Pan

Noch eine Frage: Wie setzt ihr Pan in Verbindung mit Panik?
Liebe Grüße
Terrara
Pan war hin und wieder die Mittagsruhe einfach zu öde, und als neckischer alter Schelm, hat er dann manchmal einen Heidenlärm veranstaltet, durch den die friedlich vor sich hindösenden Herden aufgeschreckt wurden und dann in "Panischem" Schrecken das Weite suchten...:)
 
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Pan war hin und wieder die Mittagsruhe einfach zu öde, und als neckischer alter Schelm, hat er dann manchmal einen Heidenlärm veranstaltet, durch den die friedlich vor sich hindösenden Herden aufgeschreckt wurden und dann in "Panischem" Schrecken das Weite suchten...:)

:umarmen::thumbup:
 
Hi,

ich schreib mal was mir so dazu einfällt.
Pan ist eine Energie, die aus vielen Einzelaspekten besteht, welche die Menschen über lange Zeiten hin sich zusammen gesucht haben. Eigentlich ist er ein Mythos, der meine ich, schon bei den alten Griechen/Römern zu finden war und die Fruchtbarkeit im männlichen animalischen Sinn verkörpert, ebenso wie Verzauberung. Für genaueres müsste man die Entwicklungsgeschichte dieses Wesens in den Büchern der Menschen nachverfolgen. Für mich ist er ein Archetyp, also weniger ein reel existierendes Wesen als ein Bild, das verschiedene Aspekte verkörpert. Glauben über lange Zeit genügend Menschen daran, verdichten sich diese Aspekte tatsächlich zu einer Art von energetischem Leib und einem Charakter, der diesen entspricht.
Wenn man Pan also ruft, bekommt man ihn auch zu spüren.

Für mich verkörpert er einwenig die sexuelle Energie von Naturwesen, die es in diesen Belangen ohnehin einwenig anders handhaben als Menschen. Sexualität ist im ersten Sinn nicht nur die Verbindung, sondern auch der Austausch von Energien, der sich dann in einer Schwangerschaft versinnbildlicht. Es verbindet den Menschen mit der Kraft und der Fruchtbarkeit der Natur, die anders, als zB Engelenergien, eine tragende Säule unserer Mutter Erde ist. Diese Energie in sich tragen, eben zB durch die Verbindung zu dem Pan, kann helfen, besseren Kontakt zur Mutter herzustellen. Wichtig ist dabei immer zu bedenken, dass Pan im Grunde genommen ein von Menschen zusammen gepuzzeltes Wesen ist, das neben den Energien der Mutter auch solche in sich trägt, die ihm die Menschen im Laufe seiner Entstehungsgeschichte zusätzlich noch dazu gedichtet haben.

Wer also mit Naturwesen der physischen Sorte, weniger Kontakt hat, der kann sich gut mit diesem Pan der Menschen behelfen. Andere Pans gibts ebenso, jedoch sind sie vergessen, weil aus uralten Religionen und heidnischen Kulten stammend, die es vor dem Ziegenbockbeinigen gegeben hat, also vor der Antike.

Liebe Grüße
Caramella
 
Wichtig ist dabei immer zu bedenken, dass Pan im Grunde genommen ein von Menschen zusammen gepuzzeltes Wesen ist, das neben den Energien der Mutter auch solche in sich trägt, die ihm die Menschen im Laufe seiner Entstehungsgeschichte zusätzlich noch dazu gedichtet haben.

Liebe Caramella,

das ist bei der Arbeit mit allen Gottheiten so, ebenso mit Engeln, Dämonen, oder auch Elementarwesen, es kommt immer darauf an aus welchen Glaubenssystem und welcher Kultur jemand stammt und wie er arbeitet, bzw. nach welchen Modell.

Ein Schamane arbeitet beispielsweise nach dem Geistermodell, dass heißt er nimmt Wesenheiten als eigenständig von sich getrennt wahr, das kann durchaus von Vorteil sein und wenn man mehr psychologisch unterwegs ist, kann man Wesenheiten als Archetypen empfinden und damit als ein Teil von sich sich selbst verstehen, magisch ist es meist so, dass mehrere Gedanken-Modelle ineinander verschmolzen werden, je nach Ziel der magischen Arbeit zb. Evokation/Invokation, oder auch ganz anderes und dem zugehörigen Thema.

Das gehört zum Grundwissen und sollte nicht Bestandteil der Diskussion sein;-)

Die Frage, inwieweit also die Gottheit Pan als reine Kraft existiert, stellt sich mir gar nicht, sondern einfach um den Erfahrungsaustausch, an dem man sieht dass diese Kraft kanalisiert wurde.

Nun hätte ich noch eine Frage, was verstehst du unter Naturwesen der "physischen Sorte"?

LG.
s.
 
Hallo Caramella,

Das mit dem Archetyp hast du sehr gut mit eigenen Worten beschrieben. :)

C. G. Jung beschreibt Archetypen als "Formen" in die der Mensch persönliches reinpackt (vereinfacht formuliert).
Obwohl er sagt auch, dass man in diese Formen nicht Beliebiges reinpacken kann, sondern wie man einen Archetyp erlebt, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit des Menschen oder den Situationen, in denen er sich befindet, ab.

Mein persönliches Erleben in Bezug auf Pan ist eher: keine Tiefe, eher oberflächliches leichtes Verzaubern, schnell von einer Nymphe zur Nächsten, pure Freude und sinnlicher naturhafter Genuß, Tanz, Schweiß, berauschend, auch etwas Trickstermäßiges sowie absolut kein schlechtes Gewissen... jemand der sich nicht festlegt und es auch gar nicht kann. Er hat zwar für mich auch mit Fruchtbarkeit zu tun aber nicht in dem Sinne wie andere ältere Naturgötter deren Energie weniger leicht zu handhaben ist als die Energie des Pan.

Cayden
 
C. G. Jung beschreibt Archetypen als "Formen" in die der Mensch persönliches reinpackt (vereinfacht formuliert).
Obwohl er sagt auch, dass man in diese Formen nicht Beliebiges reinpacken kann, sondern wie man einen Archetyp erlebt, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit des Menschen oder den Situationen, in denen er sich befindet, ab.
Cayden

Hallo Cayden,

wer C.G.Jung gelesen hat, weiß, dass er die These aufstellt , dass Archetypen dem kollektiven Unbewussten entstammen, sie also nicht persönlich gefärbt sein sollen, denn gerade das macht den Archetypus aus.

Ehe hier im Thread wieder munter drauflos Halbwissen miteinander vermixt wird, muss ich das richtig stellen.

Leider wurde und wird C.G.Jung aufgrund seiner Erkenntnisse im Psychologie-Studium noch heutzutage stiefmütterlich behandelt und nur am Rande erwähnt.

Archetypen
Nach Jung sind Archetypen universell vorhandene Urbilder in der Seele aller Menschen, unabhängig von ihrer Geschichte und Kultur. Dazu zählen Vorstellungen, Gegenstände und Lebewesen aus der Umwelt. Um die Existenz von Archetypen, die nicht direkt, sondern als Anbahnungen von Vorstellungen vererbt werden, nachzuweisen, sammelten Jung und seine Mitarbeiter Material aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Sie betrachteten auf dem Hintergrund dieser Spuren Träume von Patienten und fanden dabei Vorstellungen, die den bildlichen Darstellungen fremder Kulturen, mit denen der Träumer niemals in Berührung gekommen war, stark ähneln. Sie stellten die These auf, dass religiöse und kulturelle Zeugnisse verschiedener Völker in begrenzten Variationen, ähnliche Motive, Vorstellungen und Ausdrucksformen hätten. Jung recherchierte hierzu sehr viel Material, das aus unterschiedlichen Zeiten und aus vielen Kulturen stammte und stellte in den Darstellungen fest, dass bestimmte Bilder, Motive und Symbole sich immer wiederholen, ohne dass die Kulturen voneinander beeinflusst worden waren. Er nannte diese Gemeinsamkeiten Archetypen, welchen im Individuationsprozess vieler seiner Patienten eine besondere Rolle zukam. Dieses Material und vor allem seine Bedeutung für die Kultur und den Einzelnen setzte er in Verbindung mit den unterschiedlichen Entwicklungen seiner Patienten. Zu den Archetypen gehören: Schatten, Anima und Animus, die Grosse Mutter, der oder die alte Weise, das Mandala, der Abstieg der Seele zum Wasser, der Abstieg ins Totenreich, und andere. Dabei ist das Erscheinen von Archetypen in den Phantasien und Träumen stets mit dem Gefühl des Numinosen verbunden.
Archetypen bezeichnet er als Energiekomplexe, die besonders in Träumen, Neurosen und Wahnvorstellungen ihre Wirkung entfalten. Jung erklärt eine Psychose, die unter anderem dann entstehen kann, wenn eine Neurose nicht behandelt wird, als Überhandnehmen des Unbewussten, das sich des Bewusstseins bemächtigt, um dessen Einstellung zu korrigieren und das Individuum auf dem Weg zur Ganzwerdung zu befreien. Die nun symbolisch wirksamen Archetypen zielen darauf ab, die Gesamtpersönlichkeit wieder ins Lot zu bringen, indem sie archetypische, durch Numinosität (göttliche Erscheinungen, sexuelle Begierde) sehr attraktive Zielbilder ins Bewusstsein aufsteigen lassen. Diese Bilder und die Beschäftigung der Seele mit ihnen haben die Aufgabe, der Persönlichkeit eine fundamentale Balance zurückzugeben, Sinn und Ordnung zu stiften. Sie manifestieren sich daher in symbolischen Bildern universeller Gültigkeit, die einen beträchtlichen Anteil am Leben eines jeden haben.

LG.
s.
 
Hallo Cayden,

wer C.G.Jung gelesen hat, weiß, dass er die These aufstellt , dass Archetypen dem kollektiven Unbewussten entstammen, sie also nicht persönlich gefärbt sein sollen, denn gerade das macht den Archetypus aus.

Ehe hier im Thread wieder munter drauflos Halbwissen miteinander vermixt wird, muss ich das richtig stellen.

Leider wurde und wird C.G.Jung aufgrund seiner Erkenntnisse im Psychologie-Studium noch heutzutage stiefmütterlich behandelt und nur am Rande erwähnt.



LG.
s.

Haste auch mal gelesen,wie Jung den Archetypen in der Psychologie
beschreibt?
Also das ist auch kein Leitbuch für mich,um zu erfahren,zu lernen.
Sags nochmal,folge ich da keinen Psychatern,Wissenschaftlern oder
Buchautoren,
warum du da jetzt ein ganzes Kapitel von Jung zitierst ist mir ein Rätsel,genau hinter deinem dick Beschriebenen..steht es,was ich meine...
Wahnvorstellungen usw...

Haste nicht selbst geschrieben,du folgst deinen eigenen Eingaben?
Sind die Herren Autoren sich nicht einig?

nun gut,ist das alles ja im Rahmen einer Diskussion,hab ich ja selbst
auch aufgehört,mehr Wissen aufzuschreiben,also muss ich selbst ja
ganz still sein...

alles Liebe dir madma
 
Hallo Caramella,

Das mit dem Archetyp hast du sehr gut mit eigenen Worten beschrieben. :)

C. G. Jung beschreibt Archetypen als "Formen" in die der Mensch persönliches reinpackt (vereinfacht formuliert).
Obwohl er sagt auch, dass man in diese Formen nicht Beliebiges reinpacken kann, sondern wie man einen Archetyp erlebt, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit des Menschen oder den Situationen, in denen er sich befindet, ab.

Mein persönliches Erleben in Bezug auf Pan ist eher: keine Tiefe, eher oberflächliches leichtes Verzaubern, schnell von einer Nymphe zur Nächsten, pure Freude und sinnlicher naturhafter Genuß, Tanz, Schweiß, berauschend, auch etwas Trickstermäßiges sowie absolut kein schlechtes Gewissen... jemand der sich nicht festlegt und es auch gar nicht kann. Er hat zwar für mich auch mit Fruchtbarkeit zu tun aber nicht in dem Sinne wie andere ältere Naturgötter deren Energie weniger leicht zu handhaben ist als die Energie des Pan.

Cayden

Lieber Cayden

in deinen Worten kann ich sehr viel finden,auch das du Bilder malst
über all das,was du erlebst,siehst und fühlst,finde ich sehr echt alles.

Da sehr viel Wahrheit spüre,wie ich sie auch gerne erlebe...

alles Liebe dir
madma
 
Haste auch mal gelesen,wie Jung den Archetypen in der Psychologie
beschreibt?
Also das ist auch kein Leitbuch für mich,um zu erfahren,zu lernen.
alles Liebe dir madma

Liebe madma,

einerseits reden wir von Erfahrungen und andererseits geht es um unterschiedliche Methoden der Herangehensweise mit solchen Themen, und da ist es von Vorteil ein solides Basiswissen zu haben, damit man, wenn man von "Archetypen" oder anderen Begriffen spricht , genau wissen sollte, was jeweils damit gemeint ist.

Wenn ich erfahren will und lernen möchte, dann ist es für mich ebenso wichtig mich mit vielen unterschiedlichen System auseinanderzusetzen, denn das gehört für mich zum Lernen einfach dazu.

Wenn jemand schreibt, dass C.G. Jung behauptet hätte, dass man in die Archetypen "persönliches" hineinbringt, wo es eben nichts "unpersönlicheres" gibt als Archetypen, da sie universell sind, dann dient es einfach einer inneren Klarheit und nicht einem persönlichen Angriff, oder einer anderen Meinung, ich arbeite gar nicht mit Archetypen.

Ausserdem schrieb ich zuvor :

Die Frage, inwieweit also die Gottheit Pan als reine Kraft existiert, stellt sich mir gar nicht, sondern einfach um den Erfahrungsaustausch, an dem man sieht dass diese Kraft kanalisiert wurde.

Und ja, ich denke schon, wie es so da geschrieben steht, dass solche Bilder ebenso durch Wahnvorstellungen/Halluzinationen auftreten können, was ein Anzeichen einer Psychose oder schweren psychischen Erkrankung sein kann, der Unterschied ist, dass man beispielsweise in der Magie ganz bewusst durch ein Ritual Handlungen vollzieht, um einen bestimmten Trancezustand hervorzurufen, ebenso wie der Schamane.
Das dürfte wohl jedem klar sein.

LG.
s.
 
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Hallo Cayden,

wer C.G.Jung gelesen hat, weiß, dass er die These aufstellt , dass Archetypen dem kollektiven Unbewussten entstammen, sie also nicht persönlich gefärbt sein sollen, denn gerade das macht den Archetypus aus.

Hallo salesha,

ich denke du hast meinen Absatz missverstanden und du hast recht mit dem dass sie dem kollektiven Unbewußten entstammen. Doch was heißt das? Hast du "Über den Begriff des kollektiven Unbewußten" oder "Archetypen" oder Grundwerk Band 3 von Jung selbst gelesen?(Ich schon 4x...weil es so erbauend ist:) ) (Frage ist ernst gemeint. Denn wenn du es gelesen hast, müßtest du eigentl. verstehen, was ich sehr vereinfacht beschrieb, so wie ich caramella sofort verstanden habe. Mein ich.) .

In "Archetypen" schreibt Jung z.B., nach ausführlichen Beispielen, um überhaupt zu verstehen, wie er denn Archtypen meint:

Es gibt so viele Archetypen, als es typische Situationen im Leben gibt. Endlose Wiederholung hat diese Erfahrungen in die psychische Konstitution eingeprägt, nicht in Form von Bildern, die von einem Inhalt erfüllt wären, sondern zunächst nur als Formen ohne Inhalt, welche bloß die Möglichkeit eines bestimmten Typus der Auffassung und des Handelns darstellen. Wenn sich im Leben etwas ereignet, was einem Archetypus entspricht, wird dieser aktiviert, und es tritt eine Zwanghaftigkeit auf, die wie eine Instinktreaktion, sich wider Vernunft und Willen durchsetzt oder einen Konflikt hervorruft.......

Zitiere aus dem Anfang "Über die Archetypen des kollektiven Unbewußten" (S. 9):

Der Begriff Archetypus passt daher nur mitelbar auf die "représentations collectives", indem er nämlich nur jene psychischen Inhalte bezeichnet, welche noch keiner bewußten Bearbeitung unterworfen waren, mithin also eine noch unmittelbare seelische Gegebenheit darstellen.........

Ihre unmittelbare Erscheinung dagegen, ist viel individueller, unverständlicher oder naiver als zum Beispiel im Mythos (Anm.: da ja dem Individuum unbewußt (unbekannt)). Der Archetypus stellt wesentlich einen unbewußten Inhalt dar, welcher durch seine Bewußtwerdung und das Wahrgenommen sein verändert wird, und zwar im Sinne des jeweiligen individuellen (Anm: persönlichen!) Bewußtsein, in welchem er auftaucht.



Er schreibt auch, dass man mit der bewußten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Archetyp (sollte man es erst mal überhaupt erkennen, dass da so einer, bei einem selbst, am Werke ist) man dessen Energie sehr bewußt zum Positiven nutzen kann.

Aber.....das ist doch hier alles OT, nicht war?

Um zum Thema Pan zurückzukehren.....:D

Ich erlebte diesen Archetyp vor ca. 15 Jahren und es war ne schöne (auch geile) Zeit. So gut amüsiert hab ich mich davor und danach nicht, irgendwie....man kann aber nicht ewig so sein, man wird ja irgendwie "reifer":D ....aber, wer weiß....

...zur Zeit beschäftigt mich Cernunnos...ist ne tiefere Energie, doch auch OT hier.....wenn ich ihn geknackt habe (Cernunnos) und das Bild fertich ist mach ich vllt. nen eigenen Thread auf.

Cayden
 
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