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ÖVP: Der türkise Weg

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Walter, 29. Juni 2021.

  1. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Naja, ich schrieb das ja im Prinzip im konjunktiven Sinn.
    So lautet der gesamte Satz von mir:
    Ein Staatsmann zeichnet sich nicht ausschlieslich dadurch aus dass er demokratisch ist.
    Vorallem z.B. L. Breschnew war ein wirklicher Staatsmann, aber auch W. Putin ist einer, selbst Erdogan würde ich als Staatsmann bezeichnen.

    D. Trump weniger, aber B. Obama ist oder war einer, auch B. Johnson ist ein Staatsmann und Angela Merkel würde ich als Staatsfrau bezeichnen.
    Staatsleute ( um das mal Gendergerecht zu formulieren ) sind für mich Führungspersonen mit einer charakteristisch-starken Persönlichkeit.
    Und dies spreche ich, trotz seines "Populismus" , auch S. Kurz zu. Vor allem für sein Alter.

    Mit dem von der politisch linken Seite inzwischen schon inflationär benutzten Begriff "Populismus"
    (eigentlich ist es nur ein links-politischer Kampfbegriff wie der Begriff Kapitalismus)
    habe ich deshalb als politisch-neutraler Beobachter ein Problem.
    Denn Populismus beschreibt letztlich nichts anderes als das aufgreifen & ansprechen von aktuellen Themen in der Gesellschaft oder zumindest von einem nicht unerheblichen Teil in der Gesellschaft. Daran gibt es eigentlich nichts zu kritisieren.
    Das gegenwärtige Problem von der politisch Linken ist halt, dass die politisch Linke bestimmte aktuelle Themen, welche populär sind, in der Öffentlichkeit
    nicht aufgegriffen sehen möchte. Hier verwendet die politisch Linke den politischen Duktus der Moral weil sie damit gleich den Verdacht der Hetze mit impliziert.
    Deswegen wird heute von "Populisten" und "Aktivisten" gesprochen, gerade von politisch linker Seite, weil von dieser Seite aus versucht wird einen für allgemein gültigen politischen Duktus der Moral nicht nur zu etablieren sondern zu diktieren. Und deswegen sprech bzw. schreibe ich hier in letzter Zeit von der sich langsam immer mehr sich abzeichnenden Moraldiktatur.
    Dabei sind in Wahrheit Populisten & Aktivisten nur 2 Seiten der selben Medaille. Es sind die (extremen?) Ränder.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juli 2021
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  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

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    Du lässt da den wesentlichen Teil weg: nämlich das Erzeugen von Stimmungen.
     
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  3. Loop

    Loop Dauntless Banana Mitarbeiter

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    Ich bin mir nicht sicher, ob sie da wirklich was erzeugen, verstärken schon, aber was gar nicht da ist, können auch Politiker nicht aus dem Nichts erschaffen. Da wäre Politik einfach.
     
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  4. Abraxas

    Abraxas Sehr aktives Mitglied

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    Naja, Stimmungen halt.
    ZBsp. Gibt's grad Wirtschaftsaufschwung in Ö und das erste was Seperl einfällt ist medienöffentlich über Steuerentlastungen zu populisieren.
    Nicht was.
    Nicht wo.
    Keine Reichen werden angetastet.
    Grasser ist noch immer freien Fußes.
    Keine Verbesserungen hinsichtlich Arbeitszeiten.
    Letztlich wird nichts getan werden.
    Sogar die Oberpopulisten schafften es nicht einen einzigen "altbekannten" Hassprediger und Dschihadisten einzusperren, geschweige des Landes zu verweisen.
    Warum muss ein Bauarbeiter der seit seinem 16 Lebensjahr schwer gearbeitet hat, bis 62 arbeiten?

    Populisten sind nicht gut. Populisten sind schlecht. Populisten zerstören gerade das größte Friedensprojekt der Welt. Die EU!
     
  5. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    In einer modernen offenen demokratischen Gesellschaft wie es Ö & D ist, halte ich es fast für ausgeschlossen Stimmungen zu erzeugen und somit zu erschaffen.
    Also so wie aus dem Nichts.
    Politischer Populismus kann aber in der Tat so wie ein Katalysator wirken. Aber das gehört nunmal, auch in einer modernen offenen demokratischen Gesellschaft, zum politischen Geschäft und ist auch legitim, solange es nicht wirklich so ausufert wie es damals die Nazis betrieben haben.
    Und das wird auch von allen Parteien so gemacht.
    Was mich als neutraler Beobachter halt wundert ist, dass wohl einige denken es gäbe guten & bösen -, positiven & negativen Populismus.
    Nur wird der " gute" also der "positive" Populismus heute mit dem Begriff Aktivismus verkleidet. Und gerechtfertigt wird das, meiner Meinung nach, mit der vorgestellten moralischen Überlegenheit. Wobei ich mich, wenn ich mir die ganzen Aktivitäten der "Aktivisten" anschaue, frage, ob das nicht moralische Überheblichkeit ist. (?)
     
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  6. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Es waren aber auch letztendlich Populisten welche die EU bis in die heutige Form erst erschaffen haben.
    Ein Friedensprojekt ist doch immer populär, oder ?
    Das Problem liegt in der ( menschlichen ) Wertung. Und durch diese Wertung wird dann unterschieden in Populisten & Aktivisten.
    Dabei sind in Wahrheit Populisten & Aktivisten nur 2 Seiten der selben Medaille. Es sind die (extremen?) Ränder.
     
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  7. Abraxas

    Abraxas Sehr aktives Mitglied

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    Nein, das will ich so nicht diskutieren.
    Entweder man arbeitet altruistisch für den Staat, als guter Politiker verdient man genug Geld. Oder man ist so gierig, das man nie genug haben wird. Das sind die Extremdenker. Da die Grünen per se Menschen und Naturfreunde sind, verbleibt nur Rechts. Und das sind jene die auf der politischen Waage nahe dem Nationalsozialismus und Hitler sind.
    Also AFD, FPÖ, FDP haben hier ihr Klientel.


    Der Sinn der EU benötigt keine Wertung. Er ist für sich selbst gesehen groß. Es ist ein gemeinsamer Sinn.
    Ein gemeinsamer und demokratisch legitimierter Weg. So etwas stört von Russland und China unterstützte Populisten sehr, da ein geeintes und starkes Europa ihren geopolitischen, raum und Einfluss gewinnenden Wege im Wege steht.
     
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  8. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Das kenn ich von Politikern vorallem aus dem linken Spektrum:
    "Mit denen diskutiert man nicht"
    Das ist eine politische Doktrin ( Leitlinie ) die sich die Medien auch eine lange Zeit zu eigenen genacht haben:
    " Wenn wir über rechte Parteien nicht berichten, dann weiss die Bevölkerung garnicht dass es diese Parteien überhaupt gibt"
    Abgesehen davon dass diese Handlungsweise extrem undemokratisch ist, hat es nichts genutzt, die AFD ist in den Bundestag und in alle Landtage eingezogen.
    Der Journalist Jan Fleischhauer hat das 2017 , nach dem Einzug der AFD in den Bundestag, mal in einer Talkrunde sehr gut beschrieben:
    ( Ich geb es sinngemäß wieder)
    "Die etablabierten Parteien wollen sich mit den Themen der AFD garnicht beschäftigen, da sie ahnen dass die AFD in einigen Dingen durchaus recht hat".
    Aber, sage ich, es kann ja nicht sein was nicht sein darf. Gell ?

    Du willst mir doch hier nicht wirklich erzählen dass alle Politiker ausser von der AFD,FPÖ und FDP altruistisch für den Staat arbeiten? Das ist doch jetzt nicht dein ernst !??!
    Politiker welche wirklich altruistisch ( selbstlos, uneigenützig, aufopfernd ) für den Staat arbeiten sind in allen Partein in der grossen Minderheit. Es sind nur Einzelne.
    Politiker aller Parteien sind deshalb in die Politik gegangen um etwas, wie die Gesellschaft, nach ihren Vorstellungen zu verändern.
    Da steckt 0 Uneigenutz dahinter sondern 100% Ideologie.
    Und da du von Klientel sprichst: Gerade die linken Parteien wie SPD oder Kommunisten bedienen ihr Klientel. Dafür sind diese Parteien im 19. Jahrh. auch überhaupterst aktiv geworden.

    Die Vereinigten Staaten von Europa benötigten keine Wertung mehr, zumindest in ihrem Selbstverständnis, wenn es sich dabei um einen Bundestaat handeln würde.
    Die EU ist aber ( nur ) ein Staatenbund. Von daher benötigt dieser Staatenbund schon Wertung. Denn im Vergleich zur Möglichkeit eines Bundeststaates bleibt die EU, so wie sie jetzt ist, für sich selbst eben nicht gross.
    Nur die Idee ist gross. Die Idee welche im Sinn der EU liegt wurde aber vor der Aufnahme der Osteuropäischen Länder prinzipiell verraten,in dem sie die osteuropäischen Länder aus geopolitischen Interessen in ihren Staatenbund aufgenommen hat. Und für einen gemeinsamen wirtschaftlichen Binnenmarkt.
    Man muss die EU schon an ihren Taten messen ( werten ) und nicht an ihren Idealen & Ideen.
    Diese Widersprühclichkeit ( ja man kann es schon fast heuchelei nennen ) fällt vor allen den Menschen auf, welche bis vor knapp über 30 Jahren noch unter der Diktatur Moskau gelebt hatten. Und zu diesen Menschen gehören neben den Osteuropäischen Ländern auch die Menschen aus der ehemaligen DDR.
    Würde die EU glaubwürdiger Handeln dann wäre sie auch glaubwürdiger. Die Menschen sind nicht doof.

    Deine letzte Aussage ergibt keinen wirklichen Sinn.
    Warum?
    Die von dir erwähnten und von Russland und China unterstützte "Populisten" in Europa bekommen 0 mehr geopolitischen Raum und Einfluss, wenn Europa als EU geschwächt wird. Letztlich würden sie nur den "Herren" wechseln ( um das metaphorisch auszudrücken ).
    Ich weiss nicht was das für eine schwarz-weiss-denke es ist, es gäbe nur die Wahl zwischen EU-Idealen und repressiven Staaten wie Russland & China ?
    So wie ich die sogenannten "Populisten" , die EU-Kritiker, verstehe geht es um zumindest einen dritten Weg.
    Ja ich weiss, der sogenannte "dritte Weg" hat bereits einen negativen Touch. Denn dieser "dritte Weg" berührt nur wenig die EU-Ideale.
    Wenn man die Sympathisanten des "dritten Weg" aber mit Befürwortern eines repressiven Systems wie Russland & China gleichsetzt, dann liegt das daran dass die EU aber auch die bedingungslosen Fürsprecher der EU im schwarz-weiss-Muster gefangen sind und überhaupt keinen Widerspruch mehr dulden.
    Weil sie diesen Widerspruch nicht mehr dulden wollen !
    Das ist wie mit den Befürwortern des Cancel Culture: Diese wollen das bestimmte Dinge einfach nicht mehr gesagt werden.
    Wenn sich das Cancel Culture in der EU durchsetzt, ist die EU den Dreck unter dem Fingernägeln nicht besser als die repressiven Staaten China & Russland.
    Aber, das ist nur meine Meinung als objektiver Betrachter des Weltgeschehn.
     
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  9. Abraxas

    Abraxas Sehr aktives Mitglied

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    Danke für deine ausführlichen Gedanken. Es brennt mir zwar arg unter den Nägeln von einem zukünftigen aufflammen einer Herrscher und Dienermoral zu schreiben, weil es nationalistisch gewollt ist, und am Bsp des Ostens die Bonzen nur die Sessel aber nicht die Macht abgegeben haben, den Menschen geht es besser weil sie durch die EU Arbeit bekommen haben, und die Bonzen durch populistische Stimmungsmacherei ihre Sessel sichern, aber Sorry ich bin einfach schon zu müde und ausgebrannt. Vielleicht red ma nach dem Sommer nochmal darüber.
     
  10. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Ich bin gerne bereit dass weiter mir dir zu beleuchten und somit zu erläutern.
    Schliesslich ist das ja auch ein Thema was die Zukunft von Europa betrifft.
    Europa wird sich in den nächsten Jahrzehnten extrem verändern, davon bin ich fest überzeugt.
    Die Frage ist nur, inwieweit wir ( als Europäer ) diese Veränderung selbst bestimmen können, damit sie in den Werten Europas auch wirklich werden, oder inwieweit wir uns nur einer Illusion hingeben, welche von einem Hoffnungsgedanken, dass am Ende alles gut wird, getragen ist / wird.
    Europa ist in der Tat eine grandiose Idee. Es darf aber nicht nur eine Idee bleiben, sondern diese Idee muss, damit sie verwirklicht werden kann, auch endlich mal in Taten umgesetzt werden. Und ich denke, diesbezüglich, sollte die EU auch keine Konfrontationen meiden, selbst wenn es ihrem Selbst-Verständnis widerspricht.
    Denn stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Dann kommt der Krieg zu euch!
    Bertolt Brecht (1898 - 1956)
    Und der Krieg ist, meiner Ansicht nach, schon längst in Europa angekommen.
    So Manche in Europa wollen den Krieg aber nicht als solchen sehen und somit anerkennen,
    da Sie ihn vom eigenen Grundsatz aus vermeiden wollen.
    Dabei verhalten sich Jene wie kleine Kinder, die ihre Hände vor die Augen halten um der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen zu müssen.
    Auf diese kindlich naive Art & Weise wird Europa aber letztlich kläglich scheitern müssen.
    Ich sage: Auf Europa, sei bereit für deine Ideen & Ideale zu kämpfen, meide keine Konflikte wenn sie für deine Ideale nötig sind. Denn dann, Europa, wirst du glaubwürdig und nicht nur Ziel für jene welche ein bequemes Leben leben wollen.
     
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