Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Warum soll ich mich nach irgendwelcher MEINUNG richten, die anderen diktatorisch etwas vorgibt und versucht sie in eine Zwangsjacke zu stecken?

Cappuchinoschönheit habe ich noch nie gehört. Finde ich aber einen schönen Begriff. Und wenns als Kompliment gedacht ist, warum solls dann rassistisch sein? Wär mir das zu meiner schwarzen Freundin eingefallen, hätte ich´s gesagt. Zu mir sagt Frau auch zuweilen einiges, was nur mein Aussehen betrifft.

Und wie kann das Diktatur oder Rassismus meinerseits sein, wenn ich dafür plädiere, Menschen nicht sprachlich einzuschränken und oberflächlich vorschnell mit dem Wort Rassismus zu stigmatisieren?

Mir geht es um Freiheit, nicht um Knechtschaft in das der Normalbürger hier rein gezogen wird.

Bei deiner Definition von Freiheit darf man ja noch nicht einmal entscheiden ob man etwas als Kompliment empfindet oder nicht. Bloss weil du dich nicht nach der Meinung anderer richten willst, darst du jemanden deine aufzwingen?
 
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Ja... Man kann es ja möglichst vermeiden. Ich halte mich in der Regel schon an die Konventionen sozusagen. Missverständnisse wird es immer geben, aber man merkt ja meistens schon an der Art der Reaktion inwiefern da jemand tatsächlich unsicher ist wie man etwas meint und vielleicht einfach nachfragt oder wegen mir auch aufklärt, oder ob jemand schon vorsätzlich falsch verstehen will um einen in irgendeine Schublade zu packen. Da kann ich dann schon auch un-nett in einer Diskussion werden oder es ist mir schnuppe... denn bedeutend sind solche Personen für mich zum Glück nicht. Jene die mich kennen und die mir wichtig sind, würden nie auf die Idee kommen ich sei rassistisch, antisemitisch, Frauenfeindlich oder was auch immer.. Aber was die alle wissen ist, das ich ab und zu mal provokativ sein kann und mir sicherlich nicht verbieten lasse über Dinge zu sprechen weils dafür auf einmal keine Worte mehr gibt (siehe "Mischling").

Schublade ist doch das Stichwort. Sollen solche political-correctness-Aktionen angeblich nicht verhindern, in Schubladen gesteckt zu werden? Und wie schnell wird man von diesen Sittenwächtern selbst ungerechtfertigterweise in Schubladen gesteckt?

Das stinkt doch alles zum Himmel!
 
Bei deiner Definition von Freiheit darf man ja noch nicht einmal entscheiden ob man etwas als Kompliment empfindet oder nicht. Bloss weil du dich nicht nach der Meinung anderer richten willst, darst du jemanden deine aufzwingen?



Ich zwinge niemand etwas auf, ich wehre mich, das ist ein großer Unterschied!

Das ist mit allem so, was man zu hören bekommt, man muss immer den Unterton beachten! Der entscheidet. Das wurde hier aber schon länger erörtert.

Und ich wiederhole die Frage, weil Du sie ausgespart hast:

Sag selbst, bei diesen genannten Punkten, hätte kein einziger für Dich zutreffen können, wenn Du mit Schwarzen zu tun hast?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich zwinge niemand etwas auf, ich wehre mich, das ist ein großer Unterschied!

Ich wiederhole die Frage, weil Du sie ausgespart hast:

Sag selbst, bei diesen genannten Punkten, hätte kein einziger für Dich zutreffen können, wenn Du mit Schwarzen zu tun hast?

Wenn dir jemand sagt sie wollen nicht dass du ihnen ein bestimmtes ''Kompliment'' gibst und du sagst es trotzdem, zwingst du dich auf, man kann es nichts anderes nennen, denn die Gefühle und Wünsche der anderen Person sind dir in diesem MOment völlig egal.
Gegen was wehrst du dich ? Kannst du nicht die Wünsche anderer akzeptieren?
 
....... weils dafür auf einmal keine Worte mehr gibt (siehe "Mischling").

das Wort Mischling beinhaltet den Rassebegriff.
Es gibt aber keine Menschenrassen.

du würdest sicherlich ein Kind, dessen Vater Russe und die Mutter Französin ist, nicht als Mischling bezeichnen.

du würdest sehr wahrscheinlich sagen, die Mutter kommt aus XY und der Vater aus XY.
Ist doch eigentlich ganz einfach.
 
Und ich wiederhole die Frage, weil Du sie ausgespart hast:

Sag selbst, bei diesen genannten Punkten, hätte kein einziger für Dich zutreffen können, wenn Du mit Schwarzen zu tun hast?

- zu ignorieren, dass unsere Gesellschaft weiße Menschen strukturell und institutionell stark bevorzugt, und dadurch sein weißes Privileg zu leugnen

Ich kann nicht sagen dass ich mein weisses Privileg geleugnet habe, aber da ich in einer Kleindstadt aufgewachsen bin, in der fast gar keine Schwarze wohnten, war ich mir früher nicht bewusst dass Weisse überhaupt ein Privileg haben, weil es nie in meinem Leben beobachten konnte.Das war aber vor 35 Jahren und das Thema wurde auch nicht so offen diskutiert wie heute.
 
Wenn es sich z.B: um Volksmärchen handelt, bei denen es keinen wirklichen
echten Autor gibt, dann kann man sie auch wieder "neu" verfassen, indem man den Sprachgebrauch an die heutige Zeit anpasst.

Aber grundsätzlich pfuscht man nicht in den Werken von Künstlern (inklusive Literatur) herum. Man übermalt auch nicht einfach Teile eines Gemäldes.
Man kann einen Autor kritisieren, aber man verändert nicht einfach mal den Text. Kunst ist auch Ausdruck und ich mag nicht, wenn einem quasi falsche Worte in den Mund gelegt werden. Ist nicht anders als bei falschen oder aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten.

LG PsiSnake
 
Zuletzt bearbeitet:
das Wort Mischling beinhaltet den Rassebegriff.
Es gibt aber keine Menschenrassen.

Es gibt aber ja sehr offensichtliche Unterschiede. Das betrifft ja nicht nur Hautfarbe, sondern auch Kopfform, Gesichtsform, Körpergröße, Art der Haare, usw. Das alles sind äußerliche Merkmale, aber die muss man ja nicht wegdiskutieren. Man sieht Menschen diese Unterschiede an. Und bei vielen reicht es nicht, zu sagen: Vater ist Afrikaner, Mutter ist Engländerin. Gerade in den USA sind die Kontinente sehr "durchgemischt". Ich glaube ja sogar, dass das in genetischer Hinsicht ein Vorteil ist.


du würdest sicherlich ein Kind, dessen Vater Russe und die Mutter Französin ist, nicht als Mischling bezeichnen.
du würdest sehr wahrscheinlich sagen, die Mutter kommt aus XY und der Vater aus XY.
Ist doch eigentlich ganz einfach.
Weil es dann vermutlich gar nicht sichtbar wäre. Diese ganze Rassismus-Diskussion gründet doch auf oberflächlichen und offensichtlich-sichtbaren Merkmalen wie etwa der Hautfarbe. Und meine Ansicht ist da: Das sollte man nicht wegdiskutieren, man sollte nicht so tun als gäbe es diese Unterschiede nicht. Mein Ansatz ist eher, das man damit mal entspannter umgeht. Dieses krampfhafte wegdiskutieren wollen und Argumentationen wie "Halle Berry schätzt sich als schwarz ein, weil die Gesellschaft in der sie sich befindet, sie als schwarz einschätzt." impliziert ja gerade eine Wertigkeit... als ob die böse Gesellschaft besser wäre wenn sie ihr einredete weiß zu sein oder besser wäre, wenn alle so täten als sei ihre Haut nicht dunkler als bei Weißen. Ich wette dass sie ganz gut damit klar kommt das ihre Haut dunkler ist.

Worauf ich hinaus will ist, dass diese verkrampfte Haltung gegenüber sichtbaren Unterschieden möglicherweise eher Rassismus transportiert und z.B. ein Kind zu der Frage bringen würde, ob damit nicht doch eine Wertigkeit verbunden ist, wenn man offenbar lieber gar nicht über Hautfarbe und Abstammung sprechen sollte, als wenn man einfach mal etwas entspannter damit umgehen würde.
 
@Condemn (und Musikuss):

Dieser Spruch scheint Dir zu gefallen, aber ich finde den deutlich zu einseitig. Wer mit anderen Menschen nach der Devise umgeht, das sie ihm zeigen müssen das seine Vorurteile nicht zutreffen, legt sich selbst doch massive Steine in den Weg. Auf die Art stempelt man möglicherweise deutlich zu oft und zu schnell andere als etwas ab das ihnen nicht gerecht wird. Und zwar auf der Basis eigener Konzepte.

Ja, der Spruch gefällt mir - richtig erkannt. Aber nicht, weil ich das Verhalten besonders gut oder richtig finde, sondern, weil ich es verständlich finde und häufig vorfinde. Du hast auch Recht, dass man damit Menschen mitunter vorschnell abstempelt. Die Sache ist die: Das macht JEDER. Ich habe auch schon erlebt, dass ich vorschnell in Schubladen gesteckt wurde, in die ich nicht hineingehöre. Ebenso habe ich erlebt, dass ich Leute vorschnell abgestempelt habe - was mir im Nachhinein klar wurde, oder weil sie sich die Mühe machten, die Unterschiede zu den Schubladen zu erklären.

Wer da jetzt rumheult, dass er fälschlicherweise in eine Schublade gesteckt wurde, hat möglicherweise Recht damit. Er sollte sich dann aber auch bewusst machen, dass er genau das selbe auch laufend tut. Darum sind meiner Ansicht nach nur zwei ehrliche Wege da, damit umzugehen: Entweder man findet sich damit ab (wie Du scheinbar), oder man differenziert sich besser von den Schubladen ab, in die man nicht gesteckt werden will.

Dieser unendlich verkrampfte Umgang ist m.A.n. im Grunde rassistischer als wenn man damit ein bisschen entspannter umgeht. (...)

Ich würde Dir hier absolut zustimmen, wenn ich da nicht ein Problem sehen würde. das ich schon in einer anderen Antwort an Dich formuliert habe: Es gibt meiner Ansicht nach harmlose Klischees, die kein Individuum in ihrem Lebensweg behindern, und es gibt verachtenswerten Rassismus, durch den Menschen gewisser Untergruppen sehr wohl behindert werden, weil ja - meist durch extrem überinterpretierte oder gar schlecht erstellte Untersuchungen ja festgestellt wurde, dass sie dieses und jenes nicht (oder besonders gut) können. Aus dem Medailen-Spiegel kann man eben beispielsweise NICHT ableiten: "Du hast dunkle Hautfarbe... Du musst ja ein toller Läufer sein!" oder: "Du bist Weiß... Du lahme Ente!" Sobald Klischees sich aber so weit ausbreiten, dass sie zu solchen behindernden Schubladen weerden, werden sie sehr schädlich. Das ist in der Vergangenheit passiert, und es passiert noch immer haufenweise.

Von den harmlosen Klischees automatisch auf diesen Rassismus zu schließen ist natürlich erst einmal ein Slippery slope Argument - also argumentativ ungültig. Aber als Frage formuliert ist es dennoch wichtig und hat argumentativen Wert: Wie willst Du verhindern, dass die Grenze überschritten wird? Und wo ist für Dich die Grenze zwischen harmlos und nicht mehr harmlos?

@Sabbah:

ich glaube das kann man so auch nicht sagen (...)

Darum schrieb ich auch "richtiger" - mir war schon klar, dass der von mir korrigierte Satz auch nicht der Weisheit letzter Schluss war.
 
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@Condemn (und Musikuss):



Ja, der Spruch gefällt mir - richtig erkannt. Aber nicht, weil ich das Verhalten besonders gut oder richtig finde, sondern, weil ich es verständlich finde und häufig vorfinde. Du hast auch Recht, dass man damit Menschen mitunter vorschnell abstempelt. Die Sache ist die: Das macht JEDER. Ich habe auch schon erlebt, dass ich vorschnell in Schubladen gesteckt wurde, in die ich nicht hineingehöre. Ebenso habe ich erlebt, dass ich Leute vorschnell abgestempelt habe - was mir im Nachhinein klar wurde, oder weil sie sich die Mühe machten, die Unterschiede zu den Schubladen zu erklären.

Wer da jetzt rumheult, dass er fälschlicherweise in eine Schublade gesteckt wurde, hat möglicherweise Recht damit. Er sollte sich dann aber auch bewusst machen, dass er genau das selbe auch laufend tut. Darum sind meiner Ansicht nach nur zwei ehrliche Wege da, damit umzugehen: Entweder man findet sich damit ab (wie Du scheinbar), oder man differenziert sich besser von den Schubladen ab, in die man nicht gesteckt werden will.
Wir sehen das sehr ähnlich... die Unterschiede sind dann eher "stilistischer Art".

Und nein.. ich würde nicht sagen das ich mich einfach damit abfinde. In der Regel erkläre ich. Aber bei manchen ist es mir tatsächlich zu blöd und ich sage mir: "Denk was Du willst... spielt für mich zum Glück keine Rolle."

Ich würde Dir hier absolut zustimmen, wenn ich da nicht ein Problem sehen würde. das ich schon in einer anderen Antwort an Dich formuliert habe: Es gibt meiner Ansicht nach harmlose Klischees, die kein Individuum in ihrem Lebensweg behindern, und es gibt verachtenswerten Rassismus, durch den Menschen gewisser Untergruppen sehr wohl behindert werden, weil ja - meist durch extrem überinterpretierte oder gar schlecht erstellte Untersuchungen ja festgestellt wurde, dass sie dieses und jenes nicht (oder besonders gut) können. Aus dem Medailen-Spiegel kann man eben beispielsweise NICHT ableiten: "Du hast dunkle Hautfarbe... Du musst ja ein toller Läufer sein!" oder: "Du bist Weiß... Du lahme Ente!" Sobald Klischees sich aber so weit ausbreiten, dass sie zu solchen behindernden Schubladen weerden, werden sie sehr schädlich. Das ist in der Vergangenheit passiert, und es passiert noch immer haufenweise.
Es wird sicherlich auch weiterhin passieren. Aber man selbst kann bei sich darauf achten, dass es einem möglichst nicht passiert. Sollte ich je ein Laufteam bilden, werde ich die Kids jedenfalls durch die Hölle schicken so dass sich nur die Besten vorne halten können... egal ob schwarz oder weiß... alle werden leiden. :D


Von den harmlosen Klischees automatisch auf diesen Rassismus zu schließen ist natürlich erst einmal ein Slippery slope Argument - also argumentativ ungültig. Aber als Frage formuliert ist es dennoch wichtig und hat argumentativen Wert: Wie willst Du verhindern, dass die Grenze überschritten wird? Und wo ist für Dich die Grenze zwischen harmlos und nicht mehr harmlos?

Das ist ja sehr individuell... vollkommen verhindern kann man Grenzüberschreitungen ja eh nicht. Das kann man auch in vielen anderen Bereichen nicht, die nix mit Hautfarbe oder sonstigen Äußerlichkeiten zu tun haben. Es kann ja schnell passieren, das sich jemand verletzt fühlt obwohl das gar nicht beabsichtigt war.

Gleichzeitig kann es unter Freunden auch schon mal auf ne sehr lockere Art abgehen die für Außenstehende rassistisch wirken könnte. Genau wie zwischen Mann und Frau so einiges fallen kann das andere als sexistisch empfinden würden, während es zwischen ihnen ein kleines Spielchen ist...

Unterm Strich ist es eine Frage wie gut man sich kennt und v.a. eine Frage des Respekts. Wenn ich jemanden nicht kenne ist meine Art das ich eher zurückhaltend bin, was mir sowieso entspricht. Und ich persönlich neige nicht dazu voreilige Schlüsse zu ziehen oder gezogene Schlüsse nicht sofort zu revidieren wenn mir klar wird, dass ich mich geirrt habe.

Insgesamt bin ich einfach der Ansicht, dass sich Probleme im Mitmenschlichen Bereich und Probleme aller Art nur von unten nach oben lösen lassen, weniger durch Vorgaben von "oben".
 
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