So undurchsichtig ist die Anglegenheit mitnichten. Wenn jemand von Gott spricht, meint er in der Regel ein metaphysisches Bewusstsein/Wesen, das die Geschicke der Welt leitet. Die Natur ist hingegen in ihrer Funktion grundsolide beobachtbar und hat damit recht wenig zu tun. Ich würde solche Glaubensinhalte nicht mit realen Begebenheiten in einen Topf werfen oder eine Wortsinnnegierung vornehmen.
... meint er in der Regel ... hm ... und außerhalb derer?
... und "das die Geschicke der Welt leitet" ... somit eine (hoffentlich) logische Entscheidung der anderen folgen läßt ... naja, und in der Natur folgen dynamische Prozesse einander in logischer Folge ...
Und dass die Natur in ihrer Funktion grundsolide beobachtbar ist ... tja, und darum wohl fliegen Hirschkäfer und Hummeln, obwohl sie das lt. Physik nicht können (Gewicht:Kraft:Tragflächengröße etc.) ... und darum vervielfachen Gelsen ihren Flügelschlag locker um das vierfache, wenn man "Beschädigungen simuliert" und ihnen die Flügel stutzt? ... und darum stehen Forellen im fließenden Wasser ohne Flossenschlag und peitschen sich diese ebenso wie Lachse Wasserfälle hoch? ... und wir beobachten dies grundsolide, wissen aber nicht, warum das funktioniert? Und glauben vielfach immer noch, Laborversuche /Zuchtversuche /Prägeversuche ließen sich auf Natur übertragen? Lange gelangen Zuchten der Stieglitze nur schwer, und warum die karminroten Kreuzschnäbelmännchen in Gefangenschaft die grüne Färbung der Weibchen annahmen wußte man ebenfalls lange nicht ...
Wir haben die wahren Geheimnisse der Natur noch nicht mal angekratzt! Viel zwar beobachtet, aber noch viel mehr auch noch nicht begriffen .... Auswirkungen sind Artenverlust, Bienensterben, Korallensterben, Überfischung, ...
Und immerhin haben sich doch die "großen" Religionen über Natur(!)religionen - Muttergottheit(en) - Maskuline Gottheiten entwickelt ... und sollen nichts mit Natur zu tun haben?
Ich habe oft erlebt, dass die geforderte Toleranz viel höher ist, als die von dem sie gefordert wird oder die des Rezipienten. Wieviel Toleranz verlangen beispielsweise Religionen und wie tolerant sind sie selbst? Bei Esoterik ist es im Prinzip nichts anderes.
Ja, das gibt's - die Welt ist ungerecht; und? Gegenseitige Toleranz läßt sich meiner Meinung ebenso wenig aufrechnen wie gegenseitige Freundschaft und gegenseitige Liebe! Wer hier zu rechnen beginnt, ist Kaufmann, nicht Freund, nicht Liebender, nicht Tolerant ...
Nicht nur in dieser Beziehung - japanische Kampfsportarten kommen nicht von ungefähr. Der trainierte Japaner haut dir den Schädel in zwei Stücke, wenn du auch nur ansatzweise an's Beten denkst. Im Buddhismus gibt es keinen Gott.
Japaner sind Menschen wie wir, haben die gleichen Gefühle, zeigen sie aber Fremden gegenüber ungern. Das enge Zusammenleben machte es notwendig, sich "nach innen" zu orientieren, anstandshalber "wegzuhören", diesbezügliche Reflexe zu bändigen, und dies gelang nur durch Aufbringen einer uns ungewohnten Selbstdisziplin.
Und auch trainierte Europäer "hauen Schädel in Stücke" ... aber wenn dies im Bezug auf "Beten" gemeint ist: der Buddhismus ist fremden Religionen gegenüber sehr tolerant! Und auch chinesische, koreanische, indische und afrikanische Kampfsportarten wurden tradiert und sind gefährlich! Sie kamen nur viel seltener in die Kinos ;-)
Die japanische waffenlose Kampftechnik(en) wieder entstand einerseits aus dem Verbot des Waffentragens (u.a. für Mönche), andererseits hat Japan wenig Rohstoff Eisen, der für die Schwertproduktion nur als Eisensand zur Verfügung stand (welches schlechte Ausgangsmaterial wiederum die ausgereifte Schmiedetechnik veredelte zum "Katana", dem bekannten Langschwert der Samurai) ... aber das ist eine andere Geschichte
Herzliche Grüße
cerambyx