Was bedeutet "ärmliches Leben"?

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Was sind ärmliche Verhältnisse? Was bedeutet es, wenn die rede von "ärmeren Ländern" ist?
Was impliziert solch eine Aussage? Ist das positiv/negativ zu werten oder wertefrei?

Wie werden ärmliche Verhältnisse definiert?

Was springt dem einzelnen Leser in den Kopf, wenn er hört "Diese Menschen leben in armen Verhältnissen."?

Ich hör das immer wieder in Länderdokus, wo es doch sehr ländlich, handwerklich und bäuerlich zugeht. Aber auch bei Dokus über asiatische Inseln, wo Menschen hauptsächlich vom Fischfang leben.

Ist das wirklich ärmlich?

Ich denk mir bei Dokus über Montenegro oder Bosnien Herzigowina oder einigen Fischerinseln: "Man, die haben das höchste Leben. Saubere Nahrung, wenig Lärm, Familienanschluss, wenig Stress. Dazu viel frische Luft und körperliche Betätigung."
Das soll arm sein?

Wie seht ihr das?
Schöne Frage, ich war schon mehrfach in Gegenden die "Fisherman's Villages" genannt werden. Findet man auch in Europa. Die Verhältnisse würde ich nicht als arm, sondern eher als einfach bezeichnen. Ich finde diese Orte oft "reicher" als die Touristen Ecken. Reich an Authentizität. Aber das ist für die wenigsten im Urlaub ein Kriterium.

Example

German in China at a street market. "Do you guys do Schnitzel." Old woman says "yes but we use the meat of good old dog." German looks surprised. Then speaks to his cell phone "It is true mom, they really do Schnitzel here, love this place"
 
Was sind ärmliche Verhältnisse? Was bedeutet es, wenn die rede von "ärmeren Ländern" ist?
Was impliziert solch eine Aussage? Ist das positiv/negativ zu werten oder wertefrei?

Wie werden ärmliche Verhältnisse definiert?

Was springt dem einzelnen Leser in den Kopf, wenn er hört "Diese Menschen leben in armen Verhältnissen."?

Ich hör das immer wieder in Länderdokus, wo es doch sehr ländlich, handwerklich und bäuerlich zugeht. Aber auch bei Dokus über asiatische Inseln, wo Menschen hauptsächlich vom Fischfang leben.

Ist das wirklich ärmlich?

Ich denk mir bei Dokus über Montenegro oder Bosnien Herzigowina oder einigen Fischerinseln: "Man, die haben das höchste Leben. Saubere Nahrung, wenig Lärm, Familienanschluss, wenig Stress. Dazu viel frische Luft und körperliche Betätigung."
Das soll arm sein?

Wie seht ihr das?
"Ärmliche Verhältnisse" bedeuten für mich gar nichts, sind leere Worte.
Man kann mit wenig auskommen oder darunter leiden, wenig zu haben. Dann ist man in ersterem Fall ein Lebenskünstler oder in letzterem wirklich arm dran und nicht "ärmlich". So oder so ist man in keinem Fall ärmlich.
Ärmlich kann man sein, meiner eigenen Definition nach, wenn man viel hat, aber glaubt, zu wenig zu haben. Dann ist man nämlich weder wirklich arm noch wirklich reich.
Den Ausdruck "ärmlich" für Bevölkerungsgruppen zu nutzen, denen es wirklich mies geht, halte ich für eine Verharmlosung und zeigt für mich an, dass derjenige, der solche Begriffe verwendet, nicht richtig hinschauen will.

Mit Betonung auf den Unterschied zwischen arm und ärmlich.
 
Man kann mit wenig auskommen oder darunter leiden, wenig zu haben. Dann ist man in ersterem Fall ein Lebenskünstler oder in letzterem wirklich arm dran und nicht "ärmlich". So oder so ist man in keinem Fall ärmlich.
Ich sehe es auch so wie du!
Den Ausdruck "ärmlich" für Bevölkerungsgruppen zu nutzen, denen es wirklich mies geht, halte ich für eine Verharmlosung und zeigt für mich an, dass derjenige, der solche Begriffe verwendet, nicht richtig hinschauen will.
ich glaube, es ist oft gar nicht einmal das " nicht hinschauen wollen", sondern es wird oft von höhere Stelle -
Medien usw.
bewusst der Blick auf diese Bevölkerungsgruppen verstellt.
Letztendlich erfahren wir vom Leid meist von Spendenvereinigungen - wo man auch nicht immer weiß,
wie objektiv und uneigennützig diese sind.......
Wirklich objektive Darstellungen dieser Art werden irgendwo versteckt,
wenn man nicht die Chance hat diese Umstände selbst zu sehen, ist es schwer objektiv zu sein.
 
Was springt dem einzelnen Leser in den Kopf, wenn er hört "Diese Menschen leben in armen Verhältnissen."?
Für mich ist ein wirklich signifikantes Merkmal für " arm",
wenn einem Menschen wegen seiner ethischen, geschlechtsspezifischen und auch Klassenzugehörigkeit die Möglichkeit zur " Selbstverwirklichung" fehlt,
d.h. für mich ganz besonders - er kann nicht die Schulbildung erhalten, welche seinen Anlagen entsprechen.
 
Für mich ist ein wirklich signifikantes Merkmal für " arm",
wenn einem Menschen wegen seiner ethischen, geschlechtsspezifischen und auch Klassenzugehörigkeit die Möglichkeit zur " Selbstverwirklichung" fehlt,
d.h. für mich ganz besonders - er kann nicht die Schulbildung erhalten, welche seinen Anlagen entsprechen.
Das kann sowieso kaum jemand, auch wenn es in dieser Hinsicht keine Probleme gibt.
Grund: ein gesellschaftsweites Bildungssystem, das indoktrinieren und Träume begraben will (und darin auch erfolgreich ist).
 
Aber die Möglichkeit besteht in den Ländern Ö und D.
Mindestens irgendeine Möglichkeit besteht immer, egal wer, egal wo.
Je mehr ich das Leben verstehe, desto weniger verstehe ich es. Wenn einem Menschen Möglichkeiten genommen werden, tun sich neue auf. Die oberflächlichen Bewertungen sind nur Scheinwelten. Nicht der wahre Grund für arme Verhältnisse.
 
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