Westerwelle und die Sozialachmarozer

Das glaube ich dir sofort. Und eigentlich ist es ja auch allgemein bekannt, dass es Jobs gibt - sehr viele sogar -, wo man wie lebender Müll (gute Bezeichnung von Galahad) behandelt wird.

Aber der Mensch tendiert halt oft, alles aus seinem Blickwinkel heraus zu sehen und danach zu urteilen. Ist halt auch nur menschlich. :)

Das stimmt - dennoch sollte man sich kein Urteil anmaßen über Bedingungen, die man selbst nicht erfahren hat. Und über Menschen, mit denen man nicht selbst gesprochen hat.

Von aussen erscheint immer alles leicht - und man versteht nicht, warum die Menschen so handeln, wie sie handeln. Doch wenn man selbst in einer solchen Situation steckt, sieht die Sache ganz anders aus.
 
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so auch die aussage ,,es geht euch zu gut"; interpretation: euch könnte bzw. sollte es schlechter gehen.:confused: das ist latent aggressiv.

ich habe so deutlich darauf reagiert, weil das ein gern benutzter spruch ist.

Ich find's sehr gut, dass du das thematisiert hast. :danke:

Es gibt viele solche Sprüche, die wirklich mal hinterfragt werden sollte. Aber man kann diesen Leuten tatsächlich keinen Vorwurf machen, weil sie eigentlich nur das sagen, was die Meisten eben sagen - und was eben "normal" ist.:rolleyes:
 
also kann man bei uns, auch wenn man mal nicht so gut drauf ist, in den meisten jobs mit einem lächeln den tag beginnen. meine meinung.

Ich verstehe dich absolut - aber leider haben nicht alle das Glück - vielleicht aus gesundheitlichen Gründen, oder wegen Mobbing u.a. - dies alles so positiv zu sehen und auch auszuleben. Und es gibt Menschen, die zu Depressionen neigen, usw.

Es sind eben nicht alle gleich.;)
 
Aber jemand wird nicht nicht geliebt, weil er nicht angepasst lebt. Darum geht es ja gar nicht. Aber absichtlich alles (und leider auch nicht selten tatsächlich) mit Füßen treten, ist schon was anderes. Und darum ging es mir. Wir waren alle mal Jugendlich und wir haben auch unser Leben in den Griff bekommen. Ohne sich die Finger zu brechen, damit wir nicht arbeiten müssen, ohne andere nieder zu trampeln - verbal oder sogar tatsächlich.

Jugendliche die haltlos und ohne WErte groß werden, können vielleicht nicht anders. Das ist traurig genug. Und die Erwachsenen sind schuldig. Sie haben ihnen die Vorbilder und den Halt nicht gegeben.

Hi

Ich behaupte, das nicht immer und in jedem Fall die Eltern... Erwachsenen "schuld" sind.
Dafür sind zu viele andere Einflüsse am wirken.
Und ich muss aus eigener Erfahrung sagen, es gibt Kinder, denen kannst du Werte, ein Miteinander usw vorleben und sie nehmen es trotzdem nicht an. Es gibt Menschen, da müsstest du mit der Brechstange arbeiten, um sie zu etwas zu bewegen. Was ein ungeheurer Energieaufwand ist und Nerven kostet ohne Ende.

Bei unseren Kindern spielt viel mehr eine Rolle, als nur die häusliche Erziehung.
Das Außen ist sehr stark und zieht an ihnen, in nicht gesunder Art.

Ich habe mir, bevor meine Tochter auf die Welt kam, eingebildet, das alles eine Frage der Erziehung und des Vorlebens ist und ich dieses ja steuern könne.

Ich habe mit vielem, was eh vorgegeben ist, Gene, Veranlagungen, Sternen-Konstellationen, dem Einfluss des Familiären Umfelds, dem Einfluss der Gesellschaft, dem Grundwesen... Charakter, und und und nicht in dieser Form gerechnet.

Und ich selber war nicht hart genug, um ihr die Erziehung zu geben, die sie scheinbar brauchte.
Obwohl ich mir nicht sicher bin, was und in welchem Umfang, dieses gebessert hätte.

Mit allem was mir einfiel, habe ich mir die Zähne an dem Thema Erziehung.... erziehbarkeit ausgebissen.

Ich habe auch Erziehungsberatungsstellen in Anspruch genommen.

Was ich lernen musste ist, das ich einen Menschen in seinem Grundwesen nicht ändere.

Und ich habe natürlich auch meine Fehler gemacht.

Im Moment bin ich, was ihr Bewusstsein um die Dinge im Leben usw angeht, nicht sicher, was das werden soll.

Ich hoffe das das, was ich gerade tue, ..... ich bin dabei sie ins kalte Wasser zu schmeißen, sie wach macht und sie die Dinge, gegen die sie sich so hartnäckig wehrt, doch noch gebacken bekommt.

Und ich sage euch, mein Herz krampft sich dabei zusammen, vor Schmerz und Bedenken.


L*G* Fee
 
Es geht sehr sehr vielen Menschen nicht gut und sie werden krank an den Umständen und der Gesellschaft und ihren Bedingungen.

Das ist das Symptom der kranken Muster.

Ist wie ein Körper, der Ausschlag bildet, weil im Inneren etwas nicht stimmt.... krank macht.

Wenn das so weiter geht, werden noch viel mehr auf die eine oder andere Weise krank werden.

L*G* Fee
 
Ich verstehe dich absolut - aber leider haben nicht alle das Glück - vielleicht aus gesundheitlichen Gründen, oder wegen Mobbing u.a. - dies alles so positiv zu sehen und auch auszuleben. Und es gibt Menschen, die zu Depressionen neigen, usw.

Es sind eben nicht alle gleich.;)

ich behaupte ja nicht, dass es da allen gleich geht. ich kann nur aus meiner erfahrung zw. dem was ich bei meinem vater/familie mitbekommen habe sprechen und wenn euch dies zu abgehoben erscheint, kann ichs nicht ändern.
ich weiß, was ich selber jahrelang gearbeitet habe, wie ich gehaust habe, aber was bringt es, das hier vorzutragen, es ist ja eh nichts im vergleich zu vielen anderen offenbar, die wirklich krank, und arm, und ausgebeutet sind.

vielleich bin ich auch wirklich abgehoben, da ich weder in meinem bekannten- noch verwandtenkreis jemanden habe, der sich wie menschlicher müll behandelt fühlt, noch habe ich mich jemals so gefühlt.
 
Das stimmt - dennoch sollte man sich kein Urteil anmaßen über Bedingungen, die man selbst nicht erfahren hat. Und über Menschen, mit denen man nicht selbst gesprochen hat.

Von aussen erscheint immer alles leicht - und man versteht nicht, warum die Menschen so handeln, wie sie handeln. Doch wenn man selbst in einer solchen Situation steckt, sieht die Sache ganz anders aus.

also, ich masse mir über dich sicher kein urteil an. es ist dein leben und du wirst ja wohl selber am besten wissen, wie es gelaufen ist bzw. läuft. aber ich lasse mir auch meine meinung nicht nehmen, dass es bei sehr vielen einfach ums berufssuderantentum geht, ist ja in österreich nicht wenig ausgeprägt.
 
also, ich masse mir über dich sicher kein urteil an. es ist dein leben und du wirst ja wohl selber am besten wissen, wie es gelaufen ist bzw. läuft. aber ich lasse mir auch meine meinung nicht nehmen, dass es bei sehr vielen einfach ums berufssuderantentum geht, ist ja in österreich nicht wenig ausgeprägt.
ich meinte nicht, dass Du über mich urteilst, sondern dass ich den Eindruck habe, dass Du über viele Menschen, die keine Chance im Berufsleben sehen, urteilst. Über Menschen, die Du nicht persönlich kennst (mich kennst Du zumindest virtuell ein bisschen) - und da denke ich: solange man nicht mit diesen Menschen geredet hat, weiss man nicht, was sie wirklich bewegt, warum sie nicht von diesen Jobs wegkommen, die ihnen nicht gut tun.

Ich kann nur für die Jobs reden, in denen ich selbst gearbeitet habe - und da kann ich sagen: es gibt einige Arbeitsstellen, die wirklich jede Kraft aus den Arbeitnehmern herauspressen, so dass für ein Privatleben kaum noch Luft zum Atmen bleibt. An Fortbildung o.ä. ist da wirklich nicht mehr zu denken.
 
kann schon sein, dass ich das tue. aber tut man das nicht sowieso, sobald man eine meinung zu etwas äussert? dann beurteile ich ja etwas.
mir ist durchaus bewußt, wie bereits geschrieben, dass es miese jobs gibt, ausbeutenden chefs und ich das alles von meiner warte aus sehe (logo, ich bin ja nur ich).
und wenn ich so durch meinen arbeits- und lebensalltag gehe, erleb ich natürlich, wie jeder andere auch, andere leute bei ihrer arbeit.
und wenn ich jetzt den postbeamten seit jahren muffig und grantig hinter dem schalter steheh sehe, dann denk ich mir halt (und urteile natürlich über jemanden, von dem ich nichts weiß), mensch junge, lach halt mal, es würde uns dann allen besser gehen. so kriegt nur jeder einen grant, der dort wartet, bis du dich endlich herabläßt, einen brief entgegenzunehmen und manche beschweren sich, und der postbeamte wird noch grantiger.

vielleicht hat er aber auch kreuzweh und weiß nicht, wie er den tag überstehen kann? vielleicht hat er eine kranke frau zuhause oder probleme mitm sohn. vielelicht ist der mitarbeiter ein falscher fuffziger und sie können sich nicht leiden.
ich glaube aber nicht, dass ihm alle diese probleme leichter fallen, wenn er einen dauergrant schiebt bei der arbeit. man kann sich mit arbeit auch positiv ablenken und selbstvertrauen tanken.

gut, also wieder ein urteil.
ich kann nicht anders. es ist vielleicht das falsche thema. es geht vielleicht mehr um die lebenseinstellung. und den möglichkeiten, die uns hier gegeben wurden, auch in unserer gesellschaft.
und drum nochmal zurück zu meinem allerersten satz zu diesem thema: ich halte nichts davon, menschen arbeiten erledigen zu lassen, die sie nicht machen wollen. zwangsschneeschaufeln zB. auch wenn das ziemlich meditativ sein kann.
 
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und drum nochmal zurück zu meinem allerersten satz zu diesem thema: ich halte nichts davon, menschen arbeiten erledigen zu lassen, die sie nicht machen wollen. zwangsschneeschaufeln zB. auch wenn das ziemlich meditativ sein kann.

Ok. Zwangsmeditation funzt nicht. Da sind wir uns einig...

Was den griesgrämigen Postbeamten (Verkäuferin oder wer auch immer gerade missgelaunt ist) angeht. Hast Du schon versucht, ihn anzulächeln? Klar, geht auch nicht immer - aber wenn es einem möglich ist und man einen grimmigen Verkäufer anlächelt, dann springt häufig der Funke über. Und das nächste Mal, wenn man den Laden (oder die Postfiliale) betritt, wird man mit einem Lächeln begrüsst. Nicht immer, ist natürlich die freie Entscheidung des Menschen, der da steht, aber funktioniert sehr häufig.
 
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