Was macht er heimlich im Internet? Legung

Ein grauenhafter Glaubenssatz, aber er erfüllt seinen Zweck. Es gibt einen Artikel auf telepolis dazu, hier ein kleiner Auszug:

Die Logik der Esoteriker sieht vor, dass jeder komplett für sein Schicksal verantwortlich ist. Hier wird die Leistungsorientierung und Eigenverantwortung des Kapitalismus geradezu parodistisch überspitzt. Denn Fragen der sozialen Gerechtigkeit stellen sich natürlich nicht, wenn man im vorherigen Leben verkackt hat: Wer zahlt, wird errettet und geheilt.

Deshalb muss auch sehr viel gearbeitet werden: Lichtarbeit, Energiearbeit, Astralarbeit, Kristallarbeit, … das Eso-Heil ist kein Zuckerschlecken. Statt einfach abzuschalten, indem man wandern geht, Musik hört, Freunde trifft oder Sport treibt wird höchst angestrengt an einem selbst rumoptimiert. Darum sieht auch fast niemand auf der Messe glücklich und zufrieden aus. Der Frondienst zollt seinen Tribut.

Quelle: Ich glaub, mein Chakra pfeift

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:thumbup: ....das spricht mir wirklich aus jedem Knopfloch - auch ich habe ab 30 lange auf dieser Welle geritten und festgesessen. Aber - wenn man sich irgendwann mal die Frage stellt - WEM nützt das eigentlich - und sich dann mit dieser Frage mal so umschaut im eigenen Umfeld und besonders in der Welt.....dann stellt man ganz schnell fest - wie einem das echte Leben durch die Finger rinnt - und man vor lauter Selbstarbeit an sich - überhaupt nichts von sich und dem Leben hat. Eigentlich mit Selbstarbeit auch nie fertig wird.

Und dabei nur die Taschen und Konten von Pseudo-Heilern und scheinbar Allwissenden füllt, denen im Laufe der Zeit dann selbst auch äusserlich anzusehen ist - wie beschissen es ihnen selbst damit geht. Von anderen Konsorten mal gar nicht erst zu reden.

Wer immer an sich selbst arbeiten muss - die Vergangenheit bewältigen muss - Karma lösen muss - frühere
Leben erlösen muss - nie im Hier und Jetzt ankommt - mupft natürlich auch bei nix auf - ist immer hoch
und wichtig beschäfigt und ist bequem für Andere - aber ein Graus für sich selbst.

Und das wahre echte Leben geht an einem vorbei.
 
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Wer immer an sich selbst arbeiten muss - die Vergangenheit bewältigen muss - Karma lösen muss - frühere
Leben erlösen muss - nie im Hier und Jetzt ankommt - mupft natürlich auch bei nix auf - ist immer hoch
und wichtig beschäfigt und ist bequem für Andere - aber ein Graus für sich selbst.

Und das wahre echte Leben geht an einem vorbei.

Yup. Genau so ist es.

Aber darauf muss man erst einmal kommen. Es hat ja oft gute Gründe, weshalb das Esoterische so anziehend ist: Ich habe eine chronische Erkrankung, für die ich mich sehr, sehr lange schämte und die ich loswerden wollte. Den erfolgversprehendsten Weg habe ich lange mit diesem Eso-Klimbim umfahren, weil ich im Inneren ganz genau wusste, dass ich mit dem "Königsweg" mein bisheriges Leben in Schutt und Achse lege.

Irgendwann war überdeutlich, dass ich entweder so weitermachen kann oder vor die Hunde gehe und habe mich dann für "Schutt und Asche" entschieden. War ein prima Entscheidung. Die Erkrankung bin ich zwar nicht losgeworden, aber sie beherrscht mich schon lange nicht mehr und ich werde tun, was nötig ist und in meiner Macht steht, damit das so bleibt. Was mir aber ganz sicher nicht geholfen hat, war esoterischer Schnickschnack. Mit einer Ausnahme: Ein Kartenleger aus der Schweiz gab mir sozusagen einen der letzten Anschubser, indem er aus dem Kartenbild heraus sagte, ich müsse den Krankheitsgewinn aufgeben (war ich übrigens erst einmal beleidigt :D ).

Sicher könnte man sagen, dass ich an mir gearbeitet habe. Besser gefällt mir: Ich habe die Weichen so gestellt, dass mein Plan, so gesund wie möglich zu werden, gelingen kann.

Um auf @Marlen1985 zurückzukommen: Sie wird tun, was sie tun kann. Und was wir hier zu lesen bekamen, ist halt genau das, was ihr derzeit möglich ist.
 
Ich lass es bleiben.....egal was ich sage, ich werde total missverstanden.....
Du hast auf eine Weise schon recht, denn manchmal wird die Erkrankung wie ein Schutzschild vor sich hergtragen. Und es gibt Menschen, die beherrschen das vollendet. Den Eindruck habe ich bei Marlen allerdings nicht, denn sie hat ihre Erkrankung zwar erwähnt, aber nicht ausgiebigst ausgewalzt.
 
Ich lass es bleiben.....egal was ich sage, ich werde total missverstanden.....
das stimmt so nicht - das wie du es gesagt hast - macht vom Verstehen her hier auf dem Thread den
den Unterschied in der Reaktion
Ich find's blöd ne Krankheit "vorzuschieben"
und auch die pauschale Verallgemeinerung - ohne dieses Gegenüber @Marlen1985 zu kennen.

Natürlich gibt es Menschen, die ihre Krankheit geradezu geniessen - und sie vorschieben um sich damit vor allem Unangenehmem zu drücken. Aber alle über einen Kamm zu scheren - kam bei mir grad nicht so gut - und von ihrer Krankheit hat auch Marlen in ihrem Thread hier kein einziges Wort erwähnt.

Und mein Unmut - über das an sich arbeiten - war auch nicht an dich persönlich gerichtetet - mit 33 war
ich da wie du auch anders drauf was Esoterik angeht. Es war halt nur ein willkommenes Stichwort
was hier loszuwerden. Galt also nicht dir - sorry- wenn das so angekommen ist :)
 
Ein Kartenleger aus der Schweiz gab mir sozusagen einen der letzten Anschubser, indem er aus dem Kartenbild heraus sagte, ich müsse den Krankheitsgewinn aufgeben (war ich übrigens erst einmal beleidigt :D ).

Sicher könnte man sagen, dass ich an mir gearbeitet habe. B
:thumbup: dieses erstmal so menschlich ehrliche Beleidigtsein kenne ich auch sehr gut. Aber auch die sofort danach mitfolgende Erkenntnis, die mir dann wie ein Geschenk vorkam - vor allem weil ich dann nicht mehr an mir arbeiten musste - die Erkenntnis -das Erkennen wie von selbst ein Wegbereiter war, der eine Tür nach der anderen aufgestossen hat.
Um auf @Marlen1985 zurückzukommen: Sie wird tun, was sie tun kann. Und was wir hier zu lesen bekamen, ist halt genau das, was ihr derzeit möglich ist.
:thumbup: genau :)

Ich war mal vor Jahren in den Anfängen meiner Astrologie auf einem Astrologieseminar im kleinen Kreis.
Da ging es bei einer Frage darum - wie man/Frau denn wohl ihren Mond darstellen würde ....Es kamen
viele spontane Antworten und Darstellungsversuche - aber eine Frau begann sich zu winden und zu stammeln - sie wüsste nicht... usw. Andere wollten ihr beispringen - ihr helfen mit Tipps - die Seminrleiterin schritt aber sofort ein mit den Worten - "Lasst sie - sie macht doch gerade ihren Mond"

Das habe ich in all den Jahren nicht vergessen - auch nicht, dass jeder seine eigene individuelle Art hat
und die für ihn allein auch richtig ist. Auch wenn ein Anderer sie nicht versteht - bleibt sie dennoch richtig
aber immer natürlich auch ausbaufähig - wenn man es möchte.
 
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