Shimon1938
Sehr aktives Mitglied
Rechts, i.S. von Wertekonservativ, ist m.E. normaler Bestandteil einer Gesellschaft. Differenzen in Standpunkt u. Haltung unserer Gegenüber müssen und können wir aushalten.
Was mir aber tierisch auf den Keks geht, ist, dass Rechtsextreme (was. m.E. weit über rechten Konservatismus hinausgeht) - u. dazu zähle ich die überwiegenden AkteurInnen der politischen AfD - in einem politisch-demokratischen System respektvoll "auf Augenhöhe" behandelt werden wollen, das sie mit allen Mitteln bekämpfen und aushebeln wollen - und das so gar nicht respektvoll, od. mit Blick auf die Würde des/der Einzelnen und gerne auch mit Hetze, Ausgrenzung u. Gewalt auch u.v.a. gegen Andersdenkende.
Es sind Äußerungen wie die von B. Höcke (Quelle: Nie zweimal in den selben Fluss steigen; 2018 online Download), die eine politische Gruppierung wie die AfD als rechtsextrem qualifizieren und als echten Diskussionspartner in demokratischen Prozessen ad absurdum führen und sie zu einer echten Gefahr für eine offene, liberale Gesellschaft machen.
Wenn er dabei von wohltemperierter Grausamkeit als notwendige Maßnahme zur Durchsetzung ihrer Ziele schreibt oder davon, dass sich menschliche Härten und unschöne Szenen nicht werden vermeiden lassen, sind das keine "Theorien" mehr, die man in einen demokratischen Diskurs einbetten oder gar bearbeiten könnte.
Das sind Demagogen Phantasien und präventives Weichzeichnen von Gewalt gegen Schwache u. Andersdenkende.
Liebe KassandrasRuf,
der oft zittirter Höcke hat auch Polizei, Beamte und Soldaten dazu aufgerufen, sich gegen das Parlament zu stellen und die Vorgaben der Regierung zu boykotieren...(Es gibt oder gab ein diesbezüglicche Video bei yotube, ich habe das angehört...). Höcke ist ein "anderer Kalieber".
Shimon
