Woher kommt das Böse in der Welt?

Böse ist das nicht Vorhandenseins des Guten; sowie die Krankheit das Nichtvorhanden sein der Elemente ist. Ein Bankkonto, das sich im Minus befindet, ist das nicht Vorhandensein eines Guthabens; die Schuld die entstanden ist, ist selbst verschuldet und hat nichts mit Böse zu tun, sondern es gilt dieses Konto wieder aufzufüllen, um sich im Plus-Bereich zu finden.

Als Problem bei dieser Sichtweise sehe ich, dass es hier nicht um ein Geschäft geht, sondern um das Seelenheil eines Menschen. Etwas, das man nicht wie ein Konto nach belieben plündern und wieder auffüllen kann. Wer sich hier eine Schuld auflädt, kann sie nicht mehr tilgen und hat auf seinem Seelenkonto für immer einen Schufa-Eintrag.

Man muss sich schon für einen der beiden Wege zwischen Gut oder Böse entscheiden, denn egal, welchen man geht, es bleiben Fußspuren zurück. Ich fürchte J.G.T. Joan hat hier als Geist der Geschäftigkeit das Ganze nicht wirklich verstanden.

Sicherlich hat das Seelenheil großen Einfluss auf die Gesundheit, aber daraus nun eine Lüge zu den Evangelien zu konstruieren halte ich doch für zu weit hergeholt. Es wäre ehrlicher gewesen, die christliche Lehre in Bezug zum Seelenheil in Frage zu stellen und nicht zu versuchen, auf diese die eigenen naturheilkundlichen Vorstellungen aufzusatteln. Nein, Jesus war kein Vegetarier.

Ich sehe im Besondern im Alten Testament auch einige Punkte, die jetzt aus therapeutischer Sicht nicht gerade hilfreich sind. Damit würde ich aber nicht versuchen die Bibel zu einer Lüge zu verbiegen, nur weil ich das gerne so sehen möchte.

Wer mit diesen Dingen ein Problem hat, sollte sich einfach einmal fragen, ob er mit diesem Gott oder in diese Lehre auch wirklich gut aufgehoben ist. Ich hatte ja auch schon mehrfach davon geschrieben, dass es für die Christen sinnvoller gewesen wäre, wenn sie in ihrer Bibel auf das Alte Testament verzichtet hätten - haben sie aber nicht!


Merlin
 
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Ich hatte ja auch schon mehrfach davon geschrieben, dass es für die Christen sinnvoller gewesen wäre, wenn sie in ihrer Bibel auf das Alte Testament verzichtet hätten - haben sie aber nicht!
Zumindest in den heutigen Zeiten wäre es besser das Neue Testament in einer Form zu verbreiten, die klar macht, daß das die eigentliche Heilige Schrift der Christen ist. Ganz unglücklich ist, daß das Alte Testament auch noch am Anfang steht, wo heute die meisten Menschen anfangen zu lesen. Besser man würde es wenigstens nach hinten rücken und klar machen, worum es sich da handelt. Hier hätte man spätestens vor einigen hundert Jahren einen Schnitt in der Publikationspraxis machen sollen. Andererseits scheint die "vollständige Ausgabe" eben von den Menschen viel stärker nachgefragt zu werden. Es ist ja nicht so, daß es keine gesonderten Ausgaben des Neuen Testaments gäbe.
 
Zuletzt bearbeitet:
durch die Schriften der Bibel sind wir irregeleitet worden, denn der Mensch ist nicht ein Versager und nicht unfähig die göttlichen Gebote zu halten, wie uns Paulus vorgaukelt, sondern er ist wohl fähig ein gottgefälliges Leben zu führen.
Da hat wohl jemand Paulus nicht verstanden?
Deswegen ist die Kreuzigung ebenfalls eine Lüge.
Was bedeutet das für dich?
Der Mensch kann ein gottgefälliges Leben führen, wenn er aus seinem materiellen Körper einen Tempel errichtet und ihn durch die entsprechende lebendige Nahrung und Lebensweise heilig macht, damit, wenn die Zeit reif geworden ist, der Geist Gottes sich auf ihn herabsenkt und er ihm einen würdigen Platz vorfindet; und das geht nur, wenn der Mensch zunächst über die Nahrung, den Einklang mit den Elementen, die man auch Engel bezeichnet sucht.
Nein, das was du beschreibst ist das Prinzip des Gesetzes im Bund mit Israel. Bei Christen geht es nun andersherum. Jemand erkennt die uneigennützige Liebe, einigt sich daraus mit dem Geist und zeigt dann die Frucht des Geistes. Wenn ein Christ diese Frucht nicht aus eigenem Wollen zeigt oder gar Werke des Fleisches, dann sollte er sich seine Verbindung mit Gott (uneigennützige Liebe) nocheinmal genauer anschauen und diese vertiefen.
 
Zumindest in den heutigen Zeiten wäre es besser das Neue Testament in einer Form zu verbreiten, die klar macht, daß das die eigentliche Heilige Schrift der Christen ist. Ganz unglücklich ist, daß das Alte Testament auch noch am Anfang steht, wo heute die meisten Menschen anfangen zu lesen. Besser man würde es wenigstens nach hinten rücken und klar machen, worum es sich da handelt. Hier hätte man spätestens vor einigen hundert Jahren einen Schnitt in der Publikationspraxis machen sollen. Andererseits scheint die "vollständige Ausgabe" eben von den Menschen viel stärker nachgefragt zu werden. Es ist ja nicht so, daß es keine gesonderten Ausgaben des Neuen Testaments gäbe.
Lieber Selbstmacher,

zu Beginn beschränkten sich die christlichen Schriften ja auch nur auf die Paulus-Briefe und die vier Evangelien. Das Problem war aber, dass sich viele Ereignisse in diesen Schriften auf die Prophezeiungen aus dem Alten Testament bezogen. Dinge die zwar den Judenchristen geläufig waren, aber halt nicht den immer größer werdenden Gemeinden der Heidenchristen in der Diaspora. Deshalb hatte man dann zunächst die umstrittene Offenbarung angefügt und bei Bedarf auch auf die Septuaginta* zurückgegriffen.

Mit der Kanonisierung der christlichen Bibel wollte man dann „ein“ Buch schaffen, die alle relevanten Schriften in sich vereinigen sollte. Die griechische Septuaginta wurde deshalb als Quelle gewählt, weil diese Sprache in den Gemeinden der Heidenchristen am weitesten verbreitet und auch verstanden wurde. Irgendwie musste ja dieser fremde Gott und auch die Gedankenwelt Jesus erklärt werden, um damit auch seine Botschaft und seine Mission besser verstehen zu können.

Das Neue Testament an den Anfang zu stellen, wäre nicht sinnvoll, denn wie der Name schon sagt, hatten die Christen mit diesem einen vierten Bund mit Gott geschlossen (Abraham, Moses, Esra, Jesus).


Merlin

*Die griechische Übersetzung der hebräischen Bibel (Altes Testament).
 
Nun ja, zufällig war ich einmal selbst in einer militärischen Spezialeinheit und da kam es nicht auf die Dinge an, die Du anführst. Wer sich dort an eine wechselnde Situation effektiv anpassen kann, klug und umsichtig vorgeht, kann mit einem kleinen Team gegen einen weit überlegenen Gegner sehr erfolgreich sein und das in der Regel zu Fuß im Schutze der Dunkelheit. David hatte ja auch Goliat besiegt – oder nicht? Selbst die scheinbar übermächtige Supermacht der USA musste die Kraft der subversiven Kriegsführung in Korea oder Vietnam schmerzlich erfahren.

Genau. Also erhöht diese Ausbildung einmal grundsätzlich das Überlebenspotential bzw. auch das eigene Machtpotential.

Auch dei Supermacht USA hätte letztendlich in Korea und Vietnam gewonnen, wenn es keinen politischen Widerstand im eigenen Land gegeben hätte. Dass es natürlich weitaus intelligentere Militärstrateigien gibt als einfach "hau drauf" ist wohl klar.

Auch die Steinzeitjäger in unserer Region hatten die an Kraft und Größe überlegenen Beutetiere nicht mit ihrer Kraft überwunden, sondern mit List und Beharrlichkeit. Das Böse ist auch außerhalb einer Gruppe kontraproduktiv – schau Dich da in der Welt einfach einmal um. Gerade weil wir in diesem Sippendenken immer noch gefangen sind, fehlt uns die Fähigkeit für den Blick auf das Ganze. Alles, was über 20 Leute hinausgeht, betrachten wir als die fremden Konkurrenten. Das ist dann auch die imaginäre Grenze für unser wirkliches soziales und verantwortliches Denken.

Das ist nicht richtig ... denn es war sehr wohl auch die Kraft des einzelnen Menschen die den Jagderfolg ausgemacht hat. Es wäre eine weitaus grössere Anzahl schwächerer Menschen notwednig gewesen ... und daher ist hier die Stärke sehr wohl ebenfalls ein Vorteil. Natürlich ist aber auch Masse ein Machtfaktor. Ein Starker kann durch viele Schwache ersetzt werden, auch Ameisen können größeren Tieren gefährlich werden.

Ja, wir haben dieses Sippendenken. Und Du hast recht, so lange es dieses Sippendenken gibt, wird sich auch nichts ändern. Das Problem ist, wer dieses Sippendenken aufgibt, seine Sippe nicht mehr schützt, wird zum Opfer. Und unsere grössten Sippen, USA, Russland, China, Indien leben ihre Macht ja aus .. ohne Rücksicht auf Andere.
Der Wunsch das Sippendenken aufzugeben ist ja nur ein Traum der Machtlosen.
 
Das Problem war aber, dass sich viele Ereignisse in diesen Schriften auf die Prophezeiungen aus dem Alten Testament bezogen.
Darin sehe ich kein Problem, es stellt keinen Grund dar diese Schriften gleichrangig aneinanderzureihen.
Das Neue Testament an den Anfang zu stellen, wäre nicht sinnvoll, denn wie der Name schon sagt, hatten die Christen mit diesem einen vierten Bund mit Gott geschlossen (Abraham, Moses, Esra, Jesus).
Dieses Argument leuchtet mir nicht ein. Es ist kein Naturgesetz die aktuellsten, eigentlich relevanten Bücher ganz nach hinten zu ordnen. Wenn man weiß, daß heute Bücher von vorne gelesen werden, verbietet sich das aus meiner Sicht.
 
uch dei Supermacht USA hätte letztendlich in Korea und Vietnam gewonnen, wenn es keinen politischen Widerstand im eigenen Land gegeben hätte. Dass es natürlich weitaus intelligentere Militärstrateigien gibt als einfach "hau drauf" ist wohl klar.
Das wage ich zu bezweifeln. M.W. sind die GIs durch die asymmetrische Kriegsführung teilweise fast wahnsinnig geworden. Die kleinen Vietkong-Gruppen im Dschungel waren halt kaum effektiv zu bekämpfen oder man hätte das gesamte Land einäschern müssen...
 
Ich habe zwei ganz dicke vollständige Bibeln. Gelegentlich lese ich ein und dieselbe Stelle in beiden Ausgaben. Und siehe da, die sprachliche Ausformung stimmt selten überein, wodurch dann auch der Schwerpunkt nicht gleich ist.

Mir kommt es auf das Erkennen des Zetralen ingesamt an, etwa auf die Unterscheidung, was religiöse Politik ist und was der Stärkung der Seele dient. Große Teile der Bibel sind propadandistisch angelegt, besonders wenn sie düster klingen: "Um zu richten die Lebendigen und die Toten".

Politik und Macht mittels Religion ist das eine, Seelenkräftigung mittels religiöser Hilfe das andere. Gerade diesbezüglich ist der Unterschied in der Bibel zwischen Jehova und Abba (Vater) gewaltig. Die Schreckgestalt Jehova sichert die politische Vormacht der Priester, Abba den Seelenfrieden.

Deshalb betete Jesus meines Wissens nie zu Jehova. Ich weiß nur, dass Jesus immer zum Abba betete - das heißt zur tiefsten inneren Gottesebene. Sie ist die Liebe, die als Stimme des Vaters vom Himmel herab das fleischgewordene Wort - die Weisheit, den Logos, den Sohn - ausdrücklich liebt (und nicht hoch schätzt).

Dieser Schwerpunkt der Bibel zeigt, wie mystisch die Bibel auch ist. Hier wirkt sie mystisch und verweist auf die milde, Kraft spendende Liebe in Gott. Dieser Schwerpunkt zeigt tiefste Ebene in Gott, die der Vater, der Bildner auch der anderen Gottessphären ist.

Das ist so ein wichtiger religiöser Schlüssel. Meiner Meinung haben kaum alle 40000 Verse der Bibel eine besondere Bedeutung. Aber etliches Weniges was Bedeutung hat, das ist für mich präsent.

So kommt der Auftrag: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" dann nur noch als eine Bestätigung der Kraft der Liebe mit dem Verweis darauf, was die Menschheit im Eigentlichen zu höheren geistigen Stufen aufsteigen lässt.
 
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