Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

das Wort Mischling beinhaltet den Rassebegriff.
Es gibt aber keine Menschenrassen.

du würdest sicherlich ein Kind, dessen Vater Russe und die Mutter Französin ist, nicht als Mischling bezeichnen.

du würdest sehr wahrscheinlich sagen, die Mutter kommt aus XY und der Vater aus XY.
Ist doch eigentlich ganz einfach.

Unter Tieren ist das zumindest ganz normal, das Wort oder der Begriff "Mischling".
Unter oder bei Menschen sagt man eher "Halb-Russe-Halb-Franzose".
 
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Es gibt aber ja sehr offensichtliche Unterschiede. Das betrifft ja nicht nur Hautfarbe, sondern auch Kopfform, Gesichtsform, Körpergröße, Art der Haare, usw. Das alles sind äußerliche Merkmale, aber die muss man ja nicht wegdiskutieren. Man sieht Menschen diese Unterschiede an.

Jap, das stimmt.

Eigentlich auch wie unter Tieren. Diese unterscheiden sich ja auch, was Fellfarbe, Kopf, Gesicht, Größe usw. angeht.
Und wir sind ja in dem Sinne auch Säuge-Tiere. :o

http://synonyme.woxikon.de/synonyme/rasse.php
 
also meine mischlingspuppe heisst 'bastard' (so wie der gleichnamige film)

darf ich nun in eine schublade?

Bankert = Kind, das ohne Vater zur Welt kommt.

Bastard = Kind, das durch einen fremden Erzeuger zur Welt kommt.

(Das sind doch sinnvolle Unterscheidungen. Nur die abfällige Gedankenjustiz macht daraus negative Begriffe)
 
Wenn dir jemand sagt sie wollen nicht dass du ihnen ein bestimmtes ''Kompliment'' gibst und du sagst es trotzdem, zwingst du dich auf, man kann es nichts anderes nennen, denn die Gefühle und Wünsche der anderen Person sind dir in diesem MOment völlig egal.
Gegen was wehrst du dich ? Kannst du nicht die Wünsche anderer akzeptieren?

Da hast Du recht. Aber da müsste ich das erst einmal so gesagt bekommen, dann würde ich das auch respektieren. Wenn ich es aber nicht weiß? Ich kann mir ansonsten vorstellen, dass es so einige gibt, die das als Kompliment sehen würden, nur deshalb würde ich es sagen, nicht um zu verletzen.

Die Punkte sind doch völlig übertrieben. Oder was würdest Du sagen, wenn Du Dich mit zwei Schwarzen befreundest. Irgendwann würdest Du die Frage stellen, woher die Herkunft ist, wie man es bei jedem weißen ebenfalls erfragt, wenn man einem Dialekt begegnent.

Das zeugt nur erst einmal von Interesse. Und zu sagen, nein, das würde ich nicht, wäre verlogen oder ignorant. Somit könnte man schon einmal fast alle zu Rassisten machen. Und da ist es mir egal, von wem die Seite stammt. Diese Seite haben in erster Linie irgend welche Menschen mit einer eigenen Meinung geschrieben und diese hatten, unabhängig ihrer Hautfarbe, einen Knall, weiter nichts.

Und wenn ich sage Knall, dann ist das, falls es Schwarze geschrieben haben von mir aus eine Beleidigung und rassistisch oder falls es weisse geschrieben nur eine Beleidigung.

Denn wenn man jetzt sagt, diese Seite wurde von Schwarzen geschrieben, DESHALB musst Du es, ungeachtet des Inhalts, akzeptieren, ist offensichtlicher Rassismus!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es gibt aber ja sehr offensichtliche Unterschiede. Das betrifft ja nicht nur Hautfarbe, sondern auch Kopfform, Gesichtsform, Körpergröße, Art der Haare, usw. Das alles sind äußerliche Merkmale, aber die muss man ja nicht wegdiskutieren. Man sieht Menschen diese Unterschiede an. Und bei vielen reicht es nicht, zu sagen: Vater ist Afrikaner, Mutter ist Engländerin. Gerade in den USA sind die Kontinente sehr "durchgemischt". Ich glaube ja sogar, dass das in genetischer Hinsicht ein Vorteil ist.



Weil es dann vermutlich gar nicht sichtbar wäre. Diese ganze Rassismus-Diskussion gründet doch auf oberflächlichen und offensichtlich-sichtbaren Merkmalen wie etwa der Hautfarbe. Und meine Ansicht ist da: Das sollte man nicht wegdiskutieren, man sollte nicht so tun als gäbe es diese Unterschiede nicht. Mein Ansatz ist eher, das man damit mal entspannter umgeht. Dieses krampfhafte wegdiskutieren wollen und Argumentationen wie "Halle Berry schätzt sich als schwarz ein, weil die Gesellschaft in der sie sich befindet, sie als schwarz einschätzt." impliziert ja gerade eine Wertigkeit... als ob die böse Gesellschaft besser wäre wenn sie ihr einredete weiß zu sein oder besser wäre, wenn alle so täten als sei ihre Haut nicht dunkler als bei Weißen. Ich wette dass sie ganz gut damit klar kommt das ihre Haut dunkler ist.

Worauf ich hinaus will ist, dass diese verkrampfte Haltung gegenüber sichtbaren Unterschieden möglicherweise eher Rassismus transportiert und z.B. ein Kind zu der Frage bringen würde, ob damit nicht doch eine Wertigkeit verbunden ist, wenn man offenbar lieber gar nicht über Hautfarbe und Abstammung sprechen sollte, als wenn man einfach mal etwas entspannter damit umgehen würde.


Meine Rede! Es ist eine KRAMPFHAFTE Diskussion, die ich viel rassistischer sehe, als einen NORMALEN Umgang mit einer Andersfarbigkeit.


Scheinheiligkeit hoch zehn!
 
Ja... Man kann es ja möglichst vermeiden. Ich halte mich in der Regel schon an die Konventionen sozusagen. Missverständnisse wird es immer geben, aber man merkt ja meistens schon an der Art der Reaktion inwiefern da jemand tatsächlich unsicher ist wie man etwas meint und vielleicht einfach nachfragt oder wegen mir auch aufklärt, oder ob jemand schon vorsätzlich falsch verstehen will um einen in irgendeine Schublade zu packen. Da kann ich dann schon auch un-nett in einer Diskussion werden oder es ist mir schnuppe... denn bedeutend sind solche Personen für mich zum Glück nicht. Jene die mich kennen und die mir wichtig sind, würden nie auf die Idee kommen ich sei rassistisch, antisemitisch, Frauenfeindlich oder was auch immer.. Aber was die alle wissen ist, das ich ab und zu mal provokativ sein kann und mir sicherlich nicht verbieten lasse über Dinge zu sprechen weils dafür auf einmal keine Worte mehr gibt (siehe "Mischling").

Man muss sich das einmal vorstellen: ..."das es dafür einmal keine Worte mehr gibt", was das heißt, welche Eionschränkung das bedeutet. Dass sich die Sittenwächter darüber nicht aufregen ist mir völlig unbegreiflich. Man entzieht den Menschen einfach Wörter, das ist doch Faschismus im "weißen Kleid", nichts anderes (Bücherverbrennung!).


Zitat von Joey: Aber als Frage formuliert ist es dennoch wichtig und hat argumentativen Wert: Wie willst Du verhindern, dass die Grenze überschritten wird? Und wo ist für Dich die Grenze zwischen harmlos und nicht mehr harrmlos?

Wie bei jedem Wortwechsel mit anderen Personen auch, man wählt einen taktvollen, respektvollen Umgang, aber sicher kein Eierlaufen.
 
schwarze ist auch ungut - das heisst sich farbige

Das dachte ich auch!

Aber wenn ich hiesigen Sittenwächter folge leiste, dann sagen diese, es hieße "Schwarze". Es wurde sogar eine Seite verlinkt, wie Schwarze oder Farbige bezeichnet werden wollen.

Da soll sich noch einer auskennen.


Man könnte auch sagen: "wenn ich zur Welt komme bin ich schwarz, wenn ich aufwachse bin ich schwarz, wenn ich krank bin, bin ich schwarz, wenn ich sterbe bin ich schwarz. Wenn DU zur Welt kommst bist du rosa, wenn du in die Sonne gehst bist du rot, wenn du krank bist bist du grün, wenn du frierst bist du blau, wenn du stirbst bist du weiss. Und DU nennst mich farbig???"
:kiss4:

Hm, was nun?
 
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ich sag ja auch nicht, dass ich mich jenseits dieser sprachlichen Formationen bewegen würde! das meinen hier offenbar einige, dass ich besser sei als die andern, weil ich hier jeden als Rassist beschimpfe! ich bin ja selbst auch einer, die Sache ist eben unhintergehbar, aber ich denke auch aufhebbar und
Über Dich selbst darfst Du alles sagen, was Du möchtest, ich finde es jedoch nicht richtig, Deine Definitionen über Dich selbst auch anderen Menschen unterjubeln zu wollen.

Über mich weiss ich auch eine Menge nicht-so-netter-Eigenschaften, das heisst aber noch lange nicht, dass andere Menschen diese auch haben müssen.

Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die anderen Menschen (egal, welcher Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, äusseren und inneren Merkmalen) einfach nur mit Respekt begegnen, ohne nach diesen oder jenen Merkmalen zu fragen?
Ist das so ausserhalb Deiner Vorstellungskraft?
 
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