"Rechtes Gedankengut nimmt zu"

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Das Dumme, ist, dass einige keine Ahnung haben, dass sie rechts sind.
Ich kenne jemanden, schwer christlich und ein unglaublich lieber Mensch.
Sie bereitet sich auf so eine Situation vor.
Sie hat keine Ahnung, dass sie (auch sonst hin und wieder) rechte Gedanke von sich gibt (die Angst, die Muslime könnten das Christentum verdrängen z. B.).
Da wirken sehr subtile Einflüsse........

Ja. Kaum jemand möchte wirklich rechts sein. Fast alle sehen in sich die Mitte bzw. gemäßigte Positionen.

Und ds haben viele Leute auch einen wichtigen Punkt: Zwischen rechts-konservativ und rechtsradikal liegen noch Welten, und es ist durchaus wichtig und richtig da zu differenzieren und sie nicht alle in den gleichen Pott zu werfen.

Viele aber bemerken nicht, dass Beteuerungen a la: "Ich bin nicht rechts, aber ..." durch das Zunichte gemacht werden, was nach dem "Aber" kommt.

"Ich habe nichts gegen Spinnen, aber in mein Haus kommen die Biester nicht, und ich töte diese Untiere sofort, wenn ich sie sehe." (überspitzt dargestellt)

So betrachtet würde es mich tatsächlich nicht wundern, wenn diversen AfD-Mitgliedern erst spät auffällt, dass sie die Partei mit echten rechtsradikalen teilen....
 
Ja. Kaum jemand möchte wirklich rechts sein. Fast alle sehen in sich die Mitte bzw. gemäßigte Positionen.

Und ds haben viele Leute auch einen wichtigen Punkt: Zwischen rechts-konservativ und rechtsradikal liegen noch Welten, und es ist durchaus wichtig und richtig da zu differenzieren und sie nicht alle in den gleichen Pott zu werfen.

Viele aber bemerken nicht, dass Beteuerungen a la: "Ich bin nicht rechts, aber ..." durch das Zunichte gemacht werden, was nach dem "Aber" kommt.

"Ich habe nichts gegen Spinnen, aber in mein Haus kommen die Biester nicht, und ich töte diese Untiere sofort, wenn ich sie sehe." (überspitzt dargestellt)

So betrachtet würde es mich tatsächlich nicht wundern, wenn diversen AfD-Mitgliedern erst spät auffällt, dass sie die Partei mit echten rechtsradikalen teilen....

Ich erlebe, daß einige, die nicht rechtsradikal sind, sondern eher konservativ oder mit einem Teil Angst vor Zuwanderung und sonst aber überhaupt nichts rechts, alle in einen Topf geworfen wurden und sich dann gesagt hat, jetzt ist eh schon egal, dann soll es halt so sein. Da sehe ich bei sehr vielen FPÖ-Wählern. So ein "na dann bin ich halt rechts" und das bei Leuten, die das absolut nicht sind. Es will keiner rechts sein, aber es wird auch immer mehr egal, die Leute schalten ab und das wars. In einer Zeit, wo es genügt, als rechts zu bezeichnet zu werden, wenn man als Frau sagt, daß man Angst hat bei Gruppen von jungen männlichen Ausländern, und hier ist auch einiges passiert, was diese Ängste verstärkt, da denken sich dann viele, es ist vielleicht doch nicht so schlimm, rechts zu sein, wenn rechts nur sowas bedeutet. Diese Leute sind schon gegen rechtsradikale, aber sie wollen über nichts mehr reden, einmal im Topf haben sie sich abgewendet.
 
Ich erlebe, daß einige, die nicht rechtsradikal sind, sondern eher konservativ oder mit einem Teil Angst vor Zuwanderung und sonst aber überhaupt nichts rechts, alle in einen Topf geworfen wurden und sich dann gesagt hat, jetzt ist eh schon egal, dann soll es halt so sein. Da sehe ich bei sehr vielen FPÖ-Wählern. So ein "na dann bin ich halt rechts" und das bei Leuten, die das absolut nicht sind. Es will keiner rechts sein, aber es wird auch immer mehr egal, die Leute schalten ab und das wars. In einer Zeit, wo es genügt, als rechts zu bezeichnet zu werden, wenn man als Frau sagt, daß man Angst hat bei Gruppen von jungen männlichen Ausländern, und hier ist auch einiges passiert, was diese Ängste verstärkt, da denken sich dann viele, es ist vielleicht doch nicht so schlimm, rechts zu sein, wenn rechts nur sowas bedeutet. Diese Leute sind schon gegen rechtsradikale, aber sie wollen über nichts mehr reden, einmal im Topf haben sie sich abgewendet.

Ich verstehe, was Du meinst. Es ist eine Art Beißreflex, der in solchen polarisierten Themen einsetzt, dass man auch in moderaten oder vorsichtigen Äußerungen schon Radikalismus wittert. Die Gegenposition wird dann nicht mehr differenziert betrachtet, sondern nur noch als eine radikale Masse.

Das findet man in fast allen polarisierten Themen.

Ich glaube, es war @Hellequin, der mal forderte auch die Rechte der Menschen zu achten, deren Ansichten man nicht teilt. Eine Forderung, die wir alle ab und zu mal uns ins Gedächtnis rufen müssen.
 
Hier wo ich lebe, ist das auch schlimm, da wird öffentlich gegen Ausländer gehetzt und gegen FL. gemeckert, aber mir taugt dieses Denken nichts. Ich kann damit nichts anfangen und denke mir immer über diese Meckerköppe, "was für Alöcher" die haben doch nur Angst, sie könnten weniger haben, was aber Schwachsinn ist.
 
kann , muss aber nicht.

Das "radikal" kann auch nur in der Art und Weise, WIE sie ihr Meinung äußern, begründet sein und trotzdem sind sie der selben Meinung.

Wobei ich auch Rechtsradikale, die es nur schaffen, ihre Ansichten "netter" auszudrücken, als radikal erachte.

ja, das hört aber da auf, wo diese Menschen ihre Rechte nutzen, um die von anderen einzuschränken. Und genau daran unterscheidet sich Konservatismus von Radikalität...

Ja. Das sind dann auch die Leute, die ihre Meinungsfreiheit verletzt sehen, weil man ebenfalls das Recht der freien Meinungsäußerung nutzt und ihnen widerspricht.
 
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Die Sache mit dem rechten Gedankengut...

Opfer rechtsextremer Gewalt wurden weder staatlich noch durch Medien bis weit in die 90er erfasst,
hier hat man ähnlich wie zu RAF-Zeiten lang verschlafen, daß es sich nicht um geistig abnorme Einzeltäter, sondern um organisierte Gruppierungen handelt,
die ihre politischen Ziele unter Mordandrohung oder sonstiger Gewaltbereitschaft umzusetzen bereit sind.

Wer unter "Nazitreffen" googelt, kann sich das Blutlied der Neonazis uä. Dinge im Netz ansehen, Aufnahmen die von Journalisten zuteils unter Lebensgefahr gemacht wurden, um zu sehen, wie es bei so einem geheimen Nazitreffen zugeht. Das sind nicht bloß ein paar jugendliche orientierungslose Deppen.

Bei sozialen Brennpunktfragen denken viele zunächst einmal nur an Ausländer.
Im Bundesministerium für Inneres sieht man das anders.

Alles was Richtung Rechtsextrem geht bekommt früher oder später Ärger mit dem Verfassungsschutz und das ist gut so.
Es gibt aber auch ein reales "Ausländerproblem", das behandelt werden muß und zwar sachlich.

Genau hier hat die Regierung Schwierigkeiten, denn es gibt kaum etwas zwischen dem linksliberalen "Alle Menschen sind willkommen" und der rechten "Ausländer raus" Attitude...
Bei soviel Emotionalität in einer instrumentalisierten Handhabung kann kaum ein Gesetz oder Beschluß erlassen werden, ohne daß dieser von der gegnerischen Fraktion angegriffen wird. Das Problem sind hier nicht die Politiker...und sollte es wiedermal einen Führer geben, dann auch nur, weil es ein Volk gibt, das hinter einem solchen Führer steht.

Links ist gut und rechts ist böse? Das wär schön einfach, nicht...?

Das Problem ansich ist noch nicht einmal links oder rechts...es ist die Radikalisierung im Allgemeinen und diese nimmt zuteils witzige Ausmaße an; wenn zb. ältere Ausländergenerationen, die Staatsbürgerschaft gerade erst erhalten, auf Ausländer losgehen...

Bei solchen Menschen, ganz egal woher, gewinne ich zunehmend eine große Sympathie für das AIDS-Virus :)
 
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