Neuer Thread: Was ist das ich?

  • Ersteller Ersteller Toffifee
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@ Sansara

Sich hundert Leute aufeinmal nackt vorzustellen,fällt sogar mir schwer. Darüber hab ich geschmunzelt.

Klar ist das Ich vergänglich. Mein Körper ändert sich ständig, irgendwann stirbt er. Meine Meinung ändert sich ständig, ich erkenne manchmal Verhaltensmuster und und und... Das, was hinter dem Vorhang ist, das ist nicht vergänglich.
Sich Selbst in die Augen sehen - warum sollte das Angst machen? Meine kleinen Lebenslügen sind mir auch jetzt schon bewusst und ich schmunzel über sie. ...

Mein ICH verändert sich,aber dieses Wort vergänglich mag ich dafür nicht verwenden. Meinen Körper zähle ich nicht zum ICH,den hab ich mir ausgeborgt. Ich sehe es so,ein Lenker und ein Auto.Im Auto sitzt das ICH und das Auto ist der Körper.
Ohne das ICH funktioniert der Körper nicht,auch das Auto fährt nicht ohne Lenker.

Das klingt schon sehr wirr,die Hitze ist daran schuld. :)

Nicht jeder Sterbende hat kleine "Lebenslügen" denen er in die Augen sehen muss. Sein ganzen Leben wird OFFEN am Sterbebett dargelegt. Ein Leben welches gezeichnet war und ist,von Schmerzen,Traumen,Freude,Leid,Ünglück,Verdruß,Liebe etc. ALLEM muss man ins Auge sehen.

lg
 
Orim der Blaue schrieb:
versteher -- das zu verstehende -- verstehen

in diesem Falle fiele es A wohl doch auf, daß es durch B und C bedingt ist ;)
Das Gegenteil ist der Fall.
Ich - Welt (= Nicht-Ich) - Sein

So gut wie alle Menschen identifizieren sich mit dem Ich. Das geht so weit, dass muskuläre Verspannungen einzig dadurch enstehen, dass man sich mit dem ich identifiziert. Die meisten Menschen wissen nicht, wie es ist, wenn diese Vorstellung abfällt: Das Körpergefühl ändert sich massiv. Der Körper wird sehr viel leichter, unbeschwerter, luftiger. Es ist unheimlich schwer, sich von dieser Identifikation wieder loszureissen. Ich ist aber nichts anderes als wechselseitig definiert mit "Nicht-Ich", was dasselbe ist wie "die Welt da draussen". Eine solche Trennung ist natürlich eigentlich relativer Unsinn.
 
nirak schrieb:
Die Angst vor dem Tod können deshalb soviele Menschen nicht ablegen,weil sie im Moment des Sterbens mit sich SELBST....mit ihrem ICH konfrontiert werden,das macht diese Angst.
Sich SELBST in die Augen zu sehen.
Wenn du diese Angst abgelegt hast, dann kannst du mir ja zeigen, wie ich das zu bewerkstelligen habe. Und allen anderen Sterbenden, die trotzdem Angst haben, auch.

Ich wiederhole das gerne noch einmal: Es zeugt von mangelnder Fantasie zu behaupten, man würde im Moment des Sterbens keine Angst haben. Ich habe Angst, und zwar eine Scheissangst sogar. Ich habe auch Angst vor dem Zahnarzt. Und ich habe Angst vor körperlichem Schmerz. Es ist eine typische Illusion des Ich, keine Angst haben zu brauchen.
 
Orim der Blaue schrieb:
Laß deine Vorstellungen los, laß deine Erwartungen ziehen und lasse einfach dein leben geschehen und nimm an, was auf dich zu kommt... Es klingt und ist auch ganz einfach, aber diese Einfachheit zu leben ist sehr schwer...
Nichts anderes tun wir hier. Das Untersuchen der Ich-Vorstellung beseitigt radikal eine Unmgenge anderer Falschvorstellungen, denn alle anderen Vorstellungen basieren auf dieser einen Ich-Vorstellung.
 
fckw schrieb:
Wenn du diese Angst abgelegt hast, dann kannst du mir ja zeigen, wie ich das zu bewerkstelligen habe. Und allen anderen Sterbenden, die trotzdem Angst haben, auch.

Ich wiederhole das gerne noch einmal: Es zeugt von mangelnder Fantasie zu behaupten, man würde im Moment des Sterbens keine Angst haben. Ich habe Angst, und zwar eine Scheissangst sogar. Ich habe auch Angst vor dem Zahnarzt. Und ich habe Angst vor körperlichem Schmerz. Es ist eine typische Illusion des Ich, keine Angst haben zu brauchen.

Hi,

Im Rahmen der Sterbebegleitung versuchen wir,auch ich immer wieder diesen Ängsten entgegenzutreten.
Es stimmt wir haben Angst vor dem Sterben,ich hab sogar eine Scheissangst davor....nicht vor dem Tod....sondern vor dem WIE sterbe ich ?

Es gelingt uns,Menschen angstfrei sterben zu lassen. Diese Menschen wurden auf ihren Tod vorbereitet,sie wurden nicht aus dem Kreise ihrer Angehörigen ausgeschlossen,sie starben nicht allein,sie starben schmerzfrei.
Die größte Angst ist es doch,unter Qualen einschlafen zu müssen.

Du hältst mich vielleicht jetzt für etwas "überdreht",aber ich kann während meines Lebens das STERBEN lernen,um dann wenn die Zeit für mich gekommen ist,angstfrei zu gehen.

lg
 
nirak schrieb:
Hi Sansara,

musste wieder schmunzeln. ;-)



MICH vor nicht allzulanger Zeit. Das ICH so glaube ich,ist nicht vergänglich.Warum auch ?

Die Angst vor dem Tod können deshalb soviele Menschen nicht ablegen,weil sie im Moment des Sterbens mit sich SELBST....mit ihrem ICH konfrontiert werden,das macht diese Angst.
Sich SELBST in die Augen zu sehen.

lg


Du bekommst dafür von mir die Don Quichote
Medaille ausgehändigt...
"Wir haben einen Freund, der uns jetzt begleitet,
Sancho Panza!"
"Dann lasset uns reiten... die Windmühlen
in dieser flimmernden Landschaft
täuschen uns über ihre wirkliche Zahl
und La Mancha ist unendlich in seiner Weite..."
"Ich habe Durst Sancho Panza."
"Gebe erst deinem Freund zu trinken,
die Quelle ist unversiegbar, werter Don Quichote."
"Oh! Siehe! Da weit hinten am Horizont, da leuchtet
eine Windmühle besonders hell, schnell! Wir müssen weiter!"


Karuna :kiss3: :kiss4: :kiss3:
 
fckw schrieb:
Nichts anderes tun wir hier. Das Untersuchen der Ich-Vorstellung beseitigt radikal eine Unmgenge anderer Falschvorstellungen, denn alle anderen Vorstellungen basieren auf dieser einen Ich-Vorstellung.

Radikal kann man meiner meinung nach nichts ernsthaft transformieren... Aber ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg!

^^Viel Glück, daß du auf deinem Weg nicht so aussiehst, sondern gemütlich und freudig einher spazierst: :escape:

Herzliche Grüße
Christian
 
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