Was ist Erleuchtung und was Erwachen?

Meister Eckhart sagt dazu: Gehe ICH aus, geht Gott ein.

Ich sage: Sei frei von allen Konzepten - auch von dem einer Erleuchtung. :-)
Nun Erleuchtung ist auch kein Konzept sondern ein Geschenk und es gibt sie. Ich habe dieses Geschenk erhalten. Es ist eine sofortige transformation des Geistes. Und wie verstehst du Meister Eckarts Zitat? Kannst du es interpretieren? Würde mich sehr interessieren,:)
 
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Was ist Erleuchtung und was Erwachen?

erläuchtung ist, wenn man das Knöpfchen drückt und die Glühbirne zu läuchten beginnt.. vorausgesetzt sie brennt grad nicht durch und die Sicherungen sind drinn

und erwachen ist, wenn am morgen früh der Wecker einen aus dem Traum reist und man denkt: Fuck nicht schon so früh
 
Nun Erleuchtung ist auch kein Konzept sondern ein Geschenk und es gibt sie. Ich habe dieses Geschenk erhalten. Es ist eine sofortige transformation des Geistes. Und wie verstehst du Meister Eckarts Zitat? Kannst du es interpretieren? Würde mich sehr interessieren,:)


also wenn du erläuchtet bist, dann ist der Sinn und Zweck, ja die Daseinsberechtigung der Erläuchtung negiert
 
Ich finde das Fettgedruckte etwas mühsam. Aber nachdem du direkt fragst...

Nun Erleuchtung ist auch kein Konzept sondern ein Geschenk und es gibt sie. Ich habe dieses Geschenk erhalten.

Das betonst du ungefragt alle fünf Meter. Ist nicht mein Problem, fällt nur sehr auf. Den Glauben daran möchte und werde ich dir nicht nehmen. Wenn du meinst ein "Geschenk" erhalten hast - schön für dich. Mein Rat: Behalte es (für dich).

wie verstehst du Meister Eckarts Zitat? Kannst du es interpretieren? Würde mich sehr interessieren,:)

"Wenn ich ausgehe, geht Gott ein." - Muss man das noch auslegen? Wenn die Hartherzigkeit des Ich den Platz in meinem Herzen räumt, kann Gnade einströmen. Nicht räumlich - bildlich. Die Gnade ist bereits da und strömt nirgendwo hin - wir sind nichts anderes. Aber solange wir in unserem Bewusstsein die Vorstellung eines Ich aufrechterhalten, das getrennt von etwas anderem existiert, erschaffen wir Täuschung. Wenn wir aufhören Täuschung zu erschaffen sind wir nur noch das was wir schon immer sind.

Wir können nicht zwei Herren dienen. Entweder hat das Ich die Regie oder Gott. Das gibt es in allen Religionen. Im christlichen "Vater unser" ist das die Stelle: denn DEIN ist das Reich. Das ist Demut und Hingabe an das Göttliche.
 
Das Selbstliebe Konzept funktioniert eben nicht wirklich weil man alles andere ausblendet ausser sich selbst. Das göttliche Prinzip ist mehr gegeben wenn man vom Egosein wegkommt und dadurch objektiver wird, dh. man sieht eben nicht nur sich sondern auch anderes. Diese Ich-Selbstverblendung die von einigen gelebt wird ist eine Zeitbombe die tickt. Dieses ich bin das Einzige, wahre, Beste und so weiter blendet aus und man wird ein Muster. Dieses Muster ist nicht mehr gesellschaftsfähig, weil es eben nur noch sich selbst sieht. Erleuchtung in dem Sinne ist eigentlich man sieht was ein Mensch ausmacht, ... . Wer es weiss, wird sich ein Konzept daraus machen und je nach Veranlagung versuchen was positives daraus abzugewinnen. Aber diese ICH-Muster sind eben eigentlich das, was nach einer Erleuchtung bzw. Einsicht nicht mehr so stark vorhanden sein sollte.
Ebenfalls auch Geltungsdrang müsst eigentlich weniger ausgeprägt sein nach so einem spirituellen Erlebnis. Deshalb finde ich es auch übertrieben wenn sich einige nachher als eine Art Übermensch sehen und denken sie wissen alles, dass zeugt eben nicht von Erleuchtung sondern mehr von Verblendung durch sich selber.
lg
Cyrill
 
Das was hier gesagt wurde ist teilweise richtig.

Selbstbewusst sein ist es eigentlich nicht. Nicht allein.
Ich mache dies und das, ich bin ich und versuche den Grad in diese Richtung zu steigern. OK.

Irgendwie ist es aber genau der gegenteilige Weg.
Denn wie der Name schon sagt ist es eine Trennung,
von Licht und Dunkelheit; oder von der Befindlichkeit in einem Traum,
und die Auseinandersetzung nach dem Wachwerden.

Es beginnt im wahrsten Sinn des Wortes, indem ich mich selbst in zwei Teile zerlege.
Dann wenn ich beginne mich mit mir selbst zu „unterhalten“.
Die Voraussetzung damit ich mich auch mit anderen Personen
oder seelischen Elementen auseinander setzen kann.

Betrachten wir dazu heutzutage verwendete Richtlinien des Klerus im Christentum,
dann bekommen wir es damit zu tun, dass der Nazaräner das Licht der Welt ist.
Er hat zwar gesagt, in seinem Leben, dass er andere Seelen in sein Licht aufnehme,
aber wenn er gegangen sein werde, dann komme er selbst zu diesem Licht,
um zu naschen – oder so.
Nun ist es aber so, er hat wahrlich eine „lebenslängliche“ Strafe ausgefasst,
wenn wir ihn heute noch immer als das Licht bezeichnen wollen.

Eine einleuchtende Vorgangsweise.
Sie verspricht Hoffnung aus einem vermeintlichen übergeordneten Bereich,
und was ganz besonders praktisch ist,
dazu ist gar nichts weiter zu tun,
denn das erledigt ohnehin der Zimmerservice.

Das ist der weit verbreitete Denkfehler,
und wir finden ihn nicht nur hier,
sondern auch dort wo es heißt dass Gott groß sei.
Ebenso eine Implizierung der gleichen Denkstruktur in der allgemeinen Gestaltung.

Woher sollten sie es aber auch nehmen?
Plötzlich, so von einem zum anderen Moment.

Stell Dir nur vor, undenkbar, wir müssten uns plötzlich in unserem Alltagleben
jeweils mit der eigenen Seele auseinandersetzen,
als gleichwertige Partnerin,
die aber im gleichen Augenblick ein Teil unseres Selbst ist,
und nun nicht mehr in dem Programm sich befindet,
wo die Kuh gemolken wird,
sondern dort wo die Milch getrunken werden soll.

Siehst Du, das ist ein Schwert!
Na gut, aber ein großes Brotmesser ist es schon.



und ein :weihna1
 
Ich finde das Fettgedruckte etwas mühsam. Aber nachdem du direkt fragst...
Das betonst du ungefragt alle fünf Meter. Ist nicht mein Problem, fällt nur sehr auf. Den Glauben daran möchte und werde ich dir nicht nehmen. Wenn du meinst ein "Geschenk" erhalten hast - schön für dich. Mein Rat: Behalte es (für dich).
Das ist dein Ego das da spricht. Merkst du es nicht? Übe dich in Achtsamkeit.


"Wenn ich ausgehe, geht Gott ein." - Muss man das noch auslegen? Wenn die Hartherzigkeit des Ich den Platz in meinem Herzen räumt, kann Gnade einströmen. Nicht räumlich - bildlich. Die Gnade ist bereits da und strömt nirgendwo hin - wir sind nichts anderes. Aber solange wir in unserem Bewusstsein die Vorstellung eines Ich aufrechterhalten, das getrennt von etwas anderem existiert, erschaffen wir Täuschung. Wenn wir aufhören Täuschung zu erschaffen sind wir nur noch das was wir schon immer sind.

Wir können nicht zwei Herren dienen. Entweder hat das Ich die Regie oder Gott. Das gibt es in allen Religionen. Im christlichen "Vater unser" ist das die Stelle: denn DEIN ist das Reich. Das ist Demut und Hingabe an das Göttliche.

Das ist richtig was du da sagst. Nur warum machst du es nicht? Wenn ich sage ich bekam die Erleuchtung geschenkt warum ist es dir nicht möglich das so stehen zu lassen? Weisst du es?:)
 
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Das Selbstliebe Konzept funktioniert eben nicht wirklich weil man alles andere ausblendet ausser sich selbst. Das göttliche Prinzip ist mehr gegeben wenn man vom Egosein wegkommt und dadurch objektiver wird, dh. man sieht eben nicht nur sich sondern auch anderes. Diese Ich-Selbstverblendung die von einigen gelebt wird ist eine Zeitbombe die tickt. Dieses ich bin das Einzige, wahre, Beste und so weiter blendet aus und man wird ein Muster. Dieses Muster ist nicht mehr gesellschaftsfähig, weil es eben nur noch sich selbst sieht. Erleuchtung in dem Sinne ist eigentlich man sieht was ein Mensch ausmacht, ... . Wer es weiss, wird sich ein Konzept daraus machen und je nach Veranlagung versuchen was positives daraus abzugewinnen. Aber diese ICH-Muster sind eben eigentlich das, was nach einer Erleuchtung bzw. Einsicht nicht mehr so stark vorhanden sein sollte.
Ebenfalls auch Geltungsdrang müsst eigentlich weniger ausgeprägt sein nach so einem spirituellen Erlebnis. Deshalb finde ich es auch übertrieben wenn sich einige nachher als eine Art Übermensch sehen und denken sie wissen alles, dass zeugt eben nicht von Erleuchtung sondern mehr von Verblendung durch sich selber.
lg
Cyrill

Das ist das Ego das da aus dir spricht. Dein Konzept wie etwas ist und zu sein hat.:)
 
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