DruideMerlin
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Böse ist das nicht Vorhandenseins des Guten; sowie die Krankheit das Nichtvorhanden sein der Elemente ist. Ein Bankkonto, das sich im Minus befindet, ist das nicht Vorhandensein eines Guthabens; die Schuld die entstanden ist, ist selbst verschuldet und hat nichts mit Böse zu tun, sondern es gilt dieses Konto wieder aufzufüllen, um sich im Plus-Bereich zu finden.
Als Problem bei dieser Sichtweise sehe ich, dass es hier nicht um ein Geschäft geht, sondern um das Seelenheil eines Menschen. Etwas, das man nicht wie ein Konto nach belieben plündern und wieder auffüllen kann. Wer sich hier eine Schuld auflädt, kann sie nicht mehr tilgen und hat auf seinem Seelenkonto für immer einen Schufa-Eintrag.
Man muss sich schon für einen der beiden Wege zwischen Gut oder Böse entscheiden, denn egal, welchen man geht, es bleiben Fußspuren zurück. Ich fürchte J.G.T. Joan hat hier als Geist der Geschäftigkeit das Ganze nicht wirklich verstanden.
Sicherlich hat das Seelenheil großen Einfluss auf die Gesundheit, aber daraus nun eine Lüge zu den Evangelien zu konstruieren halte ich doch für zu weit hergeholt. Es wäre ehrlicher gewesen, die christliche Lehre in Bezug zum Seelenheil in Frage zu stellen und nicht zu versuchen, auf diese die eigenen naturheilkundlichen Vorstellungen aufzusatteln. Nein, Jesus war kein Vegetarier.
Ich sehe im Besondern im Alten Testament auch einige Punkte, die jetzt aus therapeutischer Sicht nicht gerade hilfreich sind. Damit würde ich aber nicht versuchen die Bibel zu einer Lüge zu verbiegen, nur weil ich das gerne so sehen möchte.
Wer mit diesen Dingen ein Problem hat, sollte sich einfach einmal fragen, ob er mit diesem Gott oder in diese Lehre auch wirklich gut aufgehoben ist. Ich hatte ja auch schon mehrfach davon geschrieben, dass es für die Christen sinnvoller gewesen wäre, wenn sie in ihrer Bibel auf das Alte Testament verzichtet hätten - haben sie aber nicht!
Merlin