Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

na wenns dir nur um ein Verbot vom Staat geht...die Verläge werden da denk ich ohnehin stark unter Druck gesetzt! in ein Jahren ist die Kinderliteratur, dann vermutlich von diesen Wörtern befreit!

aber warum solange warten? man kann die Verläge ja auffordern, ihre Produkte (für Kinder) von Wörtern die ganz offensichtlich negativ besetzt sind und in einem entsprechenden Kontext verletzend sein können, abzuändern...

Klar kann man, wenn dies nicht unter "Druck" passiert.
Und, wie gesagt, es kommt auf den Kontext an.

Beispielweise: Peter saß neben Lisa auf einem Baumstumpf und sagte: "Mein Vater ist jetzt mit Lorenzo, das das ist großer Mann, ein Neger, zum Fischen nach Ölwöhr gefahren". Aber Peter, "Neger" sagt man heute doch nicht mehr", antwortete Lisa

Hier könnte man das Wort "Neger" jetzt nicht durch "Schwarzer" oder "Farbiger" ersetzen.
 
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Klar kann man, wenn dies nicht unter "Druck" passiert.
Und, wie gesagt, es kommt auf den Kontext an.

Wieso kein "Druck"? wär hätte dabei verloren? das Wort ist viel zu politisch, darüber sind wir uns offenbar einig! also weshalb soll es nicht möglich sein, Bücher per Gesetz zu überarbeiten?

Hier könnte man das Wort "Neger" jetzt nicht durch "Schwarzer" oder "Farbiger" ersetzen.

in diesem Beispiel wird das Wort Neger ja auch nicht in einem neutralen zusammenhang verwendet! in einem Kinderbuch darf ja auch stehen "Judensau sagt man nicht!" es darf aber nicht stehen "Peter sah die Judensau und lachte" oder so...das ist ja klar
 
wenn es der Verlag macht oder besser noch der Autor, falls der noch lebt, fände ich es gut, so es machbar ist.

Aber genau darum begann die Diskussion hier im Thread. Das bei Neuauflagen das N-Wort nicht mehr vorkommt.
Und, dass eben Verlage das von sich aus machen bzw. im Falle der Bücher von Ottfried Preussler da die Familie Preussler von sich aus an den Verlag herangetreten ist wegen der Änderung.
Wurde von mir hier im Thread als Zusatzinfo sogar verlinkt. Aber diese Links sind ja immer so böse.

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Aber genau darum begann die Diskussion hier im Thread. Das bei Neuauflagen das N-Wort nicht mehr vorkommt.
Und, dass eben Verlage das von sich aus machen bzw. im Falle der Bücher von Ottfried Preussler da die Familie Preussler von sich aus an den Verlag herangetreten ist wegen der Änderung.
Wurde von mir hier im Thread als Zusatzinfo sogar verlinkt. Aber diese Links sind ja immer so böse.


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Eben und ich hab kein Problem damit , wenn Änderungen im Positivem vorgenommen werden ! Gut So !
 
Aber genau darum begann die Diskussion hier im Thread. Das bei Neuauflagen das N-Wort nicht mehr vorkommt.
Und, dass eben Verlage das von sich aus machen bzw. im Falle der Bücher von Ottfried Preussler da die Familie Preussler von sich aus an den Verlag herangetreten ist wegen der Änderung.
Wurde von mir hier im Thread als Zusatzinfo sogar verlinkt. Aber diese Links sind ja immer so böse.


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Also, wenn die Autoren das selbst wollen, dann klar. Bei den Verlagen möchte ich es sehr eingeschränkt sehen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/rassismus-in-kinderbuechern-achtung-zensur/7658452.html



Wenn also beispielsweise alte Grimms Märchen "modernisiert" werden würden, wäre das ein Graus. Auch gerade die altdeutschen Wörter gehören dazu.

Würde man diese ersetzen, würde man das Märchen womöglich zerstören.

Eine Beispiel: Die Gebrüder Grimm gingen durch die Lande und sammelten alte mündlich überlieferte Märchen. Aber es gab nicht mehr sehr viele Märchenerzählerinnen, wie noch in alten Zeiten. Als sie eine fanden, die ihnen die Märchen erzählte, schrieben sie mit. Als sie mit einem fertig waren, sagte die Frau (weiß leider den Namen jetzt nicht), sie sollen dies Märchen noch einmal vorlesen. Das wurde gemacht. Daraufhin sagte die Erzählerin, was das sei, es sei nicht das Märchen, was sie vorgelesen hatte.

Es stellte sich dabei heraus, dass es bei den Märchen nicht um das bloß Inhaltliche ging, sondern um den genauen Wortlaut und die genauen Wörter. Was die Brüder dann versuchten, zu berücksichtigen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
P.S. Hier auch ein Link für Dich:
http://evidentist.wordpress.com/2013/01/26/sollen-wir-pippi-verbrennen/


Und ich kann mich erinnern, ich habe ein altes Buch auf einem Bauernhof endeckt. Es ging um Till Ulenspiegel und war in altdeutscher Schrift.

Enorm interessant und da war Ulenspiegel eine politische Person, die nur ab und an einen Streich spielte, letzteres war allerdings die Nebensache. Sehr ernst zu nehmen und ich fand es schade, dass daraus eine solche Veroberflächlichung gemacht wurde und nichts mehr zu finden ist.

Und zu den Grimms Märchen: Ich selbst gehe davon aus, dass es manch Märchen gibt, die tiefere Geheimnisse in sich bergen. Da mag ein Materialist drüber lächeln, aber das ist meine Meinung. Und ich bin der Meinung, sie beschreiben nicht immer nur die physische Welt, sondern auch jene, wo manche Menschen noch hinein sehen können. Deshalb wäre es der Tod dieser wunderbaren Schätze, wenn man sie "modernisieren und überarbeiten" würde!
 
1.
Es geht in diesem Thread nicht um Grimms Märchen (die im übrigen bekanntermaßen von den Brüdern teils selbst umgeschrieben wurden, und mindestens in den letzten 50 Jahren und wahrscheinlich vorher auch schon, auch mehrmals modernisiert wurden in der Sprache. Die findet man mittlerweile in soviel verschiedenen Versionen, dass man sie wohl kaum mehr zählen kann.)

2.
Es geht nicht um Till Eulenspiegel. Von dessen Geschichten man mit ein bisschen Allgemeinwissen weiß, dass er politisch gemeint war, und die - umgeschriebenen! - Kinderversionen wiederum etwas anders sind.

3.
Es geht um das N-Wort, dessen Nutzung hier über Seiten maßlos verteidigt wird.
Im übrigen auch gleich im ersten deiner Postings auf Seite eins auch von dir.

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Zuletzt bearbeitet:
1.
Es geht in diesem Thread nicht um Grimms Märchen (die im übrigen bekanntermaßen von den Brüdern teils selbst umgeschrieben wurden, und mindestens in den letzten 50 Jahren und wahrscheinlich vorher auch schon, auch mehrmals modernisiert wurden in der Sprache. Die findet man mittlerweile in soviel verschiedenen Versionen, dass man sie wohl kaum mehr zählen kann.)

2.
Es geht nicht um Till Eulenspiegel. Von dessen Geschichten man mit ein bisschen Allgemeinwissen weiß, dass er politisch gemeint war, und die - umgeschriebenen! - Kinderversionen wiederum etwas anders sind.

3.
Es geht um das N-Wort, dessen Nutzung hier über Seiten maßlos verteidigt wird.
Im übrigen auch gleich im ersten deiner Postings auf Seite eins auch von dir.

...

Wie kannst Du das immer so verharmlosen?
Liest Du auch mal andere Schriften hierzu? Hast Du den von mir verlinkten Artikel gelesen? Meinst Du das wäre eine bloße Übertreibung, der man kein Gehör schenken dürfe?

Was hälst Du davon?

Ich finde das keine Lapalie, sondern ein schleichendes Fiasko, das hier sehr deutlich artikuliert wird:


Dabei sind diese PC-Kommissare nicht nur borniert, sondern vor allem feige. Denn keiner von ihnen traut sich, tatsächlich zu fordern, was sie alle wirklich wollen: Die Säuberung unseres kulturellen Erbes von allen Zeugnissen des Rassismus, Sexismus, etc. Das Ausmerzen schädlichen Gedankenguts. Das Verbrennen der Bücher, die ein falsches Bewusstsein transportieren. Das ist ihre Fantasie:

....
Aber sie trauen sich nicht, weil „Säuberung“, „Ausmerzen“ und „Bücherverbrennung“ selbst kontaminierte Wörter sind, und weil das umstandslose Verbrennen von Büchern zu tendenziell schlechter Presse führt.
http://evidentist.wordpress.com/2013/01/26/sollen-wir-pippi-verbrennen/
 
P.S. Und was ich von den "Zehn kleinen Negerlein" sagte, das ist meine Meinung, so würde ich es als Vater handhaben. Aber ich würde es nicht verbieten und aus Angst vor weiterer Zensur, die sicher folgen wird, siehe Link, so stehen lassen!
 
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Wenn das Thema für dich so wichtig ist, dann eröffne doch einen eigenen Thread dazu.
Diese ständige Vermischung von Themen bringt doch erst diese diffusen Diskussionen.
 
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