Ein grauenhafter Glaubenssatz, aber er erfüllt seinen Zweck. Es gibt einen Artikel auf telepolis dazu, hier ein kleiner Auszug:
Die Logik der Esoteriker sieht vor, dass jeder komplett für sein Schicksal verantwortlich ist. Hier wird die Leistungsorientierung und Eigenverantwortung des Kapitalismus geradezu parodistisch überspitzt. Denn Fragen der sozialen Gerechtigkeit stellen sich natürlich nicht, wenn man im vorherigen Leben verkackt hat: Wer zahlt, wird errettet und geheilt.
Deshalb muss auch sehr viel gearbeitet werden: Lichtarbeit, Energiearbeit, Astralarbeit, Kristallarbeit, … das Eso-Heil ist kein Zuckerschlecken. Statt einfach abzuschalten, indem man wandern geht, Musik hört, Freunde trifft oder Sport treibt wird höchst angestrengt an einem selbst rumoptimiert. Darum sieht auch fast niemand auf der Messe glücklich und zufrieden aus. Der Frondienst zollt seinen Tribut.
Quelle: Ich glaub, mein Chakra pfeift
Und dabei nur die Taschen und Konten von Pseudo-Heilern und scheinbar Allwissenden füllt, denen im Laufe der Zeit dann selbst auch äusserlich anzusehen ist - wie beschissen es ihnen selbst damit geht. Von anderen Konsorten mal gar nicht erst zu reden.
Wer immer an sich selbst arbeiten muss - die Vergangenheit bewältigen muss - Karma lösen muss - frühere
Leben erlösen muss - nie im Hier und Jetzt ankommt - mupft natürlich auch bei nix auf - ist immer hoch
und wichtig beschäfigt und ist bequem für Andere - aber ein Graus für sich selbst.
Und das wahre echte Leben geht an einem vorbei.