Russland greift Ukraine an

(...)
Eins ist sicher, die Krim werden sie nie hergeben, wenn sie nicht müssen und das ist ein Punkt, den ich dann auch nachvollziehen kann, denn es der Zugang zum Mittelmeer, zur See überhaupt.
Die UA habe deswegen eine ähnliche Bedeutung für RU wie Kuba für die USA. Gut, wenn man sich von der NATO eigekreist fühlt, weil man den USA grundsätzlich immer misstraut, dann ja.

Soweit ich weiß impliziert eine NATO-Mitgliedschaft nicht automatisch, dass US-amerikanissche Truppen und Raketen in dem entsprechenden Land stationiert würden. Insofern könnte die Ukraine da Russland in Verhandlungen entgegen kommen und eine solche Stationierung ablehnen, wie Finnland es schon tat.

Das ist aber nur der militärische Punkt. Frau Wagenknecht müsste auch immer wieder dran erinnert werden, dass Russland sich ja auch schon alleine bedroht fühlte, dass die Ukraine sich an die EU annähern wollte und jetzt auch beitreten will. Und in diesem Punkt sehe ich keinerlei Anlass, warum man da Russland entgegen kommen sollte - vorrausgesetzt natürlich, die Ukraine erfüllt die nötigen Kriterien (und bei aller Sympathie: Ich persönlich wäre dagegen von diesen Kriterien für die Ukraine starke Abstriche zu machen - damit wäre weder der Ukraine noch der EU gedient, sondern die EU derart überfordert, dass sie auch der Ukraine nicht mehr viel helfen kann).

Was sie aber vollständig außen vorlassen, auch Wagenknecht, ist Putins Gebaren im eigenen Land. (...)

Du deutest es ja schon an: Damit kann man sehr viel Whataboutism betreiben.

Insgesamt sind da schon einige Punkte drin, die mich interessieren würden, aber wenn man so oberflächlich so wichtige Dinge in den Raum stellt, ohne Belege, dann ist das natürlich n bisschen zu dünn.

Es gibt eigentlich nur einen einzigen Punkt in ihrem Interview, den ich halbwegs interessant fand: Sie erwähnte einmal, dass die Ukraine in Verhandlungen Sicherheitsgarantien bekommen sollte. Ihr Ansicht könnte tatsächlich interessen werden, wenn sie ihre Vorstellungen davon mal detailierter ausführen würde.
 
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Ich bezog mich doch gar nicht auf das Wagenknecht Interview.

Die Krim will er haben, egal, wer da steht von der NATO oder nicht, und es gab in 2021 wie gesagt Ambitionen, dass Selenskyj sie mit Hilfe der USA und GB zurückhaben wollte, was natürlich legitim war.
Aber zusammen (!) mit all den anderen Punkten, die in dem Artkel eben nur angerissen wurden, einseitige Aufkündigung von Abrüstung seitens der USA, Stationierungen von Raketenabwehr in Rumänien und Polen, kann man sich vorstellen, wie Putin das verarbeitet hat mit den Macken und dem paranoiden Misstrauen,was er sowieso hat
Ich glaube zwar nicht, dass er sich ernsthaft bedroht fühlte, außer vllt bzgl.der Krim, ds ist Getue. Aber mit Sicherheit wieder (gefühlt!) provoziert durch übergangen werden und somit gedemütigt.
Ich halte ihn für einen gefährlichen Narzissten und Machtmenschen,bei dem sowas ernsthaften Zorn und Rachegelüste auslöst.
Das muss einen nicht interessieren unbedingt, mich interessiert es schon. Weil man es kaum fassen kann, zu was für weltpolitischen Katastrophen solche Formen von Psycho-Macken führen.
Und die Amerikaner mussten nach dem KK die Sieger mimen, unbedingt. Wie die Halbstarken.
Was,sollte das, warum müssen sie das, in der hochsensiblen Situation, und noch Jahre später?


Es reisst regemässig Millionen Leute in die Shice, dass Männer ihr Ego nicht in den Griff kriegen.
Überall und ständig.
Das ist es, darüber könnte ich regelmäßig die Krise kriegen...zum kotzen.

Natürlich geht es vordergründig um Geld, Macht, Gebiete, Einfluss.
Aber auch das ist nur Ausdruck von Ego- und Psychomacke, psychoseähnlichem Wahn.
Jetzt muss nur noch Trump kommen, dann ist der Wahnsinn in der absoluten Übermacht, weltweit.
Nicht, dass er es nicht schon vorher war, aber es nimmt Formen an, die langsam katastrophal krass werden.
Irrenhaus.
 
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Ich glaube zwar nicht, dass er sich ernsthaft bedroht fühlte, außer vllt bzgl.der Krim, ds ist Getue. Aber mit Sicherheit wieder (gefühlt!) provoziert durch übergangen werden und somit gedemütigt.
Ich halte ihn für einen gefährlichen Narzissten und Machtmenschen,bei dem sowas ernsthaften Zorn und Rachegelüste auslöst.
Ich glaube nicht, dass man mit küchenpsychologischen Erklärungsmustern weiterkommt. Das hatten wir schon damals bei Putins Einstieg in den Völkermord. Und es ist heutzutage ebenso fehlerhaft wie in den Frühzeiten des Threads. :rolleyes:
 
Das hier finde ich auch so ein Ding, examplarisch.


Rolf Mützenich spricht sich für ein Einfrieren des UA-Konfliktes aus und meint damit lediglich, in die Richtung mal einzuwirken. China z.B. deutlicher anzusprechen, dass sie in dem Konflikt aktiver werden, das dachte ich von Anfang an, weil die starke Interessen an der UA wegen der Seidenstrasse haben.
Das eröffnet Möglichkeiten.
Die EU könnte zum Beispiel sagen, wenn die Seidenstraße durch eine von Putin kontrollierte UA führt, dann werden wir abspecken müssen in Sachen Handel, Meister Chinamann-mit-dem-Traum-die-Weltwirtschaftsmacht-zu-werden.
Setzt natürlich voraus, dass man das auch durchzieht dann und auf Konsum zu verzichten bereit wäre.
Harhar, das möchte ich nämlich sehen, immer den Humanismus auf die Flagge, aber wenns darum geht....
Russland ist aber angeblich ziemlich abhängig von China mittlerweile, also wäre das ein Hebel.
Mützenich sagt auch, das Einfrieren ist natürlich letztlich die Entscheidung beider Parteien. Wir können das doch auch gar nicht beschließen.
Dann kann er das doch sagen, in eine andere Richtung mal zu denken.

Aber nein, die Gemeinde kreischt auf, wieder Empörungs-La-Ola.
Finde ich gut, dass der sich nicht den Mund verbieten lässt.

Ich weiß nun nicht, ob er damit meint, Waffenlieferungen weiter zurückzufahren, das halte ich parallel dazu für völlig falsch, eher erhöhen vorher, dann eine Weile so lassen die Situation. Dann hätte man eine militätisch stärkere Position, wenn man solche Vorschläge anbringt.
Im Moment steht die UA zu schwach da.

Interessant wäre auch, was die USA darüber denken, die sind schließlich quasi im Wirtschaftskrieg mit China.
Fänden die das gut, wenn die nach Europa Seidenstaße nix wird, weil Putin in der UA hockt? Oder sind NATO-Interessen ihnen wichtiger?

Was man alles so nicht weiß.....tsts.
 
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Rolf Mützenich spricht sich für ein Einfrieren des UA-Konfliktes aus und meint damit lediglich, in die Richtung mal einzuwirken.
Das Blöde ist leider, dass der Vorschlag zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt kommt.
Der Ukraine gehen aktuell Munition und ihre Soldaten aus.
Und über mögliche Munitions- und Waffenlieferungen an die Ukraine spricht der Mützenich halt überhaupt nicht.
Da kann ich schon verstehen, dass der Aufschrei erst mal groß ist.

Aber das juckt Putin ja aktuell ohnehin nicht.
Denn der will ja derzeit keinen Waffenstillstand, solange die Ukraine sich so schlecht verteidigen kann.
 
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Das Blöde ist leider, dass der Vorschlag zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt kommt.
Der Ukraine gehen aktuell Munition und ihre Soldaten aus.
Das steht ja auch in meinem Beitrag:

" Ich weiß nun nicht, ob er damit meint, Waffenlieferungen weiter zurückzufahren, das halte ich parallel dazu für völlig falsch, eher erhöhen vorher, dann eine Weile so lassen die Situation. Dann hätte man eine militätisch stärkere Position, wenn man solche Vorschläge anbringt.
Im Moment steht die UA zu schwach da." (Post #22714, wieso macht direktes "zitieren" ein ganz neuen Post auf?🤔)

Man muss halt zuende lesen...;)
 
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Man muss halt zuende lesen...;)
Hab ich. Deshalb mein Like.

Ändert aber trotzdem nix daran, dass Du die angesäuerten Reaktionen anderer über seine Worte offenbar nicht gänzlich nachvollziehen kannst.
Denn Du schreibst:
Aber nein, die Gemeinde kreischt auf, wieder Empörungs-La-Ola.

Finde ich gut, dass der sich nicht den Mund verbieten lässt.
Klar, aber er erntet dafür halt leider Kopfschütteln, und das nicht unberechtigterweise.
 
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Ändert aber trotzdem nix daran, dass Du die angesäuerten Reaktionen anderer über seine Worte offenbar nicht gänzlich nachvollziehen kannst.
Ich kann das durchaus nachvollziehen, aber ich denke, eine Diskussion wäre, wenn man in der Lage wäre zu sagen "Interessanter Vorschlag, aber nicht jetzt und nicht unter diesen Bedingungen grade jetzt in der UA. Zuerst stärken wir sie, und dann überlegen wir uns das nochmal".
Wenn man in der Lage wäre, etwas aufzugreifen, was jemand sagt, mit dem man keine hundert Prozent Deckung hat ansonsten.
Statt dessen wird wieder die Empörung über die Person/die Partei whatever in den Vordergrund gestellt und klar, die CDU nutzt es für sich aus.

So kommt man nie weiter, sondern verhärtet die Positionen, dient der Festgefahrenheit, statt im Fokus zu halten, was könnte der SACHE mehr dienen.

Das ist das, was mich nervt an diesen Empörungs-La-Olas. Dass sie zum Selbstzweck werden.

Und das geht so weiter. Wenn das nächste Mal jemand unter veränderten Vorzeichen solch einen Vorschlag macht, dann heißt es "Ach, gehören Sie zur Mützenich-Fraktion??", und damit ist das etikettiert, diskreditiert, mit Schlagwort versehen, und der Inhalt vollkommen egal, wird in jedem Fall reflexhaft abgeschmettert.
So läuft das.
 
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