voodoo

hallo lucia,

danke für die links, hab schon alle durchgelesen, war sehr aufschlußreich!
fürchte auch, daß das in unserem gebiet eher wenig bis gar nicht praktiziert wird.
du sagst, du kennst das von deiner arbeit, was genau machst du da?

lg,
mondsüchtig
 
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hi mondsüchtig,

ich arbeite mit schamanischen techniken.
grade in dem bereich ist besessenheit eine der üblicheren techniken.
allerdings auch dann, wenn ich, z.b. einem verbündeten ein geschenk machen möchte - mal essen gehen, tanzen, etc. - und dafür meinen körper zur verfügung stelle, fällt das unter besessenheit.
wie ich allerdings schrieb - in leichter form - da ich da schon noch anwesend bin und somit alles mitbekomme.
soweit ich weiß, ist ja bei den meisten voodoo-systemen zumeist ein ritt ohne erinnerung des "pferdes" *ggg*
 
Hi Mondsüchtig,

es gibt in diesen voodooistischen Naturreligionen ja unglaublich viele Richtungen, die sogar recht unterschiedlich sein können. Außer den Richtungen in Afrika selbst wie Voudun, Yoruba, Bakongo, Mamile, Dogan, Akan usw., gibt es in Lateinamerika ja Santeria, kreolischer Voodoo, Lukumi, Winti, Macumba, Candomblé, Umbanda usw.

"Bessenenheiten" sind typisch für die Arbeitsweise in allen diesen Naturreligionen. Begriffe wie "Reiten", "Horse" usw. kannste aber getrost in die Kiste der Schwarzmagier stecken. Bessenheit an sich ist ungewollt. Die Medien aber sind über Jahre dafür trainiert mit einem Geist zu inkorporieren. Also, ein besserer Begriff für die gewollte "Bessenheit" ist also Inkorporation oder einfach nur Trance.
Ob man sowas bei Shows erleben kann? Sicher nicht. Bei Rieten für diese Geistwesen sind Trance üblich - aber bei Shows für Touristen in keinster Weise. Hier werden in 99% der Fälle diese "Bessenheiten" nur vorgespielt. Ein Geist wird niemals für Tourismushascherei irgendeinen Dienst/Arbeit verrichten. Außer ne Menge Training braucht man für Trancearbeit auch eine Örtlichkeit, wo der Geist in irgendeiner Weise manifestiert ist. Das bezeichnet man in diesen Naturreligionen als "Fetisch".

so wird z.b. die liebesgöttin ezili oder erzulie oftmals als jungfrau maria dargestellt

Das bezeichnet man als Synkretismus. Dies ist üblich in Lateinamerika, wo sich indianische und auch christliche Elemente stark mit der ursprünglich afrikanischen Religion vermischt haben. Wenn sich 2 Religionen zu einer neuen Richtung vermischen, dann nennt man das Synkretistische Naturreligion. Das ist auch Grundlage für z.B. die Umbanda oder vielen Zweigen der Santeria. Ist dies Synkretisiert und du bist in dieser Schiene initiiert, dann kannst du sowohl zu Jungfrau Maria, als auch zu Ezilie beten. Es ist das Gleiche für das betreffende Geistwesen. Das betreffende Geistwesen füht sich mit beiden Namen gleichermassen angesprochen.
Da könnte man jetzt rein theoretisch jede weitere Mondgöttin noch reinpacken z.B. Isis, Juno, Freya, Hekate usw. Aber obwohl alle diese Geistwesen die gleichen Aspekte vertreten, würde ein Gebet zu Isis z.B. nicht funktionieren, solange Isis nicht mit Ezilie synkretisiert ist - also nicht zu einer Religion zusammengeschmolzen ist.
:confused4 ich geb zu, dass ist seltsam........

@Queerkopf

.....Mißbrauch von Magie und Religion findet man überall. Dafür muß man nicht auf Voodoo mit dem Finger zeigen. Leider ist der Mißbrauch auch immer dort am Größten, wo es den Leuten am Dreckigsten geht. Und das ist nun mal leider in vielen Teilen Afrikas und Lateinamerikas der Fall. Deshalb ist aber niemals eine Religion schlecht.

Liebe Grüße,
Miro
 
hallo

Miro ein super Text.
Auch dein Hinweiß auf meine Ausführung hat seine Berechtigung obwohl ich mich mißverstanden fühle.

cya
 
Die unglaubliche Geschichte von Paolo


Ich habe diese Geschichte nicht erfunden. Es ist die unglaubliche Geschichte von Paolo und ereignete sich irgendwo in Rio de Janeiro, es handelt sich um eine Geschichte, die ich im Internet fand unter: A Pomba Gira de Exu.
pomba.htm-14k Ich habe es aus dem Portugiesischen übersetzt.


Paolo war ein Skeptiker. Für ihn war Religion nichts weiter als ein Irrglaube und er machte keinerlei Anstrengungen dies zu verbergen. Wie aber jeder gute Italiener, redete er gerne viel und schwang glühende Reden, dass er der absolute Besitzer der Wahrheit sei und jede Meinung, die nicht mit seiner übereinstimmte, sofort ignoriert werden müsste.

Eines Abends, in der „Bar do Zequinha“ gerieten Paolo und seine Freunde in eine heiße Diskussion.
Es wäre eigentlich ein Thema für die ganze Nacht gewesen, wenn nicht Marilone, einer seiner Freunde dem Streit ein Ende gemacht hätte und Paolo eine Wette vorschlug:
„Paolo!! Wenn der TUPI Fußballclub nicht in die zweite Division aufsteigt, dann kommst du mit mir in den „Terreiro, das Heilige Haus vom Vater Tumé mit, um dort das Ritual der Umbanda zu erleben!!“ , sprach Marilone mit großem Nachdruck aus..
„Quatsch!! Halt den Mund du Blödmann!! Es ist doch klar, dass der TUPI aufsteigt!! Du Idiot!! Du isst alles auf, was du hier von dir gibst, und die Innereien von dem ekelhaften Huhn dazu, welches sie hier in der schmuddeligen Bar servieren. Ich nehme die Wette an!!“

Die anderen Leute kamen schon erschrocken an den Tisch nachschauen, denn der Italiener war bereits im Gesicht violett vor Zorn angelaufen.

Gesagt getan, der TUPI verlor zwei mal hintereinander zu Hause und einmal außerhalb und kam so an letzter Stelle der Liga. Paolo hatte seine Wette verloren.
„Ja! Ich bin ein Mann der sein Wort einhält. Ich komme mit dir mit“, sprach Paolo ärgerlich zu seinem Freund Manolo.
„Aber du musst mir versprechen, nicht zu lachen oder in irgendeiner Weise das Ritual zu stören. Der Vater Tumé duldet keine Respektlosigkeit in seinem Tempel. Denke bitte daran, dass Terreiro das falsche Wort ist, denn Terreiro ist für Macumba. Aber das Volk bezeichnet es halt so.“
„Ah! Wirklich? Ich verspreche gar nichts! Ich scher mich einen Deut darum ob der Macumbeiro ( in etwa ein Vodoo Priester) Spaß mag oder nicht! Für mich ist der ganze Schießbudenzauber nichts weiter als ein Kasperltheather!!“
„Schießbudenzauber nicht!!!“ Rief Marilone aus.
„Ach, das ist doch alles das Gleiche!! Macumba, Schießbudenzauber, Vodoo, Candomblé, Umbanda, Quimbanda, Quitanda, Uganda...“
So machten sich beide diskutierend auf den Weg zum Heiligen Haus von Vater Tumé.

Wie der Leser nun weiß, existiert ein sehr großer religiöser Synchretismus zwischen den afro-brasilianischen Kulten. Praktiken aus Uganda, der Macumba, des Candomblé und der Quimbanda vermischten sich mit Katholizismus und Spiritismus. Es existiert kein Dogma für den Kultus des Tanzes, der „Gira“ wie es bezeichnet wird. In der Gira drehen sich die Frauen und Männer, angekleidet in weißen Kleidern, in Erwartung, dass ein bestimmter Geist, ein „Orixa“ sie aufsucht und aus ihnen spricht.

Als die beiden Freunde ankamen, war bereits eine größere Menschenmenge vor dem Heiligen Haus versammelt.
Die „Gira“ sollte gerade beginnen...
„Die „Giras“ werden einmal wöchentlich veranstaltet in Ehrung eines bestimmten Geistes.“, erläuterte Marilone seinem ungläubigem Freund den Ablauf des Kultes. „Orixas sind Naturgeister, die im Wind, im Wald im Wasser usw. wohnen.
„Und wie geht’s weiter?“, wollte Paolo wissen.
„Am besten du siehst es selbst mit eigenen Augen...“

In diesem Augenblick begann die Zeremonie mit einem einleitenden Gebet, vor dem Hauptaltar mit dem Bildnis von Jesus Christus, der Heiligen Maria und dem Heiligen Georg.
Was Paolo sehr erstaunte.
Der „Babalorixᔠoder Heilige Vater Tumé und die „Ialorixá, die Heilige Mutter Dona Dodora, beteten und berührten mit ihrer Stirn die Heiligenbilder, so dass Paolo einen Lachanfall bekam.
„Sei still!“ warnte ihn Marilone. „Sonst wird noch ein Orixa auf dich herabsteigen.“
„Quatsch! Das bezweifle ich!“, sagte Paolo, der das alles so wieso als ein riesiges Affentheater empfand.

Dann begannen die Trommeln, die „Atabaques“, und die Medien damit sich auf alle Viere zu stellen und ihren Orixa zu empfngen...
Wenn ein „Caboclo“, ein Indianergeist herunterstieg, so trugen sie Federn und rauchten Zigarre. War es ein „alter Afrikaner“, so trug der Gläubige einen Strohhut, Pfeife und einen Stock. Wenn der Geist aber „Exu“ der höchste aller Geister, oder „Pomba Gira“ seine weibliche Form davon ist, so wäre das Gewand schwarz und rot und man brauchte eine Flasche Zuckerrohrschnaps...

„Was geschieht, wenn einer dieser Geister herunterkommt?“, frug Paolo seinen Freund laut.
„Pst. Sprich leiser! Dann werden sie befragt. Über Gesundheit, Geld, Liebe und diese ganzen Dinge eben. Meistens wird dann noch geraten, welches Bad mit bestimmten Kräutern man nehmen soll und dem Rat für den Befragen, Gläser mit Wasser gefüllt im Haus aufzustellen.
So wird der Böse Blick und alles Unheilvolle abgehalten“, erklärte ihm sein Freund geduldig.

Während die „Atabaques“ die Trommler, die Festlichkeiten vorantrieben, passierte etwas völlig Unerwartetes: Paolo begann zu erzittern, den Körper zu schaukeln und sich schließlich am Boden zu winden.
„Heilige Madonna! Er rollt zum Heiligen“, sprach eines der Medien, als er Paolo sich am Boden herumrollen sah.
„Paolo!!! Empfängst du gerade einen Heiligen???“, fragte ihn Marilone.
„É Burro!!! É Burro!!!”, rief die gesamte Versammlung.
Burro, bedeutet Esel und bezeichnet wenn jemand von dem hohen Orixageist Exú besessen ist.
„Schlimmer!!! Es ist „Pomba-Gira!!!“, schrie Mariolone.

Das heilige Haus geriet in großen Aufruhr, wo es doch bei der Umbanda üblich war den Geist Exú vom Kultus fernzuhalten. Handelte es sich doch um einen sehr kontroversen Geist, der so stark ist, die Zeremonie in seine Gewalt zu nehmen und den Altar für die Orixageister der weißen Magie verschließt. Wenn die „Pomba-Gira“ erscheint, dann wird die Zeremonie zum Chaos. Es soll hier noch avisiert werden, dass nur ein getaufter Exú in einem Umbanda Haus herunterdarf. Die bösen Geister sind nur bei der Macumba und Quimbanda zu treffen.

Paolo tanzte und schrie wie wild und begann sich die Kleider im Rhythmus der Trommeln vom Leibe zu reißen. Der Heilige Vater Tumé erhob sich und näherte sich Paolo.
„Oh mein Vetter!! Was wünschen Eure Hoheit um von hier zu verschwinden?“, befragte Vater Tumé den Geist und versuchte Paolo, Exú, die „Pomba-Gira“, auszutreiben.
„Verschwinde du, mein Trottel!!! Ich will nicht zurückkehren!!“, schrie jener, der vor kurzem noch Paolo, der Freund von Marilone war.
„Oxalá, du sollst dich ermüden und endlich verschwinden!!“ schrie nun auch Vater Tumé.
„Ich will einen appetitlichen Kreolen!! Einen Kreolen, kräftig und mit einem großen Sack!!! Ich will auch einen schwarzen Ziegenbock und eine Flasche Zuckerrohrschnaps!!!“ Schrie „Pomba-Gira“.
Die Gemeinde war inzwischen verzweifelt. Sie hatten so etwas erwartet. Marilone machte sich Sorgen um seinen Freund Paolo, denn er kannte Vater Tumé, der ihn womöglich noch den Schädel kahl rasieren würde und ihn einsperren täte, um ihm den bösen Exu-Geist auszutreiben.

„Holt den Ziegenbock und den Schnaps! Das kann sich hier nur um einen Zauber eines Macumbeiro ( Schwarzmagier-Priester) handeln“, rief Vater Tumé einem der Novizen zu, währenddessen er einige Arruda –Zweige vom Hauptaltar holte.
„Idiot! Du alter Schwarzer!! Ich kehre nur dann zurück wann ich will!!! Ich bin Exú, der Sohn von „Ogum“ (oberste Gottheit)!!!“
„Halte den Mund du alter Caboclo“, schrie inzwischen auch schon die Heilige Mutter, Dona Dodora.

Während die Gemeinde nun einen Kreis um „Pomba-Gira“ bildeten, die nicht aufhörte zu tanzen, kamen die Trommler inzwischen in rasenden Rhythmus. Vater Tumé hatte auch schon Bange, die Kontrolle über die Situation zu verlieren, denn einige der Medien hatten bereits den schnelleren Rhythmus von dem Geist Exú übernommen und es war ein Aufruhr im Tempel. Die Gesänge, die Trommeln und der Tanz tauchten das Heilige Haus in eine gewaltige, mystische Welle aller Geister von den Orixas.
Vater Tumé bedeutete Marilone, so schnell als möglich zum Seiteneingang zu rennen und das Glas mit dem Weihwasser herbeizubringen. Er wollte es über Paolo, oder besser gesagt, über „Pomba-Gira“ schütten. In dem Augenblick, als die gesamte Gemeinde um Exú tanzte, hielten zwei Novizen „Pomba-Gira“ fest indessen Vater Tumé den Besessenen mit den Arruda-Zweigen reinigte und Marilone ihn mit dem Weihwasser benetzte. „Pomba-Gira“ hielt mitten im Tanz inne und fiel zu Boden. Sah dabei den Ziegenbock und einen Jungen hereinrennen. In der Hand die Schnapsflasche. Grabesstille war eingetreten. Die Trommeln schwiegen und die Tänzer rührten sich nicht mehr. Paolo begann sich langsam aufzurichten, ohne zu verstehen was überhaupt passiert war.
„Was ist das denn für ein Mist?! Was haben diese Unterentwickelten mit mir angestellt?!“, fragte er seinen Freund. Marilone betrachtete ihn, der noch immer ganz ausser Atem war. Nass vor Schweiß und voller Arruda-Blätter am Körper.
„Du bist von Exú besessen gewesen! „Pomba-Gira war in dir!”, rief Marilone.

Paolo hatte gar keine Zeit, dies alles zu verstehen, denn eine Polizeisirene und Rotlicht näherten sich. Eine wilde Rennerei in alle Richtungen begann. Alle im Tempel flohen hinten über die Mauer und verschwanden im nahen Wald. Marilone nahm Paolo am Arm und tat mit ihm das Gleiche, verschwand mit ihm im Busch.
Als die Polizei endlich im Heiligen Haus eintraf, fanden sie nur noch einen schwarzen Ziegenbock der friedlich Arruda-Zweige fraß.
„Wirklich“, meinten die Polizisten. “Da hat einmal wieder ein Nachbar eine religiöse Zeremonie mit einem Streit verwechselt. Heiliger Schwachsinn!“
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Alles liebe Karuna hi hi :kiss3: :banane: :kiss3:
 
ich praktiziere kein Candomblé
befasse mich aber aus schriftstellerischen Gründen damit
und forsche darüber. Ich lebte viele Jahre in Brasilien

Alles liebe Karuna
 
Um die Schwelle der Geheimnisse überschreiten zu können, muss man auf die Illusion verzichten, alle Mysterien ließen sich schon erklären, wenn nur genug Zeit dafür zur Verfügung stünde.

Wer über die Schwelle hinausblicken möchte, muss die Fähigkeit der Imagination wiederentdecken, die man hier bei uns nur noch Kindern und Verrückten zuerkennt.

Palo
 
eine bessenheit in einem voodooritual oder hier in dem beispiel in einer candomble oder einer umbanda zeremonie, kann einerseits wie eine show wirken, andererseits auch sehr real rüberkommen. am besten ist wirklich immer, sich das selbst anzugucken, seine eigene meinung bilden, verschiedene medien ins visier nehmen und vielleicht, wenn es geht, selbst zu einem in trance befindlichen medium zu gehen und es mal auszuprobieren wie das tut.
wie in allem ist es auch hier der glaube, der berge versetzt. und meiner erfahrung nach, können auch diese geister in den medien scheiße verzapfen, genausgut habe ich schon sehr schöne, tiefgreifende veränderungen erlebt.
wie in allen religiösen formen und deren anwendung kommt es drauf an wie weit man sich darauf einlässt, an das glaubt, was einem gesagt wird etc etc.

von den medien, die sich in trance befinden gibt es auch alle schattierungen, auch jedes medium erlebt die trance anders. von einem wow-effekt-viel energie, bis zu einem faden gesicht "na was macht der da, das ist ja gespielt und nur bla bla" gibt es alles mögliche.

Kriss!
 
Hallo

wer mal ein opfer für was schwarzes braucht kann sich bei mir per privat mail melden. ich habe ne ähnliche Klappe wie der typ in der geschichte und stehe dem offener gegenüber. Allerdings bei manchen drogen wird es mir zu heiß. Andersrum dürften das dann auch sehr extreme rituale sein wo ich kneifen würde oder mich lange vorbereiten muß damit ich mich fallen lassen kann. verarscht werden will ich aber nicht und dann nen anderen trank bekommen als an mich glauben läßt Wenn ich das raffe zeige ich dir falls ich das überstehe meine Welt und kann wahrscheinlich deine Vorstellung sprengen. Ob du dann wieder klar kommen kannst bezweifle ich, da einige Drogen überdosen für jahre zulassen obwohl man nur einmal etwas konsumiert hat. Also wenn du mich dauerhaft abschiesen willst lasse es bleiben und suche dir nen anderen den das wird nicht nur für mich gefährlich.

cya

so wie bei dem typ wäre es ein possitives Erlebnis für mich und ihr müßtet nicht das ritual beenden sondern könnt es geniesen. Allerdings den andern wäre es nicht angehm da sie ja mit auf den Film kommen aber wenn ihr viele habt braucht ihr mich ja nicht mehr.
 
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Wenn Medien oder Priester in einer Sitzung oder Ritual eine Trance oder "Besessenheit" erleben, dann kriegen Außenstehende das in der Regel nicht mit. Für trainierte Medien ist das vollkommen unspektakulär, und sie sind dem jeweiligen Geist ja auch absolut vertraut.

Irgendwelche "Wow-Effekte" sind absolute Show. Trotzdem kann es auch vorkommen, dass der Geist wirklich selbst ne Show abzieht. Das ist aber seltener und ein Babalorixá oder Houngan würde die Trance dann sofort von außen beenden. Dann stimmt nämlich was nicht.

Aber Besucher oder Außenstehende werden nicht unterscheiden können, ob eine Trance echt oder gespielt ist. Auch für das Spielen von Trance für irgendwelche öffentlichen Feste sind die Medien einfach viel zu geübt. Und ob eine Trance vorliegt, erkennt ein Priester nur dadurch, dass er auch den Geist sieht.

Die Medien selbst als Besucher anzusprechen, ist nicht besonders effektiv. Ist die Trance echt, wird der Geist in der Regel es nicht gerne sehen, wenn du dich an ihn direkt wendest. Es sei denn, du wirst von einem der Priester dazu aufgefordert. Das, was Medien oder der Geist dir dann erzählen, ist oft etwas wirr, zusammenhangslos. Zum einen, weil das Medium zu den Durchsagen keinen Bezug herstellen kann. Es sollte deshalb immer von einem Houngan, Mamba, Babalorixá, Ialorixá dir auch gedeutet werden. Sonnst hast du schnell einen uninterpretierbaren Senf.

Aber Kriss - deine erfahrungen sind schon richtig. Außer, wie der jeweilige Geist dir natürlich gegenüber steht, spielt es auch eine Rolle, wie das Medium dir gegenüber steht. Auch das Medium selbst darf keine Antipathie gegen dich haben, damit da auch eine Komunikation zustande kommt.

Bei internen Festen ist es dann auch nicht selten, dass eingeladene Besucher selbst auch eine Trance oder tranceähnlichen Zustand erleben. Wie man als Besucher dann eine Trance erlebt ist absolut unterschiedlich. Hängt auch von der eigenen Verfassung ab, und natürlich davon was der Geist damit bezweckt. Aber von so einem leicht beschwingten Säusseln, bis hin zum stundenlangen k.o. ist da alles möglich.

Bei öffentlichen Shows können die Medien dir ohnehin nichts Gescheites sagen, da dieTrance hier ja auch nur simuliert wird. Sind sie trotzdem fit, erzählen sie dir intuitiv etwas, dass man irgendwie auf sich beziehen kann. Aber wirkliche Durchsagen von einem Geist sind das nicht.

Liebe Grüße,
Miro
 
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