SYS41952
Sehr aktives Mitglied
- Registriert
- 5. August 2018
- Beiträge
- 21.785
Alles gut. Wie zuvor erwähnt, ich kann das verstehen. Es ist halt nur wichtig, dass egal wie schlimm persönliche Erfahrungen sind, es nicht der Normalfall ist, weil das andere davon abhalten kann, Hilfe zu suchen, die sie dringend notwendig benötigen. Das Problem ist, das die Medizin davon ausgehen muss, dass der Mensch, wenn er körperlich/ geistig gesund wäre, Hilfe haben wollen würde. Sonst wäre Medizin nicht möglich, aber das eröffnet natürlich einen riesigen Graubereich.Naja, Grenzen sind halt oft nicht so klar. Für mich fühlt sich auch Gewalt ethisch komplex an, weil ich weiss, dass es nicht nur physische Gewalt gibt. Das Leben meines Bruders betraf halt auch mein Leben. So ist das halt, wenn man aus dem Leben heraus und nicht von Paragraphen schreibt.
Die Diskussion begann ja damit, dass ich schrieb: heisst aber nicht , dass man nicht später wieder eine Therapie beginnen kann, oder vielleicht sogar muss.
Zwangsmedikation ist gerade in psychischen Bereichen häufig eine retrospektive Einschätzung. Und Menschen mit Psychosen können durchaus vollkommen normal erscheinen und ihren Willen bekunden, während sie gleichzeitig sicher sind, dass Retoliden in Menschhaut sie mit Medikamenten vergiften wollen. Alles sehr komplex