Faydit: Durchaus berechtigte Fragen. Allerdings seltsam wenn sie von jemandem kommen der derlei Aussagen oft genug als einseitige und unreife Sicht abtut, die die eigentliche Freude und Schönheit darinnen nicht zu erkennen vermag. Was ich nunmal nicht so ganz kann, zugegeben. Oder anders gesagt, derlei Realitäten als nebensächlich und irrelevant abtut. Zumindest nahm ich das bisher so von dir wahr. Nicht nur einmal. Verwundert mich also etwas, dieser Schwenk deinerseits.
ist nicht so, dass ich das ausblende... im Gegenteil...
also man könnte da schon Angst bekommen, oder am Sinn von allem zweifeln.
doch man könnte es als das hinnehmen was ist, es in Liebe und Demut ertragen.
nicht getrennt zu sein von all dem, was auch hier an Leid ist... das ist so gewaltig, und diese unermeßlich überströmende Liebesflut ist genau die einzige Kraft, die dies alles überhaupt erträglich macht...
die Erdung liegt also im Tragen des Kreuzes...
wenn man so will, könnte man auch diese Szene mit der Heilung des Blinden verstehen. Die Jünger fragen Jesus: "Wieso ist dieser blind? Wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern?"
Das waren die beiden Sinngebungsmodelle, die klassisch anerkannten.
Jemand hat es selbst verbockt, dann ist die Krankheit die Strafe, das ist ihr Sinn.
Oder seine Eltern haben es verbockt, dann ist die Krankheit des Sohnes die Strafe für die Eltern.
Jesus aber gibt einen neuen Sinn: "Weder noch, sondern auf dass Gott verherrlicht werde" - und heilt ihn.
In diesem Sinne ist das Leid, das mir begegnet, etwas Herrliches... es gibt Gelegenheit, die Größe Gottes zu offenbaren, indem es geheilt wird.