U-Boot auf dem Weg zur »Titanic« offenbar verschollen

Der Vater des 19jährigen wird sich sicher bis zum Ende mit dem Gedanken gequält haben, dass er seinen Sohn mitgenommen hat. Wie schrecklich.
Bei vollem Bewustsein zu wissen, dass man elendig ersticken wird, zählt nur noch der Mensch als solches und nicht die Beweggründe für diese Unternehmung. Jedenfalls für mich.

Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen.
 
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Das dürfte wohl das Ende des Unternehmens "OceanGate" sein. Nicht nur, weil feuerentzündliche Materialien im Schiffsinneren verwendet wurden, sondern auch weil Fensterluken verbaut wurden, die maximal für 1300 Meter ausgelegt waren. Die Titanic liegt aber in 3800 Meter Tiefe. Das ist haarsträubender Irrsinn!

Ingenieur Lochridge, der seinerzeit "extreme Risiken für Fahrgäste" erkannte, wurde daraufhin fristlos vom Boss gefeuert.


Der Boss sitzt mit im U-Boot und wird jetzt selbst Opfer seines abartigen Sicherheitsverständnisses.

 
Der Vater des 19jährigen wird sich sicher bis zum Ende mit dem Gedanken gequält haben, dass er seinen Sohn mitgenommen hat. Wie schrecklich.
Bei vollem Bewustsein zu wissen, dass man elendig ersticken wird, zählt nur noch der Mensch als solches und nicht die Beweggründe für diese Unternehmung. Jedenfalls für mich.

Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen.

Es könnte sein, dass sie nicht die Möglichkeit hatten darüber nachzudenken, falls eine Implosion hier für den tödlichen Unfall gesorgt hat.

Sollte die Hülle instabil geworden sein, würde das Wasser mit ungeheurem Druck eindringen, und die Besatzung komplett zu Tode quetschen/pressen, bevor man überhaupt was mitbekommt. Das ganze U-Boot würde zerstört.

Dass sie da unten, oder vielleicht sogar an der Oberfläche, vergeblich auf Rettung warten bzw. gewartet haben, ist aber auch denkbar, klar.
 
Das dürfte wohl das Ende des Unternehmens "OceanGate" sein. Nicht nur, weil feuerentzündliche Materialien im Schiffsinneren verwendet wurden, sondern auch weil Fensterluken verbaut wurden, die maximal für 1300 Meter ausgelegt waren. Die Titanic liegt aber in 3800 Meter Tiefe. Das ist haarsträubender Irrsinn!

Ingenieur Lochridge, der seinerzeit "extreme Risiken für Fahrgäste" erkannte, wurde daraufhin fristlos vom Boss gefeuert.


Der Boss sitzt mit im U-Boot und wird jetzt selbst Opfer seines abartigen Sicherheitsverständnisses.


Das ist nicht nur grob fahrlässig, sondern dermaßen kriminell, da fehlen mir gerade die Worte.
 

*Ich persönlich lasse das zwar nicht gelten, aber Erklärung könnte es schon sein.*

Die beiden Situationen U-Boot vs. Flüchtlingsboot zu vergleichen ist nur unsinniger Whataboutism.
 
Es könnte sein, dass sie nicht die Möglichkeit hatten darüber nachzudenken, falls eine Implosion hier für den tödlichen Unfall gesorgt hat.

Sollte die Hülle instabil geworden sein, würde das Wasser mit ungeheurem Druck eindringen, und die Besatzung komplett zu Tode quetschen/pressen, bevor man überhaupt was mitbekommt. Das ganze U-Boot würde zerstört.

Dass sie da unten, oder vielleicht sogar an der Oberfläche, vergeblich auf Rettung warten bzw. gewartet haben, ist aber auch denkbar, klar.

Spätestens seit Wolfgang Petersen's "Das Boot" weiß man, was alles an schrecklichen Szenarien möglich ist. Und alle sind äußerst brutal. Wobei die langsame Agonie natürlich auch für mich die schlimmste Vorstellung ist.

Mir hängt gerade der letzte Beitrag von @Tommy nach. Wie kann man bloß dermaßen ignorant sein und Menschen so einem Risiko aussetzen?
 
Das ist nicht nur grob fahrlässig, sondern dermaßen kriminell, da fehlen mir gerade die Worte.
Die Sicherheitsphilosophie von Stockton Rush:

Eine hohe Risikobereitschaft lässt sich früheren Äußerungen Rushs entnehmen: "Irgendwann ist Sicherheit reine Zeitverschwendung", sagte Rush voriges Jahr dem Sender CBS. "Wenn du immer auf Nummer sicher gehen willst, dann bleib einfach im Bett."
Ja, und er hat auch Vorbilder:

Sein Vorbild: der risikofreudige Held der "Star Trek"-Serie aus den 60er-Jahren. "Ich wollte eine Art Captain Kirk werden."


Ja, richtig. Kirk sagt so ziemlich in jeder zweiten Folge: "Risiko ist unser Geschäft" und "Für mich gibt es keine ausweglosen Situationen." Klar sagt man solche Kirk-Sätze gern, bis es mal schief geht. Offenbar war es dem OceanGate-Besitzer nicht gegeben, zwischen Film und Wirklichkeit zu unterscheiden.
 
Spätestens seit Wolfgang Petersen's "Das Boot" weiß man, was alles an schrecklichen Szenarien möglich ist. Und alle sind äußerst brutal. Wobei die langsame Agonie natürlich auch für mich die schlimmste Vorstellung ist.

Mir hängt gerade der letzte Beitrag von @Tommy nach. Wie kann man bloß dermaßen ignorant sein und Menschen so einem Risiko aussetzen?

Gewöhnlich kann man hier davon ausgehen, dass aufgrund von Gier an der Sicherheit gespart wurde.

Aber spielt hier zusätzlich wohl auch noch herein, dass der CEO auch selbst ein "Daredevil" war, der auch für sich selbst Sicherheit mit der Angst von Feiglingen identifiziert hat, die darum dann also nie als Helden in die Geschichte eingehen. Und er war ja schon über 60, also blieb nicht mehr zu viel Zeit...

Vermutlich eine Kombination aus beiden. Da Geldmittel begrenzt sind, und vermeintliche Durchschnittlichkeit keine Option, kam dann eben dieses waghalsige Himmelsfahrtkommando hier zustande.

Die Touristen waren hier Geld-Mittel zum Zweck. Und ebenfalls zu risikobereit und vielleicht zu vertrauensvoll, dass das wohl sicher genug sein muss, wenn der Boss selber an Bord ist. Aber eigentlich hätte man es wissen müssen, wenn man sich über das Unternehmen informiert hätte.
 
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