Meine Reaktion auf Shimon ist deshalb drastisch ausgefallen weil das nicht das erste mal und auch nicht das zweite mal war und es mich wirklich aufregt, wenn man zuerst Vorwürfe macht, sich dann aber keiner Diskussion stellt. Ich gehe normalerweise mit Vorwürfen gegen mich persönlich immer ziemlich locker um und versuche das eher argumentatorisch zu drehen. Das geht aber nicht wenn jemand einfach nur losballert, dann aber keine Stellung nimmt.
Und diese Vorwürfe sind ja nicht gerade milde. Immerhin redet er davon ich würde dazu beitragen, dass sich die Progrom-Stimmung gegen Muslime verstärken würde. Und das nehme ich aus vielerlei Gründen übel:
1. Ich sehe diese Gefahr selbst auch. Ich habe in unzähligen Beiträgen über viele Jahre immer mal wieder gesagt, dass die Art der Berichterstattung über den Islam verdammt perfide ist und sinngemäß ähnliche Vergleiche gezogen wie er auch: Das es teilweise Ähnlichkeiten zu dem wachsenden Antisemitismus in den 20ern und 30ern gibt. Opfer werden da zu Tätern umerklärt. Der Punkt ist: Shimon und ich "kennen" uns hier lange genug. Er könnte das irgendwann mal mitbekommen haben und das hat er auch. Umso unverständlicher finde ich dann so oberflächliche und harte Beschuldigungen.
2. Ich habe auch in diesem Thread immer wieder gegenargumentiert bzw. gegenspekuliert wenn es darum ging ob das ein islamistischer Anschlag war oder nicht. Selbst
@Siriuskind, die ja nun wirklich unverdächtig ist irgendwie vorschnell und vorurteilsbehaftet gegen den Islam zu sein ging anfangs von einem IS-Attantat aus.
3. Ich habe auch Zeilen geschrieben wie das es mir irgendwie leid tut das der Junge iranische Wurzeln hat weil alleine das reichen wird, das auch in 2 Wochen noch einige von Islamismus reden werden.
Und dann schreibe ich etwas das kritisch gegenüber dem Islam ist, etwa Frauenrechte in muslimischen Ländern betreffend, und das reicht dann um mir vorzuwerfen ich würde Progrom-Stimmung verbreiten... Das ist schon ein krasser Vorwurf, wäre es sowieso.
Der Punkt ist: Ich halte einfach nichts davon solche Dinge schön zu reden oder nicht darüber zu sprechen. Sie sind hier auch nicht wirklich OT, denn wer die Situation und die Nachrichten-Lage verfolgt hat: Auf fast allen Sendern haben sogenannte "Terror-Experten" herumspekuliert ob das ein islamistischer Angriff sei oder nicht. Und das Thema ist auch sowieso in den Köpfen und spielt in viele Themen mit hinein.
Ich halte es ehrlich gesagt für mit am gefährlichsten solche Themen nicht offen zu besprechen bzw. da ständig moralisch oder anders zu bewerten. Und ich glaube, dass meine Art eher Islamfeinde zum Nachdenken bringt als moralisierende und überhebliche Angriffe.