Verhandlung?

Meraki

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6. April 2026
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Hallo,

hatte heute folgenden Traum:

Ich bin in einem Gebäude mit sehr hohen Decken. Alles hier ist wie aus Stein gearbeitet. Dunkel und es glänzt leicht.
Hier findet eine Zusammenkunft statt.
Ich trage ein langes Strickkleid in dunkelgrau und muscheligen weißen Saum.
Irgendwie komme ich mir in mir selbst fremd vor, aber wenn ich an mir hinunterschaue sehe ich, dass mein Körper so agiert, wie ich es möchte.
Ich laufe und sehe meine Schritte die ich gehe.

Ich komme nun an ein paar Frauen vorbei,die mir aber alle fremd sind. Sie halten Sektgläser in ihren Händen, sind schicker gekleidet als ich und schön zurecht gemacht. Ich höre sie tuscheln.
Ind en Gängen ist es eher dunkler, aber nicht so dunkel dass man nichts sieht.
Ich folge nun einem Lichtschein, der aus einem offenen Raum kommt. Dort sind viele Menschen zusammen. Sie lachen und reden.
Von halb links kommt mir ein Mann entgegen und zieht mich leicht am Arm. Dann meint er zu mir: "Nein, nicht hier lang. Komm mit ich ziege dir wo du hin musst"

Ich folge ihm. Irgendwie scheinen wir uns zu kennen. Er trägt einen graubraunen Anzug und hat eine Halbglatze.
Er bringt mich in einen weiteren Raum und meint dann: " Ich weiß, dass alles jetzt etwas doof für dich ist, aber mir bleibt nichts anderes übrig um mit reiner Weste dazustehen. Manchmal müssen wir eben Opfer bringen"
Dabei streicht er mir über den rechten Oberarm und meint dabei: " Das habe ich besonders an dir geliebt. Diesen Shammbell (oder so ähnlich)

Dann kommt ein weiterer Mann auf uns zu. Ihn weist er nun an, mich "dahin" zu bringen und ja weit weg von ihm, da er keine schlechte Publicity gebrauchen könnte.
Ohne sich noch einmal umzudrehen geht er dann den Gang zurück den wir gekommen sind.
Der andere Mann bringt mich dann in einen runden kalten Raum in dem es mehrere Türen gibt.
Um mich nicht zu verlaufen bleibe ich bei der Tür durch die wir gekommen sind stehen.
Hier sagt er mir, dass eben manchmal Opfer gebracht werden müssten und dass ich eigentlich davon hätte ausgehen musste, dass es mal soweit kommen würde.

Ich weiß nicht was auf mcih zu kommt und sage zu ihm, dass ich angst habe.
Er kommt einen Schritt auf mich zu und meint: "Das hätte dir eigentlich klar sein müssen, dass das passieren wird. Ich weiß, dass es unfair erscheint, denn wenn er etwas möchte, dann bekommt er es auch. Das ist eben so. Die Mächtigen bekommen was sie wollen und es ist egal ob du wilslt oder nicht. Es spielt keine Rolle. jetzt kannst du ihm dabei helfen, dass seine Weste sauber bleibt."
Den letzten Satz sagt er so, als wäre es etwas erstrebenswertes.

Nach einem Moment des allein seins in dem Raum kommt er dann zurück und gegleitet mich vorbei an 2 weiteren Damen in einen Nebentrakt.
Beim vorbeigehen höre ich, wie eine der Frauen zu mir sagt: Man könnte dich jetzt Köna nennen"
Dann öffnet sich ein Raum in dem nur Männer sitzen.
Es hat etwas von einem Gerichtssaal. Alles ist aus diesem dunkelgrauen Stein. Die Atmosphäre ist düster und kalt.
Links, Rechts und geradeaus befinden sich Stufen auf denen Männer in Roben sitzen. Direkt gegebüber der Tür durch die ich eintrete befindet sich so etwas wie ein Pult, das ebenfalls aus diesem Stein ist. Dahinter steht ein Mann in Robe und Perücke. Als er mich sieht, schaut er kurz auf.

Dann wache ich auf.

Es ging wohl darum dass dieser Anzugträger und ich eine Affäre hatten, die aufflog oder drohte aufzufliegen. Um weiterhin eine saubere Weste zu haben. opferte er mich einfach.
In diesem Gericht saßen nur Männer und ich wusste, dass ich für sie Abschaum war.
Es war erniedrigend und das schlimmste war, dass ich unschuldig war, weil ich dem nicht zugestimmt hatte. Er aber nahm, was er sich nehmen wollte, weil er es konnte. und nun sollte ich dafür und für ihn geradestehen, damit sein Leumund nicht beschmutzt wird.

Meraki
 
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Von halb links kommt mir ein Mann entgegen und zieht mich leicht am Arm. Dann meint er zu mir: "Nein, nicht hier lang. Komm mit ich ziege dir wo du hin musst"

Ich folge ihm.
Es kann viel sein, was im Laufe des Lebens so geschieht, Enttäuschungen, Niederlagen, Demütigungen, Unrecht...

Mit etwas Abstand betrachtet ist dann aber weniger das reale Geschehen das Problem, nein, was einem schwer zu schaffen macht, das ist die eigene Reaktion auf so was. Die ist meist Vergangenheit, man kann kaum noch was ändern daran.
Der reale Umgang mit einer - zum Beispiel – Demütigung, das ist es, was man sich selbst letztlich als grundsätzlich falsches Verhalten vorwerfen muss.

Man hat mitgemacht, man hat sich abweisen, wegschieben lassen, man hat es wortlos hingenommen, hat geschwiegen, hat den Kopf eingezogen und still gelitten. Man hat den/die Übeltäter machen lassen und sie mit seinem Schweigen im Grunde beschützt in ihrem Tun.

Mit etwas Abstand kann man sein eigenes Verhalten dann recht genau erkennen. So schlimm die Demütigung (?) war, schlimmer empfindet die eigene vergangene Reaktion darauf.
Und eben das ist der Inhalt, die Info deines Traumes.

In der Verhandlung, die da wohl kommen soll, bist du die Angeklagte. Niemand sonst. Und nicht andere sitzen zu Gericht sitzt über dich, nein du selbst bist es.

Dein Traum-Ich zeigt dir, dass da was gelaufen ist in deiner Vergangenheit, was sagen wir nicht in Ordnung war. Und du hast es hilf- und wehrlos geschehen lassen. Zumindest sagst du dir das heute so, wenn auch immer noch still und leise. Wäre es eine bewusste Erkenntnis, brauchte es einen solchen Traum nicht.
Die Mächtigen bekommen was sie wollen und es ist egal ob du wilslt oder nicht. Es spielt keine Rolle. jetzt kannst du ihm dabei helfen, dass seine Weste sauber bleibt.
Ich nehme an, seine Weste ist sauber. Und du hast geholfen, dass es so bleibt. Und das liegt dir heute schwer auf dem Gemüt.
Es könnte aber sein, dass vor dieser Erkenntnis eine mentale Hürde liegt, die du nun auch noch nehmen musst.
 
@Meraki
ich habe die Schilderung deines Traumes einmal gelesen.
So schreibe ich aus der Erinnerung und analysiere nicht jedes Detail.
Mir viel auf, du wolltest bei Frauen sein und liessest dich von ihnen fortführen von Männern.
 
Es ging wohl darum dass dieser Anzugträger und ich eine Affäre hatten, die aufflog oder drohte aufzufliegen. Um weiterhin eine saubere Weste zu haben. opferte er mich einfach.
In diesem Gericht saßen nur Männer und ich wusste, dass ich für sie Abschaum war.
Es war erniedrigend und das schlimmste war, dass ich unschuldig war, weil ich dem nicht zugestimmt hatte. Er aber nahm, was er sich nehmen wollte, weil er es konnte. und nun sollte ich dafür und für ihn geradestehen, damit sein Leumund nicht beschmutzt wird.
Dein Traum war sehr klar, ausführlich, mit vielen Detail Beschreibungen von Orten, Personen, Atmosphäre, Gefühlen - fast so als würde man als Leser einen Film mit dir sehen. Und auch so - als würdest du im Detail etwas aus dir herausbringen und auf eine "Bühne" bringen wollen, um es dir noch mal genau anzusehen und neu zu fühlen. Und vllt dadurch auch in Heilung bringen wollen, wofür Träume ja auch mit da sind, etwas Erlebtes zu bewältigen.

Du hast am Ende nach dem aufwachen deinen Traum selbst analysiert.

Es geht wohl um ein unverarbeitetes Gefühl von Ohmacht, etwas und jemandem hilflos und ohnmächtig ausgeliefert gewesen zu sein, wo am Ende nur einer dafür bestraft werden soll - du. Obwohl du von dir wusstest, das du unschuldig warst.

Zu einer Verurteilung ist es aber nicht mehr gekommen. Du bist vorher aufgewacht. Das Ende der Verhandlung und "das Urteil" - hast du aber (noch) nicht erlebt.

Das Gefühl von erlebter Ungerechtigkeit und Ohmacht können einem lange zu schaffen machen und im Magen liegen. Das braucht dann auch oft die eigene Zeit zur Verarbeitung.
 
Mir viel auf, du wolltest bei Frauen sein und liessest dich von ihnen fortführen von Männern.
Nein eigentlich nicht.
Ich wusste dass ich dorthin kommen sollte weil über mich gerichtet werden sollte.
Ich wollte weder dorthin, noch zu Frauen. Die Männer gaben mir den Weg vor.Sie zeigten mir wo ich hin sollte.Sie aber wollten keinesfalls dass mich die anderen Gäste sehen.

Eigentlich war es so, dass sie dort so etwas wie eine Verhandlung abhalten wollten, in der ich zum Sündenbock werde, in dem ich mich schuldig für etwas bekenne das ich von Anfang an nicht selbst in der Hand hatte.
 
Zu einer Verurteilung ist es aber nicht mehr gekommen. Du bist vorher aufgewacht. Das Ende der Verhandlung und "das Urteil" - hast du aber (noch) nicht erlebt.
Die Verurteilung war irgendwie klar und es drehte sich darum, dass ich eben die Schuld auf mich nehme damit ein anderer mit reiner Weste aus der Sache kommt.
 
Die Verurteilung war irgendwie klar und es drehte sich darum, dass ich eben die Schuld auf mich nehme damit ein anderer mit reiner Weste aus der Sache kommt.
Aber Bestandteil deines Traumes war die Verurteilung nicht, du bist ja vorher aufgewacht.

Ist das nicht eher ein Teil deiner nachher folgenden eigenen Traumanalyse - rational mit dem Kopf gedacht und Schlüsse daraus gezogen ?
 
Was dann u.U. auch bedeuten könnte, dass du dazu noch einen Folgetraum haben wirst - wenn es für dich pers. wichtig ist/wäre.
 
Wenn ich es auf mein Leben umlege, dann könnte es damit zusammen hängen, dass es in meinem Leben Menschen gibt, die mich jederzeit für ihre eigenen Ziele opfern würden.
 
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Wenn ich es auf mein Leben umlege, dann könnte es damit zusammen hängen, dass es in meinem Leben Menschen gibt, die mich jederzeit für ihre eigenen Ziele opfern würden.
Hört sich nicht sehr erfreulich an. Aber immerhin ist es für dich klar.

Wenn es nun nicht gerade auf beruflicher Ebene ist, wo man solchen Menschen nicht so leicht entkommen kann - in deinem privaten Umfeld kannst du dann doch davon Gebrauch machen und dich von ihnen trennen. Denn den Anderen ändern kannst du ja nicht..
 
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