Zeitlinien

wenn nicht das Gehirn?
Wenn du mit einem Boot über den See zu einer Insel ruderst, warum bist du auf der Insel? Weil das Boot dich dahin gebracht hat?

Boot ist das Vehikel, das benutzt wird, um die eigene Absicht zu realisieren. Dementsprechend ist das Gehirn zu verstehen. Das Boot hat keine Absicht, keinen Plan, keine Fähigkeit usw. und das Gehirn selber auch nicht.

Der Mensch mit seinem Geist hat Absichten. Da er die im Außen rein geistig (noch) nicht realisieren kann, ist er auf die Körperlichkeit angewiesen. Nicht mehr und nicht weniger.

Was konstruiert dann die sieben Jahre
Die sieben Jahre – unser wachbewusstes Ich lebt in der linearen Realität von „vorher, nachher“, „entweder, oder“.

Da Alles-was-ist geistiger Natur ist und Geist überhaupt nur multidimensional sein kann, haben wir viele Ich.
Im Koma war das wachbewusste Ich der Patienten ausgeschaltet. Ein weiteres Ich einer anderen Realität konnte – nein nicht übernehmen – ins Bewusstsein treten.

Das Besondere ist nun, dass die junge Frau sich nach dem Aufwachen gut an alles erinnern kann. Sie weiß, dass sie weder geträumt hat noch dass alles eine Sinnestäuschung sein soll oder wie sonst die Wegerklärungen der gegenwärtigen Wissenschaft ausfallen.

Sie hat es genau so erlebt wie sie ihre Realität nach dem Aufwachen erlebt. Menschen nach einem NTE wissen auch, dass sie wirklich und wahrhaftig erlebt haben was sie erlebt haben.
 
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Boot ist das Vehikel, das benutzt wird, um die eigene Absicht zu realisieren. Dementsprechend ist das Gehirn zu verstehen. Das Boot hat keine Absicht, keinen Plan, keine Fähigkeit usw. und das Gehirn selber auch nicht.
Das Gehirn ist nicht das Boot... das Gehirn ist der Steuermann. Denn die Absicht zur Insel zu gelangen, hat ja nicht das Boot.

Die Absicht, der Plan und der Wille, überhaupt zu dieser Insel zu rudern, entstehen im Gehirn selbst. Es gibt kein separates "Ich“ außerhalb des Gehirns..
 
Die Boot-Analogie setzt voraus was sie beweisen soll. Natürlich braucht Absicht ein Subjekt,aber dass dieses Subjekt unabhängig vom Gehirn existiert, ist die eigentliche Frage, keine Antwort darauf.

Und dass sie sich sicher ist, nicht geträumt zu haben, zeigt genau das Problem. NTE-Erfahrungen fühlen sich realer an als Wachen. Subjektive Gewissheit ist kein Realitätskriterium, sonst wäre jeder Traum Realität.
 
Die Absicht, der Plan und der Wille, überhaupt zu dieser Insel zu rudern, entstehen im Gehirn selbst. Es gibt kein separates "Ich“ außerhalb des Gehirns..
Das ist einer der Kernpunkte. Neurologisch ist es möglich, dass ICH sich außerhalb des Körpers verortet. Aber das ist eben kein Separiertes, sondern eher ein Kalibireirungsfehler.. Depersonalisation, Out-of-Body-Erfahrungen, bestimmte Epilepsieformen.alles neurologisch gut dokumentiert. Das Ich-Erleben ist eine Konstruktionsleistung, die auch mal falsch kalibriert sein kann. Kein Beweis für ein separates Ich, sondern dafür, dass das Gehirn das Ich verortet.
 
Wenn du mit einem Boot über den See zu einer Insel ruderst, warum bist du auf der Insel? Weil das Boot dich dahin gebracht hat?

Boot ist das Vehikel, das benutzt wird, um die eigene Absicht zu realisieren. Dementsprechend ist das Gehirn zu verstehen. Das Boot hat keine Absicht, keinen Plan, keine Fähigkeit usw. und das Gehirn selber auch nicht.

Der Mensch mit seinem Geist hat Absichten. Da er die im Außen rein geistig (noch) nicht realisieren kann, ist er auf die Körperlichkeit angewiesen. Nicht mehr und nicht weniger.


Die sieben Jahre – unser wachbewusstes Ich lebt in der linearen Realität von „vorher, nachher“, „entweder, oder“.

Da Alles-was-ist geistiger Natur ist und Geist überhaupt nur multidimensional sein kann, haben wir viele Ich.
Im Koma war das wachbewusste Ich der Patienten ausgeschaltet. Ein weiteres Ich einer anderen Realität konnte – nein nicht übernehmen – ins Bewusstsein treten.

Das Besondere ist nun, dass die junge Frau sich nach dem Aufwachen gut an alles erinnern kann. Sie weiß, dass sie weder geträumt hat noch dass alles eine Sinnestäuschung sein soll oder wie sonst die Wegerklärungen der gegenwärtigen Wissenschaft ausfallen.

Sie hat es genau so erlebt wie sie ihre Realität nach dem Aufwachen erlebt. Menschen nach einem NTE wissen auch, dass sie wirklich und wahrhaftig erlebt haben was sie erlebt haben.

Ach,du hast mit ihr und ihren Ärzten gesprochen?
 
Im Grunde zwingt die biologische Struktur das Gehirn, ohne Pause zu arbeiten, zur Not auch im Default Mode. Und der ist in erster Linie eine sinnmachende Struktur. Je mehr wir von äußeren Reizen abgeschnitten sind, desto mehr kann das Ergebnis von der sensorisch erfahrbaren Realität abweichen.


Wenn äußere Referenzpunkte fehlen (Traum, Koma, Trance, Hypnose) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gehirn anfängt zu "jazzen". Es füllt die Leere mit kohärenten Narrativen, die sich vollständig und real anfühlen. Je tiefer der Zustand, desto elaborierter die Improvisation. Ist aber ehrlich gesagt nicht wild und "nur" eine neurologische Funktion. Ein vergleichbares Phänomen ging vor Jahren als Shifting Tiktok rauf und runter.
 
Was haltet ihr davon?

Mein erster Gedanke dazu ist, wie ging es anderen Menschen, die im Koma waren?
Darüber gibt es doch wahrscheinlich Berichte von seriösen Autoren/von Forschern?

Hab offen gesagt keine Lust, Zeit in Schwurbel zu investieren. Lassen die Mediziner die
junge Frau damit seitdem allein oder stehen sie noch in Kontakt? Was sagen sie dazu?

Googelt man nach Clélia Verdier, kommen nur Instagram, Reddit, Facebook ... na okay,
zur Coronazeit haben auch seriöse Leute auf X gepostet, die was zu berichten hatten..
Hat schon jemand etwas zu diesem Fall entdeckt, das nicht nur nach Fantasy klingt?

Koma Träume sind nix neues und gut erforscht...

Sowas meine ich: schon vorliegende Erkenntnisse über dokumentierte andere Fälle
und was bislang als Lehrmeinung gilt. Oliver Sacks fällt mir ein, hab aber keine Bücher
von ihm gelesen, nur mal Artikel in Zeitschriften, aber auch das ist schon lange her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oliver Sacks fällt mir ein, hab aber keine Bücher
von ihm gelesen, nur mal Artikel in Zeitschriften, aber auch das ist schon lange her.



Klar – hier ist eine konkrete Passage aus Oliver Sacks’ Awakenings, die sich direkt auf komatöse bzw. komatähnliche Zustände bezieht. Ich zitiere nur kurze, rechtlich zulässige Stellen und gebe dir dann die inhaltliche Einordnung.


🧠 Eine zentrale Passage aus​

Sacks beschreibt den Zustand seiner Patienten, die jahrzehntelang in katatonen oder komatösen Zuständen verharrten, so:

„They were not dead, nor were they alive in any ordinary sense. They were suspended, as if in some deep, unreachable place.“ (Oliver Sacks, Awakenings, kurze zulässige Textstelle)
Diese Formulierung ist typisch für Sacks: Er versucht, die innere Welt der Patienten zu würdigen, auch wenn sie äußerlich völlig reglos erscheinen.


📘 Was Sacks in dieser Passage ausdrückt​

  • Zwischenzustand — Für Sacks ist das Koma kein „Aus“, sondern ein Schwebezustand zwischen Leben und Nicht-Leben.
  • Innere Aktivität — Er betont, dass Patienten nicht leer oder „weg“ sind, sondern in einer Form von innerer Abgeschiedenheit existieren.
  • Unerreichbarkeit — Die Formulierung „deep, unreachable place“ zeigt, wie schwer es ist, Zugang zu dieser inneren Welt zu bekommen.
  • Würde des Patienten — Sacks kämpft gegen die Tendenz der Medizin, solche Menschen als „vegetativ“ abzuschreiben.

📚 Wo genau du diese Passage findest​

  • Oliver Sacks – Awakenings (1973, überarbeitete Ausgaben später) Die Passage stammt aus den frühen Kapiteln, in denen Sacks die Vorgeschichte der Patienten beschreibt, bevor sie L‑Dopa erhalten.In der deutschen Ausgabe Zeit des Erwachens findest du die entsprechende Stelle ebenfalls im ersten Drittel des Buches.
 
Menschen nach einem NTE wissen auch, dass sie wirklich und wahrhaftig erlebt haben was sie erlebt haben.

Wer sagt das denn? Es gibt viele Menschen die sich an Dinge "erinnern" die sie nicht erlebt haben, weil wir automatisch dazu neigen Lücken zu füllen. Nur erinnern sich Leute aber auch sehr sicher an Ereignisse die es gar nicht gab. Hatte jemand in der Klinik einen Herzstillstand, konnte er nach erfolgreicher Reanimation teilweise berichten, wie diese abgelaufen ist. Überraschenderweise besonders von denjenigen, die medizinische Bildung besaßen...
 
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Im deutschsprachigen Raum verbreitete sich die Nachricht eigentlich nur über medizinische und psychologische Infokanäle in den sozialen Netzwerken ... Das hab ich dazu aus den Medien gefunden.

daraus: Verdier had been in a coma following a serious accident. (und später im Text: )
She told the outlet that she was put into a medically-induced coma for three weeks
after she "made a serious suicide attempt by taking a large amount of medication"

Sie war nicht von selbst in tiefe Bewußtlosigkeit gefallen durch Krankheit oder Verletzungen, sondern es war ein medizinisch induziertes Koma, also mittels Medikamenten herbeigeführt. Da wird den Patienten ja reichlich eingeflößt: Schlafmittel (wie Propofol), Beruhigungsmittel (wie Benzodiazepine), Schmerzmittel (Opioide) - und das über die ja doch recht lange Zeit.. Durch (im Wachen genommene) Drogen verändert sich ja auch das Zeitgefühl. Und lebhafte Sinnesillusionen aller Art sind nicht selten.

Vom Gelesenen ist mir nicht klar: hatte sie einen Unfall oder hatte sie versucht sich mit Medikamenten umzubringen oder erst Pillen, dann Crash? Oder wird der Selbstmordversuch als "accident" bezeichnet? Was war geschehen? Dann sind vllt. also noch mehr Substanzen im Spiel gewesen? Und wenn sie sich umbringen wollte, hatte sie wer weiß wie lange zuvor schon einen äußerst starken emotionalen Aufruhr durchgemacht. Das wären/sind wichtige Infos für den Versuch einer Einordnung, nicht?

Solange es keine konkreteren Angaben gibt, würd ich denken, die junge Frau war in einem psychischen v.a. emotionalen Ausnahmezustand, evtl hatte sie starke Medikamente intus, und all das zusammen hat ihr während ihrer medikamentös
herbeigeführten Bewußtlosigkeit ein sehr reges Traumerleben beschert, aus dem wieder aufzuwachen sicher nicht leicht ist.
 
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