C
Condemn
Guest
@Elementezauber: Egal bei welchem Thema kollektives Handeln gefragt ist, also dass möglichst viele Einzelne im Alltag Änderungen vornehmen und gewillt sind Nachteile hinzunehmen, wird das nur passieren, wenn....
1) ihnen das Thema überhaupt bewusst wird, sie überhaupt davon erfahren
2) sie verstehen warum Veränderungen nötig/gut sind
3) sie das Gefühl haben das individuelle Veränderung etwas bringt weil sie nicht alleine sind
Das ist ein (eher: DAS) Kernproblem bei allen gesellschaftlichen Problemen die nur durch kollektives Handeln verändert werden könnten. Ein interessantes Paradox ist: Die Bevölkerung, bzw. im Regelfall zumindest ein großer Teil, ist bei vielen Themen eigentlich idealistisch und wünscht Veränderungen. Ein organisiertes Kollektiv wäre sehr mächtig, während Individuen das nicht sind. Das bedeutet, dass wenn sich jemand fragt ob er sein Leben ändern soll oder nicht, er oft zu dem Schluss kommen wird "Ich alleine kann eh nichts ändern", v.a. wenn das mit Nachteilen verbunden ist. Ich vermute, dass das fast jeder kennt.
Und die Fridays for Future-Bewegung hebt das Klimawandel-Thema ins Bewusstsein. Das heißt ja nicht, dass die Demonstranten nicht auch jede/r selbst im eigenen Leben danach handeln oder zumindest besser als der Durchschnitt. Aber gerade dieses Thema ist ja gigantisch groß. Da ist es ja nicht nur so, dass einzelne keinen Unterschied machen können, sondern sogar dass einzelne Länder keinen machen können und daher auch nie würden. Deutschland z.B. würde niemals wirklich große Schritte machen solange das nicht international unterstützt wird - weil das noch sehr lange wirtschaftliche Nachteile bringen würde. Da die USA aus dem Abkommen ausgestiegen sind und man wohl auch von China eher nicht viel erwarten kann, oder von Ländern wie Indien und Russland usw., wird m.A.n. auf politischer Ebene nicht viel mehr als Symbolpolitik passieren und die Fridays for Future Bewegung wird vermutlich irgendwann aufgeben - dann allerdings auch wieder durch andere ersetzt.
Anders gesagt: Das Thema wird nie verschwinden, aber es wird sich auch nichts Entscheidendes verändern bis der Druck größer ist, so dass es tatsächlich globale Entwicklungen, wirklich ernsthafte Bemühungen, von Staaten gibt.
1) ihnen das Thema überhaupt bewusst wird, sie überhaupt davon erfahren
2) sie verstehen warum Veränderungen nötig/gut sind
3) sie das Gefühl haben das individuelle Veränderung etwas bringt weil sie nicht alleine sind
Das ist ein (eher: DAS) Kernproblem bei allen gesellschaftlichen Problemen die nur durch kollektives Handeln verändert werden könnten. Ein interessantes Paradox ist: Die Bevölkerung, bzw. im Regelfall zumindest ein großer Teil, ist bei vielen Themen eigentlich idealistisch und wünscht Veränderungen. Ein organisiertes Kollektiv wäre sehr mächtig, während Individuen das nicht sind. Das bedeutet, dass wenn sich jemand fragt ob er sein Leben ändern soll oder nicht, er oft zu dem Schluss kommen wird "Ich alleine kann eh nichts ändern", v.a. wenn das mit Nachteilen verbunden ist. Ich vermute, dass das fast jeder kennt.
Und die Fridays for Future-Bewegung hebt das Klimawandel-Thema ins Bewusstsein. Das heißt ja nicht, dass die Demonstranten nicht auch jede/r selbst im eigenen Leben danach handeln oder zumindest besser als der Durchschnitt. Aber gerade dieses Thema ist ja gigantisch groß. Da ist es ja nicht nur so, dass einzelne keinen Unterschied machen können, sondern sogar dass einzelne Länder keinen machen können und daher auch nie würden. Deutschland z.B. würde niemals wirklich große Schritte machen solange das nicht international unterstützt wird - weil das noch sehr lange wirtschaftliche Nachteile bringen würde. Da die USA aus dem Abkommen ausgestiegen sind und man wohl auch von China eher nicht viel erwarten kann, oder von Ländern wie Indien und Russland usw., wird m.A.n. auf politischer Ebene nicht viel mehr als Symbolpolitik passieren und die Fridays for Future Bewegung wird vermutlich irgendwann aufgeben - dann allerdings auch wieder durch andere ersetzt.
Anders gesagt: Das Thema wird nie verschwinden, aber es wird sich auch nichts Entscheidendes verändern bis der Druck größer ist, so dass es tatsächlich globale Entwicklungen, wirklich ernsthafte Bemühungen, von Staaten gibt.
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