Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr?

Der vorgegebene Horror der Geschichte liegt in meinen Augen, und ohne den Film gesehen zu haben, in der Ablehnung des Kindes. Das ist für mich ganz einfach, auch wenn es einen medizinischen Fachbegriff dafür gibt. Und dieser Horror bietet filmischen Stoff und ich denke, es wird dabei mehr als ein Tabu bearbeitet.

Wie weit die Partnerschaft dadurch geschwächt wird, weiss ich nicht. Gut möglich auch, dass die erfolgreiche Frau eigentlich ihren Mann ablehnt.

Ich kann mir vorstellen, mir den Film anzusehen, unter anderem nur schon, weil ich die Marie Leuenberger mag, aber auch, weil sie eine Dirigentin spielt.
 
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naja. Das beschreibt den gesellschaftlichen Umgang, aber nicht die Realität. Der längere Aufenthalt war meistens kontraproduktiv, missverstanden und ist auch gar nicht mehr notwendig. Schmerzfreie Geburt gibt es schon lange, aber erst seit den 70er relativ gefahrlos für Mutter und Kind. Das Wissen um postnatale Depression ist bestimmt 2000 Jahre alt. Und junge Mütter haben sich schon immer unter dem Druck der Gesellschaft dafür geschämt, wenn sie ihr Kind vermeintlich nicht geliebt habe. Der Druck war halt so hoch, dass sie es verschwiegen haben. Man hat jungen Müttern gerne mal das Kind weggenommen … weil man das als heilsam betrachtet hat.
Der längere Klinik Aufenthalt ist nicht ganz schlecht, wenn man von der Geburt etwas geschwächt ist ( Blutverlust, etc....) und dann aber trotzdem plötzlich nach 3 oder 4 Tage wieder einen riesen Haushalt+ Kinder+ Tiere+ Garten+Mann und....und... inklusive Neugeborenen zu versorgen hat - und aber keine Hilfe dafür hat, weil:
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit,
eine normale Geburt keine OP...usw 🙄

Anderseits können Umstände in der Klinik wiederum einem die frühzeitige Entlassung sehr erwünschenswert erscheinen lassen!

Vielleicht könnte man auch die jungen Mütter etwas mitentscheiden lassen -
wie fit sie sich fühlen fürs 1 x Aufstehen, Klinik verlassen, etc ..??
( Oder gibt es dieses schon irgendwo???)

Klar - das was du ansprichst und was meine Mutter erzählte: 14 Tage Bettruhe für Wöchnerinnen -
und nur Hühnersuppe und Weißbrot essen
mag auch übertrieben sein.

"Kind wegnehmen" kann ganz angenehm sein -
wenn Mutter einmal eine Nacht durchschlagen will....
 
Der längere Klinik Aufenthalt ist nicht ganz schlecht, wenn man von der Geburt etwas geschwächt ist ( Blutverlust, etc....) und dann aber trotzdem plötzlich nach 3 oder 4 Tage in einen riesen Haushalt+ Kinder+ Tiere+ Garten+Mann und....und... inklusive Neugeborenen zu versorgen hat - und aber keine Hilfe dafür hat, weil:
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit,
eine normale Geburt keine OP...usw 🙄

Anderseits können Umstände in der Klinik wiederum einem die frühzeitige Entlassung sehr erwünschenswert erscheinen lassen!

Vielleicht könnte man auch die jungen Mütter etwas mitentscheiden lassen -
wie fit sie sich fühlen fürs 1 x Aufstehen, Klinik verlassen, etc ..??
( Oder gibt es diese schon irgendwo???)

Klar - das was du ansprichst und was meine Mutter erzählte: 14 Tage Bettruhe für Wöchnerinnen -
und nur Hühnersuppe und Weißbrot essen
mag auch übertrieben sein.

"Kind wegnehmen" kann ganz angenehm sein -
wenn Mutter einmal eine Nacht durchschlagen will....
Du liest nicht wirklich, was man schreibt?

Niemand wird frühzeitig entlassen. Länger ist schlicht medizinisch nicht notwendig. Und wenn nach 4 Tagen nicht alles o. k. ist, wird auch keine Frau aus dem KH geschmissen. Nach dem KH gibt es außerdem noch Nachversorgung von der Hebamme. Und wenn die junge Mutter ein Scheißumfeld mit einem Arschloch als Ehemann hat, dann werden auch 5 Tage KH mehr daran nicht ändern 🤷‍♂️ . Und die Kinder wurden der Mutter weggenommen, weil diese in denmeisten Fällen schlicht eine Depression hatte, und da haben "sie" , wahrscheinlich Männer, gedacht, das wird besser, wenn man ihr das Kind wegnimmt …
 
Deine Tochter ist etwa so alt wie mein 2. Sohn!?
Anfang - Mitte 90ziger Jahre!?
Ja - diese Geburt habe ich auch so ähnlich in Erinnerung - Stillen war in,
Vater im Kreißsaal
( war dabei)
Babybett ständig neben Mutti, die gefälligst milchtragend und sehr umsorgend zu sein hat - und Mutti nach 4 Tage (Episiotimie) nachhause....

1. Sohn - Mitte 80ziger Jahre!
Kein Vater im Kreißsaal, Stillen ist egal, notfalls mit einer Spritze zu verhindern, dafür alles sehr steril - Babyfläschchen in ChlorBoxen,
die alte Hebamme lässt die Mutter nachts schlafen, weil sie selbst das Baby füttern kann,
da die Milch abgepumpt oder von Milupa ist und im Kühlschrank steht - netter Service als Entschädigung fürs Anschnautzen bei der Geburt!😊 .
6 Tage Klinik Aufenthalt ohne Episiotimie, 7 Tage mit!

Naja, hat alles seine Vor- und Nachteile -
und in etwas mehr als 7 Jahren kann sich vieles ändern...

Meine Tochter ist Jahrgang 1988. Ich war 5 Tage im Krankenhaus.
 
Ich bin nach allen 3 Geburten nach einigen Stunden ausm Krankenhaus nach Hause (bzw bei meiner mittleren ausm Geburtshaus)
Persönlich finde ich es schwachsinnig wenn alles gut gelaufen ist und Mama und Baby gesund sind, länger im Krankenhaus zu bleiben.
Aber ich hab vieles in den Augen anderer falsch gemacht..... Wie konnte ich meine Kids länger als 6 Monate stillen, 6 Monate reichen vollkommen.
Und nein, die Babies dürfen auf keinen Fall im Bett von Mami schlafen. Babies gehören in den Kinderwagen, nicht in Tragetuch oder Baby Rucksack.... Meine Kids haben es aber geliebt.
 
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Kritik an der modernen Reproduktionsmedizin, weil man ja viel investiert hat und jetzt gefälligst glücklich sein muss?
Um den Bruch mit dem Idealbild der "glücklichen Mutter", geht es aber auch. Genauso um Entmündigung.

In meinem Umfeld gibt es (leider) eine Frau, die die Idealvorstellung des "Tradwife" intus hat, die auch unbedingt für die Kinder 150% da sein muss. Sie propagiert ein Idealbild einer "Bullerbü-Kindheit", vollkommen ohne Mediankonsum und auch vollkommen ohne Süßigkeiten o.ä. Von dieser Frau musste ich mir schon Vorträge anhören, weil sie gesehen hat, dass ich meiner Tochter ein Eis gegeben habe oder auch, dass sie gesehen hat, dass sie an und mit meinem Smartphone spielen durfte; Ich müsste ihrer Meinung nach 100% der Zeit zu Quality-Time mit pädagogisch wertvollen Spielen, Spielplatzbesuchen o.ä. gestalten. Dass ich mittlerweile nicht mehr mit der Mutter des Kindes ein Liebespaar bilde, wir getrennt leben, aber uns noch so weit es eben möglich ist gemeinsam um die Belange unserer Tochter zu kümmern, ist für diese Frau auch ein rotes Tuch, was ebenfalls schon Vorträge triggerte, in denen der Begriff psychisches Trauma häufig vorkam.
 
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