was ist das Gute?

Faydit: Bei dem Aspekt bin ich mir nicht so sicher wie du. Erstens kann ich das nicht, zweitens frage ich mich, in welcher Relation das zu all dem Leid denn wirklich was bewirkt.

Warum ist, soll Heilung besser, göttlicher sein als Leid? Hat doch beides seinen Sinn und Zweck. Subjektiv gesehen klar, ist es eine Verbesserung. Aber ist das nicht auch eine Art, Gott zu spielen? Eine Art Selbstüberhöhung? Sollen, dürfen wir das denn?


ja warum? frag mal die, die krank sind, die wirklich leiden...
es ist eine sehr zynische Frage, ohne jegliches Mitgefühl.
was nur bedeutet, dass du selbst dir an diesem Punkt das Mitgefühl mit deinem innersten Leid verwehrst, bist noch nicht stark genug es zu ertragen.

Gott spielen oder nicht, keine Ahnung, du hast ja betont du verstehst unter Gott etwas "anderes", also wirst du selbst nur diese Frage beantworten können.

Selbstüberhöhung wäre die Frage, was genau du unter dem Selbst verstehst.
Wer bist du selbst? und dann lässt sich eventuell die Frage beantworten, ob sich durch heilen von Leid eine Überhöhung oder eine Erhöhung oder Erniedrigung oder sonstwas ergäbe.

und ob sollen oder dürfen? gibt es denn etwas, das "wir" sollen und "wir" dürfen?
liegen diese Fragen nicht weit weit hinter jenen, die z.b. die Frage nach dem, was "Gott" ist und was "Liebe" und "Wahrheit" ist, ausmachen?

Was ist der Mensch, hat er einen intrinsischen Auftrag? und wenn ja von wem? und was, wenn er dem nachkommt oder ihm nicht nachkommt? und wie erkennt man so einen Auftrag?

das zieht so viele Fragen nach sich.
 
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ja warum? frag mal die, die krank sind, die wirklich leiden...
es ist eine sehr zynische Frage, ohne jegliches Mitgefühl.
was nur bedeutet, dass du selbst dir an diesem Punkt das Mitgefühl mit deinem innersten Leid verwehrst, bist noch nicht stark genug es zu ertragen.

Wenn die Frage danach zynisch wäre, dann ist es diese Schöpfung aber ebenfalls. In vielerlei Hinsicht. Wenn sie Leid in dem Ausmaß hervorbringt.
Sonst wäre die Frage wohl gar nicht nötig. Ebensowenig wie eine Heilung davon. Also liegt der Zynismus wohl eher ganz woanders.
 
Der Versuch der Selbstfindung ist Leid

Klar... und das Streben nach Gesundheit findet nur statt, wenn man krank ist. Leid motiviert die Suche, das Streben. Das heißt aber nicht, dass man scheitern wird. Und sich ewig auf der Vergangenheit des Scheiterns und Advaita-"Weisheiten" auszuruhen macht es ja nicht besser, stimmts? ;)
 
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Faydit: Wenn die Frage danach zynisch wäre, dann ist es diese Schöpfung aber ebenfalls. In vielerlei Hinsicht. Wenn sie Leid in dem Ausmaß hervorbringt.
Sonst wäre die Frage wohl gar nicht nötig. Ebensowenig wie eine Heilung davon. Also liegt der Zynismus wohl eher ganz woanders.


klar ist diese Schöpfung zynisch. Der Gott dieser Welt ist der Teufel.
und es ist unsere Schöpfung... wir haben es so hervorgebracht... also sind wir, die es so sehen als Leid, als zynisch, die Oberzyniker..., die in der Hölle schmoren.

naja, steht ja auch so in der Offenbarung:
"...draußen sind die Hunde..."

("Hund" ist griechisch "kyon", wovon sich zynisch ableitet)

ist doch logisch. wer eine Schöpfung hervorbringt, die voller Leid ist, ist zynisch und stellt sich selbst außerhalb der Sphäre, in der ewige Glückseligkeit ist.

und wann und wo bringt es jemand hervor? jeden Augenblick, jede Sekunde, erzeugen wir durch unseren Bewußtseinsfokus die Welt, in der wir leben. Deshalb ist dieses Schöpfungprinzip absolut fair. Jeder lebt in exakt der Welt, die er sich kreiert.

Also bitte nicht meckern, sondern besser machen. :zauberer1:)
 
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