Psyche und drüber reden, gut oder schlecht?

Und ich bin leider davon enttäuscht. Mich stört der grosse Altersunterschied zwischen meiner Psychologin und mir. Sie ist für mich gefühlsmässig noch näher an ihrem Studium dran als an mir als Frau und meiner ganzen Lebenserfahrung, die ins Rentenalter kommt.
Weiss gerade nicht, was ich tun soll...ich zahle immerhin die Fahrten jedesmal.
Kann ich verstehen, zumal die jetzt echt zackiger und distanzierter sind, scheint mir.
Die alte Garde, die wirklich in die Tiefe ging, gründlich war und sogar (professionelle aber doch menschliche) Nähe und Kontakt zuließ, hört auf und geht in Rente.
Die Neuen sitze da blankgeputzt mit Agenda und vor sich das Schild "Professionell und distanziert".

Das hat nicht dieselbe Wirkung, denn was heilt, ist immer Kontakt zum Menschen.
 
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Kann ich verstehen, zumal die jetzt echt zackiger und distanzierter sind, scheint mir.
Die alte Garde, die wirklich in die Tiefe ging, gründlich war und sogar (professionelle aber doch menschliche) Nähe und Kontakt zuließ, hört auf und geht in Rente.
Die Neuen sitze da blankgeputzt mit Agenda und vor sich das Schild "Professionell und distanziert".

Das hat nicht dieselbe Wirkung, denn was heilt, ist immer Kontakt zum Menschen.

Genau so! Ich habe gemerkt, dass ich weniger das Reden an und für sich brauche, sondern das Gefühl, verstanden und "abgeholt" zu werden.
Zum Glück habe ich eine Freundin, die das sehr gut kann.
 
Kann ich verstehen, zumal die jetzt echt zackiger und distanzierter sind, scheint mir.
Die alte Garde, die wirklich in die Tiefe ging, gründlich war und sogar (professionelle aber doch menschliche) Nähe und Kontakt zuließ, hört auf und geht in Rente.
Die Neuen sitze da blankgeputzt mit Agenda und vor sich das Schild "Professionell und distanziert".

Im Gegenteil. Damals wurde streng getrennt, während man sich heute immer mehr in die Richtung geht, dass Psychotherapeuten den Begriff der professionellen Distanzierung nicht überdehnen müssen.

Die, die nun in Rente gehen, mussten größtenteils nicht einmal die mehrjährige Ausbildung zum PsychotherapeutIn machen - und konnten, nicht lange nach dem Psychologiestudium Patienten behandeln.

Vermutlich könnte ich schon wechseln, aber vielleicht beende ich es auch einfach bald.

Du könntest es auch einfach ausprobieren. Zwar sind Wartelisten meist lang, aber Erstgespräche sind oft schneller möglich.
 
ich finde auch bei den Jungen Therapeuten viele recht einfühlsam und lassen sich ein.
natürlich sind einige auch diffenrenzierter wie die älteren,
der Vorteil an Älteren kann sein das sie mehr Erfahrungswerte haben.

Zum Thema als solches,
wenn jemand das Bedürfnis hat zu reden , dann findet er ganz sicher jemanden und wenn es nur der Hausarzt ist oder die nette Nachbarin,
wenn jemand an psychischen Problemen arbeiten will und sichtlich was ändern will, glaube ich bedarf es mehr wie nur reden sondern auch therapeutische Arbeit, in Hinsicht bestimmter Therapieansätze.
Zb Traumatherapie, Verhaltensthapie usw.
 
ich finde auch bei den Jungen Therapeuten viele recht einfühlsam und lassen sich ein.
natürlich sind einige auch diffenrenzierter wie die älteren,
der Vorteil an Älteren kann sein das sie mehr Erfahrungswerte haben.

Die Frau, die mit mir das Aufnahmegespräch gemacht hat, war auch jung und bei ihr habe ich mich sofort wohl gefühlt. Sie ist aber nicht mehr dort.
Die Erfahrung ist sicher auch ein Faktor, die merkt man schon.
 
Oh sorry, hab wohl etwas an dir vorbei geredet. Ich bin nur von meiner Therapie enttäuscht.
Alles klar.

Ich war von meinen Therapien auch jedes Mal enttäuscht, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass mich jede ein kleines Stück weitergebracht hat. Nicht so viel, wie ich gehofft hatte, aber selbst aus den schrecklichen konnte ich etwas für mich mitnehmen .

Zur Zeit gehe ich zu einer Selbsthilfegruppe, in der ich mich wohlfühle. Vorher habe ich allerdings verschiedene ausprobiert, in denen das nicht so war.

Das Gute ist, dass man sie tatsächlich einfach ausprobieren kann, ohne Warteliste.
 
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