Samadhi und wie man es erlangt

Werbung:
nahezu ausgeschaltet

Das glaube ich, daß Du fortgeschrittener bist als viele Andere. Wenn Du aber sagst "nahezu" würde das bedeuten, daß Du nach der Definition am Anfang noch nicht vollständig in die spirituelle Welt übergegangen bist. Wir haben da eine starke Sperre eingebaut, weil man überhaupt keine Lust mehr hat auf die materielle Ebene zurückzukehren und das ist ja dann gleichbedeutend mit dem Tod. Wie es auch die beiden Frauen in dem Film beschrieben haben, daß sie überhaupt keine Lust mehr hatten zurückzukommen.

Der göttliche Plan sieht offenbar vor, daß man nicht nur an sich selber denkt und an sein eigenes Samadhi, sondern auch an die ganze Menschheit. Das bedeutet, daß man die Voraussetzungen schafft, daß nachfolgende Generationen auch wieder diesen Weg gehen können. Dazu sind Organisationen und Netzwerke erforderlich. Wieviel Arbeit und Anstrengung das alles erfordert können die Meisten nur erahnen.

Schließlich kann man nur endgültige Befreiung erlangen wenn man sein karmisches Konto ausgeglichen hat. Davon sollte man ausgehen. Leute wie Patanjali und viele Andere haben es durch ihre Arbeit ermöglicht, daß wir überhaupt erst auf diese Ideen kommen. Von alleine hätte es wahrscheinlich sehr viel länger gedauert. Nun müßen wir dafür sorgen daß diese Lehre erhalten und weiterverbreitet wird.
 
Hallo Pfeil,

Du hast schon Recht damit, dass ich noch nicht vollständig in die spirituelle Welt übergegangen bin. Solange es noch Areale in mir gibt, die nicht von diesem Licht-Samadhi erleuchtet sind, solange habe ich noch Schatten und Dunkelheit in mir, die noch der Erleuchtung bedürfen. Aber ich freue mich, dass ich auf diesem Weg unterwegs bin. Und ohne die, die ihre Erleuchtung weitergegeben haben, wäre ich bestimmt nicht so weit gekommen.

Jeder der Erleuchtung bekommt, wird eine Wirkung in dieser Dimension hinterlassen.
Ein Licht, das im Dunklen irgendwo angezündet wird, wird immer die Umgebung etwas mehr erleuchten - und ein großes Licht wird noch größere Wirkung haben, auch wenn der Betreffende nichts schreiben oder mitteilen würde. Denn diese Energie alleine ist schon eine Wohltat für diese vorherrschende Finsternis.

Darum ist es vielleicht kein allzu großer Gegensatz, an sich und den eigenen Samadhi zu denken. Denn damit denkt man eben auch an die gesamte Menschheit. Durch den Samadhi wird man immer tiefer erleuchtet und kann so der Menschheit immer mehr an Licht und Energie geben. Das ist noch mehr, als eine Lehre aufrechtzuerhalten und zu verbreiten. Das ist diese Lehre zu leben und mit Energie auszufüllen. Ich hoffe, dass mir das besser gelingen möge.

Liebe Grüße von Oriano
 
Da hast Du Recht, am besten ist es zuerst sich selber zu vervollkommnen, dann ist man ein leuchtendes Beispiel. Graue Theorien gibt es viele. Was mir an Patanjalis Lehre gefällt ist die Einfachheit und Direktheit. Das ist der Stil der Yogis.
 
Daß Samadhi immer wieder als eine "Verschmelzung mit Gott" oder "Einheit mit Allem" bezeichnet wird ließe sich auch erklären. Einerseits damit, daß es verschiedene Stufen und Formen von Samadhi gibt.

Andererseits schrieb ich anfangs:

In den Veden wird beschrieben, daß Gott drei Aspekte hat:

1. Die Bagavan Form. Das ist sein spiritueller Körper als Krishna. Er hat die Gestalt eines Jünglings von etwa 15 Jahren mit einer dunkelbläulichen Hautfarbe wie der dunkle Teil einer Wolke. Manchmal hat er eine Flöte bei sich, auf der er auch spielt. Er ist allanziehend, das heißt jeder der ihn sieht gerät sofort in heftige Verzückung und Liebe zu ihm.

2. Der Paramatma. Das ist die Überseele, die im Herzen eines Jeden Lebewesen ist. Sie beobachtet von dort aus alles, greift aber wohl meist nicht ein.

3. Das alldurchdringende Brahman. Das ist die Ausstrahlung von Gottes Körper, die alle Universen durchdringt und aus dem alles aufgebaut ist.


Nun, mit welchem dieser drei Aspekte könnte man denn verschmelzen? Die Bagavan Form ist weit weg und zu erhaben. Mit dem Paramatma zu verschmelzen erscheint auch viele Stufen zu hoch, erst war man ein normales einzelnes Wesen und auf einmal soll man in allen Wesen aller Universen sein? Bleibt noch das alldurchdringende Brahman. Doch da wir bereits Teil des alldurchdringenden Brahmans sind und unsere Körper daraus aufgebaut sind sind wir sowieso schon immer damit verschmolzen.

Alles was wir sind, was wir sehen und was es für uns gibt ist aus dem alldurchdringenden Brahman aufgebaut. Wir sind also Teil von Gott und Allem, erkennen das aber normalerweise nicht. Wenn es uns nun plötzlich bewußt wird könnte es uns so vorkommen als ob wir mit Gott verschmelzen. In Wirklichkeit hätte sich gar nichts geändert, da wir ja schon immer mit dem alldurchdringenden Brahman verschmolzen waren. Nur unser Bewußtsein hat sich geändert.
 
  • Samadhi Pada - Über die Erleuchtung:
In der Balance aus Beharrlichkeit (Abhyasa) und Gelassenheit (Vairagya) wird der Zustand des Yoga erreicht. ||12|| Beharrlichkeit bedeutet, standhaft bei seiner Praxis zu bleiben. ||13||
Ohne Zweifel stellt sich Erfolg ein, wenn eine gut fundierte Praxis über lange Zeit, ohne Unterbrechung, mit Ernsthaftigkeit und Bedacht geübt wird. ||14||
Gelassenheit ist das Resultat eines Gleichgewichts im Bewusstsein, wenn das Verlangen nach allen Dingen, die man sieht oder von denen man gehört hat, erloschen ist. ||15||
Die höchste Stufe der Gelassenheit entsteht aus der Erfahrung des wahren Selbst, dann verlieren selbst die Grundeigenschaften der Natur ihre Macht. || 16||
Diese vollkommene Erkenntnis entsteht schrittweise aus Ahnung, Erfahrung, Freude und schließlich Einheitswahrnehmung. ||17||
Wenn jegliche Wahrnehmung erlischt und nur unmanifeste Prägungen verbleiben, entsteht der andere Zustand der Erkenntnis. Dieser basiert auf beharrlicher Praxis. ||18||

Zur wahren Erkenntnis kommen manche von Geburt aus, andere durch einen begnadeten Körper, wieder andere durch Naturverbundenheit. ||19||Wiederholung (Japa) von OM mit diesem Sinn führt zur spirituellen Ausrichtung (Bhavana). ||28||
Durch diese Praxis offenbart sich das unveränderliche Selbst und alle Hindernisse (Antaraya) lösen sich auf. ||29||

Das Ziel kann auch durch Atemübungen mit Ausatmen und Anhalten erreicht werden. ||34||
- Oder durch Kontemplation über Objekte und Eindrücke, was eine Stabilität und Bündelung des Geistes bewirkt. ||35||
- Oder durch Kontemplation auf das innere Licht, das frei von Leiden ist. ||36||
- Oder wenn das Wandelbare des Menschen (Chitta) nicht mehr die Gier zum Objekt hat. ||37||
- Oder durch Wissen, das aus einem Traum im Schlaf entsteht. ||38|| - Oder durch Versenkung (Dhyana) auf Liebe. ||39||




Ich habe einige Verse aus dem Yoga Sutra 1 – die Samadhi Pada – über die Erleuchtung zitiert, da sie meiner Meinung nach die Kernsätze von Patanjali veranschaulichen:


Beharrlichkeit im Tun und Üben und Gelassenheit als Folge des Erlöschens aller Wünsche und allen Verlangens. Dann kann man zur wahren Erkenntnis seines wahren Selbst kommen.


Hilfreich dazu ist das Praktizieren des OM-Tons – so wie im Kriya Yoga – im Verbund mit Atemübungen und der Kontemplation über Objekte, inneres Licht und Liebe.
Dann gelangt man zum Samadhi,


Das ist im Grunde genommen auch das, was ich praktiziere.
Ich verwende den OM-Ton zur Reinigung der ätherischen Energien. Das ist die Ausdehnung von Brahman im Körper.



Und ich verwende das innere Licht, das man auch im Lichtton wahrnehmen kann, zur Transformation aller auf das Ego gerichteten Energien. Das ist die spirituelle Energie - die Lichtenergie, die in Krishna gewirkt hat.



Paramatma ist der Aspekt unseres Geistwesens, dessen ich mir bewusst werde, um von den Anhaftungen frei zu werden, d.h. von den Gebundenheiten und Abhängigkeiten meiner irdischen, materiellen Existenz. Dann identifiziere ich mich nicht mehr mit diesem, sondern mit meiner "Überseele", die mein Kernselbst ist.


Die Bewusstwerdung dieser drei Energie-Formen geschieht nicht plötzlich, auf einmal, sondern setzt einen beharrlichen Prozess der "Bewusstmachung" und der Energie-Übernahme voraus, in der man diese Energien Stück für Stück übernimmt und gegen die unwissenden egozentrischen Energien austauscht. Dann kommt man zum Samadhi.


Liebe Grüße von Oriano
 
Diese vollkommene Erkenntnis entsteht schrittweise aus Ahnung, Erfahrung, Freude und schließlich Einheitswahrnehmung. ||17||

Patanjali schreibt auch "Einheitswahrnehmung". Man verschmilzt also nicht mit Allem, sondern nimmt wahr, daß man schon immer mit allem verschmolzen ist.

Es stellt sich auch die Frage wo will man eigentlich hin. Will man einen unpersönlichen Zustand erreichen in dem es keine Sinnesobjekte mehr gibt? Ich will das nicht. Ich möchte lieber zu einem himmlischen Planeten gelangen. Den unpersönlichen Zustand halte ich für ein Zwischenstadium im Brahmajyoti, entspricht dem Raum zwischen den Welten, wie ich oben schrieb:

Alle Religionen predigen die Existenz der spirituellen Welt. Es ist so etwas wie ein immaterielles Paralleluniversum. Die Veden geben eine klare Beschreibung.

Demnach ist die spirituelle Welt im Prinzip ähnlich aufgebaut wie die materielle. Leerer Raum und Planeten darin auf dem Wesen existieren. Im Zentrum ist eine Planetengruppe, die Vaikunthas. Dort sind die obersten Götter. Der bedeutendste dieser Planeten ist Krishna Loka. Dort befindet sich die Bagavan Form Gottes, Krishna.

Alle materiellen und immateriellen Welten sind aus der Ausstrahlung aufgebaut, die von seinem Körper ausgeht. Er ist also der Ursprung und das Zentrum von Allem.

Rajayoga lehrt den Weg sehr klar.

Rajayoga wurde oben auch schon erwähnt. Dort vertrat ich die Ansicht, daß Jeder ein Yogi ist und alle vier Yogaarten praktiziert:

Es gibt vier Haupt Yoga Richtungen:

1. Raja Yoga. Dazu zählen die körperorientierten Übungen wie Sundaranand sie praktiziert. Wohl deswegen weil man damit unmittelbar Erfolge erzielen kann gelten sie als der "Königsweg" des Yoga (Raja=König)

2. Bhakti Yoga. Der Weg der liebenden Hingabe an Gott.

3. Jnana Yoga. Wie man durch intellektuelle Erkenntnis Fortschritte macht.

4. Karma Yoga. Der Yoga der Tätigkeiten und wie man durch Veränderungen seines Karmas vorankommt.


Diese Yoga Arten entsprechen den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Eigenartigerweise trifft man meist auf Leute, die die Vorstellung haben sie machen nur eine Yogaform davon, die anderen nicht. Nach meiner Auffassung macht Jeder alle Vier, ob er will oder nicht. Jeder ist ein Yogi. Nur wenige machen es aber wirklich gut.

Man macht doch im ganzen Leben nicht immer nur eine einzige Tätigkeit. Vielmehr kommt alles bei Jedem vor. Jeder nimmt bestimmte Körperstellungen (entspricht Asanas) ein. Nur leider nehmen Viele stundenlang Fehlhaltungen ein, was dann zu entsprechenden schlechten Ergebnissen führt. Darauf hat mich ein guter Berliner Hatha Yogi aufmerksam gemacht (Dank an Detlef S.).

Jeder hat auch Gefühle. Die Gefühle der Liebe sind allerdings in der heutigen Zeit oft unterdrückt. Liebe ist eine zarte Pflanze oder ein mächtiger Baum. Sie muß organisch wachsen. Man kann nicht auf einmal Jemanden Lieben auf Befehl. Man kann es nur kommen lassen. Da die Menschen unterschiedlich gefühlsbetont sind kann man meiner Ansicht nach auch niemanden zwingen zu lieben.

Der Intellekt spielt auch eine wichtige Rolle. Zum Glück braucht man das Rad nicht neu erfinden. Die Yoga Philosophie ist schon vor Jahrtausenden ausgearbeitet und niedergeschrieben worden. Nun kommt es darauf an, sie aufzunehmen, geistig zu verarbeiten und so zu seinem eigenen Wissen zu machen.

Das Karma beinhaltet den Beruf und sonstige Tätigkeiten. Dabei gibt es drei Karmaformen: Akarma, Karma und Vikarma. Akarma bedeutet man handelt im Dienst an Gott, in Übereinstimmung mit dem göttlichen Plan. Dadurch löst man sein irdisches Karma allmählich auf und bewegt sich in Richtung Befreiung. Karma bedeutet normale Tätigkeiten, praktisch auf Augenhöhe. Du hilfst dem Nachbarn und der Nachbar hilft Dir. Vikarma sind Tätigkeiten die einen herunterziehen in Richtung Tierwelt. Das ist das Karma, das einem wirklich schadet.

So hat das Yoga System auch für das Alltagsleben vielfältige Hilfen, die einen dabei unterstützen sich allmählich zu vervollkommnen. Wenn man viele Jahre entsprechend lebt, dann kann es tatsächlich eines Tages so kommen, daß man vielleicht einem Yogi wie Sundaranand begegnet und dann reicht vielleicht nur ein kleiner Auslöser und man erfährt spontan Samadhi.

Raja Yoga bringt unmittelbare Erfolge. Doch es wird in der esoterischen Literatur auch immer wieder davor gewarnt zu schnell spirituellen Fortschritt zu machen. Alles muß sich zusammen harmonisch weiterentwickeln. Es kann problematisch werden, wenn man sich durch Raja Yoga auf höhere Ebenen bewegt, jedoch in Bhakti, Jnana und Karma Yoga Defizite hat.

Darum sollte man auch hier keine Hast und Gier nach spirituellem Fortschritt entwickeln, sondern sich ganz allmählich mit Vertrauen auf Gott in allen Bereichen vervollkommnen.
 
leeeeeeere
alle theorien ...fedddisch
ich bin mit meinem latein am ende...da beginnt es...
fröhliches scheitern allerseits...dann wirds eernst...:D
scheitern kann man nicht lernen ...aber sich drauf freuen schon ...:rolleyes:
dann wirds banal langweilig ...man ist der depp der nation ...
ein elender schwafler
und doch dem himmel näher als je zuvor
man glaubts nicht und ego ist träge und giert nur noch nach dem licht
wie gesagt ...ist mit seinem latein am ende
dann erst kann das licht aus der dunkelheit übernehmen ...
man sieht schwarz für die zukunft und genau aus dieser dunkelheit kommts dann und zwar jetzt
zukunft interessiert da nicht mehr...:)
 
Werbung:
Logisches Denken ist nicht grundsätzlich schlecht. Man soll denken wenn es nötig ist. Aber sich nicht zum Sklaven seiner Gedanken machen. Das ist Yoga, wie es Patanjali lehrt.
 
Zurück
Oben