständnis noch hoch. Je länger so ein Streik dauert destowenige wird die Akzeptanz und das Verständnis für den Streik.

So ist es mit diesen Klebeaktionen auch

Da kann man noch soviel in der Sache Recht haben
 
Man könnte es "Klima-Erpressung" nennen und als solche ablehnen.

Es ist aber leider so, dass das, was sie fordern, nicht ganz falsch ist; im Gegenteil.

Wie könnten sie es besser propagieren?

Jahre, sogar Jshrzehnte lange Aufklärung haben jedenfalls noch nicht dazu geführt, dass es für alle Menychen einfach und bezahlbar ist, klimafreundlich zu leben. Die Infrastruktur ist immer noch darauf ausgerichtet, dass es einfacher und teilweise günstiger ist, mittelbar und auch unmittelbar viele Treibhsusgase zu emittieren.
Vollkommen egal, ob sie recht haben oder nicht. Es ist falsch, eine halbe Stadt als Geisel zu nehmen.

Eine gewisse Alternativlosigkeit zu propagieren, um die Handlungen zu rechtfertigen, ist etwas zu wenig, um darüber hinwegzutäuschen, dass es schlicht die verkehrte Art und Weise ist. Das, was sie tun, ist in dieser Art und Weise verkehrt. Punkt.
 
Diese Klebeaktionen bringen absolut Nichts.

Sieht leider so aus, ja.

Der Mensch will in seinem Alltag nicht gestört werden, ist nunmal so.

Auch richtig und sogar vollkommen berechtigt. Darum ja such die Forderung, dass die nötige Infrastruktur für ein klimafreunfliches Leben geschaffen wird.

Da kann man noch soviel in der Sache Recht haben

Hast Du Ideen, was was bringen könnte?
 
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