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Ukraine wählt Schauspielerpräsidenten zum wirklichen Präsidenten

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von PsiSnake, 22. April 2019.

  1. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    5. August 2007
    Beiträge:
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    Ein Geschichtslehrer wird durch Mithilfe der Schüler zum Präsidenten der Ukraine.

    Ein Schauspieler, der einen Präsidenten spielt, wird zum Präsidenten der Ukraine.

    Erstes ist nur der Plot einer Comedyserie, aber zweites ist die Realität jetzt.

    Ich habe schon bei der Trump-Wahl geschrieben, dass viele Leute wohl nicht mehr zwischen Realität und Reality-Show (TV) unterscheiden können. Das hier ist also jetzt die zweite Runde. Ich kann nicht sagen, ob er als Präsident geeignet sein könnte, aber ist doch offensichtlich, dass die Leute glaubten, dass ihn die Rolle im TV dazu qualifiziert diesen Job auch in der Wirklichkeit zu übernehmen. Ein wirkliches Programm brauchte es jedenfalls nicht. Selbst der Parteiname ist identisch in TV und Politik.

    Ist eine Wirklichkeit die solche Geschichten schreibt nun noch real? :clown:
    Oder sind wir nach der Postmoderne nun in der Postrealen angekommen....:confused:

    P.S: Alter Beitrag zu Trump:
    https://www.esoterikforum.at/threads/offener-brief-an-trump.209869/page-2#post-5384584
    Zelensky mag nicht wie Trump sein, aber es ist das selbe absurde Spiel...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2019
  2. Ist doch kein neues Phänomen... Ronald Reagan war ebenfalls Schauspieler und wurde Präsident verstehe das Problem nicht
     
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  3. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Klar, war ein Vorläufer dieser Problematik, und wäre möglicherweise auch nicht Präsident geworden, wenn er nicht den Westernheld verkörpert hätte. Und über seine Kompetenz kann man sowieso auch streiten.

    Aber ein Unterschied war hier schon, dass er zu dem Zeitpunkt als er Präsident wurde, bereits lange in der Politik tätig war. Anders als Trump oder Zelensky. Und beiden gelang es aus meiner Sicht, die vorherige Medien-Rolle zu ihrem Vorteil zu nutzen. Trump machte den Wahlkampf zu einem TV-Casting, wo es darum geht den Gegner aus dem Rennen zu mobben, und bei Zelensky kann man wirklich sagen, dass die Wähler anscheinend nicht mehr unterscheiden können. Wegen was wurde er sonst gewählt, nur wegen seiner Rolle als Präsident, und zwar exakt wegen der Rolle, die er da spielt.

    Natürlich ist mein Beitrag überspitzt, Leute wissen irgendwo noch, dass ein Schauspieler ein Schauspieler ist (dass das nicht echt ist), aber unbewusst wissen sie es anscheinend wirklich nicht mehr, sonst würde das alles nicht passieren.
     
  4. KassandrasRuf

    KassandrasRuf Sehr aktives Mitglied

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    14. Januar 2013
    Beiträge:
    2.428
    Aus meiner Sicht sind solche Wahlentscheidungen eher ein Indiz für den Vertrauensverlust und die Verzweiflung der Menschen ob der Realpolitik (und PolitikerInnen) als dafür, dass sie zwischen Realität und Reality-TV nicht unterscheiden könnten.
    Ähnlich empfinde ich auch bei Trumps Wahlsieg. Die etablierten politischen Systeme mit ihren Vernetzungen und Verstrickungen bwz. die darin gewieft und routiniert agierenden PolitikerInnen haben einen Vertrauensverlust in diese Systeme hervorgerufen, die "Comic-Präsidenten" á la Trump erst möglich machen (was nicht über deren Gefahrenpotential hinwegtäuschen soll).
    Perspektivlose Menschen wollen nicht Mehr vom Selben.
    Wenn ich mir vorstelle, Hillary Clinton wäre Präsidentin geworden...:cautious:
    Ich bedaure z.B., dass Bernie Sanders nicht für die Demokraten kandidieren durfte.
     
    skadya, Lele5, Loop und einer weiteren Person gefällt das.
  5. Elfman

    Elfman Sehr aktives Mitglied

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    Damals waren Western aber auch schon auf ’m absteigenden Beliebtheitsast. Aber Arnold darf ja leider nicht antreten, weil er nicht in Amiland geboren ist. Der hätte sonst garantiert das Rennen gemacht. :cool:


    :weihna1
     
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Du benennst Gründe weshalb Wähler sich von etablierten Parteien und Personen abwenden. Das ist schon richtig.

    Aber wenn es darum geht, wer da jetzt die Alternativen sein sollen, scheint es nun so zu sein, dass Realität und TV nicht mehr wirklich voneinander unterschieden werden. Wird ja kein Zufall sein, dass man ausgerechnet jemanden zum Präsidenten wählt, der zuvor einen Präsidenten gespielt hat (exakt den Typ Präsident, den man sich wünscht). Bei Trump war es so, dass die Reality-Show-Gesetze auf einmal im Wahlkampf galten, wo der beste Kandidat der ist, der die anderen am "besten" heruntermacht, ohne Substanz.
     
  7. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Das ist ungefähr das selbe Spiel, Arnold ist der Held im Film und muss dann wohl auch einer in der Realität sein... Schwarzenegger hätte aber, wie Reagan, zumindest politische Erfahrung als Gouverneur vorweisen können.

    Generell finde ich es absurd einen politischen Anfänger (Quereinsteiger) gleich zum Staatsoberhaupt zu machen. Aber wenn Herr Zelensky das im TV kann, dann ist das ja wohl eine Qualifikation das auch in Wirklichkeit zu tun. :rolleyes:
     
  8. Luca.S

    Luca.S Sehr aktives Mitglied

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    7.187
    Wenn ich denke, wie viele Millionen Bürger in jedem Land alles besser machen würden als die, die da an der Regierung sind, dann kann auch ein Schauspieler als Präsident da oben sitzen. Staatoberhäupter sind, in der Regel, ohnehin nur Repräsentanten des jeweiligen Landes. Die eigentliche politische Arbeit und die entsprechenden Entscheidungen werden von "Profis" gemacht und gefällt.
    Der Präsident muss es dann nur noch dem Volk, in schöne Worte verpackt, verkünden.
    Er allein hat keine Entscheidungsgewalt und einen Stab von Beratern, auf die er sich verlassen muss und dann manchmal verlassen ist.


    Gruß

    Luca
     
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  9. Loop

    Loop Dauntless Banana Mitarbeiter

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    38.440
    In einer Stadt in Alaska war 19 Jahre lang eine Katze Bürgermeister.

    https://derstandard.at/2000061742964/Kleinstadt-in-Alaska-trauert-um-vierbeinigen-Buergermeister


    Es gibt nicht so viele wirklich gute Politiker, von den Fähigkeiten und vom menschlichen her. Dazu haben viele Wähler schon resigniert und denken, es ist eh schon egal.
     
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  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Diese beiden Präsidenten (Trump und Zelensky) sind aber nicht nur Repräsentanten, wie es in Deutschland der Fall ist. Klar, außerhalb einer Diktatur muss sich sowohl Präsident als auch Kanzler (wie in Deutschland), oder wer auch immer die Nummer 1 ist, an von der Verfassung festgesetzte Regeln halten, aber so wie du es erzählst ist es dann doch lange nicht. Natürlich gibt es wiederum Minister, die haben wiederum Mitarbeiter. Alle dürften sich normal von Experten beraten lassen, aber ist bei weitem nicht egal, wen man wählt, da dieser ja nicht nur Entscheidungen trifft und treffen darf, sondern auch seine Leute und Experten in Ämter bringt. Umso inkompetenter und/oder korrupter derjenige ist, umso mehr setzt sich das vermutlich nach unten fort.

    Hier ein Beispiel für die Entscheidungsgewalt, die Trump gerade hat:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_briefcase#Operation

    "The United States has a two-man rule in place at the nuclear launch facilities, and while only the president can order the release of nuclear weapons, the order must be verified by the Secretary of Defense to be an authentic order given by the president (there is a hierarchy of succession in the event that the president is killed in an attack). This verification process deals solely with verifying that the order came from the actual President. The Secretary of Defense has no veto power and must comply with the president's order.[10] Once all the codes have been verified, the military would issue attack orders to the proper units. These orders are given and then re-verified for authenticity. It is argued that the President has almost single authority to initiate a nuclear attack since the Secretary of Defense is required to verify the order, but cannot legally veto it."

    Jetzt können wir spekulieren, ob das Militär dabei mitspielen würde, wenn Trump ohne klaren Grund einen Atomangriff anordnen würde. Aber grundsätzlich haben die Amerikaner einem politisch komplett unerfahrenen narzisstisch auftretenden Playboy den Atomkoffer in die Hand gegeben.

    In Präsidialsystemen (wie USA) ist diese Gefahr natürlich größer als in parlamentarischen Regierungssystemen (wie Deutschland), wo ein Kanzler vom Parlament entmachtet werden kann, wenn er verrückte Entscheidungen treffen will.
     
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