U-Boot auf dem Weg zur »Titanic« offenbar verschollen

Die Sicherheitsphilosophie von Stockton Rush:


Ja, und er hat auch Vorbilder:




Ja, richtig. Kirk sagt so ziemlich in jeder zweiten Folge: "Risiko ist unser Geschäft" und "Für mich gibt es keine ausweglosen Situationen." Klar sagt man solche Kirk-Sätze gern, bis es mal schief geht.

Ja, ich hab's gelesen. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man in brüllendes Gelächter ausbrechen.


Offenbar war es dem OceanGate-Besitzer nicht gegeben, zwischen Film und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Ja!
Das war auch mein Gedanke.
 
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Gewöhnlich kann man hier davon ausgehen, dass aufgrund von Gier an der Sicherheit gespart wurde.

Aber spielt hier zusätzlich wohl auch noch herein, dass der CEO auch selbst ein "Daredevil" war, der auch für sich selbst Sicherheit mit der Angst von Feiglingen identifiziert hat, die darum dann also nie als Helden in die Geschichte eingehen. Und er war ja schon über 60, also blieb nicht mehr zu viel Zeit...

Vermutlich eine Kombination aus beiden. Da Geldmittel begrenzt sind, und vermeintliche Durchschnittlichkeit keine Option, kam dann eben dieses waghalsige Himmelsfahrtkommando hier zustande.

Genau. Ich vermute fast, dass letzteres sogar noch ausschlaggebender war. Maßlose Selbstüberschätzung eines Phantasten, der sich selbst als mutigen Visionär sieht, und um an diesem Selbstbild nicht zu rütteln, sogar den Ingenieur entlässt, der nun mal das Fachwissen hat und ihn eindringlich gewarnt hat.



Die Touristen waren hier Geld-Mittel zum Zweck. Und ebenfalls zu risikobereit und vielleicht zu vertrauensvoll, dass das wohl sicher genug sein muss, wenn der Boss selber an Bord ist. Aber eigentlich hätte man es wissen müssen, wenn man sich über das Unternehmen informiert hätte.

Das kann ich nicht beurteilen. Ich würde sowas niemals mitmachen, nicht für Geld und gute Worte. Wenn ich in ein Flugzeug steige, hoffe ich aber, dass es gut konstruiert ist. Ich weiß jetzt nicht, was vorher an Informationen in Umlauf waren, was man hätte wissen können. Aber natürlich schafft es Vertrauen, wenn der Boss mit an Bord geht.
 
Das zu sagen ist Whataboutism.

Letzteres war halt keine Story wo man quasi mitfiebert in der realen Zeit. War alles schon passiert, und Rettung dann auch nicht mehr möglich. Man lernt da auch keine Personen, selbst halbwegs nicht, kennen.

Ist daher keine Überraschung, dass das subjektiv unterschiedlich empfunden wird.

In der Ukraine sterben leider auch täglich Hunderte.

Empathie und Mitgefühl hat die Evolution im Prinzip nicht für Nachrichten mit Nummern von Toten geschaffen. Und es wäre auch nicht gesund, den Krieg da täglich zu verfolgen, indem man sich für Einzelschicksale interessiert speziell. Sobald man anfängt sich dafür zu interessieren kickt die Empathie quasi wirklich rein (ist natürlich auch so da, aber nicht in dem Maße). Kann man nicht so leisten, macht einen sonst depressiv.

Hätte man auch hier lassen können bei diesem U-Boot, aber manchmal fesselt es einen eben. Und diese Story hat/hatte eindeutig das Potenzial dazu. Und dann ist da eben auch Empathie, bzw. wirkliche gefühlte Empathie. Ich weiß auch, dass alles mögliche schlimm ist, und der Planet ist so groß, dass immer schlimme Dinge passieren, mit denen man sich theoretisch intensiver auseinandersetzen könnte. Aber überfordert einen dann auch, und wird man nicht tun.
 

»Teile des U-Boots wirkten einfach etwas schäbig«​


Chris Brown war für die Unglückstour mit der »Titan« gebucht, sagte die Reise aber ab – wegen Zweifel an der Sicherheit des Tauchboots. Hier spricht er über seinen Freund Hamish Harding, der an Bord ist.

 
Ich habe gehört, Till Lindemann soll der Kapitän sein, aber das halte ich für eine Lüge.
 
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