What the bleep do we know?

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Hallo Katarina!
(Schöner Name...ist auch meiner ;-))

Katarina schrieb:
Liebe Tarina,

Klar merke ich, wie das funktioniert. Wie gesagt, am Verständnis mangelt es mir nicht. Der Punkt ist nur: das bringt mich nicht einen Deut weiter. Mein - illusionäres - Ich schlägt sich dennoch weiter mit sich selbst herum und von durchscheinender "Intelligenz" keine Spur.
Mir gefällt mein Leben und gleichzeitig gefällt es mir nicht. Und ich weiß, dass ich bei einer Veränderung nicht unbedingt glücklicher wäre. Vom "Klick" erhoffe ich mir kein Glück, das nach wie vor vom Umglück abhängig ist. Vom "Klick" erhoffe ich mir ein Ende dieses Hin und Her. Und ich weiß genau, dass mein Hoffen auf "Klick" mich vom "Klick" fernhält, genauso wie es gleichzeitig der Motor dafür ist, beim "Klick" irgendwann anzukommen. Und mein "Ich" fragt sich, was es dann hier überhaupt soll, wenn sowieso wurscht ist, was es anstrebt, tut oder denkt. Und mein "Ich" rätselt, wie es mit seinen Veränderungswünschen umgehen soll, denn es weiß, dass es nichts wirklich verändern, höchstens verlagern kann, dennoch will es nicht davon lassen, irgendetwas zu tun. "Ich" will sich nicht einfach in den Wald legen und die Bäume anschauen, während es noch in Funktion ist. "Ich" will wenigstens das "Bestmögliche" herausholen bis die universale Intelligenz dann endlich entscheidet, dass "Ich" sich wieder auflösen darf.

Katarina :)

Nun ja, ganz so ist es eigentlich nicht gemeint.
Wenn Du es im Kopf weißt, hilft es Nüsse,
Und wenn Du wirklich (und die Betonung liegt auf wirklich) merkst, wie es funktioniert, warum machst Du dann noch witer mit dem hin und her?
Wenn Du einer Giftschlange begegnest, und Du bist Dir sicher, dass es eine Giftschlange ist, spielst Du doch auch nicht mit ihr?
Also nehme ich an, dass du es zwar weißt, Dir aber immer noch nicht sicher bist. Ich könnte Dir ja genauso gut Humbug erzählen. (Und so ein Zwiefel wäre durchaus auch angebracht).
Nur leider ist es so, dass das Ich das Ich nicht auflösen kann.
Das einzige was Du wirklich tun kannst, ist das Ich zu beobachten, seine Motive kennenzulernen, die Art und Weise, wie es handelt. Beobachten, ob das Ich jemals etwas tatsächlich zu Ende bringen kann.

Und zwar im stinknormalen Alltag. Beobachte, wie Du mit Deinem Mann umgehst, mit Deinen Freunden, mit Deinen Arbeitskollegen... und verurteile oder lob Dich nicht dafür. Schau nur.

Du mußt dieses Ich lieben lernen, Dich für dieses Ich interessieren, und das geht am besten in der Begegnung, der alltäglichen.

Hast Du schon versucht herauszufinden, was dieses Ich überhaupt ist? Das Ich, das Du so gerne auflösen möchtest?

Lieben Gruß
Tarina
 
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Katarina schrieb:
Okay, das Ich soll also weitermachen wie bisher, obwohl es den zugrundeliegenden Mechanismus durchschaut hat. Mein "Ich" ist nämlich größenwahnsinnig. Es sieht sich in der Zukunft als millionendollarschwer das Heft in der Medizin umreißen, indem es pharmaunabhängig in die Forschung der Neuen Medizin investiert. Mein anderes "Ich" (oder wer immer das ist) weiß aber, dass Veränderungen Illusionen sind.
Hallo Katarina :)

Den zugrundeliegenden Mechanismus, den haste durchschaut beim Erleben der unprojektiven Wahrnehmung, ich hab' den thread gelesen. Ich nenn' das- den Eintritt in den Einen Geist. Erleuchtung, jaja. Aber "geklickt" hat es nicht. Die geistige Wiedergeburt, nee, nee, die war's eben nich'. Und wie ich das jetzt wieder machen soll, ich hab' keine Ahnung. Aber so weitermachen wie bisher? Liegt der Zeitpunkt des "klick" fest oder bestimme ich den? Durch was? Jaja, dein Problem ist mein Problem, lach. Die Bestimmung, da sagt Gaby nix von.

@ Gaby, hast du keine Bestimmung? Ist sie dir nicht bewusst?

Aus dem "Ich" heraus geht da nix, aber nix tun geht ja auch nich'. Ich bin nämlich auch so ne Grössenwahnsinnige. :D
Am besten ist wohl, sich auf den Einen Geist zu konzentrieren, daran geht das "Ich" ein. Das ist echt nicht auszuhalten, das sag' ich dir/mir. hihi

liebe Schwester :umarmen:
 
Katarina schrieb:
Meine persönliche Erfahrung ist da nicht ganz klar. Wenn ich in der Vergangenheit versucht habe, erkannte Muster aufzulösen, indem ich gedanklich anders mit der Situation umgegangen bin, kam ich immer zu einem "Schönreden" und damit Verdrängung des damit einhergehenden Gefühls. Die Veränderungen, die ich damit erreicht habe, waren "nur" eine Verlagerung auf eine andere Ebene. Bleibt als Schluss also nur: es gibt nichts zu verändern, sondern nur alles anzunehmen?
Intellektuell weiß ich wohl, dass es letztlich genau darauf hinausläuft, aber für alle die, die in subjektiv unbefriedigenden Lebensverhältnissen leben, ist das ja kein Trost.
ein toller thread, eine gute frage..... . "schöngeredet" habe ich mir auch schon unzähliges, aber solange es nicht aus innerer überzeugung geschah, half dieses ganze schönreden gar nichts!!! es fängt bei den banalsten beispielen an, .... . erst mit dem "gleichgültig-werden" von herzen, meist lediglich als kurzer impuls zu verspüren, kam es zur wandlung.
da kamen sozusagen auf die minute verlorengegangene dinge zum vorschein uvm. ... . aber erst DANN.
das ist mir schon so oft passiert, dass dieses "muster" meines erachtens stimmig ist..... . solange man in der verhaftung ist, passiert gar nicht.

ein phänomen.

auf wichtigere themen bezogen z.b. im zusammenhang mit diesem sensiblen thema kindererziehung, verhält sich natürlich alles entsprechend schwieriger.
.....

lg chira
 
Liebe Tarina,

Und wenn Du wirklich (und die Betonung liegt auf wirklich) merkst, wie es funktioniert, warum machst Du dann noch witer mit dem hin und her?
Wenn Du einer Giftschlange begegnest, und Du bist Dir sicher, dass es eine Giftschlange ist, spielst Du doch auch nicht mit ihr?
Also nehme ich an, dass du es zwar weißt, Dir aber immer noch nicht sicher bist. Ich könnte Dir ja genauso gut Humbug erzählen. (Und so ein Zwiefel wäre durchaus auch angebracht).

Genau darauf wollte ich mit diesem thread hinaus. Wieso kann/will das Ich (dass es ja gar nicht wirklich gibt) etwas nicht verändern, dass es aber als veränderungswürdig erkennt? Wieso klebt es fest in seinem So-Sein? Das ist der eine Punkt.
Der andere Punkt ist, dass für mich jede aufgrund eines Leidensdruckes bewußt herbeigeführte Veränderung eine Form von "linearer Problemlösungsstrategie" ist. Jede Problemlösung an einer Stelle führt zu einem Problem an anderer Stelle. Das sieht man aber nur, wenn man das Ganze im Blick hat. Wenn man nur facettiert schauen kann, - so wie wir -, dann kann man das nicht sehen. Wenn man das aber weiß, so wie viele von uns, was bleibt dann noch zu tun? Wenn man weiß, dass wir alle eigentlich Eins sind, dann ist es völliger Quatsch noch irgendetwas verändern zu wollen. Denn ändere ich da etwas "zum Guten", dann gibt`s eben dort - zum Ausgleich- etwas "zum Schlechten". Also ist es wirklich absolut wurscht, was wir tun.
Was allerdings nicht wurscht ist, ist, mit welcher inneren Haltung wir es tun. Es ist also z.B. egal, ob ich mich von meinem Mann trenne oder nicht. Tue ich es mit der Haltung "Problemlösungsbewußtsein", dann schaffe ich nur neue Probleme, - halt an anderer Stelle. Tue ich es voller Liebe, dann strahlt dies ab und die Situation wird so heil, dass es keine neuen Probleme gibt. Der Punkt ist nur, was bleibt mir dann eigentlich überhaupt noch zu tun? Ich bin eben nicht voller Liebe und diese Tatsache soll ich mir dann auch noch liebevoll ansehen. Ich soll mich dafür lieben, dass ich nicht lieben kann. Und wieder mal stellt sich die Frage, wieso klebt das - nicht existente - Ich fest in diesem bescheuerten absurden So-Sein? Glaub`mir, ich bin manchmal sehr wütend auf unseren Schöpfer, der wir sind. Bringt mich aber auch nicht weiter.

Du mußt dieses Ich lieben lernen, Dich für dieses Ich interessieren, und das geht am besten in der Begegnung, der alltäglichen.

Wer ist denn dieses "Du", das das "Ich" lieben soll? Es gibt Seiten an mir, die mag ich und es gibt welche, die mag ich nicht. Schönreden bringt nichts. Also lasse ich es einfach wie es ist. Und auch hier wieder. Was bleibt mir anderes übrig?

Hast Du schon versucht herauszufinden, was dieses Ich überhaupt ist? Das Ich, das Du so gerne auflösen möchtest?

Ich glaube, mit dieser Fragestellung bin ich schon auf die Welt in dieses Leben gekommen. Ich kann mich sehr gut daran erinnern wie ich noch als ganz kleines Mädchen mich immer fragte, was denn dieses "Ich" sei im Unterschied zu all`den anderen "Ichs", die da draußen rumlaufen. An der Frage bin ich immer ganz kirre geworden; dennoch habe ich sie mir immer wieder gestellt.
Für mich ist das, was wir als "Ich" erleben nur ein Traumbild, eine Illusion, eine Seifenblase. Dennoch fühlt sich das sehr real an.

Katarina :)
 
Katarina schrieb:
Mein anderes "Ich" (oder wer immer das ist) weiß aber, dass Veränderungen Illusionen sind.

Das ganze Leben ist Illussion ! Veränderungen sind wichtig, lebensnotwendig, ansonsten lebt man nicht, man ist tot.

Katarina schrieb:
Hm, weißt du das oder glaubst du das ;) ? Ich habe vor einigen Jahren erlebt wie es ist, wenn das Ich sich von jetzt auf gleich auflöst. Das ging ganz einfach so ohne mein Zutun. Und das war das Schönste, was man sich überhaupt nur vorstellen kann, wobei es jegliche Vorstellungskraft sprengt.

Ich weiß es.
moz-screenshot.jpg
:) Und bitte bedenke auch, das Ego ist sehr trickreich. Ich habe auch mal gedacht: das ist es jetzt, dabei hat mich mein Ego nur ausgetrickst. Es tut nämlich wirklich ALLES, um die Kontrolle zu behalten. Da kann es auch schonmal scheinbar verschwinden, arbeitet dann aber im "Untergrund" umso "heftiger" weiter. ;)

Liebe Grüße
Gabi
 
Simi schrieb:
@ Gaby, hast du keine Bestimmung? Ist sie dir nicht bewusst?

Natürlich habe ich eine Bestimmung und sie ist mir auch bewußt. Aber bewußt, warum man hier ist, wird einem erst, wenn man loslässt, und zwar das Ego.

Vertrauen in das Leben, eben das was die Seele einem bringt, ist das Wichtigste, um überhaupt loslassen zu können. Und natürlich soll man was tun, leben, nicht warten auf irgendwas, von alleine kommt da gar nichts. Im Grunde weiß das Herz/Intuition immer was stimmt. Aber hören wir sie noch nicht, leben wir eben so weiter, wie wir meinen, daß es richtig sei. Wir werden in jeder Sekunde unserer Lebens geführt, ob uns das nun bewußt ist oder nicht.

Liebe Grüße
Gabi
 
Hi Katarina!

Katarina schrieb:
Liebe Tarina,

Genau darauf wollte ich mit diesem thread hinaus. Wieso kann/will das Ich (dass es ja gar nicht wirklich gibt) etwas nicht verändern, dass es aber als veränderungswürdig erkennt? Wieso klebt es fest in seinem So-Sein? Das ist der eine Punkt.



Natürlich gibt es das Ich. Warum soll es das Ich nicht geben?
Das Ich ist ein Produkt des Denkens. Das Denken setzt aus der Summe der Erfahrungen (der bewußt und unbewußt gespeicherten Erinnerungen) ein Bild auf. Und dieses Bild nennen wir Ich.
Jetzt muß man aber schauen, was das Denken kann? Und das Denken ist nur fähig, etwas, das schon gewesen ist, abzurufen. (Man kann nichts denken, was nicht gespeichert ist).
Jetzt wieder zurück zum Ich. Wenn nun das Denken diese Ich erschaffen hat, nur die Erfahrungen der Vergangenheit (und wieder: egal ob aus diesem Leben, aus einem vorigen oder ererbte Erfahrungen), dann kann das Ich nur etwas sein, das schon gewesen ist.
Wie aber will man etwas ändern, das schon gewesen ist?
Das ist schon vorbei, aus,eigentlich zu Ende. Nur das Denken kann es aus der Erinnerung abrufen, aber nicht mehr ändern...
Das Ich (bild) ist Vergangenheit, daran läßt sich nichts mehr ändern...
Und alle Veränderung die geschieht, die geschieht in der unmittelbaren Gegenwart. diese kann aber das Ich niemals erreichen. Das Ich selbst kann daher nichts ändern, aber das Ich(bild) ändert sich durch jede gemachte Erfahrung, damit wird es modifziert...
Also ist es die Erfahrung, die das Ich ändert....
Jetzt ist es natürlich die Frage, woher stammen die Erfahrungen? Wenn das Ich Erfahrungen machen will, hat es nichts anderes als die Vergangenheit zur Verfügung. Aus dieser heraus kann es handeln. Und so wird aus der Handlung des Ichs immer nur eine Wiederholung der Vergangenheit.
Die Änderung die so ein Handeln mit sich bringt ist nur eine kosmetische.
Und die wirkliche Änderung die das Leben selbst mit sich bringt, findet nicht statt, da das Ich mit der kosmetischen Operation beschäftigt ist...


Katarina schrieb:
Der andere Punkt ist, dass für mich jede aufgrund eines Leidensdruckes bewußt herbeigeführte Veränderung eine Form von "linearer Problemlösungsstrategie" ist. Jede Problemlösung an einer Stelle führt zu einem Problem an anderer Stelle. Das sieht man aber nur, wenn man das Ganze im Blick hat. Wenn man nur facettiert schauen kann, - so wie wir -, dann kann man das nicht sehen. Wenn man das aber weiß, so wie viele von uns, was bleibt dann noch zu tun?


Muß ja so sein. Wenn das Ich ein Problem löst, selbst aber nur ein Teil, ein Fragment ist, kann es immer nur Teillösungen erschaffen. Und jede Teillösung ist wiederum ein Problem.
Daher ergibt sich die Frage: Kann das Ich aus einem vollständigem Blick heraus handeln und damit jedes Problem beenden?
Was ist denn das, was wir Problem nennen?
Das Leben ist Begegnung, Herausforderung. Wir müssen auf die Herausforderung ragieren, handeln.
Und sind wir nicht fähig vollständig auf eine Herausforderung zu reagieren, beleibt etwas übrig. Das Problem....

Katarina schrieb:
Wenn man weiß, dass wir alle eigentlich Eins sind, dann ist es völliger Quatsch noch irgendetwas verändern zu wollen.



Woher weißt du, dass wir alle eins sind? Hat es Dir jemand erzählt? Hast Du es irgendwo gelesen?
Was Bedeutet es, eins zu sein?
Ist man eins mit den anderen, wo ist dann das Ich, das noch etwas ändern will? Und solange es das Ich gibt, ist man nicht eins mit den anderen....
Das Ich ist ein Fragment. Solange es Fragmente gibt, sind die Fragmente die Tatsache und nicht das Alleins sein.

Katarina schrieb:
Denn ändere ich da etwas "zum Guten", dann gibt`s eben dort - zum Ausgleich- etwas "zum Schlechten". Also ist es wirklich absolut wurscht, was wir tun.


Nun, so sehe ich das nicht. "Gut" und "schlecht" sind subjektive Beurteilungen. Klar gibt es den Ausgleich, aber der Ausgleich kann in einer Notwendigkeit für die Einzelnen stattfinden, vollkommen ohne gut und schlecht.
Wenn bei uns Tag ist, ist es irgenwo anders Nacht. Und umgekehrt. Was ist daran gut oder schlecht?

Katarina schrieb:
Was allerdings nicht wurscht ist, ist, mit welcher inneren Haltung wir es tun. Es ist also z.B. egal, ob ich mich von meinem Mann trenne oder nicht. Tue ich es mit der Haltung "Problemlösungsbewußtsein", dann schaffe ich nur neue Probleme, - halt an anderer Stelle. Tue ich es voller Liebe, dann strahlt dies ab und die Situation wird so heil, dass es keine neuen Probleme gibt.



Was heißt, etwas aus Liebe tun?
Wenn es Dir nicht völlig egal ist, ob Du Dich von Deinem Mann trennst oder nicht, wirst Du niemals aus Liebe handeln können. Aus Liebe handeln, bedeutet das nicht völlig voraussetzungslos im Denken zu sein?
Solange es irgendwo in dir noch eine Rolle spielt, mit Deinem Mann zusammenzubleiben oder nicht, solange wird Dein Wunsch das Handeln kontrollieren (auch wenn dieser Wunsch tief verborgen in Dir existiert) und Du hast nicht die Freiheit zu tun "was notwendig" ist. Zusammenbleiben oder trennen.

Katarina schrieb:
Der Punkt ist nur, was bleibt mir dann eigentlich überhaupt noch zu tun? Ich bin eben nicht voller Liebe und diese Tatsache soll ich mir dann auch noch liebevoll ansehen.

Das ist genau die Tatsache. Du bist nicht voller Liebe.
Und diese Tatsache liebevoll anzuschauen, bedeutet es voraussetzungslos anzuschauen. Diese Tatsache nicht zu beurteilen. Sich dessen gewahr sein, dass Du nicht voller Liebe bist. Punkt. Das ist weder gut, noch schlecht, das ist einfach so.
Probier das ein mal aus und schau Dir zu, wie das Denken einsetzt, mit dem unbedingten Drang, diese Tatsache beurteilen zu wollen. Beobachte die Tätigkeit, den Drang des Denkens. Das Denken ist nun einmal so. Es kann nur bestehen, wenn es urteilt....
Weise das Denken als Grundlage Deines Handelns zurück.
Ich sage dann immer, lieber mach ich gar nichts, als das Denken zur Grundlge des Handelns zu machen.
ber das Leben ist nun einmal Handeln. Und hast Du ds Denekn als die Grundlage des Handeln entschieden zurückgewiesen, wird Energie frei. Energie, die bisher im Denken gebunden war. Und diese Energie drängt es zur Handlung. zur Veränderung. Wer handelt dann?
Es ist immer noch das Ich, aber ein momentanes Ich, welches nicht aus sich heraus, sondern aus der Gewißheit des vollkommenen Blicks handelt, auch wenn es selbt ein Fragment, und dmit vergänglich bleibt...

Katarina schrieb:
Ich soll mich dafür lieben, dass ich nicht lieben kann. Und wieder mal stellt sich die Frage, wieso klebt das - nicht existente - Ich fest in diesem bescheuerten absurden So-Sein? Glaub`mir, ich bin manchmal sehr wütend auf unseren Schöpfer, der wir sind. Bringt mich aber auch nicht weiter.


Du sollst nicht etwas lieben. Denn sollen und lieben schließen sich gegenseitig aus.
Wie kommst Du auf die Idee, dass Du der Schöpfer bist? Ich weiß, es ist modern heutzutage zu sagen, Ich bin Gott, nur ich weiß es nicht mehr?
Kann das aber überhaupt stimmen, diese Behauptung? Kann ein Teil das Ganze sein? Und ist das Ganze überhaupt Gott? Oder gibt es irgendetwas jenseits der Zeit, jenseits des Ganzen, welches göttlich, heilig ist?
Das ist es, was die Menschen seit jeher gesucht haben. Und weil sie es niemals gefunden haben, haben sie einen Gott erfunden. Das Denken hat diesen Gott erfunden und betet sich in diesem Gott selbst an.
Aber keine Spur von Zeitlosigkeit ist in diesem Gott zu finden....

Katarina schrieb:
Wer ist denn dieses "Du", das das "Ich" lieben soll? Es gibt Seiten an mir, die mag ich und es gibt welche, die mag ich nicht. Schönreden bringt nichts. Also lasse ich es einfach wie es ist. Und auch hier wieder. Was bleibt mir anderes übrig?


Ja, wer ist dieser Beobachter, der liebt? Ist er ein Du?
Was Du da magst oder nicht magst, ist ja schon vergangen. Was spielt es noch für eine Rolle, ob Du es magst oder nicht?
Das. was du jetzt gerade bist, entsteht und vergeht schon wieder. Das Ich ist in ständigem Wandel. Ws Du an dir magst oder nicht, wandelt sich soeben.
Das festhalten, mit dem Satz, das mag ich an mir, ist ja nichts weiter als ein Festhaltem an Vergangenem.

Katarina schrieb:
Ich glaube, mit dieser Fragestellung bin ich schon auf die Welt in dieses Leben gekommen.


Ich auch.... :)

Katarina schrieb:
Ich kann mich sehr gut daran erinnern wie ich noch als ganz kleines Mädchen mich immer fragte, was denn dieses "Ich" sei im Unterschied zu all`den anderen "Ichs", die da draußen rumlaufen. An der Frage bin ich immer ganz kirre geworden; dennoch habe ich sie mir immer wieder gestellt.
Für mich ist das, was wir als "Ich" erleben nur ein Traumbild, eine Illusion, eine Seifenblase. Dennoch fühlt sich das sehr real an.

Und? Hast Du entdeckt, dass Du dich zwar von allen unterscheidest, aber in dieser Unterschiedlichkeit dennoch allen gleichst?
Das Ich(bild) ist kein Traumbild, es ist ein reales, vom Denken erschaffenes Bild.
Und diese Ich tut so, als könnte es entscheiden. Was es auch kann. Mit einer einschränkung. Es kann immer nur aus der gespeicherten Erinnerung der Vergangenheit heraus handeln, und schließt somit das Schöpferische, das Neue aus, und es schließt auch die eigene Veränderlichkeit aus.
Denn das Ich selbst ist (ohne Bild betrachtet) ständige Veränderung, und wenn das Veränderliche verändern will, muß es zum Stillstand kommen.

Lieben Gruß
Tarina
 
Liebe Tarina,

ich muß gestehen, stellenweise überforderst Du mich. Vor allem möchte ich eines ganz klar herausstellen: ich bin ja auch eine Denkerin, aber dennoch suche ich immer und immer wieder den praktischen Bezug. Also, Höheflüge sind ganz nett, aber wirklich wertvoll sind sie für mich nur, wenn ich sie auch ins praktische Alltagsleben übersetzen kann. Typischer Zwilling!

Deine Gedanken zum Ich als Produkt vergangener Erfahrungen kann ich so stehen lassen. Aber das....

Also ist es die Erfahrung, die das Ich ändert....
Jetzt ist es natürlich die Frage, woher stammen die Erfahrungen? Wenn das Ich Erfahrungen machen will, hat es nichts anderes als die Vergangenheit zur Verfügung. Aus dieser heraus kann es handeln. Und so wird aus der Handlung des Ichs immer nur eine Wiederholung der Vergangenheit.
Die Änderung die so ein Handeln mit sich bringt ist nur eine kosmetische.
Und die wirkliche Änderung die das Leben selbst mit sich bringt, findet nicht statt, da das Ich mit der kosmetischen Operation beschäftigt ist...

....möchte ich um meine Sichtweise ergänzen. Alles das findet völlig unabhängig vom Ich statt. Ich habe mal vor einigen Monaten, wohl inspiriert durch das Buch von Susanne Vegas, für einen kurzen Moment erlebt, wie es ist, wenn das Ich verschwindet, ohne dass sich dafür das Einheitsbewußtsein auftut. "Ich" war sehr überrascht. Alles läuft wie gewohnt weiter, nur das Ich, der Bezugspunkt, ist weg. Unmöglich, das zu erklären. Aber daraus schließe ich, dass das Ich nur den einen Sinn hat, nämlich Erfahrung persönlich werden zu lassen. Aber die Erfahrung selber, selbst das Denken, findet auch ohne Ich statt. So zumindest "meine" Erfahrung.

Daher ergibt sich die Frage: Kann das Ich aus einem vollständigem Blick heraus handeln und damit jedes Problem beenden?
Was ist denn das, was wir Problem nennen?
Das Leben ist Begegnung, Herausforderung. Wir müssen auf die Herausforderung ragieren, handeln.
Und sind wir nicht fähig vollständig auf eine Herausforderung zu reagieren, beleibt etwas übrig. Das Problem....

Auch ein Problem ist für mich nur ein Konstrukt, so wie das Ich. Das Ich konstruiert permanent Probleme. Das nervt mich. Mein Ich ist also von sich selber völlig genervt.

Woher weißt du, dass wir alle eins sind? Hat es Dir jemand erzählt? Hast Du es irgendwo gelesen?
Was Bedeutet es, eins zu sein?

Auch das habe ich selber erlebt vor einigen Jahren, - auch wenn Gabi die Authentizität dieses "Erlebnisses"anzweifelt. Unmöglich, das zu erklären.

Was heißt, etwas aus Liebe tun?

Hier "unten" handeln wir aus der persönlichen bedingten Liebe heraus, die noch den Gegenpol voraussetzt. Von der spreche ich nicht. Ich rede von dem Einheitsbewußtsein, in dem man sich bewußt ist, dass die Essenz des Seins Liebe ist. Das ist etwas völlig anderes und wieder nicht wirklich in Worte zu fassen. Einheitsbewußtsein aber kommt oder eben nicht. "Ich" habe darauf keinen Einfluss und deswegen kann mein "liebevoller Umgang" mit schwierigen Situationen immer nur eine nette Bemühung sein. Es ist aber nicht das, was ich meine, wenn ich sage, die Liebe würde eine problematische Situation heilen, ohne neue Probleme auf anderer Ebene zu kreieren.

Diese Tatsache nicht zu beurteilen. Sich dessen gewahr sein, dass Du nicht voller Liebe bist. Punkt. Das ist weder gut, noch schlecht, das ist einfach so.
Probier das ein mal aus und schau Dir zu, wie das Denken einsetzt, mit dem unbedingten Drang, diese Tatsache beurteilen zu wollen. Beobachte die Tätigkeit, den Drang des Denkens. Das Denken ist nun einmal so. Es kann nur bestehen, wenn es urteilt....

Ich bin inzwischen Meisterin in der Beobachtung meiner Gedanken. Das ändert aber rein gar nichts.

Wie kommst Du auf die Idee, dass Du der Schöpfer bist? Ich weiß, es ist modern heutzutage zu sagen, Ich bin Gott, nur ich weiß es nicht mehr?
Kann das aber überhaupt stimmen, diese Behauptung? Kann ein Teil das Ganze sein? Und ist das Ganze überhaupt Gott? Oder gibt es irgendetwas jenseits der Zeit, jenseits des Ganzen, welches göttlich, heilig ist?
Das ist es, was die Menschen seit jeher gesucht haben. Und weil sie es niemals gefunden haben, haben sie einen Gott erfunden. Das Denken hat diesen Gott erfunden und betet sich in diesem Gott selbst an.
Aber keine Spur von Zeitlosigkeit ist in diesem Gott zu finden....

Liebe Tarina, das ist wohl eine Frage die jeder für sich beantworten muss. "Ich" für mich weiß, dass "ich" er bin, der "ich" ist. Das aus dem Mund einer alten Atheistin und mit Modeströmungen habe ich es ohnehin nicht so.
Aber auch dieses "Wissen" hilft mir nicht einen Deut weiter.

Und? Hast Du entdeckt, dass Du dich zwar von allen unterscheidest, aber in dieser Unterschiedlichkeit dennoch allen gleichst?
Das Ich(bild) ist kein Traumbild, es ist ein reales, vom Denken erschaffenes Bild.

Egal, wie wir herumphilosophieren, mein "Ich" nervt mich und das gewaltig und "ich" weiß nicht, welche Instanz in mir "ich" wie mobilisieren soll, damit "ich" damit endlich meinen Frieden habe.

Katarina :)
 
Hallo Katarina!

Sorry, ist halt mein Lieblingsthema.
(Eigentlich komme ich aus der Astrologie, um genau zu sein von der MRL.)
Ich empfinde so wie ich schreibe, dass ist für mich ganz praktischer Alltag. Übrigens bin ich auch Zwilling....

Wenn Dich Dein Ich nervt, dann kannst Du ohnedies nichts tun. Es nervt. Und jede weitere Handlung die das Ich setzt, wird wiederum zu einem Problem...

Eine Frage habe ich noch. Das Ich nervt. Okay. Warum aber machst Du ein Problem daraus??

Lieben Gruß
Tarina
 
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Liebe Tarina,

Sorry, ist halt mein Lieblingsthema.
(Eigentlich komme ich aus der Astrologie, um genau zu sein von der MRL.)
Ich empfinde so wie ich schreibe, dass ist für mich ganz praktischer Alltag. Übrigens bin ich auch Zwilling....

Um Gottes Willen, Du mußt Dich doch nicht entschuldigen. Ich wollte Dir nur sagen, weshalb ich nicht haarklein auf jeden einzelnen Punkt eingehe.

Eine Frage habe ich noch. Das Ich nervt. Okay. Warum aber machst Du ein Problem daraus??

Weil das in der Natur meines Ichs liegt! Eigentlich ist alles ganz einfach. Mir geht es darum, dass, wenn ich schon hier auf Erden inkl. "Ich" etc. wandeln muss, dann bitte zu "meinen" Bedingungen. Ich möchte finanzielle Freiheit und tun und lassen, was ich möchte. Und ich möchte nicht immer und ewig dieses dämliche Opferempfinden haben, von dem ich weiß, was für ein Mist das ist.
So, aber wir müssen das jetzt auch nicht weiterführen. Immerhin nehme ich aus diesem thread doch einiges mit, worüber ich noch ein Weilchen nachdenken werde.

Viele Grüße

Katarina :)
 
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