Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Weil es eigentlich egal ist,wer früher bestimmte Wörter benutzt. Hier geht es darum ob diese Wörter, die Rassismus zum Audruck bringen, auch heute noch unseren Kindern beigebracht werden sollen. Heute wissen wir nämlich wie sie benutzt werden, um zu diskriminieren und auszugrenzen. Aus welchem Grund würde man sie trotzdem noch benutzen wollen? Weil man ein Recht darauf hat? Wieso sollen wir ein Recht darauf haben, andere auszugrenzen, zu beleidigen?
Wenn wir von alleine darauf kommen würden, dass man um ein friedliches Zusammenleben zu fördern, alle berücksichtigen muss, braucht man auch nicht wundern wenn jedmand auf die Idee kommt, es zu verbieten.

Du vermischt da unglaublich viel. Ich habe in diesem Thread jetzt mehrfach und sehr ausführlich und sachlich gesagt, warum ich es kritisch sehe, wenn Bücher verändert werden. Ich habe auch mehrfach argumentiert, dass solche Bücher durchaus sogar ein Mittel sein können, um den Kindern etwas beizubringen... nämlich wie sich Sprache über die Zeit verändert, und das manches früher nicht rassistisch gemeint war was heute auf jeden Fall rassistisch empfunden würde. Nirgendwo habe ich gesagt, ich sei dafür, auch heute noch solche Begriffe zu nutzen. Diese Suggestivfragen finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

Du simplifizierst endlos. Und es ist übrigens sehr offensichtlich, dass Du Dich bei den Diskussionen, die nicht derart an der Oberfläche kratzten, vollkommen rausgehalten hast.

Denn wo ziehst Du die Grenze? Findest Du es z.B. auch sinnvoll den Begriff "Neger" bei Mark Twain in "Sklave" zu ersetzen? Und wie kann man bei Kinderbüchern dafür sein, aber dann nicht wollen, dass das TV-Programm und Musik nach rassistischen Begriffen durchforstet wird? Dürfen Rapper noch "Nigger" in ihren Texten haben?
 
Werbung:
Es will sie ja keiner benutzen....es geht nur darum, ob man Bücher, die ja auch zeitzeugen sind, einfach umschreiben soll und damit sinnentfremdet..und...der olle Marx wird ja...zumindest ab der Mittelstufe gelehrt...und sei es nur in Geschichte...und wenn der dann von Niggern und Juden abfällig spricht bzw. schreibt...wie soll man da rangehen?
Wenn schon, würde ich dieses bekloppte 10 kleine irgendwas ganz streichen...es ist nun mal kein Thema für kleine Kinder, von Mord und Totschlag zu singen und das mit ner Heididiedeldumdei-Melodie...

Und Pipis Langstrumpf oder A.A. Kurzsocke...die haben mich schon als Kind nicht begeistern können...
Gibt ja auch heute Kinderbuchautoren, da muß man diesen alten Quark ja nicht weiterverbreiten...

Auch Robinson Crusoue oder der alte Lederstrumpf...und auch Winnetou sind rassistische Pampleteh ihrer Zeit und gehören eigentlich nicht in Kinderhände.


Sage

Das ist deine Meinung, aber manchen ist es egal um welches Thema es geht, sie kämpfen nur gegen Politische Korrektheit und alles was damit zu tun hat ohne darüber nachzudenken.
 
Das ist nicht mein Punkt. Es geht mir darum, wie schnell Du selbst urteilst und andere in die Rassismus-Schublade steckst. Da bist Du mit Deinen Urteilen nicht sehr milde.

man könnte ja auch mal fragen, warum Rassismus so verpönt ist? das heißt das "warum" ist klar, aber weniger klar ist, warum es für viele die so bezeichnet werden, nämlich als "Rassist" eine Beleidigung darstellt! Das soll jetzt nicht auf eine Ebene: wenn du "Neger" sagst, sag ich "Rassist"!
 
man könnte ja auch mal fragen, warum Rassismus so verpönt ist? das heißt das "warum" ist klar, aber weniger klar ist, warum es für viele die so bezeichnet werden, nämlich als "Rassist" eine Beleidigung darstellt! Das soll jetzt nicht auf eine Ebene: wenn du "Neger" sagst, sag ich "Rassist"!

Du sagst, es sei klar, warum Rassismus verpönt sei und stellst dann die Frage, warum es die meisten als Beleidigung verstehen als Rassist bezeichnet zu werden?
 
Was Du zu Marx sagst, kann ich schon irgendwie nachvollziehen, fand aber interessant wie Du zuerst auf das Zitat reagiert hast. Denn den latenten Antisemitismus kann man vielleicht herauslesen, aber der Rassismus gegenüber Schwarzen springt ja voll ins Auge, und den erwähnst Du nicht mal.

na wenn du alles so interessant findest, hast du vielleicht was mit der Schilddrüse!

Dass Marx mit Wörter wie "Nigger" und "Neger" um sich geschossen hat, scheint ja wohl klar, bei diesem Zitat! Viel bekannter und diskutierter ist aber sein Antisemitismus, deshalb, habe ich das oben so formuliert, wie ich es eben fomuliert habe! in seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung kommt da ohnehin nur ein Text in Frage und das ist zur Judenfrage! alles andere sind Beschimpfungen in Briefen, die privat sind, aber eben zugänglich!...
 
na wenn du alles so interessant findest, hast du vielleicht was mit der Schilddrüse!

Dass Marx mit Wörter wie "Nigger" und "Neger" um sich geschossen hat, scheint ja wohl klar, bei diesem Zitat! Viel bekannter und diskutierter ist aber sein Antisemitismus, deshalb, habe ich das oben so formuliert, wie ich es eben fomuliert habe! in seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung kommt da ohnehin nur ein Text in Frage und das ist zur Judenfrage! alles andere sind Beschimpfungen in Briefen, die privat sind, aber eben zugänglich!...

Meine Schilddrüse wurde tatsächlich mal getestet, aber ohne Befund. Scheint so, als ob ich einfach viel interessant finde. ;)
 
Stimmt schon dass sich das Gespräch im Kreis dreht, aber du willst nicht so richtig drauf eingehen warum du selbst auf das Recht pochst bestimmte Wörter zu benutzen.

Wie oft soll ich das denn noch wiederholen: Ich selbst benütze diese Wörter nicht (auch wenn ich meine, dass Neger zu Schwarzer kein Fortschritt bedeutet), aber ich möchte sie in der Literatur belassen, wenn der Autor sie nicht selbst entfernen und ändern möchte. Ich möchte KEINE Zensur!

Ist das so schwer zu begreifen?
 
Wie oft soll ich das denn noch wiederholen: Ich selbst benütze diese Wörter nicht (auch wenn ich meine, dass Neger zu Schwarzer kein Fortschritt bedeutet), aber ich möchte sie in der Literatur belassen, wenn der Autor sie nicht selbst entfernen und ändern möchte. Ich möchte KEINE Zensur!

Ist das so schwer zu begreifen?

In Literatur, dieschon länger besteht, würde ich sie auch nicht ändern...als schlechtes Beispiel sind sie allemal zu gebrauchen...werden sie aber von zeitgenössischen Autoren gebraucht, ohne daß die Geschichte, weil sie in alter Zeit spielt, benutzt, weil er rassistisch ist, würde ich sie ganz streichen...mitsamt dem Autor.


Sage
 
Du vermischt da unglaublich viel. Ich habe in diesem Thread jetzt mehrfach und sehr ausführlich und sachlich gesagt, warum ich es kritisch sehe, wenn Bücher verändert werden. Ich habe auch mehrfach argumentiert, dass solche Bücher durchaus sogar ein Mittel sein können, um den Kindern etwas beizubringen... nämlich wie sich Sprache über die Zeit verändert, und das manches früher nicht rassistisch gemeint war was heute auf jeden Fall rassistisch empfunden würde. Nirgendwo habe ich gesagt, ich sei dafür, auch heute noch solche Begriffe zu nutzen. Diese Suggestivfragen finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

Du simplifizierst endlos. Und es ist übrigens sehr offensichtlich, dass Du Dich bei den Diskussionen, die nicht derart an der Oberfläche kratzten, vollkommen rausgehalten hast.

Denn wo ziehst Du die Grenze? Findest Du es z.B. auch sinnvoll den Begriff "Neger" bei Mark Twain in "Sklave" zu ersetzen? Und wie kann man bei Kinderbüchern dafür sein, aber dann nicht wollen, dass das TV-Programm und Musik nach rassistischen Begriffen durchforstet wird? Dürfen Rapper noch "Nigger" in ihren Texten haben?

Ich habe nirgentwo gesagt dass ich für ein Verbot bin, ich habe mir gewünscht dass andere freiwillig auf den Benutz des Wortes verzichten, wenn ich und einige anderen darauf hinweisen, was der Grund oder der Sinn des Verbots eigentlich ist. Ich habe auch erklärt was ich mit meinen eigenen Kindern gemacht habe und dass sie heute keine Vorteile haben. Mehrer male habe ich geschrieben,dass ich freiwillig darauf verzichte.
Ich habe eine Position eingenommen in der ich gegen Rassismus diskutieren kann, und dass hätte ich nicht machen können, wenn ich an der Seite derer gewesen wäre, die gegen die Überschreibung sind.
Ich persönlich benutzte das Wort nicht, würde auch keine Bücher für meine Einkelkinder kaufen, die rassistische Wörter beinhalten. Meine Kinder wurden früher und später damit konfrontiert und dann wurde das Thema sachlich besprochen. Das Argument dass man bestimmte Worte in Kinderbüchern braucht um Geschichte zu erklären macht für mich deshalb auch keinen SInn, ich denke der Grund liegt anderswo.
 
Werbung:
Du sagst, es sei klar, warum Rassismus verpönt sei und stellst dann die Frage, warum es die meisten als Beleidigung verstehen als Rassist bezeichnet zu werden?

wenn Rassismus nur eine Einstellung ist, die man persönlich getroffen hat, so wie man sich persönlich dazu entscheidet heute einkaufen zu gehen, dann darf die Frage wohl nicht gestellt werden...

wenn Rassismus aber mehr ist als das, und etwas sein kann, dass nach wie vor in Strukutren existiert und in diesen vielleicht sogar unhintergehbar ist (unhintergehbar für die mItteln die wir zurzeit zur Verfügung haben), dann kann die Frage wohl gestellt werden...oder vielleicht eher negativ in dem man fragt, wie kann man von sich selbst behaupten, kein Rassist zu sein? und wenn man das nicht behaupten kann! wie kann man dann sagen, man sei kein Rassist und möchte nicht als solcher bezeichnet werden...
 
Zurück
Oben