Kann ich verstehen, jeden leben lassen wie er mag, trotzdem hat jeder sein " Scherfflein " dazu beizutragen, um seinen Nachbarn zu entlasten, wo bliebe sonst die Gerechtigkeit?
Ja, das ist halt das exakte Thema: Arbeitsfähige Arbeitsunwillige dürfen durchaus leben, wie es ihnen gefällt. KZ? Keinesfalls, aber sie können nicht erwarten, dass ihr Nichtstun auch noch auf Kosten täglich arbeitender Menschen finanziert wird, womit zudem noch falsche Vorbilder geliefert werden. Hartz-IV ist kein Freibrief für die Passivität. Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit? Arbeitslose werden nicht staatlich verfolgt. Die Steuerzahler verweigern nur ihr Geld, wenn ihre monetären Auslagen in parasitärer Weise ausgenutzt werden. Ich halte das für außerordentlich verständlich.
Arbeitsunwillig ist jeder, der zwar eine attestierte Arbeitsfähigkeit besitzt, aber dennoch Arbeitsangebote und Fortbildungsmaßnahmen von Seiten des Arbeitsamtes ausschlägt. Jeder fest Angestellte könnte ebenfalls die Frage stellen, weshalb er für Euch die Straßen kehren oder aber den Abfall abholen sollte. Dächten sie ebenfalls so träge und ließen sie ihre Arbeiten liegen, tja, dann bestünden wir bald nur noch aus Hartz-IV-Empfängern. Unsere Gesellschaft ginge zu Grunde.
Mit den Dienstverpflichtungen werden KEINE regulären Arbeitsplätze ersetzt. Das ist totaler Unsinn. Wer das glaubt, hat das Prinzip nicht verstanden. Die Arbeitslosen dienen vornehmlich als Aushilfskräfte, um die Arbeitenden zu entlasten. Familien, die sich keine eigenen Angestellten leisten können, bekämen dennoch Unterstützung durch Hartz-IV-Leute gestellt, ohne dass sie sich ohne diese Hilfestellung z. B. einen Gärtner hätten anschaffen können. Auch werden durch den Einsatz von Hartz-IV-Empfängern in wetterlichen Härtefällen (beispielsweise heftige klimatische Situationen wie Schneestürme) keine Arbeitsplätze gestrichen. Im Gegenteil wurden vielerorts Arbeitskräfte benötigt. Die Steuerzahler helfen den Arbeitslosen maßgeblich, indem sie ihnen den Lebensunterhalt finanzieren. Da werden sich die arbeitsfähigen Arbeitslosen doch wohl nochmal dazu herablassen können, auch etwas zurückzugeben? Indem sie z. B. den Weg freischieben, damit die schaffenden Menschen ihre Arbeitsstelle problemlos erreichen können, um für sich selbst zu sorgen und auch um die Sozialleistungen für die Arbeitslosen zu bezahlen...
Ich erkenne nichts Falsches an meinen Äußerungen. Die aktuelle wirtschaftliche Situation verlangt nun einmal Arbeitsflexibilität. So ist das nun mal. Und wenn es für manche inhuman ist, Arbeitslose zu Sozialdiensten zu verpflichten, dann müsste aus deren Sicht ja ein Großteil unserer Bevölkerung täglich Asoziales beruflich machen. Was ist daran so verwerflich, wenn ich vorschlage, dass kinderreiche, überforderte Familien soziale Unterstützung bekommen von Arbeitslosen, die 1. genug Zeit und 2. genug Kapazität haben, gegen die Sozialleistungen im Haushalt zu helfen?
Würde man das derzeitige Steuerrecht reformieren und zum Kirchhof-Steuermodell umstrukturieren, würde die hohe Arbeitslosenzahl ohnehin dezimiert. Dieses Steuermodell verlangt einen fusionierten, einheitlichen Steuersatz von 25% vom Einkommen. Aus meiner Sicht ist dieser noch immer ein wenig hochgegriffen, so dass ich meinerseits dieses Steuermodell von Neuem abwandeln würde und zwar derart, dass für alle Berufsgruppen nur noch ein 20%iger zu entrichtender Steuersatz erhoben würde. Ich denke, das wäre für nahezu alle akzeptabel. Die Menschen der Bevölkerung hätten so wieder mehr Gelder, weil sie weniger Steuern abtragen müssten und wären auf diese Weise vom rigorosen Sparzwang befreit. Sie könnten ihre Gelder wieder vermehrt in die Wirtschaft tragen => erhöhte Nachfrage, wodurch die Wirtschaft expandierte und Arbeitsstellen entstünden. Das bedeutete zugleich einen jährlichen Steuerzuwachs ohne ausbeuterische Belastung des deutschen Volkes. Auch die Arbeitsmoral an sich würde sich verändern, weil die arbeitenden Menschen nicht mehr mit dem Faktum konfrontiert wären, dass fast die Hälfte ihres verdienten Geldes abgezogen wird für Steuern. Der finanzielle Verdienst könnte also wieder forciert als Motivator fungieren. Es gab Zeiten, da herrschten gigantische Steuersätze von fast 60% vom Einkommen vor (einschließlich Gewerbesteuer). Das ist mehr als die Hälfte des Einkommens. Diesem kriminellen Diebstahl muss dringend Einhalt geboten werden. 20% wären eine enorme Erleichterung. Ich glaube, dass auch Menschen mit einem geringen Bruttoeinkommen von ca. 2 500 immerhin noch 25- 30% abzugeben haben, so dass durchaus auch für die armen Arbeiter mein Steuervorschlag noch vorteilhaft wäre, und nicht nur für die Vermögenden, wie mir bereits vorgeworfen wurde.
Dass diese Ideen zu realisieren sind, ohne dass an kulturell relevanten Organisationen und Insitutionen wie Polizei, Schulen, Krankenhäusern, Feuerwehr, Instrastruktur usw. gespart wird, habe ich schon im Forum theoretisch demonstriert. Der Staat ist angehalten, rationaler und vor allem sozialer zu investieren und sich in Sparsamkeit zu trainieren. Dann könnte ein pauschaler Steuersatz von 20% für alle eine glorreiche Wirklichkeit werden!