Erleuchtung ist ein Konzept unseres Verstandes.
Wie wollen wir mit den begrenzten Mitteln unseres Denkens das Unbegreifbare begreifen? Es ist anrührend zu lesen, welche Kriterien aufgestellt werden was Erleuchtung sei. Das ist als würde ein Blinder festlegen welche Farbtöne für eine Sommerkollektion passen.
Es ist verständlich dass wir ein Wort haben für etwas, das wir uns nur als eine Art Zustand vorstellen können. So wie wir auch ein Wort wie Gott verwenden. Das Wort ist ein Hinweisschild auf etwas für das wir eigentlich keine Worte haben.
Wir können vielleicht darüber sprechen was es NICHT ist.
- Es ist kein Zustand.
- Es ist nichts Vorübergehendes.
- Es ist kein Gefühl.
- Es ist kein Endpunkt an dem der Weg endet. Es ist eher das Erkennen, das es nie einen Weg gab.
- Es ist nichts was erreicht werden kann. Denn solange es jemanden (Subjekt) gibt, der etwas (Objekt) erreichen möchte sind wir noch in der Dualität.
Alle Techniken, Übungen, Meditationen, Philosophien und Rituale sind Methoden des Ego. Sie harmonisieren das Ego, lassen es milder (er)leuchten. Aber sie beenden niemals die Illusion, denn es ist ja die Illusion selbst die diese Übungen macht. Das Ego kann sich nicht selbst überwinden.
Meister Eckhart sagt dazu: Gehe ICH aus, geht Gott ein.
Ich sage: Sei frei von allen Konzepten - auch von dem einer Erleuchtung.
