Schweigen lernen und aushalten

vielleicht solltest du dich vorerst einmal entscheiden, bevor du ein Problem daraus machst:

dein Verhalten ist scheinbar tagesabhängig....:rolleyes:

Ich glaube weniger, dass es von meiner Tagesform abhängt. Eher, dass ich nicht alle Fakten genannt habe. Bei Deinem Feedback fällt mir ein, dass die Formulierungen zu "schwammig" sind, hab ja geschrieben, dass mir die Worte fehlen. Danke für den Stubs. :D

Was Du zitierst, sind eher zwei verschiedene Situationen. Unter vielen Menschen gelingt mir Beides, reden und schweigen. Da kann ich mich sehr gut aus einer Situation herausnehmen und still sein.

Bei einzelnen Personen rede ich meistens "nur". Das Schweigen fällt mir da sehr schwer, weil ich mich unwohl dabei fühle. Ich glaub, jetzt ist es klarer formuliert. Danke für Deine Bemerkung.
 
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......

Die Frage ist für mich vielmehr. Besteht ein Gleichgewicht zwischen den Gesprächspartner. Und können die Anwesenden auch zuhören. Oder bereiten sie, während jemand spricht, in ihrem Kopf den nächsten Satz schon vor.

Ich sage mal, ich bin eher, auf das, was ich sagen will, fixiert. Höre nicht wirklich zu, will mich mitteilen. Um jeden Preis?????
Es ist durchaus möglich, dass ich Diejenige bin, die im Kopf vorbereitet. Deine Frage macht mich nachdenklich. Ich kucke mir die noch genauer an und schreibe später noch was dazu.
 
Du kommst an diesem Punkt mit etwas in dir selbst in Kontakt, das sich für dich unangenehm anfühlt. Du kannst, wenn du allein bist, diesem Thema einmal nachfühlen und Raum geben. Dadurch könnte sich etwas in dir befreien/lösen...

Da stimme ich Dir zu. Worum es geht, weiß ich. Es sind Fragen wie : "Fühlt sich mein Gegenüber noch wohl in meiner Gesellschaft? Muss ich jetzt was sagen???" Wie ich damit umgehen kann, um mich auch wohl zu fühlen, weiß ich leider nicht.
 
Ja das stimmt. Und wenn Schweigen nicht angesagt ist, ich aber trotzdem nix zum Reden weiß, dann geht dem ja eine 'Blockade' voraus, und aufgrund dieser Blockade entsteht das unangenehme Gefühl. Und diese Blockade kann man sich anschauen.....was ist das eigentlich....das unsicher ist, obs jetzt was zum Reden gibt oder nicht.Was fühlt sich da gerade unsicher. Das ist ja eine Art Unbewusstheit. Und die kann man sich bewusst machen; dann entsteht auch hier ein angenehmes Gefühl/Bewusstheit..

Es ist ja Schweigen angesagt und ich habe einen unerschöpflichen Vorrat an Worten, die ich zum Ausdruck bringen kann. Ich möchte mich eher zurücknehmen können und dabei wohlfühlen. Ich will ja Schweigen können und aushalten. irgendwie komme ich an diesem Punkt nicht weiter. ;)
 
Das kenn ich auch. Aber nur bei Fremden, bei meiner Mutter zB hab ich kein Problem mit Schweigen.
Es nervt einfach an weil die Leute größtenteils nur langweiligen pseudo-lustig-interessanten Bullshit von sich geben, und ich die Stille sehr schätze.
Aber wenn man dann zu ruhig ist kommen auch dumme Kommentare in der Art "Man, du bist aber ruhig" oder sowas, was dann auch annervt.

Zu diesen Bemerkungen kommt es gar nicht, da ich ja rede. Wie ich mit Kommentaren dieser Art umgehen kann, weiß ich. Da habe ich genug Worte und Formulierungen. :D

Ich möchte einfach nur lernen, die Stille in mir in Gesellschaft Anderer, die auch schweigen wollen, genießen zu können. Mit gutem Gefühl still sein können, also einfach schweigen.
 
Besteht ein Gleichgewicht zwischen den Gesprächspartner. Und können die Anwesenden auch zuhören. Oder bereiten sie, während jemand spricht, in ihrem Kopf den nächsten Satz schon vor.

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Was meinst Du mit Gleichgewicht zwischen den Gesprächspartnern?
Ich habe oft das Gefühl, dass mein Gegenüber nicht interessiert ist, an dem, was ich sage.
 
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Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Was meinst Du mit Gleichgewicht zwischen den Gesprächspartnern?
Ich habe oft das Gefühl, dass mein Gegenüber nicht interessiert ist, an dem, was ich sage.

Ein Gleichgewicht besteht aus meinem Fokus zw. Gesprächspartnern, wenn a: jeder zu Wort kommt, b: wenn man / frau während dem Sprechen nicht abrupt unterbrochen wird und c: der andere auch zuhört und dort wieder ansetzt, wo der andere aufgehört hat.

Da ein schönes Zitat von Khalil Gibran aus: der Prophet

"Ihr redet wenn ihr aufhört,
mit euren Gedanken in Frieden zu sein;
Und wenn ihr nicht länger in der Einsamkeit eures Herzens verweilen könnt,
lebt ihr in euren Lippen, und das Wort ist euch Ablenkung und Zeitvertreib.
In vielen eurer Gespräche wird das Denken halb ermordet.
Denn der Gedanke ist ein Vogel, der Raum braucht und in einem Käfig von Worten zwar seine Flügel ausbreiten,
aber nicht fliegen kann.
Es sind welche unter euch, die den Redseligen suchen, weil sie Angst haben, allein zu sein.
Die Stille des Alleinseins offenbart ihren Augen ihr nacktes Ich, und sie möchten flüchten.
Und es sind welche unter euch, die reden und dabei ohne Wissen oder Absicht eine Wahrheit aufdecken,
die sie selber nicht verstehen.
Und wieder andere haben die Wahrheit in sich, aber drücken sie nicht in Worten aus.
In der Brust solcher Menschen weilt der Geist in rhythmischer Stille."
 
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