Also irgendwie will mir das alles nicht in den Kopf. Warum ist Putzen, also ein Teil der Hausarbeit, sowas Hochwertiges? Es handelt sich darum den eigenen Dreck und den Dreck anderer zu beseitigen. Super. Kochen, ist ja wenigstens noch was sinnliches, was man auch in Gemeinschaftsarbeit abends mit dem Partner "erledigen" kann. Kindererziehung macht viel mehr Spaß, wenn man daneben auch noch eine andere geistige Herausforderung zu bewältigen hat. Arbeit schändet nicht. Hausarbeit sollte nicht der Lebensinhalt einer Frau sein. Wir haben doch die Möglichkeit über den Tellerrand hinwegzuschauen. Warum dann hinter dem Herd vergraben?????? Was bringt Frauen dazu, sich vor Arbeit, die Geld bringt, zu verstecken? Wenn eine Frau gerne putzt, warum dann nicht direkt für andere gegen ein Gehalt? Wenn die Kinder erstmal aus dem Haus sind, sagen wir mit 3 Jahren (meines war früher aus dem Haus, ich gehöre auch zu den Rabenmüttern), bleiben doch mehrere Stunden um sich mit einer außerhäusigen Arbeit zu beschäftigen. Und sei es ehrenamtlich tätig zu sein. Es muß nicht immer um Geld gehen. Meine Mutter hat ihr ganzes Leben lang gearbeitet und ist nun, seitdem sie in Rente ist, bei mehreren Organisationen ehrenamtlich tätig. Das sehe ich nicht, wenn ich die Hausfrauen, die ich kenne, betrachte. Die sind damit beschäftigt, gestreßt Kaffee zu trinken und zwischendurch den Feudel zu schwingen. In meinen Augen gehört auch ein Teil sozialen Engagements zum Leben dazu - und sei es nur, mit Freuden die Kinder der berufstätigen Nachbarin zu hüten!!!!!!!!!!! Wir, eine kleine handvoll berufstätiger Mütter, handhaben dass z.B. so. Wenn die eine einen Termin hat, springt selbstverständlich eine andere als Betreuung ein. Das ist überhaupt kein Ding. Ob ich jetzt 2 oder 5 Kinder zu Hause rumspringen habe, mich bringt das nicht um. Aber ich sehe diese Solidarität nicht mehr. Ich hätte was weiß ich darum gegeben, wenn ich früher - sagen wir mal vor 5 Jahren, als ich mit meiner Selbständigkeit anfing - jemanden gehabt hätte, der mal eben mein Kind für eine Stunde zu sich genommen hätte - im Gegenzug hätte ich das gleiche getan. Aber damals kannte ich fast nur Hausfrauen und die sind m.E. absolut unflexibel. Da gibts keine Solidarität. Hingegen wissen berufstätige Frauen sehr wohl, wie wichtig es ist eine "Co-Mutter" zu haben, die mal eben gucken kann. Immer wohlgemerkt: eine solche Hilfestellung muß auf Gegenseitigkeit beruhen!!!! Dann kann ich auch auf staatliche Hilfe verzichten! Vor allem wachsen die Kinder in einem sozialen Umfeld auf, dass behütet ist und nicht geprägt von Einrichtungen.
July