S11:... die Bibel an sich und somit auch das Alte Testament bzw. die Thora ist nicht erst seid dem Konzil von Nicäa aus dem Jahr 325 ein politisch-dogmatisches Produkt für den Gläubigen Menschen,sondern die Texte welche in die Bibel durch das Konzil von Nicäa im Jahre 325 zusammengefasst wurden,waren selbst wiederrum eine lose Zusammenfassung alter historischer Überlieferungen und Texte selbst aus unterschiedlichsten Kulturen.
Lieber Schattenelf,
das entspricht einfach nicht den realen Fakten. Das Alte Testament wurde aus der Septuaginta übernommen. Die Septuaginta ist eine Übersetzung der hebräischen Bibel und wurde für die Juden in der Diaspora ins Griechische übersetzt.
Lieber Druide Merlin,
das ist Wortklauberei.
Es ist völlig egal woraus das Alte Testament übernommen wurde,ob aus der Septuaginta welche eine hebräische Übersetzung ist,
die hebräisch-aramäische Bibel ist eine lose Zusammenfassung alter historischer Texte und Überlieferungen aus unterschiedlichsten Kulturen.
Ich dachte so weit kannst du schon mitdenken was ich meinte.
Ausserdem besitzt die Septuaginta eine Eigenständigkeit.Von daher ist die Septuaginta unabhängig von dem uns bekannten hebräischem Bestand der heiligen Schrift.
Auf dem Konzil ging es um die Niederlegung des Glaubensstreites innerhalb der Christenheit.
Das war in der Tat das Ziel von Kaiser Constantin.
Aber die damaligen Bischöfe nutzen dieses Konzil auch zu einer einheitlichen Lehrentscheidung für eine christliche Gesamtkirche.
So unterteilt die Geschicht auch in vor-nicänische und nach-nicänische Theologie.
Das die nach-nicänische Theologie auch von damaligen politischen Interessen gespeist war wird heute von Historikern nicht mehr angezweifelt.
Die Bischöfe mussten sich große Mühe geben, die Herrschaft eines Kaisers mit einer politischen Theologie zu begründen, die ihre wesentlichen Elemente im Christentum hatte. Ein neues Kaiserbild entstand: Der Kaiser ist nicht mehr nur ein Werkzeug der Macht Gottes sondern wird von Gott berufen. Er ist Kaiser „von Gottes Gnaden“. Auf Erden erfüllt er das Wort Gottes. Das Reich ist, mit einem Herrscher an der Spitze, einen Ebenbild der „himmlischen Monarchie“. Die Taten des Herrschers entsprechen der Vorsehung Gottes.
Dies führte sich fort bis zum letzten dt.Kaiser des 2.Reiches welcher zwar nicht mehr römischer Kaiser war,
der letzte war Franz II.
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_II._(HRR)
sich aber dennoch auf Gottes Gnaden berief.
So führt sich die politische Intension des Glaubens seit dem Konzil von Nicäa aus dem Jahre 325 weiter fort bis mindestens 1806 wo der letzte dt-römische Kaiser der Habsburger abdankte,und darüber hinaus bis 1918 wo der letzte dt.Kaiser
"von Gottes Gnaden" abdankte.
Was ich damit sagen will: Die politische Intensität des Glaubens,wie wir sie in Europa aus dem Mittelalter kennen, findet ihren Ursprung im Konzil von Nicääa.
Ich kann an den abgelehnten oder aufgenommenen Schriften der Bibel nichts erkennen, was einen politisch-dogmatischen Anspruch haben könnte. Der Hirte Hermes wurde nur nicht aufgenommen, weil er sehr spät geschrieben wurde und mit Jesus nur bedingt etwas zu tun hat.
Nun,wenn man eine zeitlich direkte Beziehung zu Jesus als Maßstab herran nimmt was in die Schriften der Bibel gehört verfälscht es die Bibel,
vorallem weil man ja in die Bibel die Paulusbriefe einbezogen hat obwohl Paulus Jesus von Nazareth niemals begegnet ist.
Was hat Paulus also mit Jesus zu tun?
So hätte man auch das Judasevangelium der Gnostiker in die Bibel mit einbeziehen können,oder das Evangelium der Maria Magdalena was letztlich nichts anderes bedeutet als die gnostische Offenbarung.
Nein,es wurde damals eindeutig dogmatisch getrennt zwischen dem was sein kann und dem was sein darf,was genehm ist und was ungenehm ist.
Wie kann es sein dass eine Frau Jesus gegenüber eine höhere Stellung einnahm als die 12 männlichen Apostel !?
Schliesslich soll Jesus nach gnostischer Überlieferung Maria Magdalena ein besonderes Vertrauen besessen haben.
Passt dann aber dennoch nicht in die damalige Welt der männlichen Hyrchie.
Und an diesem Problem krankt die globale Welt bis heute in weiten Teilen noch.
Unser Gesellschaftssystem ist heute noch kaum verändert wie vor 1700 Jahren,also wie kann da Einsicht kommen wo Einsicht keinen Platz hat?
Zur stillen Post möchte ich noch anmerken, dass es früher eine Tradition der Erzähler gab, die sich sehr streng an die überlieferten Texte hielten. Auch in verschiedenen Naturreligionen ist diese Art der wörtlichen Überlieferung noch heute verbreitet.
Tradition hin oder her! Sie ändert nichts an der Tatsache dass Erzählungen dazu neigen die Wahrheit verbiegen zu können,
was in Schrift so nicht unbedingt möglich ist.