Das ist, so bequem es auch sein mag, eine ziemliche Simplifizierung.
Es gibt so etwas wie ein subjektives, aber nicht mit der Relität kongruentes Schuldgefühl, aber es gibt auch so etwas wie eine real existierende Schuld, z.B. wenn jemand .B. für den Tod anderer verantwortlich ist.
Beides kann nicht gleich behandelt, geschweige denn mit den gleichen Mitteln aufgelöst werden. Schon gar nicht alleine aus sich selbst.
Denn wenn das ginge, wäre allen und jedem auch gleichzeitig alles erlaubt.
Was es insoferne zwar ist, dass Dinge geschehen können, aber, glaube mir, jeder badet alle(!) Konsequenzen beinhart selbst aus, und wenn es Jahrtausende und unzählige Leben dauert.
Diese Folgerichtigkeit lässt sich nicht manipulieren. Kein religiöses oder spirituelles Konzept nimmt dir auch nur eine Konsequenz deines Tuns und Handelns ab. Die Last bleibt bei dir, bis du sie erledigt und abgearbeitet hast. Auflösen kannst du die verbliebenen Echos davon, aber nicht die folgerichtigen Konsequenzen. Wäre ja auch ziemlich unfair anders, oder?