Die Sache mit dem rechten Gedankengut...
Opfer rechtsextremer Gewalt wurden weder staatlich noch durch Medien bis weit in die 90er erfasst,
hier hat man ähnlich wie zu RAF-Zeiten lang verschlafen, daß es sich nicht um geistig abnorme Einzeltäter, sondern um organisierte Gruppierungen handelt,
die ihre politischen Ziele unter Mordandrohung oder sonstiger Gewaltbereitschaft umzusetzen bereit sind.
Wer unter "Nazitreffen" googelt, kann sich das Blutlied der Neonazis uä. Dinge im Netz ansehen, Aufnahmen die von Journalisten zuteils unter Lebensgefahr gemacht wurden, um zu sehen, wie es bei so einem geheimen Nazitreffen zugeht. Das sind nicht bloß ein paar jugendliche orientierungslose Deppen.
Bei sozialen Brennpunktfragen denken viele zunächst einmal nur an Ausländer.
Im Bundesministerium für Inneres sieht man das anders.
Alles was Richtung Rechtsextrem geht bekommt früher oder später Ärger mit dem Verfassungsschutz und das ist gut so.
Es gibt aber auch ein reales "Ausländerproblem", das behandelt werden muß und zwar sachlich.
Genau hier hat die Regierung Schwierigkeiten, denn es gibt kaum etwas zwischen dem linksliberalen "Alle Menschen sind willkommen" und der rechten "Ausländer raus" Attitude...
Bei soviel Emotionalität in einer instrumentalisierten Handhabung kann kaum ein Gesetz oder Beschluß erlassen werden, ohne daß dieser von der gegnerischen Fraktion angegriffen wird. Das Problem sind hier nicht die Politiker...und sollte es wiedermal einen Führer geben, dann auch nur, weil es ein Volk gibt, das hinter einem solchen Führer steht.
Links ist gut und rechts ist böse? Das wär schön einfach, nicht...?
Das Problem ansich ist noch nicht einmal links oder rechts...es ist die Radikalisierung im Allgemeinen und diese nimmt zuteils witzige Ausmaße an; wenn zb. ältere Ausländergenerationen, die Staatsbürgerschaft gerade erst erhalten, auf Ausländer losgehen...
Bei solchen Menschen, ganz egal woher, gewinne ich zunehmend eine große Sympathie für das AIDS-Virus
