Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr?

Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, kennen alles Mögliche, viele von ihnen auch, dass sie das Kind als "fremd" empfinden/keinen Bezug erst einmal(!) aufbauen können/ Depressionen bekommen und damit alleine gelassen werden, stelle ich mir vor.
Das dürfte wirklicher Horror sein.
Jetzt habe ich den Trailer doch nochmals angeguckt und ja:
So wie das Baby im Trailer präsentiert wird verstört es mich doch wieder!
Es ist einfach zu ruhig!
So ruhig habe ich meine eigenen Babys tatsächlich nicht in Erinnerung!
Sondern:
Mehrmals nachts füttern, wickeln, herumtragen usw.usw....tagsüber sowieso...
bleibt einem gar nichts anderes übrig als die Winzlinge wahr zu nehmen! 😁
 
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Der wirklicher Horror dürfte als frische Mutter sein, den Ansprüchen der Umgebung,wie eine Mutter zu fühlen hat, zu begegnen.

Eine Freundin und ihr Mann sagen, dass großzügigste Geschenk bekamen sie von ihren Eltern und Schwiegereltern. Und zwar reisten beide Paare nacheinander für je zwei Wochen zur Unterstützung an. Putzten, kochten, kauften ein und machten Ausflüge mit dem Geschwisterkind. Sie haben das Glück, dass die Großeltern zwar gern helfen, aber nie ungefragt belehren.
 
Kritik an der modernen Reproduktionsmedizin, weil man ja viel investiert hat und jetzt gefälligst glücklich sein muss?
Um den Bruch mit dem Idealbild der "glücklichen Mutter", geht es aber auch. Genauso um Entmündigung.
Ja, genau!

Interessant aufgefallen in diesem Zusammenhang - deswegen eine gewisse " Begriffsstützigkeit" in diesen Zusammenhang meinerseits:

Ich glaube:
Die Babyboomerinnen -
vor allem in meinem konservativen Umfeld - mussten keine glückliche jungen Mütter sein!

ich glaube der Begriff " postnatale Depression" war gar nicht so geläufig!
Schmerzfreie Geburt auch weniger ein Thema,
Väter in Kreissäle selten ( 80s).

Es hieß eher: "man solle sich nicht so anstellen"
Im Gegenzug durfte Frau etwas länger in der Klinik bleiben, musste dann aber perfekt funktionieren - im Wettbewerb:
Welches Kind zuerst laufen, sprechen, Windel frei ist..

usw..usw....

Wir waren Supermom, nicht Happymom! 😁
 
Ja, genau!

Interessant aufgefallen in diesem Zusammenhang - deswegen eine gewisse " Begriffsstützigkeit" in diesen Zusammenhang meinerseits:

Ich glaube:
Die Babyboomerinnen -
vor allem in meinem konservativen Umfeld - mussten keine glückliche jungen Mütter sein!

ich glaube der Begriff " postnatale Depression" war gar nicht so geläufig!
Schmerzfreie Geburt auch weniger ein Thema,
Väter in Kreissäle selten ( 80s).

Es hieß eher: "man solle sich nicht so anstellen"
Im Gegenzug durfte Frau etwas länger in der Klinik bleiben, musste dann aber perfekt funktionieren - im Wettbewerb:
Welches Kind zuerst laufen, sprechen, Windel frei ist..

usw..usw....

Wir waren Supermom, nicht Happymom! 😁

Du bist doch gar nicht so viel älter als ich.

Und bei mir war das schon so, dass ich gefälligst eine glückliche Mutter zu sein hatte. Auch eine glückliche Schwangere.
Auch war die postnatale Depression ein Thema. Schon bei der Geburtsvorbereitung.
Auch Väter in Kreissaal war eigentlich die Normalität. Nur ich hab gesagt, ich will ihn nicht da haben. Ich wurde deswegen auch sehr komisch angeschaut. "Sanfte Geburt" und Wassergeburt gab es auch. Die Heimgeburt war etwas in Verruf.

Aber ja, wir mussen Supermom sein! Stark mussten wir sein, organisiert mussten wir sein, schön mussten wir sein, über alles, was Kinder betrifft, mussten wir informiert sein, Ernährungswissenschaftlerinnen mussten wir sein und eine Leichtigkeiten sollten wir dabei haben, das alles zu mit einem Lächeln zu meistern. Immer fünf Bälle in der Luft und dabei nicht vergessen zu strahlen.
 
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Ja, genau!

Interessant aufgefallen in diesem Zusammenhang - deswegen eine gewisse " Begriffsstützigkeit" in diesen Zusammenhang meinerseits:

Ich glaube:
Die Babyboomerinnen -
vor allem in meinem konservativen Umfeld - mussten keine glückliche jungen Mütter sein!

ich glaube der Begriff " postnatale Depression" war gar nicht so geläufig!
Schmerzfreie Geburt auch weniger ein Thema,
Väter in Kreissäle selten ( 80s).

Es hieß eher: "man solle sich nicht so anstellen"
Im Gegenzug durfte Frau etwas länger in der Klinik bleiben, musste dann aber perfekt funktionieren - im Wettbewerb:
Welches Kind zuerst laufen, sprechen, Windel frei ist..

usw..usw....

Wir waren Supermom, nicht Happymom! 😁
naja. Das beschreibt den gesellschaftlichen Umgang, aber nicht die Realität. Der längere Aufenthalt war meistens kontraproduktiv, missverstanden und ist auch gar nicht mehr notwendig. Schmerzfreie Geburt gibt es schon lange, aber erst seit den 70er relativ gefahrlos für Mutter und Kind. Das Wissen um postnatale Depression ist bestimmt 2000 Jahre alt. Und junge Mütter haben sich schon immer unter dem Druck der Gesellschaft dafür geschämt, wenn sie ihr Kind vermeintlich nicht geliebt habe. Der Druck war halt so hoch, dass sie es verschwiegen haben. Man hat jungen Müttern gerne mal das Kind weggenommen … weil man das als heilsam betrachtet hat.
 
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