Samadhi und wie man es erlangt

Selbstverständlich kommt man mit den Yamas und Niyamas Samadhi näher. Das ergibt sich alleine schon aus dem Umkehrschluß. Wenn man sich nämlich eine Person vorstellt, die genau das Gegenteil macht, dreckig, unehrlich usw. ist, dann ist es klar, daß so eine Person sich immer mehr in Karma verstrickt und so kein endgültiges Samadhi erreichen kann.

da gibt es andere spirituelle Traditionen, die dem widersprechen, zb die des candamaharosanatantra.
 
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das Problem ist, dass alle Beschreibungen komplett an der Wirklichkeit von samadhi vorbeigehen. Man könnte also analog zu Lao Tse formulieren: das samadhi, das du beschreiben kannst, ist nicht das samadhi.

Genauso ist es mit dem Eingehen in samadhi. Das, was beschreibbar ist, ist nur die "Vorbereitung". Das Eingehen in samadhi ist leichter als einatmen. Doch kann das nur jemand, der schon in samadhi geübt ist.

Also wie autofahren. Es ist ganz einfach, ins Auto steigen und Zündung und los.

Doch von außen sieht man höchstens ein fahrendes Auto. Und alle Anstrengungen, das eigene Auto zum Fahren zu bewegen, sind lediglich Versuche, das Auto zu schieben.
Alle Bemühungen in den Yamas und Niyamas haben nur ein einziges Ziel: du merkst (hoffentlich) irgendwann, dass du mit ihnen dem Ziel nicht näher kommst.


zu yama & niyama:
nur wer nicht weiss was das bedeutet, behauptet dass man dadurch dem ziel nicht näherkommt! !

anders gesagt: du kannst nicht lügen, betrügen und stehlen und dennoch Frieden im herzen fühlen! !!! Innerer Friede ist aber die grundvoraussetzung für SAMADHI.

Om
 
das Problem ist, dass alle Beschreibungen komplett an der Wirklichkeit von samadhi vorbeigehen. Man könnte also analog zu Lao Tse formulieren: das samadhi, das du beschreiben kannst, ist nicht das samadhi.

Genauso ist es mit dem Eingehen in samadhi. Das, was beschreibbar ist, ist nur die "Vorbereitung". Das Eingehen in samadhi ist leichter als einatmen. Doch kann das nur jemand, der schon in samadhi geübt ist.
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Alle Bemühungen in den Yamas und Niyamas haben nur ein einziges Ziel: du merkst (hoffentlich) irgendwann, dass du mit ihnen dem Ziel nicht näher kommst.

Nur wer Samadhi erlebt, kann beschreiben, wie er selbst dazu gekommen ist. Alle anderen müssen notgedrungen darüber spekulieren, theoretisieren oder ihre Späße treiben. Ich versuche einfach nur zu beschreiben, was ich erlebe und wie ich dazu gekommen bin. Genau das haben viele andere versucht, die diesen Zustand erreicht haben. Wobei es noch mehr gibt, die gar nichts davon mitgeteilt haben. Doch ihre Energien haben trotzdem große Wirkung in dieser Dimension erzielt.

Mir scheint, dass jeder von ihnen unterschiedliche Erfahrungen gemacht hat, bis sie alle eigenen Bemühungen aufgeben konnten und die innere Kraft wirksam werden konnte. Solange man noch glaubt, mit einem Programm und eigenen Anstrengungen etwas bewirken zu können, solange ist man noch nicht bereit für diese Offenbarung. Wie Maria schreibt, kann man nur die "Vorbereitung" beschreiben, d.h. den Zustand, den man erreichen muss, bevor der Samadhi uns erfassen kann. Denn nicht wir erfassen ihn, sondern er uns. Samadhi selbst entzieht sich jeder Beschreibung. Man kann nur dürftige Hinweise geben.

Vlt. sollte man aber doch ein bisschen denen zuhören, die diesen Zustand erreicht haben. Wenn man überhaupt daran interessiert ist, einen solchen Zustand einmal zu erreichen.
 
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zu yama & niyama:
nur wer nicht weiss was das bedeutet, behauptet dass man dadurch dem ziel nicht näherkommt! !

anders gesagt: du kannst nicht lügen, betrügen und stehlen und dennoch Frieden im herzen fühlen! !!! Innerer Friede ist aber die grundvoraussetzung für SAMADHI.

Om

ja, schon.
es ist, und es ist nicht.
wenn man sagt, man kommt nicht näher, bedeutet, dass das eigene Tun nicht näher bringt.
wenn man sagt, man kommt näher, bedeutet, dass das eigene Tun ein Ausdruck dessen ist, dass man schon näher gekommen ist.

so wie im christlichen Kontext die Gebote Gottes:
man kann sie als "du sollst nicht töten" übersetzen, dann ist es ein Tun und ein Unterlassen eines Tuns.
oder man kann sie als "du wirst nicht töten" übersetzen, dann ist mein Tun ein Ausdruck der Nähe Gottes. Und wenn ich schon in der Nähe Gottes bin, bin ich bereit, wenn seine Gnade mich erfasst.

Die Unterscheidung ist so wesentlich. Deshalb, und nur deshalb mein "Ruf zur Vorsicht" bei dem Wort "Bemühen", die Yamas und Niyamas zu tun. Oder anders gesagt: Ist es Mühe, ist es ein "du sollst". Ist es selbstverständlich, dann ist es ein "du wirst".
Selbst-verständlich als das, was spontan aus meinem Selbst fließt, aus dem Atman, oder der Christ würde sagen, aus der Christusnatur in mir.
 
Vlt. sollte man aber doch ein bisschen denen zuhören, die diesen Zustand erreicht haben. Wenn man überhaupt daran interessiert ist, einen solchen Zustand einmal zu erreichen.

Nun besteht aber die Gefahr, sich auf jemanden zu verlassen der nur so tut also ob, oder der nur meint er ist oder habe. Ziemlich schwierig nicht nur das (blind)folgende Lamm zu sein und vor allem zu bleiben.
Wenn dieser Samadhizustand nicht besschreibbar, fast nicht vermittelbar ist, bleibt ja nur über, sich selber auf den Weg zu machen und selber zu entdecken. Und die Worte, Worte sein zu lassen.

LG
HB
 
Die Unterscheidung ist so wesentlich. Deshalb, und nur deshalb mein "Ruf zur Vorsicht" bei dem Wort "Bemühen", die Yamas und Niyamas zu tun. Oder anders gesagt: Ist es Mühe, ist es ein "du sollst". Ist es selbstverständlich, dann ist es ein "du wirst".
Selbst-verständlich als das, was spontan aus meinem Selbst fließt, aus dem Atman, oder der Christ würde sagen, aus der Christusnatur in mir.

Irgend wann erreicht man von selber die von Dir beschriebenen Ansichten.
Solange man muss, blockiert man sich, sobald man aber aus sich heraus,
aus tiefester Überzeugung (weil man selber zur Erkenntnis gelangt ist) handelt
ist es absolut selbstverständlich. Selbst dann, wenn man gegen die allgemeine Einstellung der "normalen Ellenbogengesellschaft" handelt und beim eigenen Tun zwar schräg angeschaut wird, es einem aber viel wichtiger ist, in Übereinstimmung mit seinem Herzen zu handeln, als im Ansehen von anderen
irgendwie nicht aufzufallen oder verurteilt zu werden.


LG
HB
 
Nun besteht aber die Gefahr, sich auf jemanden zu verlassen der nur so tut also ob, oder der nur meint er ist oder habe. Ziemlich schwierig nicht nur das (blind)folgende Lamm zu sein und vor allem zu bleiben.
Wenn dieser Samadhizustand nicht besschreibbar, fast nicht vermittelbar ist, bleibt ja nur über, sich selber auf den Weg zu machen und selber zu entdecken. Und die Worte, Worte sein zu lassen.

LG
HB

das ist immer eine der natürlichen Regungen im Menschen.
der hat das --- oh, will ich auch --- dann laufe ich halt auch immer in Sandalen rum wie er (oder schwenke eine, siehe Leben des Brian).

Es stimmt, irgendwann begreift man es, dass es nichts bringt, einem anderen Menschen nachzumachen. Der mag ja sogar wirklich seinen Weg gefunden haben... aber es ist dennoch sein Weg. Und mein Weg zum Samadhi will doch erst noch erfunden werden.

Trotzdem, es gibt natürlich so etwas wie Wegmarker auf einer Landkarte.
Einmal gibt es die heiligen Schriften, die "Blaupausen", die die Muster beschreiben, nach denen samadhi erreicht wird. Und dann gibt es Menschen, die es erreichten, und die einfach inspirierend wirken. Nicht zum Nachmachen, sondern beflügelnd, ich finde das Wort erquickend ja so schön. Hat diese Ähnlichkeit mit dem englischen "quicken", oder dem Wunsch "God speed". :)

Und ja, wenn jemand sagt, er habe es erreicht, sollten nicht nur Worte, sondern auch Wirkungen da sein. Also nicht nur die Blätter am Feigenbaum, sondern auch die Feigen.
Also nur als Beispiel, als Landmarke: Nach dem Erreichen von samadhi war unter anderem meine persönliche Geschichte mit meinen Eltern "gelöscht". Es war einfach unvorstellbar. Ich bin Psychotherapeutin, und klar, man kann in mühseliger Kleinarbeit mit Psychotherapie immer weiter in der Aufarbeitung der eignen Biographie kommen. Man befreit sich langsam aus der Verstrickung. Aber so etwas Radikales innerhalb von Tagen zu erleben, dass einfach sämtliche karmischen Resonanzpunkte mit meinen Eltern einfach weg waren, und stattdessen in mir eine herzliche Liebe zu diesen Menschen war, die so viele Jahre mein Leben begleitet haben... Und nicht nur Liebe war da, sondern ein tiefes Verstehen ihrer eigenen Verstrickungen, und wie dies alles genau so notwendig war und ist für sie und auch war für meinen Weg. Alles was unvollständig gewesen war, was stoßend, verletzend, irritierend und mich wütend machte, war einfach vollständig geworden. Das eigenartigste war, es erschien mir gar nicht als so etwas besonderes, als etwas großes. So wie ein Schmerz, nachdem Heilung eingesetzt hat, nicht bescheid sagt, dass er nun nicht mehr da ist.
Erst als ich ihnen danach wieder begegnete, und merkte, wie anders unsere Begegnung war, dass all die kleinen Knöpfchen, die sonst bei mir gedrückt wurden, einfach nichts anderes als liebevolles Erkennen auslösten, da wusste ich, dass etwas Großes geschehen war. Es wurde immer deutlicher. Und als ich merkte, dass das nicht nur gegenüber meinen Eltern geschehen war, sondern auch mit anderen, z.b. mit meiner Schwiegermutter und andere mich darauf hinwiesen, wie großartig ich mich doch zusammenreißen würde (dabei war es mir natürlich, ohne jede Anstrengung), begriff ich immer mehr.
 
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Es stimmt, irgendwann begreift man es, dass es nichts bringt, einem anderen Menschen nachzumachen. Der mag ja sogar wirklich seinen Weg gefunden haben... aber es ist dennoch sein Weg. Und mein Weg zum Samadhi will doch erst noch erfunden werden.

Trotzdem, es gibt natürlich so etwas wie Wegmarker auf einer Landkarte.
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Und ja, wenn jemand sagt, er habe es erreicht, sollten nicht nur Worte, sondern auch Wirkungen da sein. Also nicht nur die Blätter am Feigenbaum, sondern auch die Feigen.

Das möchte ich voll unterstreichen.
Niemand soll einem anderen hinterherlaufen. Ganz und gar nicht. Denn jeder muss seinen eigenen Weg finden. Es ist so schön für mich zu sehen, dass Maria einen anderen Weg als ich gegangen ist, und doch ist sie im Samadhi angekommen. Egal welchen Weg man geht, den des Buddhismus, des Kriya Yogas, des Sen, des Islam usw., man wird immer ankommen, wenn man es nur wirklich ernst meint und wahrhaftig gegenüber sich selbst ist. Dann wird man immer erkennen, dass man Kräfte und Energien ausserhalb seines Ego´s braucht - ausserhalb der eigenen Gefühle und seines Verstandes - und dann wird man sie auch finden.

Und diese Kräfte bewirken, dass das, was vorher für uns unmöglich und schwer war, aufeinmal leicht und mit Freude getan werden kann. Das kann das Verhältnis zu den Eltern betreffen, zum Partner/in, zu schwierigen Kindern, zu Kollegen/innen, zum eigenen Körper mitsamt seinen Bedürfnissen, zur gesamten Lebenssituation usw. Aufeinmal kann man das, was man vorher nicht konnte, obwohl man sich so sehr bemüht hat. Man kann gütig und liebevoll sein, zuerst an die anderen denken, seinen Nächsten lieben und dieses innere Licht von ganzem Herzen lieben. Da ist kein Zwang mehr: "Du sollst lieben!" Sondern ein "Ich BIN Liebe" - "Ich BIN Güte" - "Ich BIN ..."

Regeln und Gebote "Du sollst ..." bringen uns erst dann zur wahren Erkenntnis, wenn wir sie von ganzem Herzen halten wollen und erkennen, dass wir das einfach nicht so schaffen können, wie wir es gerne möchten. Dann öffnet sich die Seele für die Ebenen, die uns vorher verschlossen waren.
 
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