Was bedeutet "ärmliches Leben"?

Auf jeden Fall bedeutet ärmliches Leben für mich nicht, es generell romantisch zu verklären als die Lebensform, in der die guten Menschen leben und in der sie auch noch glücklich darüber sind.

So eine paradiesische Verklärung ärmlicher Verhältnisse kann sich nur derjenige leisten, der selbst nicht in ärmlichen Verhältnissen lebt und nur mal hinüber sieht oder es nur vom hören sagen kennt.
 
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Mitteleuropa ist ein fieses Pflaster, vor allem im Winter. Frag mich eh, warum nicht mehr Menschen in den Süden abwandern. Klimatisch gesehen ist Dtl, Ö, Schweiz doch recht lebensfeindlich.
Warum ?- z.B. in etwa 20.30 Jahren werden in den Golfstaaten und in Nordafrika Temperaturen um ca. 50° + herrschen,
also ein Klima, wo selbst ein Kamel nicht überleben kann!
Alles braucht seine Zeit. Ich würde mir wünschen, wenn technische Errungenschaften sowie das einfache minimalistische naturverbundene Leben irgendwann ganz selbstverständlich zusammenlaufen würde.
Das finde ich sehr wünschenswert! Ich bin dabei!
 
Auf jeden Fall bedeutet ärmliches Leben für mich nicht, es generell romantisch zu verklären als die Lebensform, in der die guten Menschen leben und in der sie auch noch glücklich darüber sind.
Meine Mutter erzählt ab und zu von der Nachkriegszeit:
Als die Care Pakete verteilt wurden - die meisten Pakete hatten immer die " Besseren", die die an der Krippe saßen -
reiche Bauern, Gemeindebedienstete usw.......
Eine Freundin von mir hat vor Jahren - als Rumänien in einer schweren Krise war - die Zeit nach Ceausescu -
einen Hilfszug begleitet - da besuchten sie einen reichen Mann in R, der hatte das ganze Haus voll Hilfsgüter zusammen gehamstert!
 
Was sind ärmliche Verhältnisse? (...)
Was impliziert solch eine Aussage? Ist das positiv/negativ zu werten oder wertefrei?

Hi :-)

Das sind interessanten Fragen und ich hab oft drüber nachgedacht, daraus entstanden verschiedene Lebensstile bei mir. Letztlich aber, nach vielen Veränderungen, wurde mir klar, dass ich mich genau dann am wohlsten fühle, wenn ich alles habe, was ich brauche und darüber hinaus noch etwas, was ich geben kann - mehr brauche ich nicht. So fühle ich mich und fühlte mich auch in den "allerärmsten Zeiten" (in denen ich unfreiwillig abspeckte) als ein reicher Mensch.

Von den Worten her:
Ich sehe "reich" und "arm" zunächst nur als Eigenschaftsworte an, die anzeigen, dass "von etwas" entweder viel vorhanden ist oder wenig. Es ist eine Mengenangabe und die Spezifizierung der Bedeutung kommt vom Kontext.
Ist etwas "zuckerarm" oder "fettarm" zubereitet oder eben "fettreich", dann gibt es nur die Menge dessen an, was bezeichnet wird.

Eine subjektive Bewertung in gut oder schlecht kommt hinzu, wenn es eine Beziehung zwischen dem gibt, was bezeichnet wird und dem Menschen, der dasjenige vor sich hat, und es kommt auf den Werterahmen an, in dem der Urteilende steckt. Der Werterahmen wiederum wird zur Hälfte vom Inneren Wesen des Menschen bestimmt und zur anderen Hälfte von den Erfahrungen, mit denen der Mensch aufwuchs. "Geschmack" kann man nicht kaufen, so in etwa. Werte auch nicht.

Ich wuchs teilweise auf bei meiner Oma, die den Krieg erlebt hatte und für die "fettreich" gut war. Dann wurde "fettreich" verteufelt. "Fettes Essen" in Spanien, wo ich lebte, war "rico", reich und lecker in einem Wort. Also gut.

Mit der Formulierung "ärmliche Verhältnisse" in Fernsehproduktionen der Medien westlicher Länder ist meiner Erfahrung nach oft vermutlich gemeint, was für rein finanzielle Verhältnisse vorliegen. Genauso oft aber kenne ich den Ausdruck "ärmliche Verhältnisse" als Bezeichnung für gefühlsarme oder kulturell ärmliche Verhältnisse, damit befindet man sich jedoch auf einem anderen Themengebiet.

Das ist jedoch auch eine subjektive Perspektive und nein, ganz "wertfrei" ist das Ganze nicht, es ist jedoch relativ:
Was ist denn die jeweilige Werteskala, mit der etwas betrachtet wird - exakt dieselbe Situation kann je nach Werteskala als "arm" und als "reich" bezeichnet werden.

Wenn ich "ärmliche Verhältnisse" höre, dann denke ich mehrere solcher Skalen dazu und versetze mich auch in die Situation derjenigen, die das aussagen und die da bezeichnet werden.

Bei solchen Aussagen also, wenn ich genau zuhöre, erfahre ich, welchen Werterahmen die Personen haben, die das sagen.

Schau ich auf mich selbst, sehe ich mich - aus der Perspektive anderer betrachtet - als beides: arm und reich zugleich - für mich ist es "genau richtig". Von dem, wovon ich viel brauche und will, ist viel da, von dem, was ich nicht brauche, ist bald nichts mehr da. Dadurch entsteht ein Gefühl der Freiheit bei mir und auch eine Freiheit von dem, was andere als ihren Rahmen definiert haben. Den kann ich teilen oder nicht. Ist meine Sache und deren Urteil deren Sache.

Kennst Du den Spruch: Man arbeitet in einem Job, den man hasst, um Geld zu verdienen, was man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann?
Da kann ich als Kontrapunkt setzen:
Ich mache das, was ich liebe, denn wenn man das macht, was man liebt, ist man gut darin und macht es gut. Dafür bekomme ich einen Lohn im Außen und Innen und bin unabhängig davon was andere dazu sagen. Es kommen dann Situationen und Menschen zu mir, die das teilen, was ich mache und die Leute, die mit mir nichts zu tun haben, die interessieren sich nicht für mich - und es tut allen gut. Diese Variante steht jedem Menschen offen, keiner muss sich quälen.


Es gibt Menschen, die haben - in den Augen anderer - sehr viel, unermesslich viel - sagen wir mal Geld. Und doch sind dieselben Menschen gleichzeitig in den Augen anderer "arm dran". Es gibt auch solche, die haben Geld und haben darüberhinaus alles, was sie sich wünschen und sind eben nicht "arm dran". Das Gleiche gilt auch für Menschen, die in den Augen anderer "ärmlich" sein mögen, und sich doch reich fühlen.

Worauf also kommt es an?

Was macht denn Reichtum für einen selbst aus, was ist einem selbst "viel wert" und was ist es, was einem selbst nichts bedeutet?

Ich glaube, dass dies die Kernfrage ist, die sich jeder stellen kann, um zu erfahren, womit man sich erfüllt und reich fühlen kann und es dann tatsächlich auch ist.

Als mir vor Jahren mein Geldmangel auf den Nerv ging, setzte ich mich auf die Hinterbeine und lernte was Neues und ackerte. Das brachte mir genau das ein, was ich brauche, und ein kleines bisschen mehr, was ich geben kann. Ich wollte es auch auf diese Weise erreichen, nicht auf eine andere Weise.
Denn mir sind nicht-monetäre Werte und Authentizität wichtiger noch als wirtschaftliche Verhältnisse.
Ein Weg zum Geld, bei dem ich meine nicht-monetären Werte verraten müsste, kommt für mich nicht infrage.
Das ist jedoch, wie so Vieles im Leben, eines jeden Entscheidung.

Gerade heute kam mir wieder ein Lied in den Sinn, das ich mit Schulkameraden früher hörte, ich setze es unten ein. Ich fragte mich neulich, welche Wahl die Menschen, die ich zu Schulzeiten kannte, in den letzten Jahren getroffen haben und erfuhr von einem Menschen aus jener Zeit, dass diese sich - so ganz entgegen ihren inneren Werten -
für einen Werterahmen entschieden hatte, in den sie eigentlich niemals hineinwollte.

Gut oder schlecht? Ich glaube, in Wahrheit ist es niemals so ODER so. Sondern beides.

Hier ist das Lied, Hermann van Veen ...

liebe Grüße
eva
 
Hi :)

Das sind interessanten Fragen und ich hab oft drüber nachgedacht, daraus entstanden verschiedene Lebensstile bei mir. Letztlich aber, nach vielen Veränderungen, wurde mir klar, dass ich mich genau dann am wohlsten fühle, wenn ich alles habe, was ich brauche und darüber hinaus noch etwas, was ich geben kann - mehr brauche ich nicht. So fühle ich mich und fühlte mich auch in den "allerärmsten Zeiten" (in denen ich unfreiwillig abspeckte) als ein reicher Mensch.

Von den Worten her:
Ich sehe "reich" und "arm" zunächst nur als Eigenschaftsworte an, die anzeigen, dass "von etwas" entweder viel vorhanden ist oder wenig. Es ist eine Mengenangabe und die Spezifizierung der Bedeutung kommt vom Kontext.
Ist etwas "zuckerarm" oder "fettarm" zubereitet oder eben "fettreich", dann gibt es nur die Menge dessen an, was bezeichnet wird.

Eine subjektive Bewertung in gut oder schlecht kommt hinzu, wenn es eine Beziehung zwischen dem gibt, was bezeichnet wird und dem Menschen, der dasjenige vor sich hat, und es kommt auf den Werterahmen an, in dem der Urteilende steckt. Der Werterahmen wiederum wird zur Hälfte vom Inneren Wesen des Menschen bestimmt und zur anderen Hälfte von den Erfahrungen, mit denen der Mensch aufwuchs. "Geschmack" kann man nicht kaufen, so in etwa. Werte auch nicht.

Ich wuchs teilweise auf bei meiner Oma, die den Krieg erlebt hatte und für die "fettreich" gut war. Dann wurde "fettreich" verteufelt. "Fettes Essen" in Spanien, wo ich lebte, war "rico", reich und lecker in einem Wort. Also gut.

Mit der Formulierung "ärmliche Verhältnisse" in Fernsehproduktionen der Medien westlicher Länder ist meiner Erfahrung nach oft vermutlich gemeint, was für rein finanzielle Verhältnisse vorliegen. Genauso oft aber kenne ich den Ausdruck "ärmliche Verhältnisse" als Bezeichnung für gefühlsarme oder kulturell ärmliche Verhältnisse, damit befindet man sich jedoch auf einem anderen Themengebiet.

Das ist jedoch auch eine subjektive Perspektive und nein, ganz "wertfrei" ist das Ganze nicht, es ist jedoch relativ:
Was ist denn die jeweilige Werteskala, mit der etwas betrachtet wird - exakt dieselbe Situation kann je nach Werteskala als "arm" und als "reich" bezeichnet werden.

Wenn ich "ärmliche Verhältnisse" höre, dann denke ich mehrere solcher Skalen dazu und versetze mich auch in die Situation derjenigen, die das aussagen und die da bezeichnet werden.

Bei solchen Aussagen also, wenn ich genau zuhöre, erfahre ich, welchen Werterahmen die Personen haben, die das sagen.

Schau ich auf mich selbst, sehe ich mich - aus der Perspektive anderer betrachtet - als beides: arm und reich zugleich - für mich ist es "genau richtig". Von dem, wovon ich viel brauche und will, ist viel da, von dem, was ich nicht brauche, ist bald nichts mehr da. Dadurch entsteht ein Gefühl der Freiheit bei mir und auch eine Freiheit von dem, was andere als ihren Rahmen definiert haben. Den kann ich teilen oder nicht. Ist meine Sache und deren Urteil deren Sache.

Kennst Du den Spruch: Man arbeitet in einem Job, den man hasst, um Geld zu verdienen, was man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann?
Da kann ich als Kontrapunkt setzen:
Ich mache das, was ich liebe, denn wenn man das macht, was man liebt, ist man gut darin und macht es gut. Dafür bekomme ich einen Lohn im Außen und Innen und bin unabhängig davon was andere dazu sagen. Es kommen dann Situationen und Menschen zu mir, die das teilen, was ich mache und die Leute, die mit mir nichts zu tun haben, die interessieren sich nicht für mich - und es tut allen gut. Diese Variante steht jedem Menschen offen, keiner muss sich quälen.


Es gibt Menschen, die haben - in den Augen anderer - sehr viel, unermesslich viel - sagen wir mal Geld. Und doch sind dieselben Menschen gleichzeitig in den Augen anderer "arm dran". Es gibt auch solche, die haben Geld und haben darüberhinaus alles, was sie sich wünschen und sind eben nicht "arm dran". Das Gleiche gilt auch für Menschen, die in den Augen anderer "ärmlich" sein mögen, und sich doch reich fühlen.

Worauf also kommt es an?

Was macht denn Reichtum für einen selbst aus, was ist einem selbst "viel wert" und was ist es, was einem selbst nichts bedeutet?

Ich glaube, dass dies die Kernfrage ist, die sich jeder stellen kann, um zu erfahren, womit man sich erfüllt und reich fühlen kann und es dann tatsächlich auch ist.

Als mir vor Jahren mein Geldmangel auf den Nerv ging, setzte ich mich auf die Hinterbeine und lernte was Neues und ackerte. Das brachte mir genau das ein, was ich brauche, und ein kleines bisschen mehr, was ich geben kann. Ich wollte es auch auf diese Weise erreichen, nicht auf eine andere Weise.
Denn mir sind nicht-monetäre Werte und Authentizität wichtiger noch als wirtschaftliche Verhältnisse.
Ein Weg zum Geld, bei dem ich meine nicht-monetären Werte verraten müsste, kommt für mich nicht infrage.
Das ist jedoch, wie so Vieles im Leben, eines jeden Entscheidung.

Gerade heute kam mir wieder ein Lied in den Sinn, das ich mit Schulkameraden früher hörte, ich setze es unten ein. Ich fragte mich neulich, welche Wahl die Menschen, die ich zu Schulzeiten kannte, in den letzten Jahren getroffen haben und erfuhr von einem Menschen aus jener Zeit, dass diese sich - so ganz entgegen ihren inneren Werten -
für einen Werterahmen entschieden hatte, in den sie eigentlich niemals hineinwollte.

Gut oder schlecht? Ich glaube, in Wahrheit ist es niemals so ODER so. Sondern beides.

Hier ist das Lied, Hermann van Veen ...

liebe Grüße
eva

Danke dir für deinen Beitrag 💐

Als hättest du mal kurz in mein Inneres geschaut, um ziemlich genau das Auszudrücken was in mir so rumschwirrte. 😃
 
Danke dir für deinen Beitrag 💐

Als hättest du mal kurz in mein Inneres geschaut, um ziemlich genau das Auszudrücken was in mir so rumschwirrte. 😃

Hallo Liebes,
bitte sorge Dich nicht, ich habe nicht in Dich geguckt, das wäre doch unhöflich, so etwas zu tun, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
Ich glaube allerdings, dass Du und ich beide, in den letzten Jahren unabhängig voneinander über dieses Thema nachgedacht haben. Jetzt hab ich meine Schlussfolgerungen aufgeschrieben und sehe, dass Du offenbar ähnliche Schlussfolgerungen gezogen hast.

Das bedeutet lediglich, dass wir beide gründlich nachgedacht haben. Und nachgefühlt haben.

Die Fragen: Was bedeutet mir viel in meinem Leben? Was ist mir wichtig? Was ist mir unwichtig?
Diese Fragen stellen sich gerade viele Menschen, hier hast Du schlicht ein Näschen für ein absolutes Trendthema.

Ja, Resonanz eben.
So ist das.

Jetzt mach ich wieder etwas - von dem, was ich liebe.

LG
Eva
 
Ich habe in meiner Kindheit selbst in ärmlichen Verhältnissen gelebt. Nicht nur ich, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Aber wir hatten immer zu essen, haben nie gehungert, obwohl es meistens nicht das gab was man gerne wollte. Wir froren nicht (zumindest nicht in dem einzigen Raum mit Ofen), hatten was zum anziehen (zum Glück konnte meine Mutter aus nicht mehr tragbarer Kleidung etwas neues nähen).

Einmal kam es vor, dass trotz der Sparsamkeit meiner Eltern, die Miete nicht bezahlt werden konnte und mein Vater dafür zwei Wochen im Gefängnis saß. Das weiß ich aber nur aus der Erzählung meiner Mutter als ich älter war. Mit meinen damals drei Jahren konnte meine Mutter den Grund für die zweiwöchige Abwesenheit meines Vaters noch gut vor mir verbergen.

Ärmliche Verhältnisse also ja. Hungern und Obdachlosigkeit jedoch nein. Noch ärmlichere Verhältnisse habe ich also nicht kennengelernt.

Ich weiß aber wie die Menschen aus meinen ärmlichen Verhältnissen waren. Nämlich total unterschiedlich. Humorvoll, verbissen, freundlich, mißgünstig, neidisch, teilend, habgierig, zufrieden, unzufrieden, ehrlich, verlogen.

Da gab es diejenigen, die zufrieden waren, weil sie ihre Grundbedürfnisse decken konnten, die teilten und verschenkten. Und da gab es diejenigen, die unzufrieden waren, stahlen, nie etwas abgaben. Da gab es die liebevollen Eltern und die Eltern, die ihre Kinder schwerst verprügelten.

Die Verklärung armer Menschen, die einen Blick für das Wesentliche haben, während reiche oder wohlhabende Menschen nur Augen für das Materielle haben und dadurch keine Menschlichkeit besitzen, ist meiner Meinung nach ein Wunschdenken.

Was muss damit bezweckt werden? Warum muss wohlhabenden Menschen allgemein ihre Menschlichkeit und ihr Blick für das Wesentliche abgesprochen werden? Warum wird armen Menschen generell der Menschlichkeitsorden verliehen?

Jetzt lebe ich nicht mehr in ärmlichen Verhältnissen. Auch wenn ich bei weitem nicht wohlhabend bin, geht es mir besser als vielen anderen. Ich persönlich habe aber aus den ärmlichen Erfahrungen erlebt, dass man auch mit wenig glücklich sein kann. Das hat dazu geführt, dass ich materielle Dinge zwar mag, aber sie für mich nicht existenziell wichtig sind.

Dieses Wissen entstand aber nicht aus dem ärmlichen Leben, sondern dadurch, wie meine Eltern und der größte Teil meines Umfeldes damit gelebt hatten.

Nicht der Mangel an Geld hat mich positiv geprägt, sondern die Menschen.
 
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Die Verklärung armer Menschen, die einen Blick für das Wesentliche haben, während reiche oder wohlhabende Menschen nur Augen für das Materielle haben und dadurch keine Menschlichkeit besitzen, ist meiner Meinung nach ein Wunschdenken.

Was muss damit bezweckt werden? Warum muss wohlhabenden Menschen allgemein ihre Menschlichkeit und ihr Blick für das Wesentliche abgesprochen werden? Warum wird armen Menschen generell der Menschlichkeitsorden verliehen?
Das frage ich mich auch immer!
Soll den Armen übermittelt werden, dass sie doch sooo gute Menschen sind, die sooo eine gute Gemeinschaft haben -
und die " armen " Reichen müssen mit sooviel schreckliche Sachen und schreckliche zwischenmenschlichen Widrigkeiten kämpfen?
Oder dieser Mythos hat eine tiefe innere Wahrheit?
 
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