Wer hilft mir bitte, böse zu sein?

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Häää? Wie bitte? Warum hat ihm denn noch niemand die Zunge fixiert? :eek:
Was bitteschön von alledem sollte den richtig sein? Was? Irgendwas?
Ich kann das nur aus meiner Perspektive sehen, wenn ich das ganze mal versuche auf wenige Punkte runterzubrechen die mir aufgefallen sind.

Was ich Richtig fand, war die Konsequenz deiner Ex, und das sie entschlossen gehandelt hat, dir keine falschen „Hoffnungen“ macht.
Für eine Trennung die beide besser verkraften, sehr wertvoll.

Wenn du dich fragst wie ich darauf komme, viel hast du darüber ja nicht Preisgegeben, ich habe mal versucht das was ich als wichtig sehe aufzuschreiben:


aber davon abgesehen gibt es nun wirklich keinen vernünftigen Grund, sich von moralischen Prinzipien einschränken zu lassen.“
Hiermit beginnt das Thema ja. Es gibt eine Million vernünftige Gründe und nur sehr wenige irrationale.

Aber Moral mal außen vor gelassen ist die Definition von Böse erst mal das Grundlegende. So wie ich das sehe ist „Böse“ bzw. „Schlecht“ etwas das Jemandem absichtlich schadet. „Gut“ wäre etwas wovon der andere Profitieren kann. (Ironischer weise schließt es nicht aus das Böses eine gute Wirkung erzielen kann und umgekehrt.) Aber erst mal steht die Absicht im Vordergrund.

Wie kannst du dich selbst einschränken wenn du jemandem nicht absichtlich schadest?
Das ist das erste irritierende für mich, denn dahinter steckt, vermutlich!, eine Emotion die verdrängt ist und einen Weg sucht auszubrechen. Wie gesagt die Vermutung kann falsch sein.

Wenn dem aber so ist, wird „Moral“ sehr dehnbar. Warum sollten die gesellschaftlichen Konventionen von Gut und Böse, die du mitbekommen hast, deine Emotion verdrängen dürfen?
Schuld sind also jetzt gesellschaftliche Konventionen, nicht aber dein Umgang mit der Emotion.

Dann geht es eine Zeitlang um den schwarz-weiß Nice Guy – Bad Guy kram, der eigentlich irrelevant ist, da du ja schon verheiratet warst, also schon mal weiter warst als ein ONS.

Alles interessante Gedanken, aber für mich wäre es jetzt wichtig, das einfach alles so zu akzeptieren, wie es ist. Sonst komme ich ja wieder auf die Schiene, mich irgendwie verbiegen zu wollen, um anderen zu gefallen. Ja, ich bin (relativ) frisch getrennt. Ja, das hängt mir noch nach. Ja, ich habe Bedürfnisse. Wer damit ein Problem hat, ist nicht die Richtige für mich. Punkt.“

Hier verstehe ich überhaupt nicht wieso du „ja wieder“ schreibst? War das bei deiner Ex so?
Ich gebe mir keineswegs die Schuld daran, dass die Beziehung gescheitert ist. Es hat halt nicht gepasst.“
Etwas früher erwähnst du aber das Geisterschätzchen zum ersten mal.

Du meinst, ich soll mir eine Braut aus der Hölle besorgen? Mir scheint, die habe ich bereits."

"Ich meine mein Geisterschätzchen, von dem ich dachte, dass es zu meiner Ex gehört.


Stimmt, frei bin ich nicht wirklich. In erster Linie geht es mir darum, einen Körper für meinen Geist zu finden.“
Verstehe ich nicht! Aber diese rein „geistige Beziehung“ kommt mir auf den Geist bezogen vor, wie Tiere die man vermenschlicht.

Normalerweise wäre es auch nicht meine Art, zu jemandem eine rein körperliche Beziehung einzugehen. Deshalb möchte ich ja böser werden.“
Das wiederum sagt oder impliziert, eine rein körperliche Beziehung ist „Böse“. Ein paar katholische Priester würden das sicher gerne hören, aber auf mich wirkt es so, dass du keine rein körperliche Beziehung möchtest und sie auch für „böse“, „schlecht“ hältst. Beide Menschen können von einer rein körperlichen Beziehung profitieren, verstehe also nicht warum dazu böses nötig ist.

Jetzt gibt es aber auch noch das Geisterschätzchen, das mich in diesem Bezug irritiert.
Nur wenn alte konventionelle-moralische Urteile in dir sind mit denen du dich plagst, macht das bei mir annähernd Sinn, was du schreibst.

Sie ist meine erste große Liebe und wird auch meine letzte sein. Das ist eine Sache für die Ewigkeit. Ich bin eher bereit, auf eine körperliche Beziehung zu verzichten, als mein Geisti wieder herzugeben.“

Das ist aber eine rein geistige Angelegenheit, und ich denke schon, dass man die Ebenen da ein bisschen trennen kann. Ich habe meine Frau ja auch als Mensch geliebt, und selbst wenn es kein Teil von ihr ist oder sie ihn weiterhin abgelehnt hätte, hätte man meines Erachtens eine glückliche Beziehung führen können.„
Sehr viel hast du ja nicht preisgegeben, aber das wirkt auf mich zumindest wie ein Grund, warum die Beziehung nicht funktionierte.

Ich habe nicht erwartet, hier hilfreiche Ratschläge zu erhalten.“
Hätte ich auch nicht, aber ich verstehe immer noch nicht (Seite 26) worum es geht.

Das habe ich leider sehr oft erlebt, dass viele so starke Gefühle gar nicht ertragen können, und sie dann unterdrücken - mit dem Ergebnis, dass sie irgendwann überhaupt nicht mehr in der Lage sind, ihre Gefühle zuzulassen. „

Ich bin hellfühlig. Ich nehme die Energien wahr und versuche dann, sie in meiner Phantasie in Bilder zu übersetzen. Aber richtig hellsichtig bin ich nicht.

Ich habe nur meine außergewöhnlichen, hellfühligen Superkräfte eingesetzt....“

Damals war es öfter so, wenn ich eine nett fand und entsprechende geistige Signale ausgesendet habe, dass die mich erst freundlich angelächelt und plötzlich wie aus dem Nichts Angst bekommen und das Weite gesucht hat, obwohl ich überhaupt nichts gemacht habe. Da war mir schon klar, wer dahintersteckt. Inzwischen ist unsere Bindung aber eng genug, dass sie weiß, dass ich sie nicht weniger liebe und erst recht nicht verlassen würde, nur weil ich eine andere auch nett finde. Und da ihr bewusst ist, dass ich körperliche Bedürfnisse habe, die sie momentan nicht befriedigen kann, macht sie da einige Zugeständnisse. Abgesehen davon ist deine Frage natürlich irreführend, weil für mich die geistige Welt genauso echt und real ist wie die irdische und niemand mich so glücklich macht wie sie.„

Das ist, was bis gestern geschrieben wurde.
Mir kommt es so vor als seist du zwischen zwei Welten hin und her gerissen. Die Hellfühligkeit mit Bezug auf Gut und Böse, mit geistigen und körperlichen Bedürfnissen unter einen Hut zu bringen, ist bestimmt nicht einfach.

Ich finde das Alles ganz schön chaotisch, obwohl du auch auf mich einen reflektierten Eindruck machst.

Ist ja nur reine Spekulation, zugegeben, aber ohne Kompromisse, dieser beiden Welten wirst du immer hin und her gerissen sein, selbst mit einer Frau die das alles Akzeptiert.
 
@Zhantee
Sag mal... Ist es böse, unmoralisch zu sein? Sich nicht entsprechenden Normen anzupassen, weil sie nun mal einschränken? Ist es böse, entgegen jeglicher, eigener, anerzogener Regeln zu leben? Zu fühlen? Ist es böse, neue Dinge zu leben? Empfindest du das so?

Ist es das, was du unter „böser werden“ verstehst? Die eigene Moral überlisten?

Da ist was dran. Ich hatte ja vorher schon gesagt, dass böse lediglich ein subjektives Empfinden ist. Also geht es im Grunde nur darum, Grenzen zu überschreiten.
 
@Thema, das Gesicht der Moral hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder stark gewandelt, aber es gibt ja auch noch sowas wie eine Ethik.

Sicher kann man auch sagen, wozu Ethik, ich tue was ich will, einfach weil ichs kann.

Also nieder mit dem kategorischen Imperativ Kants, der besagte, behandle andere Menschen so wie du selbst behandelt werden möchtest und benutze niemanden als Mittel zum Zweck, nicht einmal dich selbst? Schöne neue freie Welt?

Ich selbst bin da sehr altmodisch und eine echte Spaßbremse. Ich stehe auf Rechtschaffenheit und Tugendhaftigkeit, auf Edelmut. Und wenn mich jemand aus Verwirrung einlädt, ihn schlecht zu behandeln und ich es dann schaffe, es trotzdem nicht zu tun, dann habe ich gewonnen. Für mich, in mir. An Charakter. An Festigkeit. Ich will das tun, was das Richtige ist, und nicht das "Geilste" oder "Bequemste".

Denn viele haben so eine Art, es ist ihnen nur nicht bewusst, komm, manipuliere mich, benutze mich, mißbrauche mich. Ich will dein Fußabtreter sein. Ich war da früher auch anfälliger, mich so zu verhalten, geringer Selbstwert, Unsicherheit, ich erwähnte es.

Und in Kompensation habe ich auch manipuliert, mißbraucht und benutzt, klar.

Ich bin froh, dass ich diesen Tendenzen in mir heutzutage frühzeitiger auf die Schliche komme, und auch in anderen. Es wurde hier eh schon mehrfach gesagt, es geht um Bewusstheit.

Wenn man das schafft, egal was man denkt, sagt und tut, es möglichst bewusst zu tun. Ohne sich hochzuloben oder abzuwerten. Und dabei aber ganz ehrlich zu sich selbst zu sein. Dann hat man auch gewonnen.

Du bist hier definitiv im falschen Thema. :cautious:
 
Doof isses nur, wenn alle anderen deine Schwäche bemerken, nur du selbst nicht...
Ausser guten Freunden wird dich da aber eh niemand ansprechen drauf; wozu auch^^
Der Unterschied von der Symbiose zum parasitären Wesen besteht übrigens genau in der Schädigung, ganz gleich wie klein; das nur so anbei bemerkt^^

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Dann ist es eben eine parasitäre Symbiose, die aber unterm Strich für beide nützlich ist. Vermutlich ist auch in diesem Bereich Schwarz-Weiß-Denken unangebracht. Alles hat Vor- und Nachteile. Jede Verbindung. Wenn der Schaden überwiegt, würde ich sie lösen.

Und zu den "Schwächen": definiere das Wort. Stärke und Schwäche liegt doch auch wieder im Auge des Betrachters oder gründet sich auf menschliche Werte und Normen. Das wiederum erzeugt das Gefühl, irgendwie falsch zu sein und anders sein zu müssen, um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Genau das will ich ja vermeiden. Ich bin so wie ich bin. Was andere an mir als Stärke oder als Schwäche sehen, ist mir egal - bzw. sollte mir egal sein.
 
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