Hallo Helga,
Wenn alle Anzeichen, Ton, Gesichtsausdruck auf Wut hinweisen, dann wird meine Selbstwahrnehmung sicher richtig liegen.
Ja, dann liegste richtig. Ich hab vor Jahren mal eine Körpertherapie gemacht, damals fand ich das richtig lustig, zu welchen Haltungen man neigt, wenn man entsprechendes im Innern fühlt.
Ich selbst habe Mond-Mars Quadrat und merke es sehr wohl wenn ich wüdent werde und stehe auch dazu. Natürlich kommt es darauf an wie man damit umgeht. Ich emfinde Wut wie andere Emotionen als natürlicher Bestandeil des Lebens und finde es besser man bringt es konstruktiev zum Ausdruck, als es wird verträngt und es braut sich ein gewaltiges Gewitter zusammen.
Was besser oder schlechter ist, wage ich nicht zu beurteilen. Beides kann sehr unangenehm sein. Die, die ständig ausrasten gehen einem auf den Wecker und die, die wie Gewitter hereinbrechen, die sind auch nicht auszuhalten. Die Gewittertypen sind dann wohl die Erd-Feuer-Typen, zu denen ich auch gehöre. Es kracht nur alle paar Jahre mal, wenn man an ganz elementaren Punkten sehr verletzt wird. Wenn man mir dann die Erde unter den Füßen wegzieht das ist ja so einfach nicht, weil Erde recht stabil ist - dann bricht sich das Feuer eruptiv Bahn und es kommt zum Vulkanausbruch.
Bei einem Gewitter im letzten Jahr holte mich mein Heilpraktiker mit 3 Sitzungen wieder auf die Erde und schenkte mir ein weiteres Mal die Erkenntnis, das Menschen eben unterschiedlich gestrickt sind, auf Unterschiedliches anspringen und aus der Kindheit Unterschiedliches mitbringen, was Wut entstehen lässt und wann und wie diese Wut entsteht bzw. ausbricht und wie sie gezeigt wird. Ist doch beruhigend und vor allem menschlich.
Auch wenn schnelles Wutablassen im ersten Moment gesünder erscheinen mag, so ist es doch so, dass dadurch der Kern des Problems lange nicht erkannt wird bzw. ein ums andere Mal verlagert wird und man immer wieder recht schnell aus dem gleichen Grund hochgeht. Bei einem Gewitter, da kann man sicher sein, dass man die Chance bekommt ganz große Knoten heilen zu lassen, auch wenn dabei so einiges an Porzellan zerschlagen wird und man damit erst mal fertig werden muss.
Hallo Simi,
Noch ein Wort zu Schuldgefühlen. Man könnte auch sagen, schlechtes Gewissen. Wie entsteht das denn? Na, wenn man sich selbst oder anderen nix Gutes getan hat. Und warum tut man nicht das Beste, was man kann? Weil man sich vor etwas fürchtet. Oder kennt ihr einen anderen Grund?
Schlechtes Gewissen kann aus unzähligen Gründen entstehen. Wie Helga sagt, aus einem Mangel an Selbstliebe, aus der Unfähigkeit heraus, sich selbst oder anderen zu vergeben. Aus einem Nichtakzeptieren der eigenen Anlagen, weil diese von anderen als unschön betrachtet werden. Schuldgefühl kann ein tief verwurzeltes Kindheitsmuster sein, es kann entstehen, wenn man auf Kosten anderer bestimmte Dinge erreicht und erst später bemerkt, dass dies so geschah. Wenn man ohne Rücksicht auf Verluste handelt und dies später bereut, oder wenn man andere übervorteilt, moralische Konflikte eben. Ich meine aber nicht, dass man immer aus Angst Dinge tut, die einem selbst und anderen nicht gut tun. Angst macht einen ja auch u.U. handlungsunfähig.
Zudem sind Schuldgefühle praktisch. Wenn man weiß, dass man schuld ist, dann ist das Problem ja schon gelöst.
Schlaft schön.
Kayamea